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Blogartikel 'Der verflixte Mantanosee'

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Der verflixte Mantanosee von Kulleraugen-Fan

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So faszinierend dieser See auch ist – so rätselhaft ist er auch.

Denn das Biotop dieses Sees ist alles andere als einfach zu durchschauen. Aquarianer bekommen das mit brutaler Deutlichkeit zu spüren. Die überwiegende Anzahl der Bewohner können nicht in unseren Becken dauerhaft gehalten werden. Auch die sehr beliebte Kardinalsgarnele macht große Probleme. Manchmal klappt die Haltung, aber es gibt auch sehr hohe Ausfälle.

Woran liegt es? Darauf gibt es leider noch keine konkrete Antwort.

Wenn man sich aber die Werte dieses Sees anschaut, bemerkt man einige Besonderheiten.

Das Wasser ist recht weich, aber mit einer hohen alkalischen Komponente, d.h. der pH-Wert ist für diese KH ungewöhnlich hoch und dazu herrscht noch ein recht niedriger Leitwert.

Hier mal einige Werte:

GH: 7

KH: 5

pH: 8, 6

Leitwert: um 200

In welche Richtung gehen denn jetzt Lösungsansätze?

Achtung: das alles sind Spekulationen, gesichert ist da nichts!!!!!

Biogene Entkalkung

jeder der schon mal mit so was Probleme gehabt hat, weiß wie stark der pH-Wert davon hochgetrieben werden kann.

Das Problem ist jedoch, dass dabei der KH-Wert sinkt, dies ist im Mantanosee aber nicht zu beobachten. Also eher unwahrscheinlich.

Verhältnis Calciumhydogencarbonat/ Magnesiumhydrogencarbonat

Hier wird es schon interessanter.

Calciumhydrogencarbonat hat eine pH-Wert stabilisierende Eigenschaft. Bei hohen pH-Werten (ab 8) fällt dieses als Calciumcarbonat aus. Der ph-Wert kann nicht ungebremst nach oben schnellen. Als Folge sinkt aber auch hier der GH- und KH-Wert.

Nun gibt es aber auch das Magnesiumhydrogencarbonat. Und dieses besitzt diese ph-Wert-Bremse nicht so sehr. Es sind wesentlich höhere ph-Werte (so um 9 und drüber) nötig, damit Magnesiumcarbonat ausfällen kann. Von daher könnte es durchaus sein, dass die GH durch einen besonders hohen Anteil an Magnesiumhydrogencarbonat und einen geringeren Calciumhydrogencarbonatgehalt zustande kommt.

Das könnte bedeuten, dass die Bewohner in vielen Becken vielleicht einfach zu wenig Magnesium haben.

Bakterien

Auch so eine Möglichkeit. In dem See sollen sich wohl endemisch lebende Bakterien und auch ein spezielles Phytoplankton tummeln. (Allerdings ist der See selber sehr nährstoffarm). Wenn dies wirklich so ist, ist der See wohl bis auf wenige sehr unempfindliche Arten für Aquarianer tabu. So ein Biotop kann man nicht nachahmen.

Natrium und Kaliumgehalt

Der See hat einen sehr niedrigen Kaliumgehalt: 1mg/l

Und einen sehr geringen Natriumgehalt: ca. 3mg/l

Da in unseren heimischen Leitungswasser meist wesentlich höhere Werte, vor allem was Natrium angeht, vorherrschen, stellt sich die Frage, ob die Abweichung von diesen extrem niedrigen Werten für die Bewohner nachteilig ist?

Wie gesagt, alles recht spekulativ. Aber ein Ansatz woran man eventuell arbeiten kann.

lg

Beate

 
Blogartikel 'Blog 3583: Der verflixte Mantanosee' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von Kulleraugen-Fan am 22.09.2010 um 19:23 Uhr
 
 
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