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Blogartikel 'Verhalten von Feuerschwänzen - persönliche Beobachtungen & Infosammlung' von Reneè Thissen

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Ort / Land: 
Essen / Deutschland
Aquarianer seit: 
ca. 1992


Verhalten von Feuerschwänzen - persönliche Beobachtungen & Infosammlung

 
Nachdem wir nicht viel sinnvolles über die Verhaltensweisen von Feuerschwänzen und deren Paarung im WWW finden konnten haben wir uns entschlossen diesen tollen Tieren einen eigenen Block zu widmen und unsere Beobachtungen wie Schlussfolgerungen aus diesen hier zu veröffentlichen um so vielleicht gemeinsam mehr über diese tollen Tiere zusammen zu tragen. Hier geht es nicht darum welche zum Teil widersprüchlichen Dinge es im WWW zu finden gibt und was davon jetzt stimmt oder nicht sondern es geht darum vorhandene Informationen zusammen zu tragen und durch Berichte aus eigenen selbst gemachten Erfahrungen nieder zu schreiben. (dürfen auch Erfahrungen von Freunden sein solange es auch tatsächlich so war und nicht nur bla bla eines Freundes, meist kann man das ja einschätzen ;-) )

z.B. habe ich im WWW Größenangaben von bleibt meist kleiner als 15 cm und wird größer als 30 cm gefunden.

Es gibt Feuerschwänze mit und ohne weiße Flossenspitze. Mal heisst es, es ist ein und die selbe Art, mal heisst es, es sind unterschiedliche Arten aber nirgendwo lässt sich etwas über ein evtl. unterschiedliches Verhalten oder andere Unterschiede als die weiße Flossenspitze finden. Da wir selbst 3 ohne und 1 mit weißer Flossenspitze im Aquarium haben, werden wir hierzu einmal schauen wie sich Feuerschwanz mit und ohne weiße Flosse allgemein und untereinander Verhalten vielleicht gibt das mehr Antworten auf diese Fragestellung.

Ebenfalls konnten wir keine Informationen über das Paarungsverhalten im WWW finden außer das die Nachzucht nur unter Einsatz von Hormonterapie gelingt und sie ähnlich der Prachtschmerlen wohl auf / über freien Sandflächen laichen sollen.

Hier zu nachstehend auch schon eine erste Verhaltensbeschreibung vom heutigen 27.08.2018 welche wir klar in den Bereich der Balz einordnen würden.

Heute konnten wir wieder einmal ein Verhalten unserer Feuerschwänze beobachten über das wir im WWW noch keine Info´s gefunden haben. wir konnten beobachten wie zunächst ein Feuerschwanz Männchen einen anderen Feuerschwanz (war zu schnell für Geschlechtserkennung) aus dem Freischlimmbereich vertrieb. ein anderer Feuerschwanz (Geschlecht auf Grunde Position nicht erkennbar) lag auf dem Schmalen Stück der Marmorplatte welches man am Ausgang des Steinaufbaus so eben (ca. 1 1/2 Finger breit) und beobachtete die Situation. Nach dem das Männchen den einen Feuerschwanz aus dem Freischwimmbereich vertrieben hatte, schwamm er zwischen den Riesenvalisnerien, dem roten Riesen Wasserfreund und der Anubia hindurch zu dem auf der Marmorplatte liegendem Feuerschwanz und beide begannen mit einem zuckendem Tanz. Hierbei blieb der eine Feuerschwanz auf dem Marmorstreifen und der andere bewegte sich zurück in Richtung Freischwimmbereich. Dort drehte er eine Runde über den Sand und begann dann den Tanz von vorne

Wenn hier also jemand mehr weiß oder passende Erfahrungen sammeln konnte bitte melden!

