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Blogartikel ' Synodontis - Allgemeines zu dieser Gattung

von Didi
Offline (Zuletzt 29.11.2016)BlogInfoKarte
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Ort / Land: 
Stadtlohn / Deutschland


Synodontis - Allgemeines zu dieser Gattung

 
Hallo ,

so , ich versuche mal was über die Gattung Synodontis allgemein zu schreiben , da es leider nicht sehr viel über die diese Gattung gibt.

Ferner werde ich versuchen ein paar Arten detaillierter zu beschreiben , ob’s gelingt wird sich zeigen .

Synodontis ist eine Gattung der Fiederbartwelse (Mochokidae), einer ausschließlich in Afrika verbreiteten Welsfamilie. Ihre Größe schwankt von 10 cm bis zu 30 cm manche sogar 40 cm oder gar 45 cm (Synodontis longirostris ) je nach Art.

Der Name Synodontis leitet sich von einem Namen für einen Fisch her, der bereits bei Plinius erstmals erwähnt wurde. Cuvier, der den Namen zunächst für eine Untergattung aufgegriffen hatte, glaubte, dass er für einen Fisch aus dem Nil im Altertum verwendet wurde. Vom Nil stammen auch die meisten der zunächst beschriebenen Arten. Die älteste bekannte davon, Synodontis clarias, ist auch die Typusart der Gattung. Sie wurde bereits 1758 von Linnaeus beschrieben.

Die Erforschung der Gattung ist noch in vollem Gange. In den letzten Jahren wurden wieder verstärkt wissenschaftlich neue Arten beschrieben, aber auch stammesgeschichtliche Untersuchungen aufgrund molekularer Untersuchungen veröffentlicht. Fiederbartwelse können durch Reiben von Brustflossenstacheln in Gelenkspfannen des Schultergürtels knarrende oder quietschende Laute erzeugen, weshalb sie im Englischen "Squeaker" (Quietscher) genannt werden. Sie produzieren diese Laute, wenn sie von Räubern angegriffen werden und auch bei innerartlichen Auseinandersetzungen um Weibchen oder Verstecke.

Die meisten Synodontis-Arten haben einen mäßig gedrungenen Körper, der seitlich leicht abgeflacht ist. Die obere Profillinie ist stark ausgebogen. Rücken- und Brustflossen haben jeweils einen kräftigen, oft gezähnten Stachel. Die Fettflosse ist verhältnismäßig groß und ohne Stützstrahl. Drei Paar Barteln sind relativ weit vorne am Kopf angebracht. Die beiden Oberkieferbarteln sind die längsten und in der Regel nicht gefiedert, dafür aber ab und zu mit einer Membran an der Basis versehen. Die Barteln des Unterkiefers sind fast immer gefiedert und deutlich kürzer als die des Oberkiefers. Bei vielen Arten sind die Männchen an einem kleinen "Stäbchen" erkennbar, das die Geschlechtsöffnung bildet. 1990 wurde entdeckt, dass Synodontis-Arten mit Schwimmblasenmuskeln elektrische Felder zwecks Kommunikation erzeugen.

Synodontis-Arten sind in ganz Afrika verbreitet und kommen vom Nil in Ägypten im äußersten Norden Afrikas bis Südafrika, im Westen vom Senegal und Gambia bis zu Küstenflüssen in Tansania , Malawisee und Kenia vor. Schwerpunkte mit starker Artaufspaltung bilden sicherlich der Kongo-Fluss, aber auch der Tanganjikasee.

Manche Arten kann man ohne bedenken in einer kleinen Gruppe halten , andere bevorzugen es lieber alleine umher zu streifen, daher sollte man sich vorher über die Art informieren die man sich zulegen möchte.

Freilandbeobachtungen sind relativ selten, da viele Arten in Gewässern mit geringen Sichtweiten leben. Von Aquarienbeobachtungen weiß man, dass viele Arten tagsüber eine versteckte Lebensweise bevorzugen und erst nachts oder in der Dämmerung so richtig munter werden. Allerdings gewöhnen sich viele Arten schnell an das Leben in Gefangenschaft und werden sogar zutraulich, d. h. sie lassen sich beim Füttern sogar am Bauch kraulen. Viele Arten nehmen gerne Futter von der Wasseroberfläche auf. Manche Arten, wie z. B. der Rückenschwimmende Kongowels bevorzugen sogar die Rückenlage als normale Schwimmhaltung ( siehe meinen Artikel über Synodontis nigriventris). Es ist aber auch von anderen Arten (wie z. B. Synodontis eupterus bekannt, dass sie gelegentlich in Rückenlage umherschwimmen, auch wenn sie gerade nicht von der Wasseroberfläche fressen. Vermutlich leben sie in der Natur an der Uferböschung unter Wurzeln von Bäumen, die ihre Ausläufer ins Wasser austrecken. Sie finden dort in Rückenlage, den weichen Bauch geschützt am Astwerk und von unten bewahrt sie der wehrhafte Rückenstachel und der Kopfpanzer vor Fressfeinden. Aus dem Tanganjikasee gibt es Berichte, dass der Kuckucks-Fiederbartwels in so großen Schwärmen auftreten kann, dass die Netze der Fischer so mit Fischen gefüllt sind, dass sie nicht mehr in der Lage sind, diese einzuholen, weil sie sonst Gefahr laufen, die kleinen Boote zum kentern zu bringen. Es gibt unterschiedliche Meldungen darüber, ob Synodontis-Arten als Speisefische geschätzt werden. Zwar werden sie als solche auf den Märkten in Afrika angeboten, aber bereits frühe Autoren schreiben, dass sie bei den Konsumenten nicht sonderlich beliebt sind, weil ihr Fleisch nicht gut schmeckt.

