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Bau eines Refugiums für Meerwasser-Aquarien

Bau eines Refugiums für Meerwasser-Aquarien
Ein Algen-Refugium erfüllt mehrere Aufgaben in einem Meerwasseraquarium. Zum einen erzeugen die darin enthaltenen höheren Algen lebenswichtigen Sauerstoff und sorgen durch den gleichzeitigen CO2 abbau für einen Konstant hohen PH Wert im Becken. Schwankungen im PH Bereich die während der Nacht auftreten können durch den Einsatz eines Algen-Refügiums minimiert werden. Dies wiederum steht in Konkurenz mit im Becken vorhandenen Algen, die wiederum bei der richtige Menge an Biomasse im Refugium aufgrund von Nährstoffmangel zugrunde gehen.
Zum Anderen verbrauchen die Algen durch Ihren Stoffwechsel Amonium/Amoniak, Nitirit und Nitrat sowie Phosphat, als auch andere Stoffe die in Korallenriff-Aquarien unerwünscht oder nur eingeschränkt erwünscht sind.
Und last but not least produzieren die Algen durch Ihren Stoffwechsel wichtige Mineral- und Nährstoffe für Korallen und Fische.


Wahl der richtigen Algen für ein Meerwasser-Refugium
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Grundsätzlich eignen sich alle höheren Pflanzen für den Einsatz in Refugien, besonders beliebt sind allerdings Caulerpa und Drahtalgen da diese ein schnelles Wachstum besitzen und nicht dazu neigen besonders schnell zu verfaulen. Auch hier gilt, ohne Pflege kein Erfolg und die Algen sollten alle 2-3 Wochen wieder zurecht geschnitten (verjüngt) werden. Bei Caulerpa ist auch besonders darauf zu achten, dass diese nicht beginnt wild aus zu treiben, was letztlich in dem engen Umfeld zu tot der Alge führt und damit den gegenteiligen Effekt erzielt.


Beleuchtung und Beleuchtungsdauer in Refugien
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Grundsätzlich gilt je mehr Licht umso besser, allerdings sollte man hier Tageslichtlampen verwenden, da die gesteigerten Rottöne im Spektrum die Algen zum schnelleren Wachstum anregen. Bei Caulerpa ist besonders darauf zu achten, dass die Pflanze 24h durchgängig beleuchtet wird, das dies das gefürchtete Austreiben der Pflanze verhindert. Bei Drahtalgen hingegen empfiehlt es sich eine mindestens 4 Std. Pause ein zu legen - diese sollte möglichst am Ende der Hauptbeleuchtung erfolgen, da hier der PH wert am höchsten ist - da diese die Algen zum wachsen anregen. Als Faustregel gilt mind. 2 Watt je Liter, je höher desto besser, es kann aber auf herkömmliche Energiesparlampen mit einer Lichtfarbe von 6500K zurück gegriffen werden.


Bodengrund im Refugium
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Grundsätzlich ist der Einsatz von Bodengrund oder Schlamm sehr sinnvoll, da die darin enthaltenen Mineral- und Nährstoffe von den Algen aufgenommen werden. Diese Stoffe werden teilweise für chemische Prozesse benötigt, gewandelt und in veränderter Form oder in Ihrer Reinform wieder an das Wasser abgegeben. Diese Stoffe sind für den Skelettaufbau der Korallen aber auch für unsere Stoffe äußerst wichtig. Normalerweise werden diese Stoffe mühevoll über den Wasserwechsel zugeführt und die Stoffe in chemisch Produzierten Salz sind allerdings nur begrenzt vorhanden. In der Natur kommen wesentlich mehr Stoffe in geringen Mengen vor, die wieder im Meerwasser-Aquarium sonst gar nicht vorhanden wären. Die Wahl des richtigen Bodengrund ist daher für ein Refugium äußerst wichtig.


Nutzen eines Refugium
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Ein Refugium stellt ein wirkungsvolles Mittel zur Bekämpfung und Abbau von unerwünschten Nährstoffkonzentrationen dar. In Verbindung mit Bodenschlamm hilft ein Refiugium den Minerstoffhaushalt im Meerwasser stabil zu halten und die Wasserwechselintervalle zu verkürzen. Ein Refugium ist im Riff also die natürlichste Vorgehensweise zur Bekämpfung von Algenproblemen und/oder Nährstoffproblemen bei Überbesatz. Dabei fördert es gleichzeitig aufgrund der stabilisierenden Eigenschaft das Wachstum und die Farbenpracht der Korallen ohne den Einsatz von Chemie auf natürliche Weise.


