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Der Schwammgarten: Regenwasser speichern und den Garten klimaresilient gestalten

Lesezeit: ca. 12 Minuten
Der Schwammgarten: Regenwasser speichern und den Garten klimaresilient gestalten
Der Schwammgarten: Regenwasser speichern und den Garten klimaresilient gestalten - Foto 1

Starkregen, längere Trockenperioden und zunehmend heiße Sommer stellen Gartenbesitzer vor neue Herausforderungen. Während früher vor allem die Frage im Mittelpunkt stand, wie überschüssiges Regenwasser möglichst schnell vom Grundstück abgeleitet werden kann, setzt sich heute ein grundsätzlich anderer Ansatz durch: Wasser soll möglichst dort bleiben, wo es fällt. Genau hier setzt das Konzept des Schwammgartens an.

Ein Schwammgarten ist so gestaltet, dass Niederschläge aufgenommen, gespeichert, langsam versickert und von Pflanzen genutzt werden können. Der Garten verhält sich dabei bildlich gesprochen wie ein Schwamm. Bei Regen nimmt er möglichst viel Wasser auf, während er es während trockener Phasen nach und nach wieder an Boden und Pflanzen abgibt. Statt Regenwasser ungenutzt über versiegelte Flächen und Abflüsse verschwinden zu lassen, wird es zu einer wertvollen Ressource.

Das Prinzip eignet sich keineswegs nur für große Grundstücke oder aufwendig geplante Neubauten. Auch bestehende Gärten können Schritt für Schritt zu einem Schwammgarten weiterentwickelt werden. Schon kleine Veränderungen an Boden, Bepflanzung, Wegen und Regenwassernutzung können dazu beitragen, den natürlichen Wasserkreislauf auf dem Grundstück deutlich zu verbessern.

Was ist ein Schwammgarten?

Der Schwammgarten überträgt das Prinzip der sogenannten Schwammstadt auf den privaten Garten. Ziel ist es, Niederschlagswasser möglichst lange auf dem Grundstück zurückzuhalten. Wasser soll nicht sofort abfließen, sondern zunächst von Pflanzen, Boden, Mulchschichten, Versickerungsmulden und Speicherelementen aufgenommen werden.

Ein funktionierender Schwammgarten kombiniert mehrere Maßnahmen. Dabei gibt es keine starre Bauweise. Entscheidend ist vielmehr, dass möglichst viele Flächen wasserdurchlässig bleiben und Regenwasser gezielt dorthin geleitet wird, wo es gespeichert oder versickert werden kann.

Ein solcher Garten kann beispielsweise folgende Elemente enthalten:

  • humusreiche und tiefgründige Beete
  • dicht bepflanzte Flächen
  • Regenmulden und Senken
  • wasserdurchlässige Wege
  • entsiegelte Terrassenbereiche
  • Regentonnen oder Zisternen
  • begrünte Dächer
  • Mulchschichten
  • Bäume und große Sträucher
  • kleine Teiche oder zeitweise wasserführende Bereiche

Das Ergebnis ist kein klassischer Wassergarten. Ein Schwammgarten muss weder sumpfig noch dauerhaft nass sein. Vielmehr geht es darum, Niederschläge intelligent zu verteilen und für trockene Zeiten nutzbar zu machen.

Die wichtigsten Fakten zum Schwammgarten

Merkmal Bedeutung
Grundprinzip Regenwasser aufnehmen, speichern und langsam wieder abgeben
Hauptziel Natürlichen Wasserkreislauf im Garten unterstützen
Geeignet für Kleine und große Gärten sowie bestehende Grundstücke
Zentrale Elemente Boden, Pflanzen, Mulden, Speicher und durchlässige Flächen
Vorteil bei Starkregen Verringerung des schnellen Oberflächenabflusses
Vorteil bei Trockenheit Mehr Wasser bleibt im Boden verfügbar
Geeignete Bepflanzung Standortgerechte, möglichst robuste Pflanzen
Bodenpflege Humusaufbau und möglichst geringe Bodenverdichtung
Versiegelung Sollte auf das notwendige Minimum reduziert werden
Regenwassernutzung Regentonnen, Zisternen und Versickerungsbereiche
Pflegeaufwand Vergleichbar mit einem naturnah gestalteten Garten
Zusätzlicher Nutzen Förderung eines ausgeglicheneren Gartenklimas

Warum Regenwasser im Garten bleiben sollte

Regenwasser ist für Pflanzen besonders wertvoll. Gleichzeitig fällt es jedoch nicht immer dann, wenn es benötigt wird. Intensive Niederschläge können innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen bringen, denen anschließend wochenlange Trockenperioden folgen.