Warum wir uns nicht zu 100 % sicher sind, das es sich um Balzverhalten handelt, ist weil wir ähnliche zuckende Tänze schon mehrfach beobachtet haben. Teilweise gab es sie sogar vor einem der Pandas mal gehen diese Tänze friedlich und harmonisch auseinander und mal ziemlich ruppig was auch unabhängig davon ist ob es ein anderer Feuerschwanz oder einer der anderen Aquariumbewohner ist.

Hier werden wir sicher auch noch mal öfter genauer hinschauen müssen um bei dieser Tanzerei eventuelle Unterschiede im Verhalten und Ablauf so wie des Bewegungsmusters erkennen und dann auch noch beschreiben zu können.

Wir würden uns freuen wenn ihr uns von euren Beobachtungen und Erfahrungen auch diesbezüglich berichtet um so vielleicht mehr von der Sprache von Feuerschwänzen verstehen zu lernen.

Was gibt es sonst noch so aus eigenen Aquariumerfahrungen mit den Feuerschwänzen im 240 l Strömungsbecken? Wobei ich hier kurz mal was zum Thema Strömung klarstelle! Wer schonmal in einem echtem Fluss gestanden hat weiß, dass das was von den meisten schon als Strömung bezeichnet wird vielleicht der Wasserbewegung in einem Baggerloch gleich kommt. Durchflussmengen von 20 X Beckenvolumen / H sind im Vergleich zu den Uferzonen eines großen Flusses nicht wirklich Strömung.

Wie ihr in der Beschreibung unseres 240 l Strömungsbeckens sehen könnt befindet sich 1 Steinaufbau links 1 Sand/Freischwimmbereich mittig und 1 Morkinwurzelaufbau rechts. Abgetrennt sind diese Bereiche innerhalb des Aquariums durch eine gute Bepflanzung als Sichtschutz für die Tiere.

In der Beschreibung des Lebensraums des Feuerschwanzes las ich, das sie in starkbewachsenen Uferzonen leben. so hätte ich damit gerechnet das sie sich in meinem Aquarium zwischen den Pflanzen und den Morkin aufhalten, doch der favorisierte Bereich ist der Steinaufbau gefolgt von den Morkin.

Nach einer Zeit der Eingewöhnung haben sich klare Rangordnungen und Reviergrenzen gebildet um welche hin und wieder auch gerangelt wird. Ab und zu trägt der ein oder andere auch schonmal ne kleine nicht wirklich tragische Macke dabei davon und gerade anfangs wo die Reviergrenzen noch nicht klar waren sah das größte Männchen manche Male schon gut ramponiert aus. Die vorhandenen Revierstreitigkeiten und das bei dieser ruppigen Fischart dabei dann auch mal ne Macke bleibt, halten wir aber durchaus für normal, natürlich und da jeder seinen eigenen Bereich hat in dem er / sie Ruhe hat auch für nicht problematisch.

Die aktuellen Reviere

1 Feuerschwanz mit weißer Flosse hält sich hauptsächlich in einem Bereich im vorderen Teil des hohen Steinaufbau an der Scheibe ungefähr auf mittlerer Beckenhöhe in einer dortigen Höhle auf..

Das große dominante Männchen beansprucht ein recht großes Revier zwischen den Morkinwurzeln und hat auch klar im Freischwimmbereich das Sagen

Die zwei anderen Feuerschwänze treiben sich kunterbunt im gesamten Steinaufbau rum mit kleinem Übergang in den Freischwimmbereich. Wobei sie wenn der Macker nicht da ist auch dort größere Runden drehen sich aber sobald sie erblickt wurden und der große kommt wieder verkrümeln. Anders herum wagt der große sich nur selten hinein in den Steinaufbau aus dem er ab und zu auch mal wie ein geprügelter Hund herausgeschossen kommt und sich wieder zu seinen Wurzeln verzieht.

