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Blog: Mittagspause (2644)

Lesezeit: ca. 3 Minuten

Viele Aquarianer schwören auf die Mittagspause ihrer Beckenbeleuchtung!!

Bringt dies was?

Als einfachste Erklärung und manchmal unbewusste Handlung geben Aquarianer an, dass die Beleuchtung zur Mittagszeit aus Sparma??nahmen heraus abgeschaltet wird. Eine tiefere Bedeutung wird diesem Vorgang nicht zugesagt.

Andere wiederum geben an, dass sie sich am Abend den selben, schönen Anblick ihrer Pflanzen gönnen möchten und deshalb das Becken tagsüber für ein paar Std. nicht beleuchten. Verschiedene Pflanzen haben nämlich die Angewohnheit sich nach intensiver Lichteinwirkung den Lichtstrahlen durch Anklappen der Blätter zu entziehen.

Doch als Hauptbegründung geben die Pflanzenkundler unter den Aquarianern an, dass durch die Dauerbestrahlung und die dabei von statten gehende pflanzliche Photosynthese, der Sauerstoffgehalt im Wasser übermä??ig angereichert werde und das den Pflanzen schaden würde.

Zur Erklärung ~ Photosynthese ~

Photosynthese = (Kohlendioxid ??? Wasser ??? Licht ---> Glucose ??? Sauerstoff )???...

Es wird vermutet, dass der durch die Pflanzen abgegebene Sauerstoff die Pflanzennährstoffe oxidieren würde und diese den Pflanzen dadurch nicht mehr zur Verfügung stünden. Aus diesem Grund unterbrechen sie die Beleuchtzeit in der Mittagspause für ein paar Stunden und entgehen somit, den ihrer Meinung nach, schlechten Eingenschaften der Photosynthese und der damit zusammenhängenden Sauerstoffproduktion, welche wiederum direkt an die Beleuchtung gekoppelt ist.

Recherchen in der Fachliteratur und Aussagen verschiedener zum Thema befragter Botaniker, lassen auf die Erkenntnis schlie??en, dass der Sauerstoffgehalt in aquaristisch relevanten Grö??enordnungen keine Rolle auf das Pflanzenwachstum hat.

Ergo ??? hat die Mittagspause ???keinen??? Nutzen!!

Moment!!!!!

Weitere Tests haben ergeben, dass sich hauptsächlich der PH-Wert in einer solchen Mittagspause verändert.

Während der Beleuchtung steigt der PH-Wert an und fällt während der Pause logischerweise wieder ab.

Das Ansteigen während der Beleuchtung begründet man damit, dass die Pflanzen CO² aufnehmen und dadurch der PH-Wert ansteigt.

Herrscht nun Dunkelheit im Becken, verbrauchen die Pflanzen kein CO², es wird aber durch Fische und Bakterien erzeugt und somit fällt der PH-Wert wieder.

Ist nun keine Versorgung durch eine Co² Anlage vorhanden ??? nutzt die Mittagspause insofern den Pflanzen, dass sich das zum Wachstum benötigte Co², in der Pause wieder reproduzieren kann.

Dies bedeutet wiederum, dass Becken die über eine Co2 Düngung, welche insbesondere über den PH-Wert geregelt ist ??? keinen Nutzen aus einer Unterbrechung ziehen werden. Da in solchen Becken stets eine genügende CO2-Versorgung vorhanden ist.

Weniger stark bepflanzte und vielleicht auch weniger stark beleuchtete Becken ziehen ebenfalls wenig Nutzen aus der Pause, da der Co² ??? Bedarf nicht so stark ist und eine genügende CO² Versorgung generell vorhanden ist.

Abschlie??end kann man das Thema nicht verallgemeinern und muss es für sich und sein Becken im Einzelfall prüfen. Bei schlechtem Pflanzenwuchs kann die Einführung einer Mittagspause zu guten Erfolgen führen, ohne dass man teure Pflanzendünger verwendet und womöglich sein Becken noch überdüngt!!

Man sollte jedoch 2 ??? 3 Wochen Geduld haben bis sich erste Erfolge einstellen.

Ps: ich gehe hier grundsätzlich davon aus dass keine künstliche CO² - Versorgung vorhanden ist.

Ciao Chris

Blogartikel 'Blog 2644: Mittagspause' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 18.11.2009 um 11:56 Uhr von Chris_R.

Autor*in: Chris_R.

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Chris_R. ist Mitglied von EB und stellt 8 Beispiele vor.

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