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Aquarium-Fische richtig vergesellschaften

Der Ratgeber für erfolgreiche Aquaristik
Aquarium einrichten

Die Vergesellschaftung von Tieren im Aquarium


Während man in früheren Zeiten fast ausschließlich nach Geschmacksfragen, den Zierfischeinkauf betrieb und zu den blauen und gelben Fischen, die man bereits im Aquarium hatte, noch etwas rotes dazu haben wollte, ist es inzwischen so, dass wesentlich mehr darauf geachtet wird, dass die Einrichtung des Aquariums, die Wasserwerte, etc. für alle gepflegten Arten so sind, dass sie ohne Einschränkungen gut leben können.

Was muss bei der Besatzplanung noch beachtet werden?



Grundsätzlich sollte es sich der Aquarianer leicht machen, denn dann macht er es auch seinen Fischen einfacher und das geht mit einer passenden Vergesellschaftung der Zierfische so:

Eingrenzung des Besatzes auf nur 1 Biotop:


Die gängigen Biotope in der Aquaristik sind: Südamerika, Mittelamerika, Nordamerika, Ostafrika, restliches Afrika, Südostasien und Australien. Wählt man das Biotop so, dass dort die Wasserwerte etwa so sind, wie man sie an seinem Wohnort aus der Wasserleitung erhält, erspart man sich als Aquarianer nicht nur die Arbeit mit aufhärten, entsalzen oder anderen Maßnahmen, sondern erspart auch den Fischen den Stress, der durch abweichende Wasserwerte hervorgerufen werden kann.
Die Fische sind dann aber auch oft in ihrem natürlichen Biotop an das Zusammenleben im gleichen Gewässer gewöhnt. Beziehen oft unserschiedliche Nischen im Biotop, so dass auch die Einrichtung des Aquariums für alle Arten eher passend sein dürfte.

Fische mit ähnlichem Verhalten zusammen halten


Es mag sich interessant anhören, Räuber und Beutefisch zusammen in einem Aquarium zu halten, weil so die Räuber ihrem natürlichen Verhalten nachgehen können. Es muss aber klar sein, dass dies für die Beutefische permanenten Stress bedeuten muss. Selbst dann, wenn sie nicht gefressen werden, weil sie vielleicht schon zu groß sind oder das Aquarium ausreichend viele Versteckmöglichkeiten bietet, führt dieser Stress früher oder später zu Erkrankungen der unterlegenen Tiere und zu deren Tod.
Viel besser ist es, Fische mit ähnlichen Charaktereigenschaften zu vergesellschaften. Ruhige Fische mit anderen ruhigen Arten, Schwarmfische mit anderen Gruppen oder Schwarmfischen und Raubfische mit anderen Räubern und so weiter.

Wasserparameter abstimmen


Auch innerhalb eines Biotops können die Wasserwerte deutlich variieren. Letztendlich müssen die wichtigsten Parameter so gestaltet werden, dass sie innerhalb des Toleranzbereichs der eingesetzten Arten liegen. Dabei sollte man nicht an den Grenzen des von den Fischen tolerierten Bereichs landen, sondern möglichst klar in der Mitte. Die wichtigsten Werte sind dabei GH (Gesamthärte), KH (Karbonathärte) und für die meisten Arten am bedeutendsten der PH-Wert. Der PH-Wert ist deshalb so bedeutsam, weil Fische hier in der Regel am wenigsten tolerant auf Abweichungen reagieren.

Fischgrößen beachten


Sehr größe mit sehr kleinen Arten zu vergesellschaften ist sehr oft problemlos möglich. Sehr oft werden z.B. Diskusfische mit Neonsalmlern gehalten, was sich gut bewährt hat. Es sollte aber immer in die Überlegungen und in die Recherche einbezogen werden, ob das auch für die in die Auswahl genommenen Arten passen würde, denn oft sind die größeren Fische die Fressfeinde der kleinen Zierfische. Selbst dann, wenn es im Aquarium nicht dazu führt, dass die kleineren Fische gefressen werden, bedeutet schon die permanente Anwesenheit eines potentiellen Fressfeindes einen enormen Stress für die Tiere.

Einrichtung des Aquariums


Die Einrichtung und Struktur des Aquariums muss ebenfalls den Ansprüchen aller Fische entsprechen. Auch in einem Biotop gibt es sehr unterschiedliche Lebensbereiche, wie Uferzone, Freiwasser, Geröllzone, etc. und entsprechend auch Tiere, die sich diesen Lebensräumen angepasst haben. Es ist gerade in kleinen Becken nicht leicht möglich, mehrere Zonen zu schaffen und demnach sollte man entweder schon bei der Gestaltung des Aquariums darauf achten, dass alle geplanten Arten, den passenden Lebensraum vorfinden, oder später nur solche Arten einsetzen, die zur Gestaltung des Aquariums passen.

Ernährungsweise der Fische


In ihrem natürlichen Biotop haben sich unterschiedliche Arten oft auf unterschiedliche Nahrungsquellen spezialisiert, um Nahrungskonkurrenz zu vermeiden. Im Aquarium werden Fische meist mit Futter durch den Aquarianer versorgt. Damit dies gut und passend erfolgen kann, muss das gegebene Futter für alle Arten passend sein. Vor allem bei Nahrungsspezialisten ist das nicht immer einfach. Wenn z.B. reine Pflanzenfresser mit Planktonfresser gehalten werden sollen, kann es bei den Pflanzenfressern zu Darmerkrankungen oder zu Überfütterung kommen, wenn sehr proteinreiches Futter gegeben wird. Umgekehrt können die Planktonfresser an Mangelerscheinungen leiden, falls ein sehr hoher Anteil an pflanzlichem Futter gegeben wird.

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Letzte Änderung am 16.02.2017 von
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