Logo von Einrichtungsbeispiele.de
Hier werden 8.454 Aquarien mit 145.828 Bildern und 1.597 Videos von 17.596 Aquarianern vorgestellt
Wir werden unterstützt von:
Einrichtungsbeispiele.de wird unterstützt von Kölle-Zoo
Login Aquaristik-Werbung Teichbeispiele Terrariumbeispiele Top-Aquariums
Partner für Aquarienbau
Partner für Aquarientiere
Partner für Aquariumlicht
Partner für HMF-Filter
Artikel / Beiträge

von

Artentafel - Lethrinops sp. "mbasi creek"

Artentafel - Lethrinops sp. "mbasi creek"
Lebensraum

Lethrinops sp. „mbasi creek“ ist wie alle Vertreter der Gattung Lethrinops ein Sandcichlide und lebt dementsprechend über Sand. Die riesigen Sandflächen sind von einzelnen kleinen Felsplateaus und grossen Steinen durchzogen und in den seichteren Regionen existieren Bestände an verschiedenen Pflanzen wie: Valisnerias und Ceratophyllum demersum (Hornkraut).


Wassertiefe der MbasiCreek-Habitate

Die grösste Populationsdichte des MbasiCreek kann im seichten Wasser unmittelbar um die Mündung des Mbasi Creeks (Bach) beobachtet werden. Die Tiere wandern aber auch bis in viel tiefer gelegene Regionen. Die Habitats-Tiefe muss dementsprechend mit 7 bis 35 Meter definiert werden.


Ernährung

L. sp. „mbasi creek“ ist ein klassischer Gräberfisch. In grossen Gruppen durchstreift er sein Habitat und sucht im Sand oder im Schlamm nach Wirbellosen, kleinen Krebstierchen und Insektenlarven. Die Futtersuche findet fast ausschliesslich in der Gruppe statt. Mit dem Maul wird tief in das Sediment gestossen und der so aufgenommene Sand durchgekaut. Fressbares wird herausgefiltert und der verbleibende Sand durch die Kiemen wieder ausgestossen. Typischerweise wird die Art deshalb meist von sogenannten Verfolgerfischen begleitet, welche ihren Anteil aus den Lethrinops-Staubwolken ergattern wollen.


Besonderheiten

Es wurden mehrere „Arten“ Lethrinops an der Nordküste entdeckt, welche sich sehr stark ähneln und zum Beispiel den typischen roten Fleck des MbasiCreek hinter dem Kiemendeckel tragen. Sehr viele Lethrinops wurden leider bisher noch nicht wissenschaftlich beschrieben und es kann infolge dessen noch keine Aussage darüber gemacht werden, ob L. sp. „mbasi creek“, L. sp. „blood spot“ und L. sp. „rainbow tanzania“ lediglich drei Populationen einer einzigen Art, oder eben effektiv drei separat zu betrachtende Arten sind.

Wichtig: Die Art wird von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) nicht in deren „Red List“ geführt, weshalb bislang noch keine Aussage über den Gefährdungs-Status gemacht werden kann.


Verhalten

Die verhältnismässig kleinen Körpergrössen dieser Sandbewohner setzen ein geselliges Leben voraus, da die Raubfische durch die so entstehende Überzahl an Beutetieren verwirrt werden. Solche Räuber können sich in solch grossen Gruppen schlecht auf ein einzelnes Tier konzentrieren, was eine erfolgreiche Jagd sehr schwierig macht. Nur wenn sich ein Mitglied des Schwarms anders verhält oder, wenn es ein anderes Farbmuster hat, wird es vom Räuber ins Auge gefasst und rasch erbeutet. Die silbrigen Körper der Lethrinops reflektieren perfekt das Licht und decken sich dadurch sehr gut mit dem sandigen Hinter- resp. Untergrund. Lethrinops sp. „mbasi creek“ scheint keine eigentliche Brutperiode zu haben – Paarungen finden übers ganze Jahr statt. Die Männchen bauen grosse Sandburgen, was charakteristisch in der Gruppe passiert (Koloniebrüter). So entstehen richtige Kraterlandschaften, was an Bilder vom Mond erinnert. Die territorialen Böcke lassen Ihre Laichkrater tagsüber niemals alleine und verteidigen diese mit viel Eifer.
Diese Nestwache ist sehr wichtig, weil viele konkurrenzierende Artgenossen ihre Reviere in unmittelbarer Nachbarschaft haben und auch viele reife Männchen ohne Revier nur darauf warten, dass ein Bock seine Burg freigibt.

Jedes territoriale Männchen ist ständig dabei, seine Sandburg auszubessern und das grösste und stärkste Tier besitzt in der Regel auch die grösste und höchste Sandburg.


