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Hauskatzen auf der Terrasse: Sicherheit mit einem Katzennetz

Blog: Hauskatzen auf der Terrasse: Sicherheit mit einem Katzennetz (7076)

Für viele Katzenbesitzer gehört die eigene Katze zur Familie. Und wie bei jedem Familienmitglied möchte man auch bei seinem Stubentiger, dass es ihm gut geht und er sicher ist – insbesondere draußen auf der Terrasse. Die Terrasse bietet für Katzen einen spannenden Ort zum Beobachten, Sonnen und Herumstreunen. Leider birgt dieser Bereich auch Gefahren: Die Katze könnte weglaufen, sich verletzen oder in Nachbars Garten gelangen. Die Lösung: ein Katzennetz.

Ein Katzennetz bietet die Möglichkeit, die Terrasse katzensicher zu machen, ohne der Katze die Freiheit und den frischen Wind zu nehmen. In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deine Terrasse mit einem Katzennetz absichern kannst – inklusive Tipps zur Auswahl, Montage und rechtlichen Rahmenbedingungen. Außerdem gehen wir auf häufige Fragen ein, damit du rundum informiert bist.

Warum ein Katzennetz auf der Terrasse sinnvoll ist

Katzen sind von Natur aus neugierig und lieben es, neue Reviere zu erkunden. Leider sind Terrassen nicht immer so sicher, wie sie scheinen. Offene Geländer, Zwischenräume, benachbarte Balkone oder niedrige Mauern laden förmlich zum Ausflug ein. Hinzu kommen Risiken durch Autos, andere Tiere oder giftige Pflanzen in der Umgebung.

Ein Katzennetz bietet:

  • Schutz vor dem Entlaufen oder Absturz
  • Sicherheit bei unbeaufsichtigtem Aufenthalt
  • Frieden für dich als Halter
  • Langfristigen Erhalt der Freiheit deiner Katze

Gerade in Mietwohnungen oder Reihenhaussiedlungen kann ein Katzennetz auch helfen, Konflikte mit Nachbarn zu vermeiden.

Verschiedene Arten von Katzennetzen

Bevor du mit der Installation beginnst, solltest du dir überlegen, welches Netz am besten zu deiner Terrasse passt. Dabei gibt es verschiedene Varianten, die sich in Material, Farbe, Maschenweite und Befestigungsart unterscheiden.

Nach Material:

  • Polyethylen (PE): UV-beständig, wetterfest und reißfest – sehr häufig verwendet.
  • Nylon: Flexibel, aber etwas empfindlicher gegen UV-Strahlung.
  • Metallverstärkte Netze: Für besonders starke Katzen oder raue Bedingungen, oft mit Edelstahlfäden durchzogen.

Nach Maschenweite:

  • 20 mm: Für Kitten oder kleine Rassen.
  • 30 mm: Standardgröße für normale Hauskatzen.
  • 40-50 mm: Für größere Katzen, aber nicht für kleine oder junge Tiere geeignet.

Nach Farbe:

  • Transparent: Unauffällig, fällt optisch kaum auf.
  • Schwarz oder grün: Bessere Sichtbarkeit für Vögel und Menschen, oft langlebiger.

Mit oder ohne Drahtverstärkung:

Für besonders aktive, kräftige oder freikletternde Katzen empfehlen sich Netze mit Drahtverstärkung. Diese sind zwar teurer, bieten aber maximale Sicherheit.

Planung und Vorbereitung der Absicherung

Vorbereitung ist alles! Bevor du das Netz anbringst, solltest du einige Punkte klären:

Rechtliche Fragen

In Deutschland gilt grundsätzlich: Die Haltung von Haustieren in Mietwohnungen ist erlaubt, solange sie andere nicht stören oder gefährden. Ein Katzennetz auf der Terrasse ist in den meisten Fällen zulässig, muss aber ggf. mit dem Vermieter abgesprochen werden – insbesondere wenn bauliche Veränderungen oder das Bohren in die Fassade notwendig sind.

Tipp: Hol dir am besten eine schriftliche Genehmigung ein, um spätere Streitigkeiten zu vermeiden.

Vermessung der Terrasse

Miss deine Terrasse sorgfältig aus. Achte dabei auf Höhe, Breite und alle Besonderheiten wie Geländer, Überdachungen, Mauervorsprünge oder Pflanzenkübel. Je genauer du planst, desto leichter wird die spätere Montage.

Auswahl des richtigen Netzes

Basierend auf Größe, Umgebung und Charakter deiner Katze (z. B. ruhig vs. wild) wählst du das passende Netz.

Anleitung zur Montage eines Katzennetzes auf der Terrasse

Materialien und Werkzeuge

  • Katzennetz (passend in Größe und Masche)
  • Teleskopstangen oder Haltestangen (meist aus Aluminium oder Fiberglas)
  • Wand- oder Bodenhalterungen
  • Drahtseil zur Netzverstärkung
  • Kabelbinder, Seilklemmen oder Karabiner
  • Bohrmaschine (bei dauerhafter Montage)
  • Ggf. Dübel und Schrauben

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Schritt 1: Befestigungspunkte planen
Bestimme zuerst, wo du die Haltestangen platzieren möchtest. Ideal sind die vier Ecken der Terrasse plus zusätzliche Stangen alle 2–2,5 Meter.

