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Aquarium Rhinogobius duospilus von Ferrika

Offline (Zuletzt 20.04.2014)Info / BeispieleKarte
Kein Userfoto vorhanden
Ort / Land: 
38118 Braunschweig /
112 Liter Rhinogobius duospilus Becken

Beschreibung des Aquariums

Läuft seit:
2009
Grösse:
80 x 35 x 40 = 112 Liter
Letztes Update:
16.12.2011

Dekoration

Bodengrund:
Dennerle Sand
Aquarienpflanzen:
Javafarn, aufgeschnittene Moosbälle, Wassernabel, Nixkraut
Weitere Einrichtung: 
flache und höhere Steine, Wurzeln

Aquarien-Technik

Beleuchtung:
2 x T8 30 Watt
Filtertechnik:
HMF

Besatz

19 Rhinogobius duospilus (Größe 4-5 cm)
5 Aphyosemion australe (Größe 5 cm)
R. duospilus Männchen typische Haltung
R. duospilus Weib
Muppetshow
Willste wat?

Wasserwerte

GH6, KH4, pH 7,4,
Temperatur ~22° - 26°

Futter

Lebendfutter

Sonstiges

Rhinogobius duospilus werden unter dem Namen "Weißwangengrundel" angeboten und sind vermutlich die bekanntesten Gobiidae.
Bei mir waren sie der Auslöser für den Grundelvirus, denn ihr witziges, neugieriges und zutrauliches Verhalten ist etwas völlig anderes, als man allgemein von Fischen gewohnt ist.
Das Becken zeigt, daß man auch Grundelbecken als "grüne Hölle" einrichten kann. Dennoch ist es ein typisches Grundelbecken mit dem strukturierten Boden, der für "Fußgänger"-Grundeln ausgesprochen wichtig ist, um Revierkämpfe zu vermeiden.

Der Beibesatz mit Aphyosemion australe erwies sich als ideal. Die sind von Hause aus auch nicht gerade die friedlichsten Fische und suchen immer mal einen Sparringspartner. Da kommen sie den Grundeln gerade recht. Knufft der A. australe eine Grundel, dreht die sich rum und knufft zurück... und schon ist Ruhe :-)