In einem konventionell gestalteten Garten wird ein erheblicher Teil dieses Wassers häufig schnell abgeleitet. Gepflasterte Zufahrten, Wege, Terrassen und verdichtete Böden verhindern die Aufnahme. Das Wasser fließt oberirdisch ab oder gelangt direkt in Entwässerungssysteme.

Der Schwammgarten versucht, diesen Ablauf zu verlangsamen. Je länger Wasser auf dem Grundstück gehalten wird, desto größer ist die Chance, dass es in tiefere Bodenschichten eindringen kann. Dort steht es Pflanzen später zur Verfügung und trägt gleichzeitig zu einem ausgeglicheneren Feuchtigkeitshaushalt bei.

Besonders wertvoll ist die Kombination aus Speicherung und Beschattung. Pflanzen verdunsten Wasser über ihre Blätter und können dadurch ihre Umgebung abkühlen. Gehölze beschatten zusätzlich Bodenflächen, sodass weniger Feuchtigkeit direkt verdunstet.

Der Boden als wichtigster Wasserspeicher

Der leistungsfähigste Wasserspeicher eines Schwammgartens befindet sich häufig bereits auf dem Grundstück: der Gartenboden. Ein gut strukturierter, humusreicher Boden kann erhebliche Mengen Wasser aufnehmen.

Problematisch sind dagegen stark verdichtete Böden. Wird ein Boden regelmäßig mit schweren Maschinen befahren oder während großer Nässe intensiv betreten, können die Poren zwischen den Bodenbestandteilen zusammengedrückt werden. Regenwasser dringt dann deutlich schlechter ein.

Humus verbessert dagegen die Bodenstruktur und unterstützt sowohl die Wasserspeicherung als auch das Bodenleben. Kompost, Pflanzenreste und organische Mulchmaterialien helfen langfristig dabei, den Humusgehalt zu erhöhen.

Auch eine dauerhafte Bepflanzung ist hilfreich. Pflanzenwurzeln lockern den Boden und hinterlassen nach ihrem Absterben feine Kanäle. Regenwasser kann über diese Wege leichter in tiefere Schichten gelangen.

Experten-Tipp: „Wer einen Schwammgarten anlegen möchte, sollte zuerst den Boden verbessern und erst danach über technische Wasserspeicher nachdenken. Jeder zusätzliche Zentimeter lebendiger, gut strukturierter Boden vergrößert den natürlichen Wasserspeicher direkt unter den Pflanzen.“

Regenmulden als einfaches Gestaltungselement

Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen im Schwammgarten ist die sogenannte Regenmulde. Dabei handelt es sich um eine leicht abgesenkte Gartenfläche, in die Niederschlagswasser geleitet wird.

Solche Mulden können sehr unauffällig gestaltet werden. Bereits wenige Zentimeter Höhenunterschied reichen aus, damit sich Wasser während eines kräftigen Regenschauers vorübergehend sammelt. Anschließend versickert es langsam.

Regenmulden können als Rasenflächen, Staudenbeete oder naturnahe Pflanzbereiche angelegt werden. Wichtig ist, Pflanzen auszuwählen, die sowohl vorübergehende Feuchtigkeit als auch trockenere Zeiten vertragen.

Wasser von Dachflächen kann ebenfalls in eine Mulde geleitet werden. Statt das Fallrohr direkt an einen Ablauf anzuschließen, lässt sich das Wasser unter geeigneten Voraussetzungen über offene Rinnen oder andere Leitungen zu bepflanzten Gartenbereichen führen.

Dabei muss immer berücksichtigt werden, dass Wasser nicht unkontrolliert zu Gebäuden, Kellerwänden oder angrenzenden Grundstücken geleitet werden darf.

