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Blogartikel 'Exlusiv von Aquascape-guru für EB-Hintergrundinformationen zu "Nature-Dreams"

von Falk
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Exlusiv von Aquascape-guru für EB-Hintergrundinformationen zu "Nature-Dreams"

 
Hallo liebe Fischgemeinde

Eigentlich sollte dieser Artikel als Bewertung vom Becken von Chris eingebracht werden, aber Infos kann man ja nie genug bekommen, von daher poste ich das hier. Eine gekürzte Fassung des Artikels...

Das Aquascaping-Becken im Wabi-Kusa-Stil bzw. im Freestyle von Chris beschreibt die Heimat des Perlhuhnbärbling sowie der Blasenschnecke in Myanmar, insbesondere den Inle-See sowie den Saluen-Fluss und dessen Einzugsgebiet in Südostasien.

Der Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus), welcher in der Aquaristik auch unter dem Namen Rasbora "Galaxy" oder Microrasbora sp. "Galaxy" bekannt ist, beheimatet den Südostasiatischen Raum. Hier ist vor allem der Inle-See als Fundstätte sowie der Saluen-Fluss als natürliche Gewässer zu erwähnen. Neben dem Perlhuhnbärbling ist auch die Blasenschnecke (Physidae), eine Familie der Wasserlungenschnecken (Basommatophora) innerhalb der Ordnung der Lungenschnecken (Pulmonata) in diesem Gebiet verbreitet. Beide zusammen bewohnen das von Chris eingerichtete Aquascaping-Becken "Nature-Dreams". Ein Becken, welches vor allem durch seine besondere Aufmachung und Einrichtung besticht.

Die Besonderheit dieses rein auf Aquascaping basierenden Beckens ist der Einrichtungsstil, welcher als Freestyle bzw. Wabi-Kusa-Style oder vereinfacht nur Wabi-Kusa (aus dem Japanischen) bezeichnet wird. Bei dieser Stilrichtung liegt das Augenmerk bei der Bepflanzung. Ziel des Ganzen ist die Schaffung eines anschaulich bezeichneten "Pflanzenballs" welcher oberhalb und unterhalb (emers und submers) der Wasseroberfläche auftritt. Eine Art Wassergarten welcher an Bonsai-Bäume erinnern soll, die halb im Wasser versenkt sind. Somit wird eine Pflanzeninsel geschafften die von Wasser umgeben ist. Bei diesem Einrichtungsstil können sowohl Steine als auch Wurzeln verwendet werden.

Der Perlhuhnbärbling ist ein kleiner Karpfenfisch, welcher im Jahre 2006 erstmals nur in einem relativ kleinen Gebiet östlich des Inle-See auf einer Seehöhe über 1000 m entdeckt wurde. Seine Maximallänge ist 3 cm, häufiger aber 2 bis 2,5 cm. Mit einer bevorzugten Temperatur von 20° - 24° Grad °C kommt der Fisch in relativ kühlem, leicht basischem Wasser vor. Die geringe Größe und die strahlenden Farben machen ihn zu einem sehr begehrten Fisch der Aquaristik.

Der Inle-See ist ein Süßwassersee in Myanmar. Das faszinierende an diesem See sind sicherlich die schwimmenden Dörfer und Gärten. Innerhalb des Sees und am Seeufer gibt es insgesamt 17 Dörfer, welche überwiegend von der Intha-Bevölkerung bewohnt sind. Die Häuser sind auf Pfählen gebaut. Die Bevölkerung baut überwiegend Gemüse, Früchte und Blumen an. Viele der Kulturen werden auf schwimmenden Feldern bestellt. Basis dieser schwimmenden Felder ist eine sehr fruchtbare feste Masse bestehend aus Sumpf, Erde und Wasserhyazinthen, die mittels Bambuspfählen am Seeboden befestigt sind. Eine gute Basis, die auch den Fischarten in dieser Region zu Gute kommt. Im Inle-See und den umgebenden Sümpfen kommen 16 bis 31 endemische Fische vor, darunter die Karpfenfische Nacktlaube (Sawbwa resplendens), Danio erythromicron, Devario auropurpureus und Microrasbora rubescens und der Schlangenkopffisch Channa harcourtbutleri. Der Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella) und Labeo rohita treten als Neobiota (eingeschleppte Arten) auf.