Auch wurde mir davon berichtet das man dabei war wie Feuerschwänze im etwa Knie hohem Wasser von Reisfeldern unter Zuhilfenahme von Plastikrohren gefangen wurden. Was nun auch wieder etwas anderes ist als ein stark bewachsener Uferbereich eines Flusses. Alleine die Unterschiede zwischen gelesenem, erzählt bekommenem und selbst erlebtem zeigt mir das wir eigentlich noch garnichts über diese Tiere wissen.

Hier habe ich zumindest eine Theorie bezüglich der natürlichen Lebensräume. Aus realen eigenen Erfahrungen in Nepal weiß ich das Reisfelder häufig einen Wasser Zu- und Abfluss haben, welcher über irgendwelche Wege mit irgend einem Fluss verbunden ist. Wer weiß denn ob nicht vielleicht sich ein Teil des Lebens in dem einen und ein Teil des Lebens in dem anderem Habitat aufgehalten wird. Zum Leben hier, zum Laichen da, wie es auch zahllose andere Arten machen. Wenn dem so wäre, würde dieses zumindest erklären warum ich von Feuerschwänzen in Reisfeldern erfahren habe, im WWW von Feuerschwänzen in bewachsenen Uferregionen berichtet wird und meine eben den Steinaufbau wie in Bergflüssen lieben.

Auch hier freu ich mich wieder darüber wenn ihr mir eure Erfahrungen diesbezüglich mitteilt

Da ich meine Tiere gelegentlich mit Lachs oder Muschelfleich aus den Fingern füttere, um sie so an meine Anwesenheit in ihrem Lebensraum zu gewöhnen und die Intelligenten Tiere auch etwas zu beschäftigen, konnte ich auch hier speziell beim Fressverhalten und dem Erkunden neuer Dinge sehr interessante Beobachtungen machen.

Wenn ich von oben mit dem Arm ins Aquarium tauche und das Futterstück so ca. 5 -10 cm zwischen den Fingern über den Boden halte, nähern die Feuerschwänze sich, meist der große als erster, langsam die Hand umkreisend näher kommend mir und dem Futter. Dieses Bewegungsmuster erinnert an Haie die ihr Opfer umkreisen. Bevor sie sich nun dem Futter nähern wird ein paar mal im vorbei schwimmen sanft meine Hand gestreift bevor dann die Barteln zunächst einmal mich abfusseln bevor dann ans Futter gegangen wird.

Trotz meiner Blindheit ist es mir möglich, daran, wie sich mir mit dem Futter in der Hand genähert und wie gefressen wird, alle Arten in meinem Aquarium auseinander zu halten. Hier ist der Feuerschwanz eben derjenige, der sich langsam nähernde aber von Neugier und Futter getrieben welcher geschmeidig elegant Kontakt sucht. Beim Abbeißen vom Futter rupft er schon sehr heftig doch im Vergleich zu den Netzschmerlen, welche kurze ruppige Stöße mit kurzem Biss machen, ist es beim Feuerschwanz eher vergleichbar mit einem Hund mit dem man Tauziehen spielt bis das Tau abreist oder man loslässt.

Bei weiteren Beobachtungen werden wir mal darauf achten ob sich im Fressverhalten der Feuerschwänze ohne weiße Flossenspitze zu dem mit weiß ein Unterschied erkennen lässt.

Ansonsten ist das Verhalten der Feuerschwänze den anderen Beckenbewohnern und umgekehrt gegenüber vollkommen normal harmonisch und es wird sogar oft Artenübergreifend positiv interagiert.

So das war es erstmal was mir so auf Anhieb zu unseren bisherigen Beobachtungen unserer Feuerschwänze einfällt.
 
Blogartikel 'Blog 5296: Verhalten von Feuerschwänzen - persönliche Beobachtungen & Infosammlung' aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet von Reneè Thissen am 27.08.2018 um 20:36 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 01.09.2018 um 20:28 von Reneè Thissen
Mal wieder ein kleines Update zum Feuerschwanz verhalten.

