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Exlusiv von Aquascape-guru für EB- Fische richtig füttern - die Nahrungsaufnahme im Aquarium

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Exlusiv von Aquascape-guru für EB- Fische richtig füttern - die Nahrungsaufnahme im Aquarium
Exlusiv von Aquascape-guru für EB- Fische richtig füttern - die Nahrungsaufnahme im Aquarium - Foto 1

Hallo EB-Gemeinde

Auch wenn schon so mancher Blog entstanden ist , was richtiges Füttern betrifft, so würde ich gern zu diesem Thema noch einen hinterherschicken...

Die Fütterung unserer Aquarienbewohner wirft immer wieder Fragen und Probleme zugleich auf.

Ohne Nahrungsaufnahme ist kein Leben möglich, deshalb muss auch in unseren Naturbecken, sowie allen anderen Aquarien in denen lebende Tiere beheimatet sind, natürlich Nahrung verabreicht werden. Genau bei dieser scheinbar leichten Aufgabe, kommt es immer wieder zu Fragen und Problemen, denn es ist oft gar nicht so einfach, das Futter - wohlbemerkt das "richtige" Futter - an der dazu noch erforderlichen Stelle im Becken zu verabreichen.

Grundsätzlich gilt der Leitsatz " Weniger ist mehr"

Dies bedeutet in erster Linie, die richtige Wahl der Nahrung, die richtigen Zeiten der Nahrungsgabe und auch die Menge der Nahrung zu beeinflussen. In der Natur ist die Findung von Nahrung auch einem gewissen Kreislauf unterworfen, also nicht immer gleich. Dies zu wissen ist die Vorraussetzung, im heimischen Biotop Agilität und gleichzeitig auch Gesundheit unserer Tiere zu gewährleisten und auf Dauer aufrecht zu erhalten.

Fische finden nicht immer gleiche Nahrung vor, selbst bei Raubfischen ist das Vorfinden von Nahrung nicht stabil, wobei man dies leicht annehmen könnte. Die verschiedensten Arten haben sich deshalb an die unterschiedlichsten Biotope und deren Begebenheiten angepasst, um den Fortbestand Ihrer eigenen Spezies zu bewahren.

Von reinen Pflanzenfressern, bis hin zu nur fleischfressenden Arten ist im nassen Element ebenfalls alles vertreten. Man unterscheidet auch im Fischreich z. B. herbivore und carnivore Typen, dazwischen gibt es eine ganze Reihe von Mischfressern. Hervorzuheben sind hier die Allesfresser, deren Ernährung man omnivor nennt.

Bei den heutigen Nahrungsangeboten ist es sicherlich leicht, einen guten Nahrungsplan zu erstellen, der ein ausgeglichenes Ernähren für unsere Schützlinge im Becken möglich macht. Allerdings gibt es dabei einiges zu beachten, was wiederum abhängig vom gehaltenen Besatz ist.

1. Das Futter sollte in jedem Fall abwechslungsreich sein, da in der Natur auch nicht immer Gleiches vorkommt.

2. Das Futter sollte eher in kleinen Mengen gehalten sein, da natürliche Nahrung auch nicht im ??berfluss vorhanden ist.

3. Das Futter sollte in zeitlich unregelmä??igen Abständen gegeben werden, da dies in freier Natur auch nicht an die tageszeitabhängig gemacht wird.

4. Ein oder zwei Fastentage pro Woche sind nötig um eine Fettleber, fallende Agilität aber auch das Verschlechtern der Wasserwerte durch erhöhte Urin- und Kotabgabe zu verhindern.

5. Das Futter soll nach Art und deren Bedürfnis gegeben werden, da in der Natur auch Nahrungsspezialisten zu finden sind.

Warum führen wir diese Punkte hier auf ? An diese Stelle ein Beispiel zur näheren Erläuterung:

Nehmen wir als erstes Fische an, die aus einem Sumpf bzw. langsamflie??endem Gewässer kommen. Diese Gewässertypen sind in der Regel stark verkrautet, viele dieser Flie??gewässer weisen einen jahreszeitgebundenen ??berschwemmungscharacter auf und beinhalten somit Fische, die unterhalb bzw. an der Wasseroberfläche leben. Diese finden hier einen höheren Sauerstoffgehalt aber auch Deckungsmöglichkeiten vor, aus denen sie mit den verschiedensten Techniken Ihr Futter auffinden oder besser gesagt erbeuten.

Sie sind meist in der Lage Schwankungen der Wasseroberflächenspannung auszumachen und somit auf z. B. herabfallende Insekten zu reagieren.

Ich aus eigener Erfahrung füttere bei diesen Spezies fast ausnahmslos mit Pinzette oder Pipette, um die oben angeführten Punkte zu erfüllen. Dazu wird, wenn kein Lebendfutter vorhanden, Frostfutter durch Tippen auf die Oberfläche des Wassers mittels einer Pinzette ein Anfliegen von Insekten simuliert, was eine ordentliche Fütterung somit möglich macht.

Diese Methode wird im nachfolgenden Bild gezeigt, auf dem Dermogenys pusillus gefüttert wird. Ebenfalls haben die A.normanii, die man etwas weiter unten im Wasser sieht die Chance, herabfallende Brocken mit aufzunehmen. Anmerkung: Die Fütterung erfolgt hier mit Frostdaphnien.

Es gibt natürlich eine ganze Reihe anderer Spezies , welche ihren eigenen Nahrungsaufnahmecharacter haben , so z. Bsp. Tropheus aus dem Tanganjika-See, welche auf Grund ihres anatomischen Darmtrakts absolut keine carnivore Nahrung bekommen sollten. Ein anderes Beispiel sind die Tapir-Fische, auch als Elefantenrüssel-Fisch bekannt, die ein Musterbeispiel für extreme Nahrungsspezialität sind, hier ist hervorzuheben, das diese Art oder Arten mittels elektrischem Impuls (sensorische Nervenzellen) auch im Dunkeln und in Natur sehr trübem Wasser Ihre Nahrung "aufspüren".

Ich poste hier das Bild zum oben angegebenen Beispiel

Danke und viel Spass mit Euren "Schützlingen"

Drücker an alle, Falk

Autor*in: Falk

Userbild von Falk
Falk ist Mitglied von EB und stellt 16 Beispiele vor.

Titel: Exlusiv von Aquascape-guru für EB- Fische richtig füttern - die Nahrungsaufnahme im Aquarium (Artikel 4359)

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