Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:
Die Jungfische im Filter

Blog: Die Jungfische im Filter (5294)

Pelvicachromis sacrimontis RED

Manchmal passieren Dinge einfach und man wird anschlie??end sehr achtsam, doch über die Jahre wird man wieder nachlässig und plötzlich denkt man nicht mehr daran - dann kann der selbe "Fehler" erneut passieren. So geschah es im Juli 2018 bei mir... Aber jetzt von Anfang an.

Ich freute mich sehr über die Jungfisch-Schar der Pelvichachromis sacrimontis RED. Für mich gehören die Buntbarsche aus diesen Gattungen zu den schönsten Buntbarschen und Pelvicachromis pulcher war sogar mein erster Cichlide, den ich in meiner Anfängerzeit hielt und züchtete... Meine Pelvicachromis sacrimontis RED Eltern zogen nun mit ihrer Jungfisch-Schar ganz ???stolz??? durchs Becken und schienen mir ihre Jungen förmlich gerne zu zeigen.

Ich muss sagen, ich machte mir nicht sehr viele Hoffnungen, da dies der erste Wurf der beiden war und es manchmal vorkommen kann, dass die erste Brut aus irgendwelchen Gründen nicht klappt. Manchmal haben die Eltern Streit oder das Wasser im Becken passt nicht und anderes.

In mein Becken habe ich jedoch vorsorglich einen jungen Ancistrus als ???Blitzableiter??? gesetzt, dem natürlich genügend Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen müssen! Das Becken hat eine Kantenlänge von 80cm und ist für die beiden Tiere zur Zucht gedacht. Ich habe es mit Kies, Pflanzen, Steinen, Holz und Seemandelbaumblättern etwas ansprechender versucht einzurichten.

Das Aquarium-Beispiel sieht man hier auf EB unter folgendem Link:

https://www.einrichtungsbeispiele.de/becken-beispiele/west-zentralafrika/pelvicachromis-sacrimontis-zuchtbecken-36064-von-helga-kury_36064.html

Jedenfalls ging es nach der Brut und dem Freischwimmen der Jungtiere eineinhalb Wochen lang gut. Eine schöne Jungfisch-Gruppe von 12-15 Tieren schwamm mit ihren Eltern durch das Becken. Doch allmählich fiel mir auf, dass es immer weniger wurden. Ich dachte mir aufgrund der oben genannten Gründe nicht viel, war jedoch ein wenig enttäuscht. Plötzlich waren gar keine Jungtiere mehr da ??? nur hin und wieder sah ich einen einzelnen???

Ich fütterte weiterhin zweimal täglich mit jeweils zwei Viertel einer Sera viformo Futtertablette und hin und wieder sah ich ein einzelnes Jungtier im Becken. Es vergingen zwei Wochen???

Eines Tages benötigte ich Filterbakterien für einen anderen Filter und wollte dazu den Inhalt des Filters dieses Zucht-Beckens verwenden. Bei diesem Filter des Zucht-Beckens handelt sich um den kleinsten Eheim Au??enfilter (Experience 150). Ich öffnete den Filter und leerte oberflächlich einiges an ???Schmutz-Wasser??? in den anderen Filter um???

Anschlie??end wollte ich den Filter reinigen, hob die beiden Körbe aus dem Filtertopf und leerte etwas Wasser in die Badewanne ??? plötzlich war da ein kleiner Jungfisch! Schnell setzte ich den Kleinen in einen Netz-Ablaichkasten, die es z.B. von JBL gibt in das Becken der Eltern zurück. Nun wollte ich vorsichtig im verbliebenen "Schmutzwasser" des Filters nachsehen ??? und da waren sie auch! Es mussten mehr als fünf Tiere sein doch vor lauter "Dreck" sah ich nicht genau, wieviele es waren. Vorsichtig leerte ich das "Schmutzwasser" samt der Jungtiere in eine Schale und wartete, bis sich der "Dreck" gelegt hatte. Dann brachte ich diese Jungfische meiner Pelvichachromis sacrimontis RED zum anderen Tier im Netz-Ablaichkasten, es waren insgesamt 11 Jungtiere. Das waren die vermissten Jungtiere! Nach ZWEI WOCHEN!!

Nach näherer Betrachtung waren die Jungen nicht wirklich gewachsen und hatten noch ca. dieselbe Grö??e, die sie vor zwei Wochen hatten. Doch sie lebten! Ich gehe davon aus, dass sie im Filter genügend Mikro-Futter zum ??berleben gefunden haben und zusätzlich musste wohl Futter durch das Ansaug-Rohr in den Filter gelangt sein, da ich nicht wirklich mit der Fütterung sparte - in der Hoffnung, dass im Becken doch noch der eine oder andere Jungfisch auftauchen würde, fütterte ich zweimal täglich. Noch dazu sah ich ja immer wieder mal ein Jugtier im Becken der Eltern schwimmen.

Das ist mir einerseits eine Lehre, denn ich setzte statt des Gitter-Korbs gleich einen Eheim Vorfilter auf das Ansaug-Rohr. Andererseits bin ich froh, dass der Eheim-Filter so konzipiert wurde, dass die Jungfische im untersten Teil des Filters, der frei ist genügend Platz fanden, um zu überleben.

Eigentlich lagen die Gitter-Stäbe des Gitter-Korbes auf dem Ansaug-Rohr nicht sehr weit auseinander, doch offensichtlich zu weit für den Gro??teil der neugierigen Jungtiere???

