Hallo Gemeinde !
Jeder der sich schon ein wenig mit der Thematik Aquaristik auskennt weiss sehr wohl um die Existenz der
PRACHTSCHMERLE, wissenschaftlich wird diese auch seit noch nicht all zu langer Zeit auch
"Chromobotia macracanthus" genannt !
Die Schmerlen sind sehr beliebt und werden gern und sehr häufig in großen Gesellschaftsbecken gehalten.
Wobei sie am besten mit anderen Asiaten aus der Region im Becken mit natürlich gestaltetem Biotop so richtig zur Geltung kommen.
Bei den im Zoofachgeschäft käuflichen Tieren, handelt es sich zum Großteil aus Importen aus Asien.
Meist als Wildentnahmen kommen diese über Singapur aus Indonesien.Hauptfanggebiete sind Zentral-Sumatra und auch Zentral-Kalimantan ( auf Borneo )!
Tiere aus dem Fanggebieten von Kalimantan sind deutlich intensiver gefärbt,was vorallem an den Längsstreifen sichtbar ist, der Nachteil bei diesen ist aber gleich, das sie auch weitaus empfindlicher sind als ihre Verwandten aus Zentral-Sumatra.
Alle Elterntiere der gemeinen Prachtschmerle wandern mit dem einsetzen des Monsums flussaufwärts in ihre Laichgebiete, ähnlich den Lachsen nur mit dem Unterschied das unsere Asiatischen Schönheiten nicht nach dem Laich zugrunde gehen wie die Lachse.
Wenn ihr Fortpflanzungstrieb erledigt wurde wandern sie wieder flussabwärts in ihre Stammgebiete, das ganze wiederholt sich dann Jahr für Jahr!
In diesen Stammgebieten halten sie sich dann ca. 4-6 Monate auf.
Die Erforschung dieser ergab das es 2 Laichzeiten im Jahr gibt, auf der Insel Sumatra sind es die Monate März sowie Dezember, kurz darauf sowie die Jungtiere soweit sind werden diese gefangen.
Auf Kalimantan sind es die Monate Juni und Januar.
In Jahren wenn sich der El-Ninio sehr stark bemerkbar macht, kann sich diese auf der Insel Sumatra verschieben,auf Kalimantan nicht.
Die Laichzeit findet wohl zum Ende der Trockenzeit statt bzw. mit Beginn der einsetzenden Regenzeit, normalerweise wandern die Elterntiere samt Nachwuchs wieder flussabwärts, wenn da nicht die Jungtiere gefangen würden.
Meistens entwischen aber dennoch genug um die Wildpopulationen aufrecht zu halten.
Schon sehr kurze Zeit nach dem Ablaichen der Elterntiere gehts mit dem Fang der Jungtiere los, genau in der Phase wo sich alle auf den weg in die Stammgebiete machen.
Die Größe der Jungtiere ist in dieser Phase zwischen 2- 4 cm !
Die Fänger haben eine wirklich schonende und interressante Methode entwickelt,für die Fangtechnik.
Daher ist es auch relativ sicher das die Wildpopulationen stabil gehalten werden und nicht sämtliche Flüsse geleehrt werden.
Die Fangtechnik:
An zugänglichen Stellen der Sandbänke werden Bambusrohre mit sehr kleinen Durchmessern gesetzt die von den Jungfischen als Zuflucht und Versteck aufgesucht werden.
Für zu große Exemplare sind diese nicht aufsuchbar.
Diese werden dann 1 bis 2 mal täglich aufgesucht und gegebenenfalls entleert.
Danach werden die gefangenen Tiere zu den Exporteuren gebracht.
Aufgrund der Natur dieser Tiere und der oftmals beachtlichen Größe,die diese erreichen können, sollte man Becken nicht unter 150 cm Kantenlänge wählen,und ab 500 Litern aufwärts( Die Betonung liegt hierbei auf ab), um diese zu halten,ebenso ist es zwar immer angebracht diese Tiere in mindestens 5er Gruppen zu pflegen allerdings empfiehlt sich eine Truppe aus 5-10 Tieren je nach Beckengröße, oder mehr, erst dann erlebt man das sehr soziale und absolut sehenswerte Verhalten dieser
"Schönheit aus Asien"
LG
Der Guru
P.S.
Foto von www.haidson.art.de
Hinweis:
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