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Blog: Das Verhalten vom Labidochromis Caeruleus yellow beim einsetzen in ein 240 Liter Becken (5105)

1. TAG: Der Transport:

Vom Fachhandel habe ich 1M und 3W bezogen, welche nach Geschlechter getrennt in zwei abgedunkelten Säcken transportiert wurden. Beide Säcke habe ich ca 45 Minuten in mein Aquarium gehalten und im 5 Minuten Rhythmus Aquariumwasser zugefügt. Dabei habe ich beobachtet, die die drei Weibchen im Sack hinauf und wieder herunter schwammen. Das Männchen schien etwas ruhiger zu, zeigte aber in etwa das gleiche Verhalten, einfach weniger oft. Danach habe ich zuerst das einzelne Männchen danach die (vermeintlichen) 3 Weibchen ins Becken freigelassen, ohne Wasser vom Transportsack ins Aquarium zu lassen.

1. TAG: Im Aquarium freigelassen

Das zuerst freigelassene Männchen suchte sich sofort einen Unterschlupf in einer ausgehölten natürlichen Kokosnuss, er war praktisch darin nicht mehr zu sehen. Die drei Weibchen machten es ihm nach. Nicht viel später schwimmen alle vier Fische zusammen durchs Becken, es schien als wollten sie ihre neue Umgebung auskundschaften. des öfteren zeigten die Fische das gleiche Verhalten wie im Sack, am Glas hinauf und wieder herunter schwimmen. Dieses Verhalten ist anscheinend ein Zeichen für Stress. 30 Minuten nach einsetzen wurde das Mondlichtangemacht, eine weitere Stunde Später das Tageslicht, alle Fische schienen davon aber keine Notiz zu nehmen. erst als ca. 2-3 Stunden das Tageslicht durch das Mondlicht abgelöst wurde, stoppten die Fische, schwimmen dann aber gleich weiter. Auch wenn die Fische in der ersten Zeit die verschiedenen Höhlen auskundschaften, schwammen sie zumeist in der 4er Gruppe im freien Wasser umher, dies zumeist in der unteren Beckenregion, teilweise bis zur Mitte. Die Mondlicht Phase dauerte 150 Minuten, dabei wurden die Fische zwar leicht ruhiger, schwammen aber immer noch im freien Wasser umher. Um 23:30 Uhr ging auch das Mondlicht aus, was am Verhalten nichts änderte. Gegen Morgen beobachtete ich im dunklen Becken immer noch das gleiche Verhalten, das heisst sie schwammen immer noch im Wasser hin und her.

2. TAG. Ruhigere bis scheue Fische

Die Fische sind wesentlich ruhiger geworden. Sie versteckten sich zumeist einzeln in den Höhlen, welche sie besetzt hatten. Wenn sie herauskommen, schwimmen sie schnell durch das Becken, bis zur nächsten Höhle bzw unter die Pflanzen. Und die Weibchen haben sich im freien Wasser viel gejagt und sind nicht mehr in der Gruppe durchs Becken bezogen. Das einzelne Männchen, blieb über Stunden in seiner gut versteckten Höhle unter der Kokosnuss versteckt. Als am Abend das Mondlicht anging, kamen sie wieder aus ihren Höhlen hervor, auch das Männchen. Die Nacht haben sie dann wesentlich ruhiger verbracht als die vorhergehende, als sie stets durchs Becken schwammen. Diese ??nderung ihres Verhaltens hat mich beeindruckt, ich interpretierte es dahingehend, dass sie zuviel Licht haben. Deshalb habe ich für den nächsten Tag an den Leuchtstoffröhren jeweils an den Enden Alufolie angebracht.

2. TAG: Erste Fütterung

Morgens als das Licht bereits eingeschaltet war, warf ich einige Novo Rift Granulate in das Becken, die Yellows kamen aus ihren Verstecken und versuchten diese Stücke zu schlucken. Dies schaffte wohl aufgrund ihrer Körpergrösse erst das etwas grössere Männchen, die kleineren Weibchen konnten diese nicht in ihr Maul nehmen. Die Fische versuchten dann die Granulate vom Boden aufzunehmen. Das daraufhin gegebene Flockenfutter liessen sie gar ganz liegen, Abends gab es dann Granugreen Futter, dieses Granulat ging etwas besser, die Yellows pickten sich diese bereits beim Fallen des Futters auf.

3. TAG: Haben sie Gefallen am Becken Gefallen gefunden?

Das Abdunkeln der Leuchtstoffröhren an den Enden scheint sich zu bewähren. Die Yellows kommen nun vermehrt ins freie Wasser, trotzdem habe ich das Gefühl dass es immer noch zu hell ist. Zwischendurch wirft sich ein Yellow auf den Sand, und scheuert sich daran. Dies wird aber nur sehr vereinzelt gemacht, so denke ich dass dies ein natürliches Verhalten ist, was man auch dahingehend beurteilen könnte, dass es dem Fisch oder den Fischen gefällt.