Bau des Refugium
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Die Erläuterung hier erfolgt anhand meines Hang On Refugiums, kann aber beliebig abgeändert werden. Das Prinzip ist immer gleich, Wasser wird direkt aus dem Becken oder dem Filterbecken in das Refugium hinein geleitet und dann wieder aus dem Refugium zurück in Becken gepumpt.

Becken:
PVC-U Platten aus dem Baumarkt
Tangit Kunststoffkleber für PVC
Aluminium U-Profil mit PVC-U Dicke + Beckenglas Dicke
Schrauben mit Mutter zum befestigen des U-Profils

Rückfördersystem:
Strömungspumpe mit ca. 1-2 facher Leistung des Beckenvolumens
Außenfilter Auslass 12/16
Außenfilter Ansaugung mit Ansaugkorb 16/22

Beleuchtung:
Tischlampengehäuse oder Nano Lampe mit E17 Fassung
Energiesparlampe mit 6500K

Benötigtes Werkzeug:
Bohrer und Bohrmaschine
Schraubenschlüssel für Schrauben
Schraubendreher für Schrauben
Klebeband zur kurzfristigen Befestigung des Beckens während der Trocknung


Zusammenbau des Beckens
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Zuerst sollten Sie die Kunststofflgas-Platten auf die gewünschte Größe zuschneiden oder im Bauhaus zuschneiden lassen. Das Becken wird dann mit Hilfe des Tangit verklebt, die Ecken können mit dem Fingern abgestrifen werden, wobei darauf zu achten ist, dass das Tangit nicht zu dick auf getragen wird, da sich sonst beim trocknen Gasblasen bilden und die Verklebung undicht werden könnte. Auch sollte man je nach Länge des Refugiums ggf. Querstreben anbringen um eine Wölbung des Beckens zu vermeiden.
Nach 24 std. Trocknung können die Löcher für das U-Profil an der Längsseite gebohrt werden und das U-Profil mit den Schrauben und der Mutter befestigt werden, wobei darauf zu achten ist, dass der Schraubenkopf in Richtung Becken zeigen vollständig im PVC-U versenkt wird um die Scheibe des Aquarium beim einhängen nicht zu zerkratzen.


Montage des Beckens
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Das Becken kann nun mit Hilfe des U-Profils am Beckenrand eingehängt werden und es beginnt die Montage des Ansaugteils und des Pumpen Auslass. Nun kann man daran gehen den Filterschlamm in das Becken ein zu füllen, wobei man darauf achten sollten mind 5-8 cm Schlamm am Grund ein zu bringen. Nach ca. 1-2 Jahren muss der Schlamm zu 50% gewechselt werden, da er verbraucht wird. Sobald der Schlamm eingebracht ist kann am Ansaugteil mittels eines Schauches das Wasser aus dem Becken angesaugt werden und das Refugium befüllt werden. Der Wasserspiegel steigt dabei genauso hoch wie der im Becken. Nun kann man die Algen in das Refugium einbringen und die Beleuchtung montieren. Hierbei ist zu beachten, dass der Wasserspiegel nach starten der Pumpe im Refugium ein wenig sinken wird, die Algen sollten also ca. 15 cm unter dem Wasserspiegel enden da sie sonst vertrocknen würden.


Betrieb des Refugiums
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Nun stellt man die Beluchtungsdauer je nach Wahl der Algenart entsprechend ein. Alle 2-3 Wochen sollte man die Algen zurück schneiden und den Wasserstand im Refugium kontrollieren. Weiters ist darauf zu achten, dass das Refugium während der Nachtphase durchgehend beleuchtet ist um das im Becken des Nachts vermehrt auftretende CO2 optimal zu verwerten und in Sauerstoff um zu wandeln. Ansonst läuft das Refugium nun für ca. 2 Jahre Warungsfrei, nach 2-3 Jahren sollten dann 50% des Bodenschlamms getauscht werden.


Ich wünsche euch viel Spaß beim nach-basteln und viel Erfolg mit eurem Becken!
lg the_lizardking
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