Nach dem es gestern (30.08.2018) einen kleinen Diättag für’s Aquarium gab an den es nur den Rest der sich im Becken Befindenden Paprika als Futter gab (meine Feuerschwänze stehen drauf genau wie die L66 und L10a) war heute ein „Stresstag“ im Becken. Ob das jetzt mit der Diät zusammenhängt oder nicht kann ich noch nicht sicher sagen.

Was auf jeden Fall deutlich war, war dass Big Boss (größter Feuerschwanz M) auf Krawall gebürstet und ziemlich agro war.

Bei diesem agro Verhalten konnten wir dieses mal den Zitternden Drohtanz eindeutig beobachten und erkennen das sich die Art des Tanzes und der Zuckungen deutlich von der Art zu Tanzen und Zucken unterscheidet welche wir als „Balztanz“ einordnen würden.

Auch einen kurzen Moment dieses „Balztanzes“ konnten wir an selbiger Position wie das mal zuvor beobachten nur konnten wir den anderen Feuerschwanz (wo wir mittlerweile sicher sind das es ein Weibchen war / ist) nicht sehen.

Big Boss Kreiste sehr Agro um den Sandbereich, welchen er auch beim letzten Beobachtetem „Balztanz“ von allen anderen Freihielt.

Vielleicht ist Big Boss auch so agro weil er bei dem W noch nicht landen konnte.

Über das Agro um den Sandbereich kreisen wurde dann sogar sein eigentliches Revier nebensächlich welches sich in dieser Zeit das kleine Männchen mit der weißen Flossenspitze anschaute und sogar von Big Boss eine ganze Zeit dort akzeptiert wurde. Auch beim Füttern konnte Big Boss sich nicht ganz entscheiden ob er jetzt selber Frisst oder eine runde dreht um die anderen zu verscheuchen. Ganz amüsant dabei war, dass sich die Netzschmerlen von dem agro Feuerschwanz haben absolut nicht stören lassen. Big Boss hat sie angestoßen und durch die Gegend geschupst doch den Netzschmerlen war das vollkommen egal und sie haben weiter unbeeindruckt nach Futter Ausschau gehalten.


Beim Füttern konnten wir auch mal einen längeren Blick auf die beiden im Steinbau lebenden Feuerschwänze werfen wobei wir eben bei einem sicher erkennen konnten das es sich um ein Weibchen handelt und daran wo dieses sich hauptsächlich bewegte, vermuten wir das sie auch der Feuerschwanz war vor dem Big Boss den „Balztanz“ aufgeführt hat.

Auch konnten / mussten wir bei ihr eine Verletzung am unteren seitlichen Teil des Schwanzflossenansatzes entdecken. Auch wenn es sich bei der Verletzung, dem Aussehen nach, um eine etwas tiefere Bisswunde handelt hat diese bereits angefangen schön zu verheilen.

Unserer Meinung nach sind solche Verletzungen bei so ruppigen Tieren wie Feuerschwänzen, Netzschmerlen o.ä. immer mal wieder an der Tagesordnung und solange diese nicht anfangen überhand zu nehmen oder lediglich ein Tier das „Prügelopfer“ ist, machen wir uns da keine großen Sorgen. Klar!, auf so etwas muss man bei solchen Tieren immer achten da sich sowas auch schnell mal ändern kann.

Zur Verletzung der Feuerschwanz Sie am Flossenansatz haben wir, gerade wenn wir dieses in Verbindung mit dem „Balztanz“ sehen, eine Vermutung wo sie sich diese eingefangen hat.

