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Der Umzug mit Aquarium: Das ist zu beachten

Der Umzug mit Aquarium: Das ist zu beachten

Bei der Planung und Vorbereitung eines anstehenden Umzuges sollte natürlich auch das Aquarium samt seiner Bewohner Berücksichtigung finden. Das betrifft die Vorbereitung, das sichere Transportieren von Aquarium und Bewohnern sowie den Wiedereinzug der Pflanzen und Tiere. Was vorher zu beachten ist und worauf es beim Umzug selbst in puncto Sicherheit für Aquarium und Fische ankommt, zeigen wir im Folgenden.

Den Umzug im Vorfeld planen: Erlaubnis und Statik

Grundsätzlich gilt im Mietrecht die Haltung von Kleintieren wie Fischen und anderen kleineren Wasserlebewesen als vertragsgemäß. Bei einer Klausel zur Tierhaltung, die einen sogenannten Erlaubnisvorbehalt des Vermieters enthält, ist dessen Zustimmung einzuholen. Diese darf dem Mieter allerdings nur in wenigen begründeten Ausnahmen verwehrt werden.

Bevor der Umzug mit dem Aquarium stattfindet, ist zu klären, ob es überhaupt aufgestellt werden kann. Je nach Gebäudeart und Bodenbeschaffenheit können einzelne Bereiche für das hohe Gewicht eines gefüllten Aquariums statisch für eine solche Belastung ungeeignet sein. Holzfußböden können Dellen bekommen, wenn sie zu schwer belastet werden und auch können Fliesen beispielsweise locker werden oder Risse bekommen. Eine stabile Unterkonstruktion sorgt hier für eine bessere Gewichtsverteilung.

Die Statik ist besonders bei der Wahl des richtigen Platzes für große und damit sehr schwere Aquarien zu beachten. Der Vermieter sollte daher vorher gefragt werden, welche Bereiche das Gewicht des Aquariums sicher tragen. Wenn Zweifel bestehen, empfiehlt es sich einen Statiker zurate zu ziehen. Auf modernen Stahlbetonböden ist eine hohe Nutzlast zumeist kein Problem. In alten Gebäuden hingegen, wie Fachwerkhäusern mit Holzgeschossdecken, kann das Aquarium – wenn überhaupt - oft nur über tragenden Wänden oder Balken platziert werden.

Das Gewicht des Aquariums ergibt sich aus der Wassermenge, dem Gewicht des Glases, sowie der gesamten Füllung, wie Steine, Pflanzen und Technik. Auch die Unterkonstruktion ist im Gesamtgewicht zu berücksichtigen. So ergibt sich schnell eine Viertel Tonne bei einem zweihundert-Liter-Becken.

Das Aquarium am richtigen Platz

Im Vorfeld ist zu überlegen, in welchem Raum das Aquarium aufgestellt werden soll. In häufig genutzten Räumen kommt das Werk des Aquaristen am besten zur Geltung. Zudem spart man in einem beheizten Raum auch Energiekosten für die Temperierung des Wassers.

Daneben sind zur Planung des Standortes im neuen Wohnraum diese Faktoren relevant:

  • Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden

  • Zugänglichkeit für Fütterung, Wartung und Wasserwechsel

  • Nahegelegener Stromanschluss

  • Feste und ebene Aufstellfläche

  • Stabile Unterkonstruktion

Vor dem Umzug: Die Wasserqualität prüfen und angleichen

Je nachdem in welche Region man umzieht, kann das Grund- und Leitungswasser in der neuen Wohnung andere Werte aufweisen. Das betrifft beispielsweise den pH-Wert, den Nährstoffgehalt oder die Wasserhärte. Bei einer abrupten Umstellung auf Wasser mit abweichenden Werten, können empfindliche Wasserbewohner Schaden erleiden oder gar der gesamte Besatz sterben. Ein stark schwankender Salzgehalt wirkt sich beispielsweise auf die Leitfähigkeit des Wassers aus und kann bei Fischen einen osmotischen Schock auslösen. Manche Bakterien können sich zudem bei einer geänderten Wasserqualität besser vermehren und die Fische werden plötzlich krank. Metallhaltiges Wasser oder Chlor kann ebenso die Ursache für Krankheiten und Fischsterben sein. Ein Labor kann eine Wasserprobe untersuchen und exakte Werte liefern. So lassen sich auch Schwermetalle und Schadstoffe im Wasser nachweisen.

Für die normale Kontrolle der Wasserqualität sind Teststreifen oder andere Testverfahren für zu Hause im guten Fachhandel erhältlich. Je nach Ergebnissen können sie Anhaltspunkte bieten, welche zusätzlichen Filter oder Wasseraufbereitungsmittel beschafft werden sollten.

Das sind wichtige Wasser-Werte für den Aquaristen:

  • PH-Wert zeigt den Säuregehalt des Aquarium-Wassers

  • GH-Test zeigt die Gesamthärte des Wassers

  • Nitrit-Test zeigt die Menge an Stickstoffverbindungen im Wasser

Wenn man vor dem Umzug bereits Zutritt zum neuen Wohnraum hat, ist es möglich, das Wasser vorher langsam anzugleichen. Der regelmäßige Wasserwechsel wird so anteilig mit dem Wasser aus der neuen Wohnung vollzogen. Die Wasserbewohner können sich somit langsam umgewöhnen. Besonders für empfindliche Tiere und Pflanzen ist dies besonders wichtig. Gibt es diese Möglichkeit nicht, ist es ratsam, viel des bisher genutzten Wassers in Kanistern mitzunehmen, um den Wasserangleich schrittweise nach dem Transport durchzuführen.