Pflanzen übernehmen eine zentrale Funktion

Pflanzen sind im Schwammgarten weit mehr als Dekoration. Ihre Wurzeln verbessern die Bodenstruktur, ihre Blätter bremsen Niederschläge und ihre Verdunstung beeinflusst das Mikroklima des Gartens.

Besonders wertvoll sind unterschiedliche Vegetationsschichten. Bäume bilden die obere Ebene, darunter können Sträucher, Stauden, Gräser und Bodendecker wachsen. Eine solche mehrschichtige Bepflanzung schützt große Teile des Bodens vor direkter Sonneneinstrahlung.

Bäume sind besonders leistungsfähige Elemente eines Schwammgartens. Ihre Kronen fangen bereits einen Teil des Regens auf. Gleichzeitig reichen die Wurzeln vieler Arten weit in den Boden und erschließen dort gespeicherte Feuchtigkeit.

Bei der Pflanzenauswahl sollte nicht ausschließlich danach entschieden werden, welche Arten Trockenheit vertragen. In Bereichen, in denen sich zeitweise Regenwasser sammelt, müssen Pflanzen auch kurzfristig feuchtere Bodenbedingungen verkraften können.

Ein standortgerechter Schwammgarten besteht deshalb aus verschiedenen Pflanzzonen mit jeweils passenden Arten.

Mulchen schützt den Wasservorrat

Offene Erde verliert an sonnigen und windigen Tagen schnell Feuchtigkeit. Eine Mulchschicht kann diese Verdunstung deutlich reduzieren.

Geeignet sind je nach Beet beispielsweise Laub, gehäckselter Strauchschnitt, Rasenschnitt in dünnen Lagen oder andere organische Gartenmaterialien. Sie schützen die Bodenoberfläche, fördern Bodenorganismen und tragen langfristig zum Humusaufbau bei.

Mulch verhindert außerdem, dass kräftige Regentropfen direkt auf die Erde treffen und feine Bodenteilchen verschlämmen. Gerade schwere Böden profitieren davon.

Die Mulchschicht sollte jedoch nicht dauerhaft direkt an empfindlichen Pflanzenstängeln oder Baumstämmen aufliegen. Dort kann anhaltende Feuchtigkeit Fäulnis begünstigen.

Versiegelte Flächen reduzieren

Pflaster, Beton und vollständig geschlossene Beläge stellen im Schwammgarten ein Hindernis dar. Wo immer es möglich ist, sollten Niederschläge direkt in den Boden gelangen können.

Das bedeutet nicht, dass sämtliche Wege und Terrassen verschwinden müssen. Häufig können wasserdurchlässige Lösungen gewählt werden. Breite Fugen, Kiesflächen, Trittplatten oder geeignete durchlässige Beläge ermöglichen eine teilweise Versickerung.

Besonders interessant sind Flächen, die aus Gewohnheit befestigt wurden, tatsächlich aber kaum benötigt werden. Kleine Randstreifen entlang von Wegen, ungenutzte Pflasterbereiche oder überdimensionierte Stellflächen lassen sich häufig entsiegeln und bepflanzen.

Jeder Quadratmeter entsiegelte Bodenfläche erhöht die Aufnahmefähigkeit des Grundstücks.

Regentonne und Zisterne sinnvoll integrieren

Natürliche Wasserspeicherung im Boden lässt sich durch technische Speicher ergänzen. Schon eine klassische Regentonne kann während trockener Wochen wertvolles Gießwasser bereitstellen.

Bei größeren Dachflächen sind Zisternen besonders interessant. Sie speichern deutlich größere Mengen und können abhängig von Aufbau und Nutzung verschiedene Bereiche mit Regenwasser versorgen.

Wichtig ist jedoch, Speicher nicht isoliert zu betrachten. Ist eine Regentonne bereits voll, muss zusätzliches Wasser weitergeleitet werden. Im Idealen Schwammgarten endet der Überlauf deshalb nicht automatisch im Kanal, sondern führt zu einer geeigneten Versickerungsfläche.

So entsteht ein mehrstufiges System: Zuerst wird Wasser technisch gespeichert. Ist der Speicher voll, gelangt der Überschuss in den Gartenboden.

