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Bayerische Fischernetzspinne

Segestria bavarica

Lesezeit: ca. 13 Minuten
Bayerische Fischernetzspinne (Segestria bavarica) – Lebensraum, Aussehen, Verhalten und Nutzen im Garten (Einrichtungsbeispiele mit Segestria bavarica)
Segestria bavarica (Bayerische Fischernetzspinne) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Syrio, Segestria bavarica Brentonico, CC BY-SA 4.0

Wissenswertes zu Segestria bavarica (Bayerische Fischernetzspinne)

Die Bayerische Fischernetzspinne ist eine heimische Spinnenart, die in Mauerritzen und Felsspalten lebt und als geschickte Jägerin Insekten erbeutet.

Die Bayerische Fischernetzspinne gehört zu den weniger bekannten heimischen Spinnenarten. Anders als auffällige Radnetzspinnen, deren große Fangnetze zwischen Pflanzen hängen, führt Segestria bavarica ein überwiegend verborgenes Leben. Sie bewohnt enge Spalten, natürliche Hohlräume und geschützte Strukturen, von denen aus sie ihre Beute mithilfe spezieller Signalfäden wahrnimmt.

Für Gartenliebhaber ist diese Spinne besonders interessant, weil sie zeigt, welche Bedeutung Trockenmauern, Steinhaufen und andere naturnahe Strukturen besitzen. Obwohl sie gelegentlich in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungen vorkommen kann, bleibt sie aufgrund ihrer versteckten Lebensweise häufig unentdeckt. Dabei übernimmt sie als räuberisches Tier eine wichtige Funktion innerhalb des natürlichen Nahrungsnetzes.

Die wichtigsten Fakten zur Bayerischen Fischernetzspinne

MerkmalInformation
Wissenschaftlicher NameSegestria bavarica
Deutscher NameBayerische Fischernetzspinne
FamilieFischernetzspinnen, Segestriidae
GattungSegestria
OrdnungWebspinnen, Araneae
KlasseSpinnentiere, Arachnida
KörperlängeEtwa 7 bis 14 Millimeter
FärbungBräunlich mit dunkler Zeichnung
LebensraumFelsspalten, Mauerritzen und steinige Standorte
VerbreitungTeile Europas
NahrungInsekten und andere kleine Gliederfüßer
AktivitätÜberwiegend dämmerungs- und nachtaktiv
FangmethodeWohnröhre mit strahlenförmigen Signalfäden
GiftigkeitGiftig für Beutetiere, für Menschen normalerweise ungefährlich
FortpflanzungEiablage in einem geschützten Kokon
BesonderheitTypische nach vorne gerichtete Beinstellung

Herkunft und natürliche Verbreitung

Die Segestria bavarica ist eine europäische Spinnenart, deren Verbreitung verschiedene Regionen Mittel- und Südeuropas umfasst. Trotz ihres deutschen Namens ist sie keineswegs ausschließlich in Bayern heimisch. Die Bezeichnung verweist vielmehr auf die historische wissenschaftliche Benennung.

In Deutschland gehört sie zu den weniger auffälligen Vertretern der heimischen Spinnenfauna. Ihre tatsächliche Verbreitung wird durch geeignete Lebensräume, klimatische Bedingungen und vorhandene Versteckmöglichkeiten beeinflusst.

Besonders wichtig sind Standorte mit ausreichend Spalten und Hohlräumen. Dort findet die Spinne geeignete Plätze für ihre Wohnröhren und kann ihre charakteristischen Fangfäden anlegen.

Da die Tiere einen großen Teil ihres Lebens verborgen verbringen, werden sie bei gewöhnlichen Naturbeobachtungen leicht übersehen. Selbst an geeigneten Standorten können vorhandene Populationen deshalb unbemerkt bleiben.

Die Art ist ein Beispiel dafür, dass auch unscheinbare Spinnen wichtige Bestandteile der europäischen Artenvielfalt darstellen.

Natürlicher Lebensraum

Der natürliche Lebensraum der Bayerischen Fischernetzspinne umfasst vor allem felsige, steinige und strukturreiche Standorte. Besonders Felsspalten, Ritzen zwischen Steinen und geschützte Hohlräume bieten geeignete Bedingungen.