Aquarium umziehen: Material und Hilfe

Für die empfindlichen Aquarientiere und -pflanzen und auch das Aquarium selbst sind einige Vorkehrungen vor dem Umzug zu treffen. Empfehlenswert sind bei großen und schweren Aquarien professionelle Umzugsunternehmen, die alles für den sicheren Transport mitbringen und auch Haftung bei Schäden übernehmen. Üblich ist es hierbei, nur das Aquarium von den Profis umziehen zu lassen und die Fische und Pflanzen selbst einzupacken und mitzunehmen. Je nach Umfang und Aufwand rufen die Unternehmen dabei unterschiedliche Preise auf. Am besten holt man online gleich mehrere Umzugsangebote für den Umzug samt Aquarium ein. Möchte man das Aquarium selbst transportieren, erfordert das sichere Verpacken einiges an Material.

Für den Umzug werden unter Anderem diese Dinge benötigt:

  • Fischtransportbeutel und Gummiringe

  • Styroporboxen, Kühlboxen oder Eimer mit Deckel

  • Boxen für den Transport der Technik und der Dekoration

  • Kanister für das Transportieren des Aquarienwassers

  • Polstermaterial für das Einpacken des Aquariums

  • Helfer und Transporthilfen

  • Befestigungsmaterial zum Festzurren

Fische für den Umzug vorbereiten

Wir empfehlen, die Fische schon einige Wochen vor dem Umzug zusätzlich mit besonders hochwertigem Futter mit vielen Vitaminen und guten Proteinen zu versorgen. Das sorgt für eine Stärkung des Immunsystems und lässt die Fische den bevorstehenden Stress besser verkraften. Dennoch ist etwa zwei Tage vor dem Umzug das Füttern der Tiere zu reduzieren, auch um Verunreinigungen des Wassers während der Transportzeit zu vermeiden. Bei kurzen Transporten allerdings stellt dies noch kein Problem dar und kann mit zeitweisen Zugaben des gewohnten Wassers unterwegs abgemildert werden.

Der Umzugstag: Fische, Pflanzen und Aquarium transportieren

Das Aquarium sollte zuletzt abgebaut und auch als Erstes aufgebaut werden, um den Fischen eine möglichst kurze Transportzeit zu verschaffen. Am Tag des Umzuges ist mindestens die Hälfte des alten Aquariumwassers mitzunehmen. Dieses wird am besten in Kanister abgefüllt. Nachdem der Wasserstand abgesenkt ist, können die Fische mittels Kescher einfach gefangen und in Transportbeutel überführt werden. Diese füllt man mit Wasser auf und achtet beim Verschließen mit Gummiringen darauf, dass sie Wasser und Luft im Verhältnis 1:2 enthalten. Die Fischtransportbeutel kann man am besten in verschließbare Styroporkisten packen und dort Lücken nochmals gut auspolstern. Legt man die Beutel quer zur Fahrtrichtung, werden die Fische weniger durchgeschüttelt.

Das übrige Wasser ist so weit wie möglich abzulassen. Die Deko und technisches Zubehör entnimmt man und verpackt diese extra. Dabei wird der Filter als letztes Teil herausgenommen und bewusst nicht abgewaschen, damit die Bakterienstämme in ihm erhalten bleiben. Im Becken entfernt man Schmutz und Algen. Das Bodensubstrat samt Pflanzen kann für den Transport im Aquarium belassen werden. So wird kein zusätzlicher Schmutz aufgewirbelt und die Wurzeln verbleiben unbeschadet im Boden. Mit Küchenpapier ausgelegt und feucht besprüht, erhalten auch die Pflanzen ausreichend Feuchtigkeit unterwegs. Sie können aber auch befeuchtet in Plastikbeutel verpackt und separat mitgenommen werden. Das Aquarium wird mit Luftpolsterfolie oder anderem Material ausgepolstert und ringsherum sicher und stoßfest verpackt.

Wissenswertes rund um den Umzug mit Aquarium

Bekannte Vergleichsseiten sind hilfreich, um für Umzugsunternehmen vor Ort einen ersten groben Kostenüberblick zu erhalten. Wichtig ist es allerdings, sich realistisch kalkulierte Angebote für den eigenen Umzug einzuholen. Besonders das Verpacken und sichere Transportieren großer Aquarien bedarf vorheriger Absprache und Kalkulation. Fachleute mit Erfahrung und dem richtigen Equipment können ein schweres Aquarium unbeschadet zum Umzugslastwagen bringen und dort auch angemessen sichern. Viele Umzugsunternehmen verweigern dabei allerdings den Transport und die Haftung für die empfindlichen Lebewesen. Einige spezialisierte Anbieter, wie aquarium2move, werben auch mit der Übernahme des gesamten Ab- und Aufbaus eines Aquariums sowie dem sicheren Transport der Fische und Pflanzen deutschlandweit und darüber hinaus.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/photos/k%C3%A4tzchen-aquarium-bengali-haustier-1154693/

Bild von Irina_kukuts auf Pixabay

Titel: Der Umzug mit Aquarium: Das ist zu beachten (Artikel 4726)
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