Experten-Tipp: „Besonders effizient arbeitet ein Schwammgarten, wenn jedes Regenereignis mehrere Speicher nacheinander füllt: zuerst Regentonne oder Zisterne, danach bepflanzte Mulden und schließlich die tieferen Bodenschichten.“

Der Schwammgarten bei Starkregen

Ein Schwammgarten kann Starkregen nicht vollständig aufnehmen. Fallen innerhalb kurzer Zeit außergewöhnlich große Niederschlagsmengen, erreicht auch ein sehr aufnahmefähiger Garten irgendwann seine Grenzen.

Dennoch können dezentrale Speicherflächen den Abfluss deutlich verzögern. Schon wenn Wasser für einige Minuten oder Stunden auf verschiedene Gartenbereiche verteilt wird, entstehen geringere Abflussspitzen.

Entscheidend ist eine sichere Planung. Mulden sollten so angeordnet sein, dass ihr Überlauf im Extremfall keinen Schaden verursacht. Besonders in der Nähe von Gebäuden muss darauf geachtet werden, dass sich Wasser nicht an Kellerwänden oder Fundamenten sammelt.

Bei Grundstücken mit ausgeprägtem Gefälle können mehrere kleinere Rückhaltebereiche häufig sinnvoller sein als eine einzige große Mulde.

Vorteile in heißen Sommern

Der Schwammgarten zeigt seine Stärken nicht nur während eines Regenschauers. Besonders deutlich werden die Vorteile häufig Wochen später.

Böden mit höherem Wasservorrat trocknen langsamer aus. Pflanzen können länger auf gespeicherte Feuchtigkeit zurückgreifen und geraten weniger schnell unter Trockenstress.

Gleichzeitig verbessert eine üppige Vegetation das Mikroklima. Bäume und Sträucher erzeugen Schatten, während Pflanzen Wasser verdunsten. Eine dicht bepflanzte Gartenfläche kann sich deshalb an heißen Tagen wesentlich angenehmer anfühlen als eine großflächig gepflasterte Umgebung.

Auch der Pflegeaufwand kann langfristig sinken. Gut etablierte, standortgerechte Pflanzen benötigen häufig weniger zusätzliche Bewässerung als Pflanzen in flachgründigen, ungeschützten Beeten.

Einen bestehenden Garten zum Schwammgarten umbauen

Ein vollständiger Umbau ist normalerweise nicht notwendig. Sinnvoller ist es, den Garten schrittweise weiterzuentwickeln.

Zunächst sollte beobachtet werden, wohin Regenwasser natürlicherweise fließt. Besonders nach einem kräftigen Schauer werden Senken, Abflusswege und problematische Verdichtungen sichtbar.

Anschließend lassen sich einzelne Maßnahmen umsetzen. Eine Regentonne kann ergänzt, ein Beet vertieft, eine Pflasterfläche verkleinert oder ein Fallrohr zu einer geeigneten Versickerungszone geführt werden.

Mit der Zeit entsteht daraus ein Netzwerk kleiner Speicher.

Besonders wirkungsvoll sind häufig:

  • Verbesserung verdichteter Böden
  • zusätzliche Gehölze und Stauden
  • Entsiegelung unnötiger Flächen
  • Mulchen offener Erde
  • Anlage kleiner Regenmulden
  • Speicherung von Dachwasser
  • Begrünung bisher kahler Bereiche

Der Vorteil dieses Vorgehens liegt darin, dass jede einzelne Maßnahme bereits einen Nutzen bringt.

Typische Fehler beim Schwammgarten

Ein häufiger Fehler besteht darin, Wasser einfach in die tiefste Stelle des Grundstücks zu leiten, ohne den weiteren Abfluss zu berücksichtigen. Dadurch können unerwünschte Staunässe oder Schäden entstehen.

Auch stark verdichtete Böden werden häufig unterschätzt. Eine Mulde funktioniert nur dann zuverlässig, wenn Wasser anschließend ausreichend versickern kann.

