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Warum braucht man Wasserpflanzen im Aquarium

Der Ratgeber für erfolgreiche Aquaristik

Themen für Neulinge in der Aquaristik:

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Wozu sind Pflanzen im Aquarium nützlich?

Pflanzen übernehmen im Aquarium wichtig Aufgaben im Reinigungskreislauf. Wasserpflanzen nehmen Ammonium und Nitrat auf, das aus Abfallprodukten aus Fischexkrementen und Futterresten entsteht. So entziehen sie auch den Algen die Nährstoffgrundlage.

Dazu nehmen Pflanzen Kohlendioxid (CO2) auf und wandeln es in der Photosynthese in Sauerstoff um, mit dem sie das Aquarienwasser anreichern und von den Zierfischen aufgenommen werden kann.

Neben ihrer Rolle im Stoffhaushalt des Aquariums bilden Wasserpflanzen auch Zonen im Aquarium, in denen sich Jungfische verstecken können oder grenzen Reviere verschiedener Aquarienbewohner voneinander ab.

Was ist wichtig, damit die Aquarienpflanzen gut wachsen und gesund bleiben?

Licht

Der wichtigste Faktor für ein gutes Pflanzenwachstum ist die passende Beleuchtung des Aquariums, denn wie alls Pflanzen benötigen auch Wasserpflanzen Licht für die Photosynthese. Die Beleuchtung sollte weder zu hell, noch zu dunkel sein, sondern den ansprüchen der jeweilgen Pflanzen gerecht werden.

Kohlendioxid (CO2)

In der Photosynthese wandeln Pflanzen CO2 in Sauerstoff (O2) und Kohlenstoff (C) um. Für ihr eigenes Wachstum benötigen Wasserpflanzen auch im Aquarium nur den Kohlenstoff. Trotzdem muss Kohlendioxid als Ausgangsstoff in ausreichender Menge vorhanden sein. CO2 entsteht zwar bei der Atmung der Fische immer wieder aufs Neue, aber trotzdem kann es notwendig sein, in stark bepflanzten oder schwach besetzten Aquarium zusätzliches Kohlendioxid mit einer CO2-Anlage zuzuführen.

Nährstoffe

Stickstoff (N), Phosphor (P), Schwefel (S), Kalium (K), Calcium (Ca) und Mangnesium (Mg) sind die wesentlichen mineralischen Nährstoffe für Wasserpflanzen. Stickstoff wird von den Pflanzen dabei aus Nitrat und Ammonium gewonnen, das im Aquarium genauso wie Phosphat in der Regel in ausreichenden, oft sogar zu großen Mengen vorhanden ist. Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Zink (Zn), Bor (B), Molybdän (Mo) und Vanadium (V) werden von den Wasserpflanzen nur als Spurenelemente in geringer Dosierung benötigt. Dennoch sind sie wichtig, da sie ebenfalls wichtige Funktionen im Stoffwechsel der Pflanzen übernehmen und Bestandteil von Enzymen sind, die für die Photosynthese von elementarer Bedeutung sind.

Bodengrund

Pflanzen nehmen ihre Nährstoffe zwar teilweise aus dem Aquarienwasser auf und deshalb ist auch eine Flüssigdüngung wichtig, aber auch die Wurzeln sind nicht nur für die Verankerung da. Auch sie nehmen aus dem Bodengrund Nährstoffe auf. Deshalb ist es wichtig, einen Depotdünger zu verwenden, der z.B. in Form von Düngekugeln in den Bodengrund gedrückt werden.

Wasserpflanzen ist es dabei nicht egal, welcher Bodengrund im Aquarium eingebracht wurde. Manche Pflanzen verfaulen sogar in unpassenden Bodengrund, wenn dieser z.B. zu fein ist und weniger mit Wasser durchströmt ist, als es bei gröberem Aquarienkies der Fall ist.

Fazit

In den meisten Aquarien sind Wasserpflanzen ein wesentlicher Bestandteil des ökologischen Kreislaufes. Es geht aber auch ohne, wie die zahllosen Biotopaquarien zeigen, die nach Vorbild des Malawisees oder Tanganjikasees eingerichtet sind. Auch südamerikanische Biotope haben oft Wasserwerte, die ein Pflanzenwachstum fast vollständig verhindern. Im Aquarium kommt den regelmäßigen großzügigen Wasserwechseln hier aber eine wesentlich größere Bedeutung zu, denn nur auf diese Weise können Stoffwechselprodukte wie Nitrat und Ammonium wieder aus dem Aquarium entfernt werden.

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Letzte Änderung am 16.12.2020

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.