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Artentafel - Pseudotropheus flavus

Artentafel - Pseudotropheus flavus

Lebensraum

Pseudotropheus flavus lebt an steilen Abhängen des sedimentfreien Felsbiotops. Es handelt sich um Fels- und Geröllzonen, in welchen die Felsen Höhlen und Nischen bilden und erst ab größeren Wassertiefen von unter 25 Metern in sandigen Boden übergehen.

Wassertiefe der Flavus-Habitate

Die Population vor Chinyankwazi Island lebt in Tiefen zwischen 7 und 20 Meter, diejenige am Chinyamwezi Reef in rund 35 Metern.

Ernährung

Im Gegensatz zu den meisten anderen Mbunas ernährt sich P. flavus vorwiegend von Zoo- und Phytoplankton. Nur die sexuell aktiven und territorialen Böcke, welche stark ans Substrat gebunden sind, machen sich auch über lockeres Material (z.Bsp. Kieselalgen) und Kleinstlebewesen her, welche sie im Aufwuchs finden.

Besonderheiten

Pseudotropheus flavus wurde lange Zeit dem Elongatus-Komplex zugeordnet, weshalb die Art vorerst als Pseudotropheus sp. „elongatus dinghani“ beschrieben wurde. Spätere wissenschaftliche Untersuchungen kamen dann aber zum Ergebnis, dass die Art nicht diesem Komplex angehören, sondern lediglich eine relativ nahe Verwandtschaft zu den Elongatus bestehen würde. Die Art wurde in Folge als Pseudotropheus flavus beschrieben.

Wichtig: der natürliche Lebensraum von P. flavus ist stark bedroht, liegt aber mitten im Naturschutzgebiet. Die Art ist von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als gefährdet eingestuft worden.

Verhalten

P. flavus bevölkert seine Habitate in grossen Gruppen. Während Weibchen und unreife Männchen in riesigen Schwärmen ca. einen Meter über dem Grund den dort häufigen Plankton jagen, verteidigen die sexuell aktiven Böcke aggressiv kleine Reviere, wo sie sich vorwiegend von lockerem Material und Kleinstlebewesen ernähren, welche sie aus dem Aufwuchs picken.

Flavus-Böcke sind, wie gesagt, sehr ans Substrat gebunden und verteidigen aggressiv kleine Höhlen, welche im Zentrum ihrer Reviere liegen und ihnen als Laichplätze dienen. Geschlechtsreife Böcke entfernen sich nie weit von Ihren Revieren und sind sehr territorial. Durch die grosse Dichte der beiden Populationen bedingt, liegen die Brutarenen der Männchen oftmals nur 0,5 -1 Meter voneinander entfernt.

Jedes Weibchen, welches ein solches Territorium durchquert, wird

heftig angebalzt. Stösst der Bock damit auf Interesse, geleitet er das Weibchen in die Höhle im Zentrum seines Reviers, wo dann kurze Zeit später abgelaicht wird.

Populationen

Pseudotropheus flavus lebt endemisch in der Nähe von Nankhumba und lässt sich in zwei grosse Populationen unterteilen:

>> Chinyankwazi Island

>> Chinyamwezi Reef

Da die Art auf der roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN steht und deren Lebensraum mitten im Naturschutzgebiet liegt, ist der Fang und die Ausfuhr von Pseudotropheus flavus stark beschränkt, inzwischen sogar gänzlich verboten. Alle im Fachhandel erhältlichen Tiere sind dementsprechend Nachzuchten.

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium braucht diese Art bis zur Wasseroberfläche reichende Felsbarrieren (felsige steile Abhänge). Wichtig ist auch, dass für jeden Bock mindestens eine kleine Höhle zur Verfügung steht (können auch nahe beeinander liegen – Populationsdichte im See) und genügend Felsen verstreut herumliegen, um den Weibern und Junggesellen dazwischen Verstecke für die Nachtruhe zu bieten. Ebenfalls sollte viel freier Schwimmraum (Freiwasserzone) für die „Schwarmbildung“ sichergestellt werden.

Grundsätzlich kann P. flavus ab 300 Litern im Artenbecken gehalten werden. Bei einer Vergesellschaftung mit anderen Arten wäre ein Becken ab mindestens 400 Litern empfehlenswert (artübergreifende Aggressionen). Optimal wäre die Haltung in grossen Gruppen (mindestens 3m/7w, besser aber 5m/12w). Eine Haremshaltung ist zwar möglich (mindestens 1m/3w), aber nicht der Natur entsprechend.

Vergesellschaftung

Vergesellschaftet werden sollte Pseudotropheus flavus nur mit durchsetzungsstarken Arten. Aufgrund der Besonderheit, dass P. flavus ein Plankton fressender Mbuna ist, und somit die Hälterung mit den meisten anderen Mbunas aus fütterungstechnischen Gründen eher schwierig ist, bietet sich die Vergesellschaftung mit z.Bsp. Labidochromis caeruleus (Omnivore) oder in grösseren Becken Sciaenochromis fryeri (Carnivore). Der Fryeri wird in der Natur oft in den Habitaten der Flavus‘ beobachtet, wo er zwischen den Felsen auf die Mbuna-Babies Jagd macht.

Mbunas:

>> Cynotilapia-Arten

>> Labidochromis-Arten

>> Melanochromis-Arten

>> Metriaclima-Arten

>> Pseudotropheus-Arten

Jäger:

>> Sciaenochromis fryeri

Beckenbeleuchtung

Da die beiden Populationen von P. flavus in sehr unterschiedlichen Tiefen leben, wird bezüglich der Beleuchtung von den Gegebenheiten im Lebensraum der Chinyankwazi-Popualtion ausgegangen, welcher in Tiefen zwischen 7 und 25 Metern liegt:

In den natürlichen Habitaten von Pseudotropheus flavus werden die Spektralfarben BLAU und GRÜN noch stark reflektiert. GELB befindet sich bei knapp über 15 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase, ORANGE schon ab 10 Metern und ROT wird bereits total absorbiert.

Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau-, abgeschwächten Gelb- und marginalen Orange-Anteilen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Flavus-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> HAGEN Power GLO

>> HAGEN Marine GLO

>> JBL ULTRA Solar Nature

>> OSRAM 965 Biolux

>> SERA daylight brilliant

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