Da über das Paarungsverhalten von Feuerschwänzen nicht wirklich etwas publiziert ist, wer sagt uns denn, dass eine solche Verletzung nicht bei der Balz / Paarung entstehen kann. Es gibt mehr wie nur einen Fisch oder Tier das seine Partnerin mit einem Biss bei der Balz / Paarung festhält. Wenn ich mich da nicht ganz irre Verbeissen sich auch Lachse bei der Paarung, nur fällt das nicht wirklich auf, da sie eh eine Körperverändernde Metamorphose bei ihren Wanderungen durchlaufen und nach dem Laichen sterben und davon das einer Lachse im Aquarium gehalten und beobachtet hat hab ich auch noch nicht gehört ^^

Mal schauen, ob sich noch rauskriegen lässt, ob die Verletzung von einem Streit oder einem Balzversuch herrührt. Woher aber auch immer, es tauchen doch beim Beobachten dieser Tiere viele sehr interessante Verhaltensweisen auf, die im Laufe der Zeit auch immer mehr Zusammenhänge und zumindest für uns Verhaltensweisen erklären.
 
 
Geschrieben am 30.08.2018 um 22:08 von Reneè Thissen
Beim weiteren Suchen nach Informationen über Feuerschwänze konnte ich zu den weißen Flossenspitzen noch die Aussage finden, das es sich bei Tieren mit einer weißen Flossenspitze um Jungtiere handeln soll.

In wie weit das stimmt kann ich leider noch nicht sagen und ob unser Feuerschwanz mit der weißen Flossenspitze mit ca. 10 -11 cm noch zu den Jungtieren zählt konnte ich leider noch nicht rausbekommen. Wie alt der „Kleine“ nun ist, weis ich auch nicht, weiß nur das er nun seit knapp 3 Monaten bei mir rumschwimmt und noch immer die weiße Flossenspitze hat. Ich werde das aber auf jeden Fall mal im Auge behalten, wenn es ein Alterszeichen ist müsste der ja bald mal verschwinden.

Der Flossenform nach zu urteilen ist der „Kleine“ mit der weißen Flossenspitze ebenfalls ein Männchen. Er ist zwar klar der in der Rangfolge Schwächste doch in seinem Revier wird er von den anderen keineswegs gestresst.

Klar und auffällig ist mittlerweile das das große Feuerschwanz Männchen aus dem Wurzelbereich unter den Feuerschwänzen das sagen hat. Auch sonst hat er sich im Becken zum „Big Boss“ gemustert. War er, genau wie die anderen Feuerschwänze anfangs doch sehr zurückhaltend, gerade wenn ich mit der Hand im Aquarium war, so ist er jetzt sofort der Erste der angeschossen kommt und Kontakt sucht. Auch sonst dreht er stets wie ein friedlicher aber aufmerksamer Wachhund durchs Aquarium. Hierbei gibt es aber außer gelegentlichen Reviergrenzkonflikten mit seinen Artgenossen keinerlei Stress oder Aggression zu den anderen Fischen, es wird sich sogar ganz entspannt das Stück Muschelfleisch mit den Netzschmerlen oder einem der L Welse so wie Pandas geteilt.

Ansonsten konnte ich auch noch ein paar weitere Informationen über die Vermehrung des Feuerschwanzes in Erfahrung bringen.

In der Natur ist die Fortpflanzung kaum erforscht. Da aber seit Beginn von Staudammprojekten im Heimatland des Feuerschwanz die natürlichen Populationen stetig und stark zurück gegangen sind kann man wohl davon ausgehen das auch der Feuerschwanz Laichwanderungen Stromaufwärts unternimmt.

Bei Recherchen über Feuerschwanz Nachzucht in Gefangenschaft konnte ich in Erfahrung bringen das diese wohl nur unter Hormon- und Medikamenteneinsatz gelingt die Tiere dann aber angeblich in Laichhöhlen abgleicht haben und es sich um etwa 1000 Eier handeln soll. In einer anderen Quelle hingegen hieß es es wird über Sandböden gelaicht und der Laich dürfe nicht mit dem Boden in Kontakt kommen.

Wenn der ein paar Einträge zuvor beschriebene Feuerschwanz Tanz tatsächlich sowas wie ein Balz Tanz gewesen sein sollte würde die Variante mit über dem Sand Laichen wohl am ehesten passen.