Den Vorfilter habe ich aufgrund eines zu langen Ansaug-Rohrs derzeit nicht sehr gut positioniert, doch da der Umzug meiner Aquarien in den Aquarien-Keller und den daraus resultierenden Veränderungen kurz bevorsteht, wollte ich mich hier nicht ???verausgaben???. ;-)

Die Jungtiere verblieben zwei Tage im Netz-Ablaichkasten und bekamen dann ihr eigenes 60cm Aufzucht-Aquarium. Nun schwimmen sie bereits eine Woche in dem Becken und sind schon gewachsen. Allerdings sind die Jungen im Vergleich nur halb so gro?? wie der (einzelne?) Jungfisch, den ich im Elternbecken immer wieder mal sehe.

Ich bin sehr glücklich, dass die Geschichte so ausging!! Ich habe auch schon gleich nach freischwimmen der Jungtiere drei Anfragen von Leuten erhalten, die gerne Tiere übernehmen würden...

Und die Eltern? Die sind schon wieder beim "Flirten" (Balzen)...

Fotos:

* Bilder mit Sand zeigen die Jungfische aus dem Filter, die noch ziemlich klein sind. (Leider auch zu schnell, um sie zu fotografieren...)

* Bilder mit Anubien (viele Pflanzen) zeigen den einzelnen Jungfisch im Becken der Eltern, der schon eine beachtliche Grö??e erreicht hat. (Man kann Viell.die blaue Färbung am Kinn erkennen.)

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

Die Jungfische im FilterDie Jungfische im FilterDie Jungfische im FilterDie Jungfische im Filter
Blogartikel 'Blog 5294: Die Jungfische im Filter' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 03.08.2018 um 15:51 Uhr von Helga Kury

Helga Kury

Userbild von Helga KuryHelga Kury ist Moderator*in von EB und stellt 17 Beispiele vor.

Kommentare:
Um selbst einen Kommentar schreiben zu können, musst du dich anmelden!
Geschrieben am 03.08.2018 um 18:59 von Stephy
Hi Helga,
super das der Nachwuchs im Filter überlebt hat. Im Aufzuchtbecken holen die kleinen den Wachstumsrückstand bestimmt bald wieder nach.
Liebe Grüße Stephy

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Wie Gerbstoffe und Huminsäure die Wasserwerte beeinflussen

Wie Gerbstoffe und Huminsäure die Wasserwerte beeinflussen

Wasserwerte

Die richtige Pflege eines Aquariums ist eine Wissenschaft für sich. Neben der Wahl der geeigneten Fische, Pflanzen und Dekoration spielt die Wasserqualität eine zentrale Rolle für das Wohlbefinden der Zierfische. Gerbstoffe und Huminsäuren sind natürliche Substanzen, die in der Aquaristik eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Sie beeinflussen

So beeinflusst die Wassertemperatur den Sauerstoffgehalt im Aquarium

So beeinflusst die Wassertemperatur den Sauerstoffgehalt im Aquarium

Wasserwerte

Ein gesundes Aquarium lebt von einem empfindlichen Gleichgewicht verschiedener Faktoren – Wasserqualität, Besatz, Fütterung, Filterung, Bepflanzung und nicht zuletzt die physikalischen Bedingungen wie Temperatur und Sauerstoffgehalt. Viele Aquarianer konzentrieren sich zunächst auf Nitrit, Nitrat oder den pH-Wert, doch mindestens genauso wichtig

Lebendfutter für anspruchsvolle Zierfische selbst züchten

Lebendfutter für anspruchsvolle Zierfische selbst züchten

Futter

Aquaristik ist mehr als nur ein Hobby – es ist eine Leidenschaft. Für viele Aquarianer ist es besonders wichtig, dass ihre Zierfische gesund, vital und farbenprächtig bleiben. Ein wesentlicher Aspekt dafür ist die richtige Ernährung der Fische. Neben dem klassischen Trocken- und Frostfutter schwören viele auf Lebendfutter. Doch wusstest du, dass

Neuer Job: Wie wird man Aquarienbauer? - Der umfassende Karriereleitfaden für Aquaristikliebhaber

Neuer Job: Wie wird man Aquarienbauer? - Der umfassende Karriereleitfaden für Aquaristikliebhaber

Allgemeine Tipps & Tricks

Wenn die Leidenschaft zum Beruf wirdFür viele Aquaristikfans ist das heimische Aquarium weit mehr als nur ein dekoratives Element – es ist ein kleines, lebendiges Biotop, das Ruhe ausstrahlt, Kreativität fördert und die Liebe zur Natur widerspiegelt. Doch was, wenn man diese Leidenschaft zum Beruf machen möchte? Wenn man nicht nur das eigene Aquarium

Geophagus-Arten richtig füttern: Ein Leitfaden für Aquarianer

Geophagus-Arten richtig füttern: Ein Leitfaden für Aquarianer

Futter

Die Geophagus-Arten gehören zu den faszinierendsten Vertretern der Cichlidenfamilie und sind besonders bei Aquarianern beliebt, die Wert auf ein naturnah eingerichtetes Aquarium legen. Ihr Name „Geophagus“ bedeutet wörtlich „Erdfresser“ und beschreibt bereits einen wichtigen Aspekt ihres Verhaltens: Sie wühlen den Bodengrund nach Nahrung

Klein aber oho: Erbsenkugelfische sind faszinierende Gesellen

Klein aber oho: Erbsenkugelfische sind faszinierende Gesellen

Arten

Erbsenkugelfische (Carinotetraodon travancoricus) sind aufgrund ihrer Größe und ihres Verhaltens nicht für alle Aquarien geeignet. Hier sind einige Faktoren zu beachten:Größe des Aquariums: Erbsenkugelfische brauchen ein Aquarium von mindestens 54 Litern, um sich wohlzufühlen. Wenn das Aquarium zu klein ist, können die Fische gestresst werden