Schritt 2: Halterungen montieren
Je nach Art der Befestigung kannst du Halterungen an der Wand, am Boden oder an Geländern montieren. In Mietwohnungen eignen sich oft klemm- oder schraubfreie Systeme.

Schritt 3: Stangen einsetzen und spannen
Stecke die Teleskopstangen in die Halterungen und ziehe sie auf die gewünschte Höhe (mind. 1,80 m, besser 2 m). Spanne dann das Drahtseil oben rundherum, damit das Netz stabil bleibt.

Schritt 4: Netz anbringen
Beginne an einer Ecke und arbeite dich Stück für Stück vor. Mit Kabelbindern oder Clips befestigst du das Netz an Stangen und Drahtseil. Achte darauf, dass es keine Lücken gibt – besonders am Boden oder an Ecken.

Schritt 5: Test und Nachjustieren
Bevor du deine Katze rauslässt, überprüfe alles auf Stabilität und Dichtheit. Teste am besten selbst, ob du irgendwo durchkommst – wenn nicht, sollte es auch deine Katze nicht schaffen.

Alternative: Mobile oder freistehende Lösungen

Wenn du zur Miete wohnst oder baulich nichts verändern darfst, kannst du auf freistehende Katzennetze zurückgreifen. Diese funktionieren ähnlich wie Pavillons und benötigen keine feste Montage. Sie sind flexibel, lassen sich abbauen und transportieren – ideal auch für den Urlaub oder Garten.

FAQs – Häufig gestellte Fragen

1. Muss ich ein Katzennetz vom Vermieter genehmigen lassen?
Ja, besonders wenn du in die Bausubstanz eingreifst. Für freistehende oder klemmende Lösungen ist oft keine Genehmigung nötig, aber ein klärendes Gespräch mit dem Vermieter ist trotzdem ratsam.

2. Wie hoch muss ein Katzennetz sein?
Mindestens 1,80 Meter, besser sind 2 Meter. Kletterfreudige Katzen schaffen sonst schnell den Sprung über das Netz.

3. Ist ein transparentes Netz stabil genug?
Ja, wenn es aus hochwertigem Polyethylen besteht. Achte auf UV-Beständigkeit und eine ausreichende Reißfestigkeit (mindestens 20 kg Belastbarkeit pro Masche).

4. Was kostet ein Katzennetz für die Terrasse?
Je nach Größe, Qualität und Zubehör zwischen 30 und 150 Euro. Komplettsets inkl. Stangen und Netz sind oft günstiger als Einzelteile.

5. Kann ich das Netz im Winter draußen lassen?
Ja, wenn es wetterfest und UV-beständig ist. Empfehlenswert ist es dennoch, das Netz vor starkem Schneefall oder Eis zu schützen bzw. temporär abzunehmen.

6. Welche Farbe ist am besten?
Transparente Netze sind optisch unauffällig, grüne oder schwarze Netze sind langlebiger und werden von Katzen besser wahrgenommen.

7. Wie lange hält ein Katzennetz?
Gute Netze halten mehrere Jahre – je nach Witterung und Beanspruchung. UV-Strahlung kann die Lebensdauer verringern. Regelmäßige Kontrolle auf Risse und Schwachstellen ist empfehlenswert.

Fazit

Ein Katzennetz auf der Terrasse ist eine sinnvolle und notwendige Investition für alle Katzenhalter, die ihrem Tier frische Luft und Freiheit bieten möchten, ohne die Sicherheit zu gefährden. Die Installation ist mit etwas Planung und handwerklichem Geschick gut selbst machbar und sorgt für ein ruhiges Gewissen – sowohl bei Tierfreunden als auch bei Nachbarn oder Vermietern.

Die Auswahl an Materialien und Systemen ist groß, sodass du die für deine Bedürfnisse passende Lösung leicht finden kannst. Egal, ob du eine fest montierte oder mobile Variante bevorzugst: Mit einem Katzennetz schaffst du für deinen Stubentiger einen sicheren Freigang auf der Terrasse – und kannst dabei selbst die sonnigen Stunden draußen ohne Sorge genießen.

Wenn du dich an die hier beschriebenen Schritte hältst und die Bedürfnisse deiner Katze sowie die örtlichen Gegebenheiten berücksichtigst, steht dem katzensicheren Terrassenvergnügen nichts mehr im Weg.

Hauskatzen auf der Terrasse: Sicherheit mit einem Katzennetz
Blogartikel 'Blog 7076: Hauskatzen auf der Terrasse: Sicherheit mit einem Katzennetz' aus der Kategorie: "Tipps & Tricks" zuletzt bearbeitet am 21.07.2025 um 08:49 Uhr von Tom

Tom

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