Die Spinne benötigt einen festen Untergrund, an dem sie ihre Wohnröhre befestigen kann. Gleichzeitig muss ausreichend Platz vorhanden sein, um Signalfäden vor dem Eingang auszuspannen.

Auch ältere Mauern und vergleichbare künstliche Strukturen können geeignete Ersatzlebensräume darstellen. Entscheidend ist, dass genügend ungestörte Spalten vorhanden sind.

Anders als typische Bewohner offener Wiesen ist die Art nicht auf eine bestimmte Blütenpflanze angewiesen. Ihre Lebensraumansprüche hängen vielmehr von geeigneten Verstecken, einem ausreichenden Beuteangebot und günstigen mikroklimatischen Bedingungen ab.

Zu starke Veränderungen solcher Standorte können problematisch sein. Werden Mauerritzen vollständig verschlossen oder Steinhaufen entfernt, verschwinden möglicherweise vorhandene Wohnplätze.

Gattung und Familie

Die Bayerische Fischernetzspinne gehört zur Familie Segestriidae, deren Vertreter im Deutschen als Fischernetzspinnen bezeichnet werden. Innerhalb dieser Familie zählt sie zur Gattung Segestria.

Diese Spinnen zeichnen sich durch ihre besondere Lebensweise aus. Sie bauen keine großen, frei hängenden Radnetze, sondern bewohnen röhrenförmige Verstecke mit nach außen verlaufenden Fang- beziehungsweise Signalfäden.

Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist die Stellung der Beine. Während viele andere Spinnen ihre Beine seitlich um den Körper verteilen, richten Fischernetzspinnen die ersten drei Beinpaare häufig nach vorne.

Zur Gattung gehört auch die größere Florentiner Fischernetzspinne, Segestria florentina, die durch ihre kräftige Erscheinung und teilweise metallisch schimmernden Kieferklauen bekannt ist.

Die Bayerische Fischernetzspinne bleibt kleiner und besitzt eine andere Körperzeichnung. Dennoch können Verwechslungen mit verwandten Arten auftreten.

Aussehen und typische Erkennungsmerkmale

Die Bayerische Fischernetzspinne besitzt einen länglichen Körper mit einem deutlich abgesetzten Vorder- und Hinterkörper. Ihre Färbung ist überwiegend bräunlich, wobei dunklere Zeichnungselemente auftreten können.

Die Körperlänge ausgewachsener Tiere liegt ungefähr zwischen 7 und 14 Millimetern. Weibchen können größer und kräftiger gebaut sein als Männchen.

Der Vorderkörper trägt acht Beine sowie kräftige Kieferklauen. Der Hinterkörper erscheint länglich und besitzt eine charakteristische dunkle Zeichnung, die zur Unterscheidung verwandter Arten beitragen kann.

Besonders auffällig ist die typische Beinstellung. Häufig zeigen sechs Beine nach vorne, während das hinterste Beinpaar rückwärts gerichtet ist.

Diese Haltung ermöglicht es der Spinne, unmittelbar am Eingang ihrer Wohnröhre auf Bewegungen der Signalfäden zu reagieren.

Die Augen sind vergleichsweise klein. Für die Jagd spielen Erschütterungen und Berührungsreize eine wesentlich größere Rolle als das Sehen.

Eine sichere Artbestimmung kann schwierig sein. Gerade kleinere Exemplare lassen sich anhand äußerer Merkmale nicht immer eindeutig von verwandten Fischernetzspinnen unterscheiden.

Verhalten und Lebensweise

Die Bayerische Fischernetzspinne führt eine überwiegend versteckte Lebensweise. Einen großen Teil ihrer Zeit verbringt sie innerhalb ihrer Wohnröhre.

Vor dem Eingang befinden sich mehrere strahlenförmig angeordnete Fäden. Diese dienen dazu, Bewegungen vorbeilaufender Beutetiere wahrzunehmen.

Berührt ein geeignetes Insekt einen solchen Faden, registriert die Spinne die Erschütterung. Anschließend kann sie blitzschnell aus ihrem Versteck hervorschnellen und die Beute mit ihren Kieferklauen ergreifen.

Nach erfolgreichem Fang zieht sie sich gewöhnlich wieder in ihre Wohnröhre zurück.

Die Tiere sind häufig während der Dämmerung und nachts aktiv. Bei geeigneten Bedingungen können sie allerdings auch tagsüber auf Beutebewegungen reagieren.