3: TAG: Fütterung

Wiederum Flockenfutter ins Becken gegeben, diesmal zerkleinert. Die Yellows kamen aber nicht mal aus ihren Höhlen heraus um zu sehen ob da was Essbares rein kommt. So lagen dann unzählige Flocken auf dem Sand herum. Erstaunlich war dann aber, dass von diesen Flocken am Morgen des nächsten 4. Tages nicht mehr zu sehen war, die Yellows essen also anscheinend auch im Dunkeln.

4. TAG: Fütterung

Erstmals etwas "Natürliches" in mein Becken gelegt, es war eine Scheibe Gurken, welche ich auf eine Gabel aufgespiesst ins Becken gelegt habe, dies wurde aber nicht goutiert, einfach ignoriert haben es die Yellows. So habe ich es dann einen Tag später rausgenommen, werde es aber wieder versuchen, aber mit einer Peperoni.

4. TAG: Wasserwechsel

Gegen Abend erster Wasserwechsel durchgeführt im besetzten Becken, etwa 50% wurden ausgetauscht. Die Yellows schienen mir danach etwas lebendiger zu sein, ob dies Zufall ist? Da der pH Wert mit 7.6-7.7 mir eher etwas zu tief ist, wird künftig die Air Pumpe dauerhaft laufen. die Fische nehmen von den blubbernden Luftblasen scheinbar keine Notiz.

6. TAG. Abend

Den ersten futterfreien Tag haben meine Yellows gut überstanden. Sie waren noch nie solange alleine wie heute. als ich heimgekommen bin waren die Yellows ziemlich aktiv, sie schienen sich an das Licht gewöhnt zu haben in dem Sinne dass sie sich zumeist im freien Wasser aufgehalten haben. Auffallend war aber, dass sie sich viel durch das Becken gejagt haben. Dies hat mich erstaunt, da sie als eher ruhige nicht aggressive Arten beschrieben werden

6: TAG: Nach dem Eindunkeln

Die Yellows haben sich nach der Abschaltung des Tageslichtes wesentlich ruhiger gezeigt, das heisst sie sind teilweise zusammen durch das Becken gezogen, ohne sich zu jagen. Kurz nach dem Umschalten auf das Mondlicht war ein kurzes Jagdverhalten zwar noch feststellbar, welches sich aber schnell legte. Sie sind dann noch so ca. eine Stunde friedlich durch das Becken gezogen und haben sich danach in ihre Höhlen zurückgezogen, wohl für die Nachtruhe. Ich habe noch nicht darauf geachtet, ob sie sich immer in die gleichen Höhlen zurückziehen.

9. TAG:

Tagsüber verbringen die Fische viel Zeit in ihren Höhlen. Die 4 Yellows scheinen sich ans Becken und an die Fütterung angewöhnt haben. Bei der Fütterung kommen sie aus ihren Höhlen heraus, vielfach schon wenn ich die Abdeckung aufmache. Bei der heutigen Abendfütterung gingen sie sogar nach einiger Zeit und einigem zögern in der Gruppe an die Wasseroberfläche, um die schwebenden Granulate aufzuessen. Sie schienen dabei die obere Hälfte meines bzw. ihres Beckens entdeckt zu haben. Das heisst sie schwammen vielfach in der oberen Region herum. Nach einem 80 %igen Wasserwechsels (aufgrund eines NH4 Gehaltes von 0.5 mg/L) sind die Gelben etwas lebhafter geworden, sie ziehen bzw jagen sich teilweise durchs Becken.

20. TAG

Die Fische haben sich inzwischen sehr gut eingelebt. Sie fressen das Futter jetzt auch direkt an der Wasseroberfläche auch tagsüber. Sie kommen jeweils aus ihren Höhlen hervor und kommen nach oben, wenn ich den Deckel aufmache. Auch essen sie nun Peperoni und Gurken. Mit der Nachtsichtfunktion der ??berwachungskamera ist gut zu sehen, dass die Yellows auch in der Nacht im freien Wasser herumschwimmen, dies zumeist einzeln und viel gemächlicher als bei Tageslicht.

Blogartikel 'Blog 5105: Das Verhalten vom Labidochromis Caeruleus yellow beim einsetzen in ein 240 Liter Becken' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 06.02.2015 um 23:09 Uhr von Malawi Zürich

Malawi Zürich

Userbild von Malawi ZürichMalawi Zürich ist Mitglied von EB und stellt 1 Beispiele vor.

Kommentare:
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Geschrieben am 21.01.2015 um 14:24 von Tom
Hallo,
ich hatte dir das ja schon auf FB angedeutet: Am Anfang noch recht hektisch, aber das gibt sich, wenn sie mal ihre Stammplätze im Aquarium haben, dann wird es wesentlich ruhiger.
Grüße, Tom.

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