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Keine Scheue vor Vereinen!

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Nun zu einem Thema, von dem sich manche angesprochen fühlen werden. Auch ich hatte eine gewisse Scheue, als ich vor ziemlich genau fünf Jahren bei den “Aquarienfreunden Tirol 1990“ Mitglied wurde. Wie ticken denn die Leute in diesem Verein und was läuft da alles so ab? Werde ich akzeptiert und was sagen die anderen zu meiner Tierhaltung und meinen Ansichten? Viele Fragen schwirrten da in meinem Kopf umher.

Ja, viele scheinen eine große Scheue davor zu haben, einem Verein beizutreten. Sie wissen nicht, was auf sie zukommt und es ist oft nicht ganz so leicht, als Neuer in einer bestehenden Gruppe “Fuß-zu-fassen“… Aber Sorge sollte man bei einem Eintritt in einen Verein nur haben, wenn man zuhause keinen Platz mehr für ein weiteres Becken finden sollte, denn als Mitglied wird man sich noch mindestens ein weiteres Becken zulegen. (Bei mir waren es sozusagen 100 weitere Becken, aber das ist eine andere Geschichte…)

Mein erster Kontakt mit dem Verein "Aquarienfreunde Tirol 1990" war damals online. Mich schrieb der Obmann auf Facebook an, ob ich nicht Mitglied werden wolle und wie wichtig Vereine wären. Am nächsten Tag zahlte ich den Beitrag ein und war ab sofort Mitglied. Was kam nun auf mich zu?

Der erste physische Kontakt zum Verein war dann die Fahrt nach Friedrichshafen im Vereinsbus zur “Aqua-Fisch-Messe“. Im Bus fand ich einen Sitzplatz neben einem Mitglied, das ebenfalls noch nicht sehr lange im Verein war. Wir unterhielten uns während der Fahrt köstlich und ich denke noch heute gerne zurück. Mittlerweile sind wir beide sogar im Vorstand tätig.

Wenn man sich etwas später im Vereinen orientiert hat, bemerkt man bald, dass es noch weit mehr gibt, als den eigenen Verein. Der Verein ist (fast immer) einem Verband untergeordnet und dieser setzt sich für sehr vieles ein, das einem vorher gar nicht bewusst war. Der Verband vertritt u.a. die Tierhalter gegenüber dem Gesetz, setzt sich ein für Umweltschutz und Aufklärung, es gibt eine Vereins-Zeitung oder -Nachricht, die bei uns auch vom Verband gesendet wird und anderes. Im Verein selbst kann man sich fortbilden und die Haltung der Tiere so optimal als möglich herstellen, es gibt diverse Veranstaltungen (z.B. Börsen, Weihnachts- oder Grillfeier, Exkursionen auch Backstage in Zoos usw.) und vieles andere mehr.

Außerdem haben sich über die Jahre mehrere Gesellschaften, Interessens- und Arbeits-Gemeinschaften und andere gebildet und beeinflussen die aquaristische und terraristische Landschaft stark. Es wird in gewisser Weise sogar Forschung betrieben und Wissenschaftler und Halter arbeiten schon längere Zeit vielerorts zusammen. Vieles wäre ohne private Halter gar nicht möglich und man würde sich bei so vielen Arten noch im Dunkeln befinden, was Pflege, Verhalten, Brutpflege und weiteres betrifft.

So, doch nun zum eigentlichen. Wie mache ich das, wenn ich einem Verein oder einer Interessensgemeinschaft angehören möchte? Wo informiere ich mich unverbindlich? Hier kann man die Seiten der Verbände in Deutschland, der Schweiz und Österreich nennen.

Außerdem gibt es auf Einrichtungsbeispiele die unabhängigen Seiten, die Interessierte anhand einer Landkarte informieren, welche Vereine sich in der Nähe befinden.

Vereine

Was für Mitglieder sind in so einem Verein anzutreffen?

In einem Aquarienverein gibt es an Mitgliedern wirklich die unterschiedlichsten Menschen. Es macht nichts aus, wer oder was man ist – was zählt, das ist die gemeinsame Begeisterung fürs Hobby. Man findet Anfänger, Fortgeschrittene und Profis. Vielleicht mag es mal ein Missverständnis geben, doch am besten Ruhe bewaren und nachfragen. Ein Aquarienverein ist bunt aufgestellt und man profitiert enorm. Es werden einem Mitglied neue Möglichkeiten geöffnet, die ich selbst mir vorher nie gedacht hatte.

Als ich im Jänner 2016 via Facebook von unserem Obmann angeschrieben wurde, habe ich nicht wirklich etwas von einem Verein bei uns mitbekommen, geschweige denn, darüber nachgedacht einem beizutreten. Aquaristik war für mich immer ein Hobby, das ich für mich alleine ausübte. Ich hatte einige Aquarien zuhause und dachte, ich wäre glücklich damit.

Aber NEIN! Denn ich wusste noch gar nichts über diese neue Welt, die sich mir da eröffnen sollte.

Mein Wissen über Fische und ihre Haltung war über die Jahre gar nicht schlecht aufgestellt. Ich hatte unzählige Bücher zuhause und speziell über Tanganjikasee-Cichliden gab es so manches erstklassige Buch, das sich in meinem Bücherregal befand. Aber alleine kam ich nicht weiter!

Als ich da nun den ersten Ausflug mit dem Verein unternahm, traute ich meinen Augen nicht. Die Aqua Fish Messe 2016 in Friedrichshafen war das Paradies für mich. Ich wusste vorher nicht mal, dass es solche großen Messen für Aquaristik überhaupt gab! Ich befand mich wie im Himmel.

Und bald darauf war ich auf der Jahres-Ausstellung unseres Vereins mit dabei. Der “Aqua-Day“ wurde über die Jahre eigentlich mehr zu einer Messe und ist eine wirklich große Veranstaltung für einen Aquarien-Verein… Nach einer kleinen Pause war ich etwas später bei jedem Vortrag im Verein mit dabei, wenn es mir möglich war.

Ja, das ist wohl mit das schwierigste, wenn man so einem Verein beitritt – die erste physische Kontaktaufnahme!

Aber mit folgenden Worten im Kopf geht es leichter:

Wir sind im Verein alle nur für eines da – unsere Tiere, unsere Aquarien- und Terrarienbewohner, möchten uns fortbilden, neue Leute kennenlernen und wir versuchen hier so gut es geht weiter zu kommen im – schönsten “Hobby“ der Welt, das sich immer mehr zur Faszination entwickelt und schon heute vielen bedrohten Tierarten neuen Lebensraum bietet!

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

Blogartikel 'Blog 5465: Keine Scheue vor Vereinen!' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 17.02.2021 um 11:59 Uhr

Helga Kury

Userbild von Helga KuryHelga Kury ist Moderator*in von EB und stellt 16 Beispiele vor.

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