1. Das Männchen lockt vom Steinhaufen weg zum Bereich mit dem Sanduntergrund
2. Das Männchen hält während dieser Zeit jeden anderen Fisch aus dem von ihm umkreistem Gebiet über dem Sand fern
3. keine entsprechende Höhle im unmittelbaren Umkreis des Tanzes dafür hätten sie weiter in den Steinbau hinein oder eine halbe Etage tiefer näher an der Frontscheibe sein müssen
4. Der Freischwimmbereich über dem Sand ist der Bereich wo die Strömung von wilden Wirbeln zu einem starkem gradlinigem Strom geworden ist. Auf die Natur bezogen würde also hier die Strömung des Flusses den Laich lange mit sich tragen bevor dieser zu Boden gesunken ist.

Das werde ich auf jeden Fall weiter im Auge behalten
 
 
Geschrieben am 28.08.2018 um 21:54 von Reneè Thissen
Update 2 Feuerschwänze

so wie erhofft zeigt das immer mal wieder mit der Hand Füttern seine erhoffte Wirkung.

Zunächst wurde das Umkreisen meiner Hand wie die Haie die Beute immer mit schon kleineren Kreisen begonnen was auch nur immer kürzer werdende Zeit anhielt. Heute (28.08.2018) dann bei der Abendrunde, ich wollte ohne Futter an / zwischen den Fingern lediglich den Futterstein rausnehmen und wurde schon auf dem Weg mit meiner Hand zum Stein sofort vom großen Feuerschwanz Männchen mit abbarteln und kurzem angeschmiegtem vorbeigleiten begrüßt.

So hatte ich also Erfolg damit das die Tiere mich und eingriffe von mir in ihren Lebensraum anfangen nicht als eine Bedrohung sondern als etwas in ihrem Lebensraum Normales wahrzunehmen.

Darüber das ich mich langsam und behutsam zu einem Teil ihres Lebensraumes mache, erhoffe ich mir das sie mich so auch weniger als störenden Einfluss wahrnehmen und in meiner Anwesenheit bei Arbeiten am Becken nicht als Stressfaktor sehen.

Zumindest bei den Feuerschwänzen und der Birma Schmerle scheint das auch schon gut zu funktionieren und auch die anderen vertretenden Arten lassen sich schon zumindest deutlich weniger von mir stören wenn ich im Becken hantiere als anfangs.

Ich finde es schon sehr interessant die Feuerschwänze welche anfangs langsam und vorsichtig wie die Haie die Beute umkreisten bevor sie sich einen flüchtigen kontakt zu mir oder dem Futter erlaubten sind nun die welche mich als erstes freudig begrüßen wenn meine Hand im Becken hantiert. die ansonsten doch sehr neugierigen Netzschmerlen hingegen kommen meist nur kurz angehuscht und sind wieder weg. Allgemein sind die Netzschmerlen im Vergleich zu den sich meist, auch wenn manchmal echt schnell, elegant bewegenden Feuerschwänzen kleine ADHS Kaninchen im Aqua. Im Vergleich zu den meist rumspielenden Netz und Birma Schmerlen sind die Feuerschwänze die meiste Zeit doch die chilligen, entspanten durch das Aqua Gleiter.

Dieses geschmeidig, elegante Bewegungsbild zieht sich eigentlich durch alle uns bisher aufgefallenen Verhaltensmuster. Lediglich bei Revierstreitigkeiten schießen sie wie ein Pfeil durchs Wasser und beim oben beschriebenem Zucktanz ist es natürlich auch wieder etwas anders aber es besitzt dennoch eine gewisse Eleganz.
 