Ein weiterer Fehler ist eine ungeeignete Pflanzenwahl. Arten, die ausschließlich trockene Böden vertragen, können in einer regelmäßig gefüllten Regenmulde Probleme bekommen. Umgekehrt eignen sich typische Sumpfpflanzen nicht automatisch für Bereiche, die zwischen Regenfällen vollständig austrocknen.

Ein Schwammgarten funktioniert deshalb am besten, wenn Boden, Gelände, Wasserführung und Vegetation gemeinsam betrachtet werden.

Häufig gestellte Fragen zum Schwammgarten

Was versteht man unter einem Schwammgarten?

Ein Schwammgarten ist ein Garten, der Regenwasser möglichst lange auf dem Grundstück hält. Boden, Pflanzen, Mulden und Speicher nehmen Niederschläge auf und geben die Feuchtigkeit anschließend langsam wieder ab.

Eignet sich ein Schwammgarten auch für kleine Grundstücke?

Ja. Selbst kleine Gärten können Regenwasser speichern. Regentonnen, bepflanzte Senken, wasserdurchlässige Wege und humusreiche Beete benötigen nur wenig Platz.

Muss ein Schwammgarten ständig feucht sein?

Nein. Viele Bereiche eines Schwammgartens sind zwischen Niederschlägen vollkommen trocken. Entscheidend ist lediglich, dass bei Regen möglichst viel Wasser aufgenommen werden kann.

Entstehen in Regenmulden automatisch Mücken?

Nicht normalerweise. Eine korrekt geplante Versickerungsmulde sollte sich nach einem Regenereignis wieder leeren. Problematisch sind eher dauerhaft mit Wasser gefüllte Behälter ohne ausreichenden Wasseraustausch.

Kann ein normaler Garten nachträglich umgebaut werden?

Ja. Gerade der schrittweise Umbau ist sinnvoll. Entsiegelung, Bodenverbesserung, zusätzliche Bepflanzung und Regenwasserspeicher können unabhängig voneinander umgesetzt werden.

Welche Pflanzen eignen sich für einen Schwammgarten?

Geeignet sind vor allem standortgerechte Pflanzen, die mit den jeweiligen Feuchtigkeitsbedingungen zurechtkommen. In Regenmulden sind Arten gefragt, die sowohl zeitweise feuchte als auch trockenere Phasen vertragen.

Ist eine Zisterne zwingend notwendig?

Nein. Eine Zisterne kann das System sinnvoll ergänzen, ist aber keine Voraussetzung. Der wichtigste Speicher eines gut geplanten Schwammgartens bleibt der Boden.

Fazit

Der Schwammgarten ist weniger ein bestimmter Gartenstil als ein intelligentes Prinzip für den Umgang mit Regenwasser. Statt Niederschläge möglichst schnell vom Grundstück abzuleiten, werden sie als wertvolle Ressource betrachtet. Boden, Pflanzen, Mulden, Regentonnen und Zisternen arbeiten dabei gemeinsam als dezentrales Speichersystem.

Gerade angesichts häufiger Trockenperioden und intensiver Regenereignisse gewinnt dieses Konzept an Bedeutung. Ein humusreicher Boden kann Wasser aufnehmen, Bäume und Sträucher reduzieren die Verdunstung, Mulch schützt die Bodenoberfläche und bepflanzte Senken halten kurzfristig größere Regenmengen zurück.

Der entscheidende Vorteil liegt in der Flexibilität. Niemand muss seinen gesamten Garten auf einmal umgestalten. Bereits kleine Maßnahmen können die Wasserspeicherfähigkeit verbessern. Mit jeder entsiegelten Fläche, jedem zusätzlichen Gehölz, jeder Regenmulde und jeder verbesserten Bodenstruktur wird der Garten ein Stück mehr zum Schwamm.

So entsteht langfristig ein Garten, der Niederschläge besser nutzt, Trockenperioden leichter übersteht und an heißen Tagen ein angenehmeres Mikroklima bietet. Der Schwammgarten verbindet damit praktische Gartengestaltung mit einem nachhaltigen Umgang mit einer der wichtigsten Ressourcen überhaupt: Wasser.

Autor*in: Tom

Userbild von Tom
Tom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor.

In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Der Schwammgarten: Regenwasser speichern und den Garten klimaresilient gestalten (Artikel 8169)

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