Logo von Einrichtungsbeispiele.de
Hier werden 8.540 Aquarien mit 148.181 Bildern und 1.652 Videos von 17.793 Aquarianern vorgestellt
Wir werden unterstützt von:
Login Hier werben Fischbörse Teichbeispiele Terrariumbeispiele Top-Aquariums

Blogartikel 'Massensterben verwandelte Urozeane in Gift-Kloaken' von Aquarientechniker

einrichtungsbeispiele.de-Moderator
Moderatorenbereiche: Malawisee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Meerwasser, Krankheiten
Offline (Zuletzt 19.05.2017)BlogInfo
Kein Userfoto vorhanden
Aquarianer seit: 
1987


Massensterben verwandelte Urozeane in Gift-Kloaken

 
Vor 200 Millionen Jahren haben große Mengen von giftigem Schwefelwasserstoff die Meere verseucht. Ursache war ein Massensterben von Tieren und Pflanzen, ausgelöst von starken Vulkanausbrüchen.

Ein internationales Forscherteam hat aufgeklärt, warum sich die Ozeane vor 200 Millionen Jahren nur langsam von einem dramatischen Massensterben erholten: Damals bildeten sich große Mengen von giftigem Schwefelwasserstoff in den flachen, warmen Meeren.

Sauerstoff war dagegen rar. Unter diesen Bedingungen konnten die meisten Meeresbewohner nicht überleben. Stattdessen vermehrten sich Schwefelbakterien rapide, die in Gegenwart von Schwefelwasserstoff besonders gut gedeihen.

Ihre massenhaften Relikte haben die Forscher, unter ihnen auch Wissenschaftler der Goethe-Universität Frankfurt, jetzt in Ablagerungen aus jener Zeit nachgewiesen. Aus den Sedimentanalysen konnten sie den Zustand der Küstenmeere nach dem Massensterben rekonstruieren, wie sie im Fachmagazin "Nature Geoscience" berichten.

Im frühen Jura stank es nach faulen Eiern

"Der Ozean muss im frühen Jura nach faulen Eiern gestunken haben", sagt Bas van de Schootbrugge von der Goethe-Universität Frankfurt, einer der Autoren der Studie. Unter diesen schlechten Bedingungen habe sich auch die Zusammensetzung der Algen in den Meeren verändert.

Da Algen die Basis der Nahrungsketten im Meer bilden, hatte dies auch nach dem eigentlichen Massensterben noch weitreichende Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem. Die Lebenswelt der Ozeane habe sich dadurch weitaus langsamer von dem Massensterben erholt als die Ökosysteme an Land.

Vulkanausbrüche lösten Massensterben aus

Vor 200 Millionen Jahren setzten gewaltige Vulkanausbrüche große Mengen an Kohlendioxid (CO2) und Schwefeldioxid (SO2) frei. Dies veränderte nicht nur das Klima und ließ große Waldflächen abbrennen, sondern führte auch zu einem massiven Sauerstoffmangel in den Ozeanen.

Als Folge dieser Ereignisse starben viele Tiere und Pflanzen aus. Nach dem Massensterben habe sich die Natur an Land relativ schnell erholt, berichten die Forscher. Dort, wo zuvor Wälder standen, breiteten sich nun sehr schnell Farne und andere Pionierpflanzen aus.

Im Meer aber blieb die Lebenswelt länger gestört, wie die Wissenschaftler anhand von rund 200 Millionen Jahre alten Sedimentproben feststellten.

Algenüberreste zeugen von der Katastrophe

"Die molekularen Überreste der grünen Schwefelbakterien, die wir jetzt in schwarzem Schiefer bei Bohrungen in Norddeutschland und Luxemburg gefunden haben, vermitteln ein düsteres Bild der Küstengewässer unmittelbar nach dem Massensterben", sagt van de Schootbrugge.

Das massenhafte Auftreten dieser Bakterien zeige, dass viel giftiger Schwefelwasserstoff im Wasser vorhanden war. Zudem zeige die Analyse der Sedimentbohrkerne, dass sich das Gleichgewicht in dieser Zeit dramatisch von roten zu grünen Algen-Arten verschob. Diese grünen Algen seien ein Indikator für sehr sauerstoffarmes Wasser.

Insgesamt deute alles darauf hin, dass es zu Anfang des Jura-Zeitalters nur sehr wenig Zirkulation in den Küstenbereichen des Tethys-Meeres gegeben habe, schreiben die Forscher.

Das Tethys-Meer war ein flacher Ozean, der vor 200 Millionen Jahren das Gebiet des heutigen Deutschlands und Mitteleuropas bedeckte. Da die Küstenbereiche damals wie heute die artenreichsten Gebiete der Meere sind, beeinträchtigte ihr schlechter Zustand die gesamte Lebenswelt der Ozeane.

LG Torsten
 
Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 18.08.2012 um 13:44 Uhr
 
 
Kommentare:
 
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich anmelden.
 


Zurück

Du willst dein eigenes Aquarium kostenlos vorstellen?
Login:
Passwort:
 
Zufällige Themenseite
Einrichtungsbeispiele für die Haltung von Tropheus moorii "Bemba" im Aquarium
Einrichtungsbeispiele für die Haltung von Tropheus moorii "Bemba" im Aquarium
Hier findest Du traumhaft schöne Aquarien, die mit Tropheus moorii "Bemba" aus dem Tanganjikasee besetzt sind.
Themen im Forum:
Reinigung Co2 Glas-Diffusor mit weißer Membran? von Oliver Peters Letzte Antwort am 14.05.2017 um 10:02 Uhr
Malawi Besatz + dichte in einem 450 L Becken von Mondamin Letzte Antwort am 11.05.2017 um 22:34 Uhr
Mein erstes Aquarium - Malawi von J.D. Letzte Antwort am 10.05.2017 um 20:13 Uhr
Geschlechtsbestimmung von Nova Letzte Antwort am 09.05.2017 um 13:53 Uhr
Unterlage/Matte einseitig eingedrück von skipper1202 Letzte Antwort am 07.05.2017 um 11:41 Uhr
Riftvalley Dokumentation von axolotl Letzte Antwort am 05.05.2017 um 16:38 Uhr
Folge uns auf...
Facebook
YouTube
Twitter
Google+
EB als App

Hol dir jetzt die Einrichtungsbeispiele.de-App für dein Smartphone, Tablet, etc.!

Hol dir dir Einrichtungsbeispiele.de-AppHol dir dir Einrichtungsbeispiele.de-App
Statistik
Besucher Gesamt:
29.923.949
Heute
2.080
Gestern:
7.758
Maximal am Tag:
17.612
Maximal gleichzeitig online:
1.220
8.540
17.793
148.181
1.652
Partner für Aquarienbau
Partner für Aquarientiere
Partner für Aquariumlicht
Partner für HMF-Filter