Die meisten Synodontis-Arten betreiben keine Brutpflege. Von manchen Arten ist bekannt, dass sie ihre Eier und das Sperma, in Höhlen und Spalten einfach ins Wasser entlassen und sich auch als Eltentiere an ihrem eigenen Laich vergreifen. Befruchtete Eier, die in Spalten fallen, entwickeln sich dort zu Larven, die alsbald frei schwimmen. Von bisher zwei Arten ist aber auch ein Brutparasitismus bekannt (Kuckucks-Fiederbartwelse und Synodontis grandiops), hierbei werden laichenden maulbrütenden Buntbarschen die Welseier untergeschoben und die Buntbarsche sehen die Welseier als ihre an nehmen sie ins Maul auf und erbrüten diese dann dort. Da Welse meistens eher schlüpfen als Buntbarsche sind die kleinen Welse schon relativ groß wenn die Buntbarschlarven schlüpfen und da sie ihren Dottersack schon aufgezehrt haben und fressen brauchen , nehmen sie das was am leichtesten zu erreichen ist , die Buntbarschlarven.

Nun kann man sagen da hat die Natur aber einen großen Fehler gemacht ! nein hat sie nicht , denn für den Erfolg der Welse bedarf es auch Misserfolge , klingt zwar etwas verwirrend aber wenn die Welse dauernd erfolgreich wären würden ihre bevorzugten „Ammen“ aussterben also wird der Wels auch Misserfolge haben damit seine „Pflegeeltern „ nicht aussterben.

Viele Arten sind beliebte Aquarienfische. Die meisten, aber nicht alle Arten, sind verträgliche Bewohner, die ihresgleichen aber auch anderen Aquarienbewohnern kein Leid zufügen. Vor allem die Arten aus dem Tanganjikasee ,sind begehrte Aquarienpfleglinge. Nicht vergessen werden darf aber, dass alle Synodontis-Arten nicht nur potenzielle (Jung-)Fischfresser sind (vor allem Fischlarven und Fischlaich sind in Gefahr), sondern auch durch ihre nächtliche Lebensweise eine gewisse Unruhe ins Aquarium bringen, durch die empfindliche Mitbewohner gestresst werden. Fiederbartwelse können, in menschlicher Obhut gepflegt, relativ alt werden. Belegt sind Pflegezeiten von über 30 Jahren!

Synodontis eupterus

Schmuckflossen-Fiederbartwels, Federflossen-Fiederbartwels

Er kommt aus dem Tschadsee, Niger , soll in der Natur angeblich bis 23 cm; normale Länge im Aquarium bis 15 cm , die Männchen sind im Allgemeinen schlanker können in Beckenlänge ab 100 cm - je größer desto besser gepflegt werden! Die Temperatur sollte 22 bis 26 °C betragen . Sie fressen Großflocken, Futtertabletten, rote, weiße und schwarze Mückenlarven, Wasserflöhe, Frostfutter also fast alles was man ihnen anbietet .

Man sollte ihnenVerstecke in Form von Tonröhren bieten; teilweise dichte Bepflanzung, gute Filterung; regelmäßiger Wasserwechsel sind Pflicht.

Man diese Art in einer kleinen Gruppe pflegen wenn die Größe des Aquariums dies zulässt .

Eine erfolgreiche Zucht ist nicht bekannt , diese Art wird aber häufig importiert.

Sie sind dämmerungs- und nachtaktiv; nehmen die ausgefallensten Körperhaltungen an, um sich zu verstecken - Vorsicht ist daher bei Verwendung eines ungeschützten Heizers geboten!

Die Vergesellschaftung ausgewachsener Tiere kann zur Herausforderung werden. Teilweise werden kleinere Salmler und Barben nicht beachtet. Mit gleich großen Buntbarschen oder anderen Welse kann es Probleme geben (muss es aber nicht). Nicht mit bartelzupfenden Barben oder aggressiven Fischen vergesellschaften!

Nun ich wollte ja eigentlich mehrere Arten beschreiben aber ich könnte den Text auch immer wieder hier schreiben nur den Wissenschaftlichen Namen ändern , es gibt kaum Unterschiede im Verhalten , manche eben eher Einzelgänger andere fühlen sich in einer Gruppe wohl.

Und natürlich die Größe ist Unterschiedlich , aber das habe ich ja weiter oben schon erwähnt.

Vorkommen erstreckt sich über ganz Afrika . Das einzige was man beachten sollte das dass Aquarium groß genug ist für die Art die man pflegt , ansonsten sind sie in ihren Ansprüchen alle ähnlich wie der oben beschriebene Synodontis eupterus .

So ich hoffe dieser Artikel hat euch die Gattung Synodontis wenigstens ein bisschen näher gebracht, hab es so gut es ging versucht.

LG

Detlef

P.S. Ein Beitrag von African-guru.de einzig für unsere Partnerseite einrichtungsbeispiele.de
 
 Synodontis - Allgemeines zu dieser Gattung
 
Kategorie: "Artbeschreibung" zuletzt bearbeitet am 06.01.2011 um 23:50 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 07.01.2011 um 01:10 von Flo - Malawi
Didi !

WAHNSINN......und Klasse das du die hier auch einbringst......best Blog und Top Blog of the Week....!

LG

Flo
 
 


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