Gegenüber Menschen zeigen sie normalerweise kein aggressives Verhalten. Bei Störungen ziehen sie sich bevorzugt in ihr Versteck zurück.

Vorkommen in naturnahen Gärten

In strukturreichen Gärten kann die Fischernetzspinne im Garten geeignete Lebensbedingungen finden. Besonders ältere Natursteinmauern, Trockenmauern und größere Steinhaufen bieten mögliche Wohnplätze.

Auch Ritzen zwischen Pflastersteinen oder geschützte Bereiche an Gebäuden können grundsätzlich interessant sein, sofern passende Hohlräume vorhanden sind.

Ein Garten muss dafür keineswegs verwildert wirken. Bereits einzelne naturnahe Elemente können zahlreichen kleinen Tieren wertvolle Rückzugsräume bieten.

Besonders günstig sind Bereiche, die nicht ständig umgestaltet werden. Werden Steine regelmäßig bewegt oder Mauerritzen gereinigt, können vorhandene Spinnen gestört werden.

Die Bayerische Fischernetzspinne lässt sich allerdings nicht gezielt durch das Aufstellen eines bestimmten Gegenstands ansiedeln. Entscheidend sind geeignete Standortbedingungen und das natürliche Vorkommen der Art in der Umgebung.

Nahrung und Jagdverhalten

Die Bayerische Fischernetzspinne ernährt sich überwiegend von kleinen Insekten und anderen Gliederfüßern. Dazu gehören verschiedene Käfer, Fliegen und andere Tiere, die sich in der Nähe ihrer Wohnröhre bewegen.

Anders als aktiv umherlaufende Jagdspinnen wartet sie überwiegend auf vorbeikommende Beute.

Ihre Fangfäden dienen dabei als empfindliches Warnsystem. Sie übertragen Erschütterungen direkt zum Eingang der Wohnröhre.

Sobald die Spinne ein geeignetes Beutetier ergreift, setzt sie ihre Kieferklauen ein. Das abgegebene Gift unterstützt die Überwältigung der Beute.

Anschließend erfolgt die Verdauung teilweise außerhalb des Körpers. Verdauungssekrete verflüssigen geeignete Bestandteile des Beutetieres, die danach aufgenommen werden.

Als räuberische Spinne trägt Segestria bavarica zur natürlichen Regulation kleiner Gliederfüßer bei. Sie unterscheidet dabei nicht zwischen sogenannten Schädlingen und anderen Insekten.

Ist die Bayerische Fischernetzspinne giftig?

Wie nahezu alle echten Spinnen besitzt auch Segestria bavarica Giftdrüsen. Das Gift dient vor allem dazu, Beutetiere zu überwältigen.

Für Menschen gilt die Art normalerweise als ungefährlich. Sie sucht keinen Kontakt und beißt nicht ohne Anlass.

Ein Biss ist insbesondere dann denkbar, wenn ein Tier eingeklemmt oder unmittelbar bedrängt wird. Die verfügbaren Informationen zu möglichen Bisswirkungen dieser speziellen Art sind allerdings begrenzt.

Grundsätzlich können Spinnenbisse örtliche Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen verursachen. Schwere Reaktionen sind bei dieser Art nicht typisch dokumentiert.

Wer eine Fischernetzspinne entdeckt, sollte sie deshalb einfach ungestört lassen. Ein Einfangen mit bloßen Händen ist weder notwendig noch sinnvoll.

Bei ungewöhnlich starken Beschwerden nach einem vermuteten Spinnenbiss sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Vermehrung und Entwicklung

Die Fortpflanzung der Bayerischen Fischernetzspinne erfolgt durch Paarung zwischen ausgewachsenen Männchen und Weibchen.

Während der Fortpflanzungszeit verlassen Männchen ihre gewohnten Aufenthaltsbereiche häufiger, um geeignete Partnerinnen zu finden.

Die Annäherung an ein Weibchen erfordert besondere Vorsicht. Da die Tiere auf Erschütterungen ihrer Fangfäden reagieren, müssen potenzielle Partner von Beutetieren unterschieden werden.

Nach erfolgreicher Paarung produziert das Weibchen Eier, die in einem geschützten Gespinst zusammengefasst werden.

