Lebens(t)räume für Menschen, Tiere & Pflanzen
Gestaltungsbeispiele für naturnahe Lebensräume
Einrichtungsbeispiele.de-Logo
Neu
Login
Wir werden unterstützt von:

Deutschen Gewässern fehlen Stör, Aal und Karausche

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Nordamerika ist für Sü??wasserfische keine gute Heimat: Sie sterben dort besonders schnell aus. Auch ihre europäischen Artgenossen schwinden. Besonders Aal, Maifisch und Karausche leiden.

Nirgendwo sonst sterben Sü??wasserfische schneller aus als in Nordamerika. Dort verschwanden zwischen 1898 und 2006 insgesamt 39 Arten und 18 Unterarten. Das berichtet Noel Burkhead vom US Geological Survey in Journal "BioScience". Ende 2010 waren in Nordamerika 1213 Arten bekannt, damit sind 3, 2 Prozent der Sü??wasserfische des untersuchten Gebietes verschwunden.

Nach 1950 verlief das Artensterben besonders schnell. Hauptursache ist das Verlust von Lebensräumen. Burkhead hat zudem berechnet, dass bis zum Jahr 2050 zwischen 53 und 86 Fischarten ausgestorben sein könnten.

Zuerst verschwand der begehrte Atlantische Lachs (Salmo salar) aus dem Ontario-See, schreibt Burkhead. Zuletzt traf es die Art Chirostoma bartoni, die nur in einem sehr kleinen Gebiet vorkam. Als ein wassergefüllter Vulkankrater austrocknete, war es um die Art geschehen, berichtet der Wissenschaftler. Er hatte zahlreiche Berichte ausgewertet und mindestes eine Art berücksichtigt, die inzwischen wiederentdeckt wurde. Weitere Informationen stammten von der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion.

Dramatischer Wassermangel

3, 2 Prozent Verlust bei den kontinentalen Fischarten seien keinesfalls "trivial", warnt Burkhead. Diese Zahl künde davon, dass der Umgang des Menschen mit den Lebensräumen schädlich sei. In allen 20-Jahres-Zeiträumen seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts (1901 bis 1920, 1921 bis 1940 etc.) sei die Zahl der ausgestorbenen Arten in Nordamerika grö??er gewesen als auf den anderen Kontinenten zusammen.

Der WWF berichtete im März darüber, dass die weltweite Wasserknappheit dramatischer ist als bislang gedacht. In zahlreichen Regionen werde so viel Wasser für die Landwirtschaft, die Industrie und die Trinkwasserversorgung konsumiert, dass nicht mehr genug nachflie??en könne. Ausgetrocknete Flussbetten fänden sich auch bei gro??en Strömen wie dem Rio Grande in Südamerika, dem Indus in Südasien und dem riesigen Murray Darling in Australien. Dadurch seien auch Sü??wasserfische, Delphine und andere Arten gefährdet.

Maifisch wird wieder angesiedelt

In Deutschland sind ebenfalls viele Arten gefährdet, etwa der Maifisch (Alosa alosa). Laut der Roten Liste gehen alle befragten Experten davon aus, dass es aktuell keine sich selbst tragende Population des Maifisches in Deutschland gibt. Aktuell laufen Versuche für eine Wiederansiedlung im Rhein.

Die einst häufigen Störe sind verschwunden, der Aal (Anguilla anguilla) ist bedroht. Die Karausche (Carassius carassius) geht vielerorts zurück, weil pflanzenreiche Kleingewässer verschwinden. Die nur im Bodensee vorkommenden Sandfelchen (Coregonus arenicolus) haben sich etwas erholt. Sie litten unter der ??berdüngung des Wassers.

LG Torsten

Titel: Deutschen Gewässern fehlen Stör, Aal und Karausche (Artikel 4563)

Das könnte dich ebenfalls interessieren:

Salzwasser oder Süßwasser: Warum können Fische nicht beides?

Salzwasser oder Süßwasser: Warum können Fische nicht beides?

Wasserwerte

Meerwasserfische und Süßwasserfische haben sich im Laufe der Evolution an unterschiedliche Umgebungen angepasst, und ihre Körper haben spezielle Anpassungen entwickelt, um in ihrem jeweiligen Lebensraum zu überleben.Meerwasserfische leben in einer Umgebung, die viel salziger ist als ihr eigenes Körperinnere. Um das eindringende Salzwasser auszugleichen,

Drückerfische: Woher stammt der Name?

Drückerfische: Woher stammt der Name?

Meerwasser

Drückerfische gehören zu den faszinierendsten Bewohnern tropischer Meere. Wer sie einmal bewusst beobachtet hat, vergisst sie so schnell nicht: kräftige Farben, markante Körperformen, ein selbstbewusstes Auftreten und ein Verhalten, das irgendwo zwischen neugierig, frech und hochintelligent liegt. Doch neben all diesen auffälligen Merkmalen gibt

Die häufigste Krankheit von Zierfischen: Ichthyo

Die häufigste Krankheit von Zierfischen: Ichthyo

Krankheiten und Parasiten

Ichthyo (auch bekannt als Weißpünktchenkrankheit oder Ick) ist eine parasitäre Krankheit, die durch den Protozoen Ichthyophthirius multifiliis verursacht wird. Dieser Parasit lebt auf den Körperoberflächen von Fischen und verursacht kleine weiße Pünktchen oder Flecken auf Haut, Kiemen und Flossen. Es kann zu schweren gesundheitlichen Problemen

Was tun, wenn das Aquariumwasser trüb wird? Tipps und Tricks für klares Wasser

Was tun, wenn das Aquariumwasser trüb wird? Tipps und Tricks für klares Wasser

Wasserwerte

Ein kristallklares Aquarium ist der Traum eines jeden Aquarienliebhabers. Doch leider kann es passieren, dass das Wasser trüb wird und den Anblick unserer Unterwasserwelt trübt. Trübes Wasser kann verschiedene Ursachen haben und sollte nicht ignoriert werden, da es nicht nur das ästhetische Erscheinungsbild beeinträchtigt, sondern auch auf gesundheitliche

Begriffe erklärt: Was sind Nitrifikation und Denitrifikation?

Begriffe erklärt: Was sind Nitrifikation und Denitrifikation?

Allgemeine Tipps & Tricks

Wer sich mit Aquaristik beschäftigt, stößt früher oder später auf Begriffe wie Nitrifikation und Denitrifikation. Beide Prozesse sind Teil des Stickstoffkreislaufs, einem essenziellen biologischen System, das in jedem Aquarium – egal ob Süß- oder Meerwasseraquarium – eine zentrale Rolle spielt. Gerade Einsteiger in die Aquaristik sind häufig

Malawi-Buntbarsche - Farbenprächtige Cichliden für faszinierende Aquarienwelten

Malawi-Buntbarsche - Farbenprächtige Cichliden für faszinierende Aquarienwelten

Arten

Buntbarsche aus dem Malawisee gehören seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Zierfischen in der Aquaristik. Ihre intensive Färbung, ihr interessantes Sozialverhalten und ihre enorme Artenvielfalt machen sie zu außergewöhnlichen Bewohnern für große und strukturierte Aquarien. Der ostafrikanische Malawisee zählt zu den artenreichsten Süßwassergewässern