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PH wert zu hoch im Becken

PH wert zu hoch im Becken
pH-Senkung
Allgemeines
In Internetforen stolpere ich immer wieder über Fragen wie: "Wie bekomme ich meinen pH runter?". Anleitungen, Tipps und Kritiken zu den jeweiligen Verfahren gibt es reichlich. Befriedigende Übersichten sind da seltener. Daher versuche ich hier mal mein Bestes, eine kurze und klare Einleitung in das Thema zu schaffen.
Grundlagen
Vereinfacht kann man sagen, dass der pH-Wert und der CO2-Gehalt voneinander abhängen und die Karbonathärte diese Werte als Hebel verknüpft. Mit steigendem CO2-Gehalt sinkt der pH-Wert des Aquarienwassers. Je höher die Karbonathärte ist, desto mehr CO2 wird benötigt, um das Wasser anzusäuern (pH senken).
Grundsätzlich ergeben sich daher folgende Möglichkeiten:

CO2 Verlust minimieren
Filterausgang verstellen --> weniger Oberflächenbewegung
Sprudelsteinchen ausstellen
Wachstum der Pflanzen bremsen (weniger Licht)

CO2 Zuführen
Druckgasanlagen
Hefegärung ("Bio-CO2")
Elektrolyseanlagen

kH Senken
Torf
Osmoseanlage
Kationen-/Anionentauscher
Säure

CO2-Verlust minimieren
Die Umgebungsluft hat einen geringen Anteil an CO2 und steht im Austausch mit dem Wasser. Daher sollte man darauf achten, dass das CO2, das eh schon im Aquarium entsteht, nicht übermäßig entweicht.

Oberflächenbewegung
Mit der Ausrichtung des Filterauslass und auch der Filterleistung kann man gezielt, die Oberflächenbewegung im Aquarium einstellen. Da man so mit entsprechendem Wellengang natürlich sicherstellen kann, dass der Sauerstoffgehalt nicht zu gering wird, machen viele Leute den Fehler, so auch reichlich CO2 auszutreiben. Gewöhnlich reicht sogar ohne jede Wasserbewegung bei halbwegs vernünftiger Besatzdichte eine ordentliche Bepflanzung aus, um den nötigen Sauerstoffgehalt zu gewährleisten.

Sprudelstein
Für die "Sprudelsteine" gilt eigentlich genau das gleiche wie für die Oberflächenbewegung, nur extremer. Sie stellen gezielt einen sehr effektiven Gasaustausch her, indem sie eine große Menge Luft über viel Oberfläche mit dem Wasser in Kontakt bringen.

Pflanzenwuchs
Pflanzen nehmen CO2 auf und nutzen Lichtenergie, um dieses in Zucker umzuwandeln. Dreht man also den Pflanzen das Licht ab oder reduziert es, wird weniger CO2 umgewandelt. Dies ist aber selten im Sinne des Aquarianers, der natürlich auf schönen Pflanzenwuchs Wert legt. Aber man sollte diesen Aspekt nicht außer Acht lassen, wenn man über die Wahl der Beleuchtung nachdenkt. Daher kommen eben extrem stark beleuchtete Pflanzenbecken, wie man sie beispielsweise von Takashi Amano kennt kaum ohne CO2-Düngung aus.

CO2 Zufuhr
Andersherum kann man natürlich auf einfach CO2 ins Aquarium geben. Aber man sollte sich halt vorher die "Hebelwirkung" der Karbonathärte bewusst machen. Je nach kH-Wert kommt man nicht weit und müsste den CO2-Gehalt in für Fische womöglich ungesunde Höhen treiben, um effektiv den pH-Wert zu senken. Andererseits gelten diese physikalischen Zusammenhänge auch in der Natur und so fällt das Bedürfnis nach einem niedrigen pH-Wert oft mit dem nach weichem Wasser zusammen. Daher sollte man je nach Härte eigentlich erst einmal über Methoden nachdenken, die die Karbonathärte verringern. Ist jedoch die CO2-Düngung für die Pflanzen eh geplant, sollte man schauen, ob dies vielleicht reicht, um das abgesteckte Ziel zu erreichen.

Druckgas
Druckgasanlagen sind bequem, wartungsarm, gut zu dosieren und teuer in der Anschaffung. Nachfüllen kann man die Flaschen im Zoohandel oder im Fachhandel für technische Gase. Die Anlagen bestehen aus: Gasflasche, dem Druckminderer der den Flaschendruck auf Arbeitsdruck senkt, einem Dosierventil, um die Gasmenge fein einzustellen und einem „CO2-Reaktor“, dessen Aufgabe es ist, die Gasblasen im Wasser zu lösen. Dazu leitet er die Blasen über Treppenstufen oder der gleichem auf einem möglichst langem Weg zur Oberfläche. Je nach zugedüngter CO2 Menge kann es Sinn machen nachts, wenn die Pflanzen kein CO2 assimilieren, Düngung zu unterbrechen. Daher sind Magnetventile, die über Zeitschaltuhren gesteuert werden ein verbreitetes Zubehör. Einige Leute gehen auch einen Schritt weiter und benutzen pH-Regelgeräte, um ein Magnetventil anzusteuern. So kann man gezielt einen bestimmten pH-Wert bzw. CO2- Gehalt halten. Je nach Flaschengröße, Beckengröße und Bepflanzung kommt man dann meist einige Monate bis teilweise sogar ein paar Jahre aus.

