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Blogartikel 'Holz im Aquarium

von ©h®iS
Offline (Zuletzt 04.03.2012)BlogInfoWebKarte
    Sieger Beckenwettbewerb September 2010 
Userbild von ©h®iS
Ort / Land: 
94547 Iggensbach / Deutschland
Aquarianer seit: 
1988


Holz im Aquarium

 
Wurzeln und Hölzer gehören seit je her zu den beliebtesten Dekogegenständen der Aquarianer. Es lassen sich abstrakte Welten oder absolut natürliche Lebensräume mit ihnen gestalten. Fast jedes Aquaristikfachgeschäft verfügt über die verschiedensten Arten welche uns zum Kauf angeboten werden. Da es mittlerweile schon etwas unübersichtlich geworden ist, hier die wichtigsten Arten vorgestellt:



Moorkienholz:


stellt das am häufigsten angebotene Holz dar. Es handelt sich dabei um ein Abfallprodukt der Torfgewinnung. Oft sind es Wurzeln, jedoch meist Äste von Nadelhölzern welche Jahrtausende lang in einem Moor lagen. Dieses Holz verfügt über einen sehr hohen Gerbsäureanteil was zur Folge hat, dass das Wasser leicht gelblich wird und der PH - Wert sinken kann. Dies ist nat. mit unter von der Anzahl der Wurzeln im Aquarium abhängig. Vor dem Einbringen bietet es sich an, die Wurzel längere Zeit zu Wässer, evtl. kann man sie auch auskochen um Schadstoffe zu vermeiden. Eine gut gewässerte Wurzel bleibt freiwillig in der gewünschten Position in welche man sie gegeben hat. Falls die nicht der Fall ist, kann man sie mit Steinen einschweren. Dies gilt für jegliche Art von Holz im Aquarium.

Mooreiche:

dieses Holz findet man nur noch selten zum Kauf. Es handelt sich dabei um schweres Holz welches von alleine zu Boden sinkt. Da man das Holz sehr schwer findet und die Preise dadurch zu teuer werden würden findet es hauptsächlich in der Möbelindustrie seine Anwendung.

Mangrovenwurzel:

zwei Stücke dieses Holzes können sich total unterschiedlich verhalten. Z.B kann es beim Wässern der Fall sein, dass eines viel schneller mit Wasser vollgesogen ist als das andere, oder eines mehr Gerbstoffe abgiebt als das andere obwohl es sich um die selbe Holzart handelt. Jedoch sind diese Wurzeln sehr gut geeignet. Harnischwelse raspeln gerne an ihnen was für diese Arten durchaus lebenswichtig ist.

Savannenholz:

dabei handelt es sich um verschiedene Arten Holz. Es kann Eisenholz, Opuwa oder Mopani darunter sein. Dieses Holz stammt aus Sammlungen für Brennholz. Es ist schwer und sinkt sofort zu Boden wenn man es ins AQ einbringt. Meist ist dieses Holz zu hart und nur bedingt geeignet für raspelnde Welse.

Mopani:

wie gerade beschrieben handelt es sich dabei um eine Art des Savannenholzes. Einziger unterschied, vor dem Verkauf wird das Holz sandgestrahlt und erhält dadurch seine zweifarbige Optik.



Traumholz - Dreamwood:


Hier werden bizarr geformte Hölzer angeboten welche meist aus dem afrikanischen Bereich zu uns in den Handel kommen.

Hexenbesen - Voodoo-Wurzeln:

sind sehr stark im Kommen. Hierbei handelt es sich um feingliedrige Hölzer welche dicht an dicht angereiht sind. Oft werden diese bereits auf einem Stein oder ähnlichem aufgebracht im Handel angeboten.

Finger oder Moorwurzeln:

sind wie der Name schon sagt, ca. fingerdicke Wurzeln welche meist aus russischen Gebieten zu uns kommen. Ähnlich sind auch sogenannte Bonsaiwurzeln.

Bambus:

der Bambus wird oft ausgehöhlt angeboten und gibt so neben dem optischen Effekt auch gute Versteckmöglichkeiten für diverse Aquarienbwohner. Da dieses Holz (Gras) sehr leicht ist, muss es mittels Steinen eingeschwert oder direkt an eine Fliese oder einen Stein angeschraubt werden. In solchen Fällen bitte nur Edelstahlschrauben verwenden, da diese nicht rosten und somit keine Giftstoffe ans Wasser abgeben.



Anmerkung Pandora:
(Bambus ist allerdings kein "Holz" (obwohl ähnliche Zusammensetzung), sondern ein Gras! Nach dem Wässern sinkt auch Bambus zu Boden und muß nicht mit Steinen beschwert werden. Es sei denn man hat einen ganzen Bambusstab, und zwischen den Nodien (Knoten) ist noch Luft eingeschlossen. Der Zwischenraum wird übrigens Internodium genannnt.