Die Entwicklung der Jungspinnen erfolgt zunächst innerhalb der Eihüllen. Nach dem Schlupf bleiben die jungen Tiere anfangs in einem geschützten Bereich.

Mit zunehmender Entwicklung verlassen sie schließlich den unmittelbaren Aufenthaltsort der Mutter und suchen eigene Verstecke.

Wie andere Spinnen müssen sie sich während ihres Wachstums mehrfach häuten. Dabei wird die alte Körperhülle abgestreift und durch eine neue ersetzt.

Die Entwicklungsdauer hängt von Temperatur, Nahrungsverfügbarkeit und weiteren Umweltbedingungen ab.

Natürliche Förderung im Garten

Wer die Bayerische Fischernetzspinne und andere heimische Spinnen fördern möchte, sollte vor allem geeignete Versteckmöglichkeiten erhalten.

Besonders wertvoll sind Trockenmauern mit offenen Fugen, größere Steinhaufen und wenig gestörte Bereiche zwischen Gehölzen und Steinen.

Solche Strukturen bieten nicht nur Spinnen geeignete Lebensräume, sondern auch zahlreichen Insekten, Asseln und anderen kleinen Tieren.

Ein abwechslungsreicher Garten mit heimischen Pflanzen unterstützt außerdem das natürliche Beuteangebot.

Auf den Einsatz breit wirkender Insektizide sollte möglichst verzichtet werden. Diese können nicht nur potenzielle Beutetiere reduzieren, sondern auch räuberische Gliederfüßer unmittelbar beeinträchtigen.

Experten-Tipp: Beim Bau einer Trockenmauer sollten einige unterschiedlich tiefe, nach außen offene Fugen erhalten bleiben. Besonders stabile, ungestörte Spalten bieten röhrenbewohnenden Spinnen langfristig geeignete Rückzugsorte.

Krankheiten, Parasiten und natürliche Feinde

Auch die Bayerische Fischernetzspinne kann von Krankheiten und Parasiten betroffen sein. Wie bei anderen Spinnen können insbesondere Pilzinfektionen, Verletzungen und ungünstige Umweltbedingungen die Gesundheit beeinträchtigen.

Ein erhöhtes Risiko entsteht beispielsweise dann, wenn sich Krankheitserreger unter ungünstigen Bedingungen stark vermehren oder Tiere durch wiederholte Störungen geschwächt werden.

Daneben existieren natürliche Feinde. Verschiedene Vögel, räuberische Gliederfüßer und spezialisierte parasitoide Insekten können Spinnen erbeuten oder ihre Entwicklung beeinträchtigen.

Auch andere Spinnen können gelegentlich als Konkurrenten oder Fressfeinde auftreten.

Die geschützte Wohnröhre bietet allerdings einen gewissen Schutz vor unmittelbaren Angriffen.

Für Gartenbesitzer besteht normalerweise kein Anlass, gegen solche natürlichen Vorgänge einzugreifen.

Wesentlich sinnvoller ist es, die Lebensraumstruktur zu erhalten und auf unnötige chemische Eingriffe zu verzichten.

Bedeutung für das ökologische Gleichgewicht

Als räuberisches Tier ist die Bayerische Fischernetzspinne Bestandteil des natürlichen Nahrungsnetzes.

Sie erbeutet verschiedene kleine Gliederfüßer und dient gleichzeitig anderen Tieren als Nahrung.

Damit übernimmt sie eine wichtige ökologische Funktion, auch wenn ihr Einfluss auf einzelne Insektenpopulationen im Garten nicht überschätzt werden sollte.

Besonders interessant ist ihre Spezialisierung auf die Jagd aus einer Wohnröhre. Dadurch nutzt sie einen anderen Lebensraumausschnitt als Radnetzspinnen oder frei jagende Wolfsspinnen.

Ein naturnaher Garten kann deshalb unterschiedliche Spinnenarten beherbergen, die verschiedene Jagdstrategien verfolgen.

Diese Vielfalt ist ein Zeichen abwechslungsreicher Lebensraumstrukturen und unterstützt ein funktionierendes ökologisches Gefüge.

Alternative Bezeichnungen

Die gebräuchliche deutsche Bezeichnung lautet Bayerische Fischernetzspinne. Gelegentlich wird der Name auch mit kleingeschriebenem Adjektiv als bayerische Fischernetzspinne verwendet.