Populationen

Da die Artzugehörigkeit der unter „Besonderheiten“ beschriebenen Arten bislang nicht nachgewiesen wurde, muss davon ausgegangen werden, dass der L. sp. „mbasi creek“ in lediglich einer einzigen Population auftritt.

>> Mbasi Creek mouth


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium bietet sich die Gestaltung einer grossen Sandfläche an, welche durch einzelne grössere Felsbrocken unterbrochen wird. Der Bepflanzung eines MbasiCreek-Beckens ist nichts entgegenzusetzen. Aber es ist absolute Pflicht, viele offene Sandflächen zu belassen, welche von der Lethrinops-Gruppe ständig nach fressbarem durchsucht werden.

L. sp. „mbasi creek“ kann in Becken ab 400 Litern gehalten werden, sofern eine Mindestkantenlänge von 150 Zentimeter sichergestellt ist. Ich empfehle, aufgrund des natürlichen Gruppenverhaltens, diese Art immer in grösseren Gruppen (mind. 5m/7w) zu pflegen.

Durch den sehr friedfertigen Charakter der Art und den Umstand, dass sich auch bei der gemeinsamen Haltung mehrerer Männchen, meist alle Tiere ausfärben, ist es empfehlenswert, die Gruppen mit einem nur leichten Weibchen-Überschuss zu halten.


Vergesellschaftung

Vergesellschaftet werden sollte grundsätzlich nur mit friedfertigen Cichliden, da Lethrinops sp. „mbasi creek“ sehr durchsetzungsschwach ist. Optimalerweise sollte diesem Gräberfisch eine Art aus der Gruppe der Verfolgerfische zugesetzt werden.

Mögliche Verfolgerfische:
>> Placidochromis electra
>> Placidochromis phenochillus
>> Cyrtocara moori

Jäger / Räuber:
Jäger und Fischfresser sollten grundsätzlich vermieden werden. Ausnahmen bilden der altbekannte Sciaenochromis fryeri oder Dimidiochromis Compressiceps, welche eher ruhige Fische sind und nur ganz kleinen Jungtieren nachstellt.

Weitere:
Des weiteren bieten sich aber natürlich auch einige andere ruhige Arten zur Vergesellschaftung an:

>> Aulonocaras-Arten (Sand-Aulonocaras)
>> Aulonocara-Arten (Übergangszone)


Beckenbeleuchtung

Da L. sp. „mbasi creek“ in sehr unterschiedlichen Tiefen lebt, wird bezüglich der Beleuchtung von den Gegebenheiten in der Wasserschicht der grössten Populationsdichte ausgegangen, welche in Tiefen zwischen 7 und 15 Metern liegt:

In den natürlichen Habitaten von L. sp. „mbasi creek“ werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. ORANGE befindet sich bei knapp über 10 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase und ROT wird bereits total absorbiert.
Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb-, sowie etwas abgeschwächten Orange-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines MbasiCreek-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus
>> HAGEN Aqua GLO
>> HAGEN Power GLO
>> JBL ULTRA Solar Nature
>> OSRAM 965 Biolux
Du willst dein eigenes Aquarium kostenlos vorstellen?
Login:
Passwort:
 
Themen im Forum:
Dringendes Problem von Scaper Letzte Antwort am 10.12.2016 um 14:57 Uhr
Mittelamerika barsche vergesellschaften? von Basti@ Letzte Antwort am 07.12.2016 um 08:31 Uhr
Ein Stück Peru ... von Nico S Letzte Antwort am 03.12.2016 um 19:38 Uhr
Innovative Marine Fusion Nano 20 - hat das noch wer? von Barbara Kahlfuss Letzte Antwort am 25.11.2016 um 08:56 Uhr
Themenseiten von Tom Letzte Antwort am 24.11.2016 um 20:53 Uhr
Scheue Fische wegen Strömungspumpe von Tanja F. Letzte Antwort am 24.11.2016 um 19:40 Uhr
Folge uns auf...
Facebook
YouTube
Twitter
Google+
EB als App

Hol dir jetzt die Einrichtungsbeispiele.de-App für dein Smartphone, Tablet, etc.!

Hol dir dir Einrichtungsbeispiele.de-AppHol dir dir Einrichtungsbeispiele.de-App
Statistik
Besucher Gesamt:
27.972.821
Heute
2.764
Gestern:
11.516
Maximal am Tag:
17.612
Maximal gleichzeitig online:
1.220
Aquarien:
8.454
User:
17.596
Fotos:
145.828
Videos:
1.597
Aquaristikartikel:
772
Zierfischbeschreibungen:
109
Aquaristikinterviews:
7
Aquaristikshops:
470
Themenseiten:
814