Hefegärung
Dies ist die simple Variante. Sie ist technisch einfach und schont den Geldbeutel. Dafür ist die Anlage schwierig zu regulieren. Sie besteht aus einem gasdichten Behälter (PET-Flasche, Plastikkanister), der über einen Gummistopfen, einem Schlauch und einem Ausströmerstein mit dem Becken verbunden ist. In dem Behälter wird eine ca. 20%ige Zuckerlösung angesetzt und mit Trockenhefe angesetzt. Die Hefebakterien machen, was sie am besten können: Fressen und Vermehren. Dabei geben sie CO2 ab und bauen auch ausreichenden Druck auf. Detaillierte Anleitungen gibt es reichlich im Netz. Darunter auch duzende Abwandlungen. Der Trick, die Lösung etwas anzudicken (z.B. Tortenguss), um die CO2-Produktion etwas zu regulieren ist sehr beliebt.
--> Vorzugsweise bis zu 60l anzuwenden wobei mein 112l auch optimal läuft
--> Achtung(!!) da es sich hierbei um ein bilologischen Prozeß handelt ist es ziemlich schwer zu steuern d.h. es fängt langsam an wird dann immer mehr und verklinkt dann wieder lagsam wie in einer Sinuskurve
--> Empfehlung hier zusätzlich nachts wenn die Pflanzen O² brauchen eine Membranpumpe mit anschließen klappt


Elektrolyse
Seit einigen Jahren findet man im Handel Geräte, die CO2 per Elektrolyse herstellen. Jedoch ist das Echo dazu verhalten. Man hört öfter von technischen Schwierigkeiten. Schwerer wiegt meiner Meinung nach der Fakt, dass CO2 aus der Spaltung der Karbonathärte entsteht. Durch das stetige Absinken nimmt man eine Unstetigkeit der Wasserwerte in kauf. Weiter ist mir persönlich nicht klar, ob und warum nicht andere Stoffe umgesetzt werden.

kH senken
Wie schon erwähnt ist der Weg, die Karbonathärte zu senken, meist die erste Wahl. Man macht sich den Hebel kH-pH zunutze, statt gegen ihn anzublubbern, und bekommt meist auch noch weiches Wasser...

Osmoseanlage
Osmoseanlagen stellen sehr reines, extrem weiches Wasser her (gH=0, kH=0) und entfernen Keime und viele Schadstoffe. Das Prinzip dieser Anlagen ist simpel: Durch den Leitungsdruck wird das Wasser durch eine Membran gedrückt. Vor der Membran befindet sich noch ein weiterer, sehr kleiner Abfluss, über den die zurückgehaltenen Stoffe ausgeschwemmt werden. Die Geräte sind ab 50 € erhältlich, sehr wartungsarm. Nachteilig ist, dass die Membranen ab und an getauscht werden müssen. Je nach Nutzung und Wasserhärte typischerweise jählich oder alle paar Jahre. Es entsteht viel Abwasser - typischerweise das 2-3 fache der Ausbeute an Umkehrosmosewasser. Dieses Abwasser ist aber immer noch bestens für den Garten, Toilettenspülung etc. geeignet.

Ionenaustauscher
Bei Ionentauschern wird das Wasser in Säulen über Kunstharze gespült, die dem Wasser die Härtbildner entziehen. Zwar hat man nicht das Problem mit dem Abwasser. Aber die Harze müssen regelmäßig mit nicht ungefährlichen Chemikalien regeneriert werden - Salzsäure und Natronlauge. Das ist sicher kein Problem, solange man halbwegs achtsam damit umgeht. Mich hat eher meine Bequemlichkeit von dem Hantieren damit abgehalten. Weiter entsteht bei der Assimilation der Karbonathärte CO2, die senkt den pH des Ausgangswassers und muss unter Umständen ausgetrieben werden.

Torf
Torf ist eine zwar etwas aufwendigere, aber günstige Methode, das Wasser weicher und saurer einzustellen. Es entsteht gelbstichiges Wasser. Das kann man mögen oder auch nicht - schlecht oder schlimm ist das nicht. Es gibt verschiedenste Formen von Torf im Zoohandel. Für sinnvoller erachte ich jedoch, da man schon eine nicht unerhebliche Menge verbraucht, die Verwendung von einfachem Gartentorf. So wird man nicht arm. Es gibt verschiedenste Methoden das Wasser anzutorfen. Man kann das Torf in Säcken in das Aquarium hängen oder in den Filter einlegen. Will man aber das Wasser einigermaßen gezielt einstellen und nicht bloß ein bisschen Kosmetik betreiben, empfiehlt sich die Aufbereitung außerhalb des Beckens. Dazu kursieren duzende Bauanleitungen für im Internet. Dort gibt es auch reichlich Tipps zu den verwendbaren Torfsorten. Erlenzapfen lassen sich ähnlich verwenden, sind halt schwerer zu beschaffen. Aber einige Aquarianer schwören auf die Dinger
.
Säure
Gebräuchlich ist ebenfalls, die Karbonathärte durch Salzsäure "aufzubrauchen". Die richtige Berechnung und Dosierung ist hier das A & O. Nachteilig ist hier natürlich vor allem, dass man so kein weiches, sondern entkarbonisiertes Wasser entsteht. Wichtig: Das ganze sollte im Wechselwasser und nicht im Aquarium geschehen. Es kann immer mal was schief gehen und bei der Reaktion entsteht auch wieder CO2, dass unter Umständen ausgetrieben werden muss. Dass man auch für sich selber die nötigen Vorsichtsmaßnahmen trifft sollte klar sein.


Meine Empfehlung : Finger weg von der Chemie wer sich hier nicht gut auskennt kann schnell alles zerstören --> DAHER
fahrt die Becken ordentlich ein und lasst der Biologie den lauf und es wird ein Traum.
daher entweder mit Torf , Verschnitt oder Co2 arbeiten das ist sicherer
Bei der Chemie ist auch noch der Nachteil das ich bei jedem WW auch wider Chemie verwenden muss
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