Der wissenschaftliche Name Segestria bavarica ermöglicht eine eindeutige Zuordnung innerhalb der Gattung Segestria.

Die Bezeichnung Fischernetzspinne bezieht sich auf die charakteristischen Fangfäden, die strahlenförmig vom Eingang der Wohnröhre ausgehen.

Trotz des Namens besitzt die Art kein frei ausgespanntes Fangnetz, wie es beispielsweise für Kreuzspinnen typisch ist.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Bayerische Fischernetzspinne gefährlich?

Die Art gilt für Menschen normalerweise als ungefährlich. Sie besitzt zwar Gift zur Überwältigung ihrer Beute, sucht jedoch keinen Kontakt zu Menschen. Ein Biss ist vor allem bei unmittelbarer Bedrängung denkbar.

Wo lebt Segestria bavarica?

Die Spinne bewohnt vor allem geschützte Spalten und Hohlräume. Geeignete Lebensräume sind Felsspalten, Natursteinmauern, Steinhaufen und vergleichbare strukturreiche Standorte.

Kann die Bayerische Fischernetzspinne im Garten vorkommen?

Ja, grundsätzlich kann sie geeignete Gartenstrukturen besiedeln. Besonders ältere Trockenmauern und ungestörte Steinbereiche bieten mögliche Wohnplätze. Voraussetzung ist allerdings ein natürliches Vorkommen in der Umgebung.

Was frisst die Bayerische Fischernetzspinne?

Sie ernährt sich von kleinen Insekten und anderen Gliederfüßern. Die Beute wird mithilfe von Signalfäden wahrgenommen und anschließend am Eingang der Wohnröhre ergriffen.

Wie erkennt man eine Fischernetzspinne?

Typisch sind die längliche Körperform, die überwiegend nach vorne gerichteten ersten drei Beinpaare und die röhrenförmige Behausung mit strahlenförmig angeordneten Fäden. Für eine sichere Artbestimmung können weitere Merkmale erforderlich sein.

Ist Segestria bavarica nachtaktiv?

Die Art ist überwiegend während der Dämmerung und nachts aktiv. Sie kann allerdings auch tagsüber auf geeignete Beutetiere reagieren, wenn diese ihre Signalfäden berühren.

Wie vermehrt sich die Bayerische Fischernetzspinne?

Nach der Paarung legt das Weibchen Eier in einem geschützten Gespinst ab. Die geschlüpften Jungspinnen entwickeln sich durch mehrere Häutungen und suchen später eigene Verstecke.

Sollte man die Spinne aus dem Garten entfernen?

Normalerweise besteht dafür kein Grund. Die Tiere sind nützliche Bestandteile des natürlichen Nahrungsnetzes und verhalten sich gegenüber Menschen zurückhaltend. Eine ungestörte Beobachtung ist die beste Vorgehensweise.

Wie kann man Fischernetzspinnen im Garten fördern?

Geeignete Maßnahmen sind der Erhalt offener Mauerritzen, die Anlage stabiler Steinhaufen, eine abwechslungsreiche Bepflanzung und der Verzicht auf unnötige Insektizide.

Fazit

Die Bayerische Fischernetzspinne ist eine interessante heimische Spinnenart, deren versteckte Lebensweise sie zu einem häufig übersehenen Bestandteil naturnaher Lebensräume macht.

Besonders charakteristisch sind ihre röhrenförmigen Verstecke, die strahlenförmigen Signalfäden und die besondere Stellung ihrer Beine.

Für Gartenliebhaber zeigt Segestria bavarica, wie wichtig scheinbar unscheinbare Strukturen wie Mauerritzen, Steinfugen und geschützte Hohlräume sein können.

Eine naturnahe Gartengestaltung mit Trockenmauern, heimischen Pflanzen und möglichst wenig intensiven Eingriffen schafft Lebensräume für zahlreiche Spinnen und andere kleine Tiere.

Wer solche Strukturen erhält und auf unnötige chemische Pflanzenschutzmaßnahmen verzichtet, unterstützt die biologische Vielfalt unmittelbar vor der eigenen Haustür.

Die Bayerische Fischernetzspinne verdient deshalb keine Bekämpfung, sondern Aufmerksamkeit und einen möglichst ungestörten Platz im ökologischen Gefüge des Gartens.

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