Mehr zu den Fließgewässern von Myanmar im Hintergrundbericht zu "Jivana". Hier gehts direkt zu den Hintergrundinformationen <<<klick>>>

Stichwort "eingeschleppte Arten". Die Arten der Familie der Blasenschnecken sind primär holarktisch (nördliche Erdhalbkugel) verbreitet. In Amerika kommen sie allerdings auch in Zentral- und Südamerika vor. Durch anthropogene (menschlich bedingte) Verschleppung sind Blasenschnecken-Arten (vor allem Physella acuta) auch in viele andere Regionen der Erde verschleppt worden, so nach Indonesien, Neuseeland, Australien, Indien und Südafrika. In Mitteleuropa leben derzeit drei Gattungen (Physa, Physella und Aplexa) mit vier Arten, einschließlich der aus Nordamerika eingeschleppten Art Physella heterostropha. Die genaue Gattungs- und Artenzahl kann nicht angegeben werden, da unter anderem die Arttrennung zwischen Physa acuta und der eingeschleppten Physella heterostropha nicht immer eindeutig ist.

Kommen wir als nächstes zum Saluen-Fluss. Der Saluen ist ein ca. 3000 km langer, fast ausschließlich als Gebirgsfluss zu bezeichnender Fluss in Südostasien. Wie viele seiner "Artgenossen" entspringt er im Tibetischen Hochland wo er unter dem Namen "Nag Tschu" bekannt ist. Hier durchläuft er anfänglich tiefe Schluchten, ähnlich wie der Mekong oder der Jangtsekiang. Auf Grund der tief einschneidenden Täler bildet er viele Stromschnellen aus. Dabei ist anzumerken, dass dieser Fluss im Gegensatz zu anderen noch relativ naturbelassen erscheint, jedoch neigt er durch die menschlichen Entwaldungen erheblichen zu Hangrutschungen (Muren) was sich an einer erhöhtem Sedimentfracht in tieferliegenden Gebieten bemerkbar macht.

Mehr über den Mekong erfahren im Hintergrundbericht zu "The Green Hills of Asia". Hier gehts direkt zu den Hintergrundinformationen <<<klick>>>

Eine weitere Besonderheit ist die Namensvielfalt dieses Flusses, was auf den ersten Blick sehr verwirrend erscheinen mag. Der Fluss heißt in China auf Chinesisch "Nu Chiang" und "Nu Kiang". Auf Tibetisch im Oberlauf in offizieller Übersetzung "Nag Qu", in Wylie-Transliteration "Nag Chu". Zur Vereinfachung als eingedeutschte Schreibweise "Nag Tschu". Im Mittellauf "Gyalmo Nygul Chu". Auf Birmanisch heißt der Fluss "Thanlwin Myit", daher kommt die englische Bezeichnung "Salween". In der Sprache der Shan heißt er "Nam Kong". In Thailand wird er "Maenam Salawin" genannt. Auf Deutsch sind die Schreibweisen "Salween", "Saluen" und "Salwin" gebräuchlich.

Den Namen "Nu", auf Chinesisch "Wut", trägt der Fluss zu Recht. Das tosende Wasser bricht sich vom tibetischen Hochplateau durch die Berge zum Indischen Ozean. Der Strom zählt zu den wasserreichsten Abflüssen des Himalaja. Über den strudelnden Wassermassen erheben sich Berge, deren Hänge über sechs Klimazonen reichen: von 760 Meter bis auf 6.740 Meter über dem Meeresspiegel. 173 Säugetierarten, 417 Vogel- und 59 Reptilienarten haben Forscher im Nu-Canyon gezählt, darunter 79 vom Aussterben bedrohte Tierarten. Auch deshalb wurden seine westlichen Hänge, die Gaoligong-Berge, im Juli 2003 von der Unesco zum Weltnaturerbe (Schutzzonen im Nationalpark der drei parallel laufenden Flüsse in Yunnan) erklärt. Ein sehr bedeutender Lebensraum für alle Arten dieser Umgebung, einschließlich der Unterwasserwelt.

Das Becken von Chris zeigt uns sehr deutlich, wie Parallelen zwischen Natur im speziellen Ufervegetationen und heimischen Aquarium entstehen können. Ein kleines (17 Liter) aber durchaus bewundernswertes Aquascaping-Beispiel für den Südostasiatischen Raum um Myanmar.

Mit freundlicher Genehmigung von Chris poste ich ein Bild , den Rest auf der Aquascape-Guru.de...danke für das Verständnis! und Danke an Chris

 
Exlusiv von Aquascape-guru für EB-Hintergrundinformationen zu "Nature-Dreams"
 
Kategorie: "Biotope" zuletzt bearbeitet am 18.11.2011 um 21:30 Uhr
 
 
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