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Bundpflanzen richtig pflanzen und pflegen

Bundpflanzen richtig pflanzen und pflegen

Hallochen!

Eigentlich ist es eine sehr banale Sache.

Aber ich denke für viele Einsteiger ist es doch gar nicht so schlecht es zu wissen, da ich es schon sehr oft gesehen habe, wie es nicht gemacht werden sollte.

Als Bundpflanzen bezeichnet man eben jene Pflanzen die im Bund verkauft werden. Meist ein Büschel mit einem Bleiband unten rum.

Beispiele für einige gängige Arten:

Cabomba caroliniana, Egeria densa oder Vallisneria americana.

Da kann man schon schnell auf den Gedanken kommen: Ey super, dann steck ich den Bund jetzt einfach mal so in den Boden.

Weit gefehlt. Denn wer einen schönen dichten Pflanzenwuchs mit Bundpflanzen erreichen will, der muß dafür schon etwas Fummelarbeit hinnehmen.

Ich nehme mir hier als Beispiel für die Beschreibung die Cabomba caroliniana heraus.

Zuerst:

Das Bleiband und den Schaumstoff weg ( oder den Topf und die Steinwolle. Hiervon möglichst alles entfernen!) Jetzt hat man lauter einzelne Triebe. Teilweise sind die Enden der Triebe schon etwas matschig. Das müssen wir jetzt zuerst entfernen. Genauso wie die unteren zwei bis vier Blätter. Denn alles was dann im Boden steckt, wird vergammeln und somit die Pflanze behindern, oder sogar zum "mitgammeln" bringen. Also erstmal alle Pflanzentriebe einzeln vorbereiten.

Jetzt gehts ans stecken:

Die Triebe werden einzeln (!) mit etwa 2 - 3cm Abstand zum nächsten Trieb in den Boden gesteckt. Nur soweit wie die Triebe von Blättern befreit sind.

Der Abstand sorgt dafür das die Pflanzen auch unten Licht bekommen und nicht anfangen zu gammeln.

Außerdem wirkt das ganze gleich viel fülliger im Aquarium!

Kleine Anmerkung zur Vallisneria:

Hier kann man natürlich keine Blätter entfernen, evtl mal ein gelbes, und sie wird einfach so einzeln gesteckt.

Es kann gut passieren, dass sich der eine oder andere Trieb wieder aus dem Bodengrund löst. Einfach nochmal die Enden kontrollieren, evtl. nachstutzen und zurück damit in den Boden. Nicht aufgeben, manche können das mehrere Tage lang machen^^

Zur Pflege der Bundpflanzen:

Da man sie ja gemeinhin als schnellwüchsig bezeichnet, werden sie bald an der Oberfläche sein. Will man sie da nicht haben, muß man sie einkürzen. Dies geschieht am besten folgendermaßen: man zieht den ganzen Trieb aus dem Boden und kürzt ihn von unten her ein. Der obere Teil wird wieder wie beim Neustecken von Blättern befreit und in den Boden gesteckt. Das sieht wesentlich schöner aus, als den Trieb oben abzuzwicken. Den unteren Teil schmeiße ich in den Abfall.

Eine andere Möglichkeit, wenn man mehr auf Büsche als auf Bäume steht.

Wem die einzelnen Stiele im Becken nicht zusagen, und wer lieber einen dichten Wuchs haben möchte, sollte eher folgendes mit den langen (!) Trieben tun:

Das Schlagwort hier ist: Entspitzen oder auch Ausbrechen.

Dabei wird die Triebspitze abgenommen. Dadurch wird die Energiezufuhr (mal einfach gesagt) in die Triebspitze abgekappt. Die Pflanze aktiviert ihre schlafenden Augen an den Blattachseln und verzweigt sich hier. Heißt, aus einem Trieb wird ein Mehrtrieber.

Wo man den Trieb abbricht ist nur insoweit wichtig, dass man es nicht zu tief macht. Zwischen den anderen Trieben ist es sonst zu dunkel, und es kommt evtl nur zu wenigen neuen Trieben.

Zur Pflege von Vallisneria:

Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

Wenn man nicht möchte das sie an der Oberfläche langschlängelt, kann man die Blätter einkürzen. Habe mir hier sagen lassen das ein schräger Schnitt am besten wäre. Damit habe ich keine eigenen Erfahrungen.

Andere Möglichkeit:

Die Vallisneria vermehrt sich relativ gut, also kann man die jungen kleinen Pflanzen abnehmen und neu einsetzen. Die alten einfach entfernen und entsorgen.

Und noch etwas Allgemeines: (hierbei Danke an Babs die Blumenfee)

Noch zu ergänzen wäre vielleicht, dass Pflanzen die Gesellschaft Ihrer eigenen Art lieben. Man hat in Versuchen festgestellt, dass z.b. eine einzelne Stengelpflanze, ohne Nachbarn Ihres gleichen kümmert und nur schwer anwächst, während eine Gruppe zügig wächst.

Erstaunlich - nicht wahr!! Die Pflanzen senden Botenstoffe aus, auch um Konkurrenz einer anderen Gattung auszuschalten, so fühlt sich die Gruppe der eigenen Art wesentlich besser und gedeiht prächtig!

Erklärt vielleicht auch, warum es in der freien Natur meist große Bestände nur einer einzigenen Art gibt, die dann die Bedingungen für sich verbessert.

Das zeigt, dass wir wahrscheinlich noch ganz wenig von unseren grünen Mitgeschöpfen wissen.

So, ich hoffe ich konnte jetzt ein wenig helfen. Habe ich noch irgendwas vergessen, dann meldet Euch einfach bei mir^^

Liebe Grüße vom Schneggla Marion

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