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Wasserhärte - GH/KH

Wasserhärte - GH/KH
Grundsätzliches zur Wasserhärte:

Man spricht immer von hartem und weichem Wasser, doch fühlen kann man den Unterschied nicht. Es ist also ein etwas schlecht gewählter Ausdruck. Der Hintergrund liegt in der Vergangenheit als man technisch noch nicht so weit war wie heute.

Grundsätzlich mal unterscheidet man die Wasserhärte in Gesamthärte und Karbonathärte.

Die Gesamthärte setzt sich aus den Salzen der sogenannten Erdalkalien im Wasser zusammen: Dabei handelt es sich um Calcium, Magnesium, Barium und Strontium.

Die Karbonathärte ist der Gehalt an Erdalkali-Ionen, der zusammen mit Carbonat-Ionen und Hydrogenkarbonat-Ionen im Wasser gelöst sind. Die Karbonathärte umfasst also nur die Erdalkali-Ionen, die als gelöste Karbonate oder Hydrogencarbonate vorliegen.

Man bezeichnet die beiden als GH und KH.

Schauen wir uns das Ganze einmal etwas genauer an:

Gesamthärte / GH:

Die Gesamthärte, sprich die Anteile der Salze der Erdalkalien (Calcium usw.) stellen ca. 75 Prozent des gesamten Salzgehaltes im Wasser dar. Das bedeutet, dass eine hohe Gesamthärte einen hohen Gesamtsalzgehalt im Wasser darstellt. Das selbe gilt in der Regel auch anders herum.

Hauptbestandteile der Gesamthärte stellen Calcium und Magnesium dar, Barium und Strontium kann nur selten ins nennenswerten Mengen nachgewiesen werden.

Zu den Werten kann man sagen, dass Wasser mit einer GH von 3 sehr weich und mit einer GH von 21 sehr hart ist.


GH Wert bestimmen:

Hier gibt es im Fachhandel diverse Tröpfchentests zu erwerben. Man kann auch mit Stäbchen messen, diese führen jedoch oft zu einem ungenauen Ergebnis.

Grenzwerte:

Man kann hier keine Grenzwerte benennen da dies von den zu pflegenden Tieren abhängig ist. Bewohner des Malawi oder Tanganjikasees brauchen hartes Wasser und Tiere wie der roten Neon oder der Diskus, welche aus Amazonien stammen, benötigen weiches Wasser.

Man kann sagen, dass die meisten Tiere im Bereich von GH 4 bis 15 gut zurecht kommen.

den Wert verändern:

Hier gibt es ebenfalls diverse Salze im Fachhandel zu kaufen um den Wert anzuheben. Falls es nötig ist den Wert zu senken, kann über eine Osmoseanlage das Wasser härtefrei gemacht und dieses mit normalem Leitungswasser vermischt werden


Karbonathärte / KH:

Wie eingangs bereits angeschnitten ist die Karbonathärte der Anteil an Gesamthärtebildnern, für den an Salzpartnern, Carbonat-Ionen oder Hydrogencarbonat-Ionen zur Verfügung stehen. Nur dieser Teil der Gesamthärte kann eine Verbindung als Carbonat eingehen.

Folglich kann die KH niemals höher als die GH sein!


Jetzt werden viele gedanklich aufschreien und sagen, dass stimmt doch nicht. Im Tanganjikasee sind die Werte ganz anders...

Stimmt, das hat folgenden Hintergrund.

Neben den Erdalkalikarbonaten gibt es auch Karbonatverbindungen mit Natrium, wie das Natron, das Natriumkarbonat oder das Kaliumkarbonat. Diese Salze werden bei der Messung der Karbonathärte mit erfasst, sind jedoch nicht in der Gesamthärte enthalten, die nur die Erdalkali-Ionen berücksichtigt.

Befinden sich solche Verbindungen in nennenswertem Umfang im Wasser, wie im Tanganjikasee, kann es der Fall sein, dass die KH größer als die GH wird.

In der Regel beträgt die KH ca. 80 % der GH, sprich man misst 15 GH dann hat man eine KH von 12.

Unter bestimmten Voraussetzungen können die Karbonathärtebildner zu Kalk und Kohlensäure zerfallen. Das passiert dann wenn z.B. ein Kohlensäuremangel im Aquarium herrscht. Pflanzen wachsen heftig und das Kohlendioxid wird durch Photosynthese aufgebraucht. Dann zerfällt ein Teil der KH-Bildner und Kalk lässt sich im Aquarium nieder. So mancher hat bestimmt schon Pflanzen mit weißem Kalk darauf gesehen, dann war dies die Ursache dafür.

Das Problem daran ist, dass erstens die Pflanzen zu wenig Kohlendioxid bekommen und somit im Wuchs behindert werden und zweitens, dass die KH im Aquarium fällt. Man spricht in diesem Fall von "biogener Entkalkung". Da die KH ein wichtiger Stabilisator des Wassers ist sollte dieser Vorgang unbedingt vermieden werden.



den Wert bestimmen:


siehe GH:


den Wert verändern:

Wie bereits beschrieben ist die KH ein wesentlicher Stabilitätsfaktor und sollte nur in Ausnahmefällen verändert werden. (Fische benötigen dies z.B.) Ansonsten siehe Beschreibung GH


Ich hoffe mit dem Ausflug in die Welt der Wasserhärte dem ein oder anderen einen gewissen Einblick gegeben zu haben.

haltet euer Wasser sauber,

Chris

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