Meist verwendet man aber sinnvollerweise ein Rohr, wo die Nodien durchstoßen sind oder halbierte Bambusrohre.)



selbstgesammeltes Holz:


da man beim sonntäglichen Sparziergang meist die tollsten Hölzer finden kann, braucht man keine Angst haben diese auch mit nach Hause zu nehmen und ins AQ einzubringen. Wichtig dabei ist, dass es sich um totes Holz handelt. Das heißt Holz welches am Boden liegt und nicht erst vom Baum getrennt werden muss. Und dann sollte es von Rinde befreit werden, mit einer Wurzelbürste gründlich gereinigt und mit kochendem Wasser von Schadstoffen befreit werden. Anschließend steht dem Traumholz aus dem Wald nichts mehr im Weg.

künstliche Wurzeln:

als letztes kommen noch die künstlichen Wurzeln. Der Handel bietet die tollsten künstlichen Wurzeln zum Kauf. Diese können nat. problemlos in jedes Becken eingebracht werden. Vorteil: sie beeinflussen die Wasserwerte nicht, was z.B. den Malawianhänger freuen dürfte.

Tipps zum Einbringen ins Aquarium:

da große Wurzeln meist viel Geld kosten, kann man auch durchaus mehrere Kleine nehmen und diese miteinander verbinden. Man sollte dazu die Wurzeln in gewünschter Weise aneinander reihen und dann mit einem Holzbohrer ein Loch durch Wurzel a,b,c bohren. Im Anschluss daran einfach mittels Edelstahlschrauben verbinden. Diese sind wichtig da sie nicht rosten und somit keine Giftstoffe ans Wasser abgeben.

Genauso kann man sich Wurzeln auf Stein selbst basteln. Man braucht dazu einen Steinbohrer plus Bohrmaschine, einen Flachen Stein (oder ein Stück Fliese) Edelstahlschrauben, Beilagscheibe und Mutter (ebenfalls Edelstahl)

An der Bohrmaschine den Schlag ausschalten (wichtig, da sonst der Stein bzw, die Fliese bricht) und ein Loch durch Stein und Wurzel bohren. Im Anschluss beides miteinander verbinden und ins AQ eibrigen. Am besten unter dem Sand vergraben das man den Stein nicht sieht. So kann man Wurzeln in die gewünschte Position richten ohne das diese umfallen.

Dieser und noch mehr wissenswerte Beiträge können auch im Wiki nachgelesen werden.

Chris
 
Holz im Aquarium
 
Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 06.12.2010 um 13:37 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 06.12.2010 um 16:20 von Flo - Malawi
Hi Chris !! Gefällt mir gut geschrieben...!
 
 
Geschrieben am 06.12.2010 um 14:42 von Falk
Hallo Chris

Zum Bambus möchte ich noch anmerken ,das er noch vielseitiger verwendbar ist , z. Bsp. in längs halbierter Form , greade wenn die bambusstöcke 4cm und mehr an Durchmesser betragen...

man kann auch Bambus genauso wie Wurzeln und Gestein mit einem Siliconkleks versehen ,und gegeneinander oder mit genannten Materialien verbinden , was die "Traumkulisse" in ihrer Perfektion " erheblich nach vorn bringt.

Normalerweise gehen auch Halbhölzer ,wie Jade, Sisal als Krautgewächs und in einem trop. Becken sollte auf keinen Fall ein Nichtholz fehelen...Palmwedel bzw. Palm-Blätter, wenn auch kein Holz.
Gerade für Welse ein nicht zu verachtender Gegenstand...denn die Kokusnuß ist auch kein holz , und die ist in den meisten Becken !!!

Hau rein ...ein "geiler" Blog

Servas falk
 
 
Geschrieben am 06.12.2010 um 13:35 von ©h®iS
Hallo Stefan,

danke für den Hinweis. Ich werde das gleich an geeigneter Stelle ergänzen..

Chris
 
 
Geschrieben am 06.12.2010 um 13:32 von Minzi
Hallo Chris,
ein sehr schöner Blog, hast Du gut zusammen getragen.
Bambus ist allerdings kein "Holz" (obwohl ähnliche Zusammensetzung), sondern ein Gras! Nach dem Wässern sinkt auch Bambus zu Boden und muß nicht mit Steinen beschwert werden. Es sei denn man hat einen ganzen Bambusstab, und zwischen den Nodien (Knoten) ist noch Luft eingeschlossen. Der Zwischenraum wird übrigens Internodium genannnt.
Meist verwendet man aber sinnvollerweise ein Rohr, wo die Nodien durchstoßen sind oder halbierte Bambusrohre. Hast Du ja auch geschrieben.
Gruß Stefan
 
 


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