User-Meinungen

die Perle... schrieb am 16.12.2011 um 08:33 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hei Jutta,
das find ich aber mal richtig klasse, das du hier deine Grundelbecken vorstellst. Ich hoffe, da kommen noch mehr von dir!?
Vielleicht könntest du in deinen Beispielen noch ein wenig mehr angeben (nicht jeder liest die Antworten). z.B. wie oft machst du WW, benutzt du Heizer, welche Pumpen benutzt du (durchsatz)...
Denke mal, das würde nicht nur mich interessieren
Vielleicht könntest du auch noch ein paar Fotos vom Bodenbereich machen, damit man evt erkennen kann, wie du es ungefähr strukturriert hast.
Also das du Aphyosemion mit deinen Grundeln hälst, finde ich sehr spannend, halte die Kap Lopez ja selbst und weiß wie die manchmal drauf sind....
Also, machs mal gut und achja....
deine Grundeln sind wirklich klasse!
GLG Saskia
Ferrika schrieb am 16.12.2011 um 07:58 Uhr
Bewertung: - keine -
Hi Sebastian,
die meisten Grundeln, die in die Aquaristik Einzug gehalten haben, sind Gruppentiere. Es gibt ein paar Ausnahmen, wie z.B. die Wildfänge der Rhinogobius giurinus, bei denen es beinahe unmöglich ist, sie zu mehreren Männchen zu halten, weil sie sich gegenseitig töten. Aber bei den Nachzuchten z.B. funktioniert das wieder sehr gut.
Ansonsten gilt: es sollten immer mindestes 5 Tiere zusammen gehalten werden, wobei es 2 Männchen / 3 Weibchen sein sollten. Es bildet sich, egal, wie groß die Gruppe ist, immer ein `dominantes` Männchen heraus, welches sich dann um die Gelege kümmert, während die anderen sich eher darauf konzentrieren, schön auszusehen *g*
Gebrütet wird bei den Gobiidae fast immer unter flachen Steinen, wobei sich das Männchen während der Reifung des Laiches um das Gelege kümmert. Er sitzt unter dem Gelege, das an den Stein geheftet wird, und fächelt mit seiner Rückenflosse Frischwasser an die Eier heran. Sobald die Jungtiere schlüpfen, ist sein Job getan.
Manche Arten vergreifen sich fast gar nicht an ihren Jungtieren. Bei den R. rubromaculatus z.B. muß man immer ein Auge drauf haben, ob der Herr des Hauses gerade wieder brütet, sonst ist das Ergebnis schlimmer als bei Guppys :-) Ich klau denen dann oft das Gelege und gebe ihm einen nackten Stein zurück. Das Gelege wird dann unter heissem Wasser abgespült. Ansonsten kann man bei denen alle 8 Wochen mit 60 Jungtieren rechnen, wovon gut die Hälfte überlebt.
Es erstaunt Dich, daß man so viele von ihnen halten kann. Ich habe festgestellt, daß, wenn die Gruppe größer ist, immer vorausgesetzt, das Becken ist entsprechend eingerichtet, gibt es sehr viel weniger Aggressionen. Zur Zeit sitzt eine Gruppe von 29 Rhinogobius duospilus & ähnliche (von denen gibt es etliche Arten, die als duospilus verkauft werden, aber keine sind) in einem 90 x 45 x 30 Becken und dort herrscht eitel Freude, Sonnenschein.
Ich habe auch bis heute wenig Erfahrung mit Aggressionen bei meinen Grundeln machen müssen, wo andere große Probleme haben. Ich denke, das wirklich allerwichtigste ist die Strukturierung des Bodens. Abgegrenzte Brutsteine, Sichtschutz in den Revieren.... und ordentliches Futter :-) Dann können sie auch locker-flockig an einigen offenen Stellen zusammen kommen und Blödsinn miteinander machen.
Eins möchte ich allerdings noch anmerken: Ein Grundelbecken bleibt nie so, wie man es eingerichtet hat. Die Bande gehört nun einmal zu den Tiefbauarbeitern und man findet jeden Morgen an anderen Stellen frisch aufgeschüttete Hügel und Löcher. Wer also ein durchgestyltes Aquarium haben möchte, der ist mit Grundeln als Besatz gar nicht gut bedient *g*
Koehler schrieb am 15.12.2011 um 19:17 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hallo Jutta,
finde die Optik auch total klasse und deine Grundeln sind echt mal anderes und wecken auch interesse.Ich bin echt erstaunt das man eine so grosse anzahl von ihnen in einem verhältnissmässig kleinem Becken halten kann.Sind sie generell `normale` Schwarmtiere oder spielt die geschlechterverteilung eine rolle und wie sieht es mit Nachwuchs und Brutpflege aus ? Hoffe ich löchere dich nicht zu sehr =)
LG Sebastian
Ferrika schrieb am 15.12.2011 um 10:55 Uhr
Bewertung: - keine -
Hi Swantje,
die meisten meiner Grundeln sind Süßwassergrundeln. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen es aber dann auch explzit dabei steht.
Persönliche Erfahrungen.... Eins haben zumindest die Rhinogobius (bis auf die R. zhoui) gemeinsam: sie sind die idealen Anfängerfische, weil sie an Wasserwerte so gar keine Ansprüche stellen. Sie können sowohl in sehr weichem als auch in sehr hartem Wasser gehalten werden.
Lediglich die Temperatur sollte nicht zu hoch sein, da sie, als Fließgewässerbewohner, einen hohen Sauerstoffbedarf haben und der pH-Wert sollte im neutralen Bereich liegen.
Ansonsten sind sie ungeheuer pflegeleicht. Was ich noch sehr an ihnen liebe: sie sind ausgesprochen unempfindlich gegen Krankheiten. Ich habe in 4 Jahren einmal einen Ichtyo-Ausbruch erlebt und einmal waren sie mit Oodinium befallen, ohne, daß ich etwas davon bemerkt hatte. Zum Ausbruch ist das nicht gekommen.
Hinzu kommt, daß man sie mit fast allen Fischen vergesellschaften kann, vorausgesetzt, die Mitbewohner sind nicht zu sensible Seelchen. Da Grundeln ein etwas merkwürdiges Sozialverhalten haben und ihre Lieblingsbeschäftigung darin besteht, Artgenossen zu jagen, werden stressanfälligere Fische dadurch leicht in Mitleidenschaft gezogen.
Aber stressresistente Schwarmfische oder Killis sind die idealen Mitbewohner. Auch andere Bodenbewohner stören sie nicht.
Man sollte aber nicht dem Irrtum unterliegen, daß sie ein Aufräumtrupp sind, so wie z.B. Corydoras. Grundeln sind fast immer carnivor (ausser Stiphodon und Sicyopterus) und die meisten fressen am liebsten lebendes, flüchtendes Futter. Sie sind, trotz ihrer fehlenden Schwimmblase, hervorragende Jäger. Wenn man eine Portion weiße Mückenlarven ins Becken wirft, staunt man nicht schlecht, wie wendig so ein Nichtschwimmer sein kann :-)
Trotzdem sollte man sie auch nicht mit allzu verfressenen Hyänen vergesellschaften, denn da könnten sie beim Futter doch zu kurz kommen.
Man kann sie durchaus an totes Futter gewöhnen. Dazu muss man allerdings das Futter möglichst in eine kräftige Strömung halten, so daß es herumgewirbelt wird. Damit kann man sie etwas übertölpeln und sie fressen (nach einiger Gewöhnung) auch Frost- oder Flockenfutter. Flockenfutter sollte allerdings nach meinem Dafürhalten die Ausnahme bleiben.
Falls ihr noch Fragen habt, löchert mich einfach ;-) Für mich sind sie so selbstverständlich unkompliziert, daß mir manche Fragen gar nicht in den Sinn kommen :-)
Swantje Thalmann schrieb am 15.12.2011 um 10:34 Uhr
Bewertung:
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hi Jutta,
hab ja schon durch Facebook von Deinen Grundeln gelesen. Da hast Du den Tierchen mit der `grünen Hölle` aber ein schönes Zuhause gegeben. :-)
Vielleicht kannst Du ja die Informationen zu dem Becken und den Grundeln mit Deinen persönlichen Erfahrungen noch etwas erweitern, damit man als Grundel-Laie auch hier bei Deiner Beckenpräsentation alle wichtigen Infos zu den hübschen Gesellen erfährt?
Hältst Du die Gundeln in Süsswasser oder in Brackwasser?
Viele Grüße, Swantje
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In diesem Einrichtungsbeispiel stellt der User Ferrika das Aquarium 'Rhinogobius duospilus' vor. Das Thema 'Asien, Australien' wurde nach bestem Wissen und Gewissen durch den Aquarianer umgesetzt und soll den gepflegten Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglichen.
13600 Aufrufe seit dem 15.12.2011
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