 
Geschrieben am 28.08.2018 um 14:27 von Reneè Thissen
Aktualisierung Feuerschwanz Block:

So hier mal ein paar interessante Links aus dem WWW wo Informationen über Feuerschwänze zu finden sind. Es dürfte euch nicht schwerfallen dabei die Widersprüche in den Aussagen zu bemerken

1 Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Feuerschwanz-Fransenlipper


2. Fischlexikon (hier steht zumindest etwas über Eiablage in Höhlen und Entwicklung von Jungtieren aber wirklich was über Verhalten und Nachzucht steht auch hier nicht, ebenso heißt es das die Informationen Wikipedia entnommen wurden wo wie ihr zuvor lesen konntet andere Infos stehen.)
https://www.fischlexikon.eu/fischlexikon/fische-suchen.php?fisch_id=0000000523


3. DRTArchiv (Diese Seite widerspricht sich selbst bei der Größenangabe und berichtet von 1000 Eiern Laich welche nicht den Boden berühren dürfen)
https://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.php/FischeSchmerlen/Feuerschwaenze


4. Natürlich auch der passende Link hier von Aquariumbeispiele.de wo uns Tom schon eine / seine Artenbeschreibung eingestellt hat.
https://www.einrichtungsbeispiele.de/zierfische/asien-australien/feuerschwanz_slnk.html


So hier passend dazu einmal ein paar aktuelle Fakten angaben zu meinen Feuerschwänzen:

größtes Tier M ca. 14 cm
Geschlechterverhältniss:
Temperatur 28 Grad und die Tiere fühlen sich pudelwohl
Da das Becken einem Flusslauf nachempfunden ist wird etwa jeden 4 Tag 1/3 bis 1/2 Wasserwechsel durchgeführt (eher auch mal öfter wenn der Eindruck von schlechten Wasserverhältnissen besteht, der gesamte Besatz des Aquariums kommt aus fließenden Gewässern und freut sich eher über einen Schwall kühleres, sauerstoffreiches Frischwasser als das es stören würde. Zum Wasserwechsel verwende ich nicht aufbereitetes Essener Leitungswasser. dieses wird nach und nach im Laufe der Zeit durch den sich im Becken befindenden Torf so wie dem Eichenlaub und anderen Huminsäure enthaltenden Hölzern angesäuert was die KH bricht / senkt und somit sich auch der PH Wert nach unten verändert. Durch diese Variante simuliere ich auf natürlichem Weg die Werteschwankungen welche sich in der Natur durch mehr oder weniger Starke Regenfälle und dem stehts sich im Wasser Befindenden Huminstoffen ergeben. Bisher habe ich den Eindruck das dieses meinen Tieren ganz gut gefällt.

Auf Grunde dieser stetigen Schwankungen messe ich auch nur recht selten die Wasserwerte sondern kontrolliere lediglich stichprobenartig die mich in einem Moment interessierenden Werte. Daher gibt es für meine Becken auch nur selten irgendwo eingetragene Wasserwerte.

Wenn ich mich entschließen sollte den Feuerschwänzen ihrem Verhalten und der Fortpflanzung weiter auf den Grund zu gehen, werde ich mir sehr wahrscheinlich eine Digitale Dauermessstation ans Becken hängen, macht dann doch die Dokumentation deutlich leichter ;-)

Unsere 4 Tiere in dem 120 x 40 x 50 cm (240 l) Becken lassen klare Reviergrenzen erkennen welche beachtet werden aber auch keine undurchdringliche Wand sind. Wenn der eigentliche Bewohner des Reviers gerade nicht da ist oder anderweitig abgelenkt wird, wird gerne auch das Revier eines anderen erkundet. Was dann natürlich hin und wieder auch mal zu nem kleinen Zoff führt. Wir halten diese kurzen Anzickerreien aber für vollkommen normal unter dieser Art.

Trotz der klaren Reviergrenzen lässt sich dennoch eine Art Gruppenverhalten mit Hierarchien erkennen. Hier ist das große Männchen klar der Boss und der kleinste mit der weißen Flossenspitze klar der Unterste in der Rangfolge. Bei den 2 Feuerschwänzen welche sich hauptsächlich im Steinaufbau rumtreiben scheint es so etwas wie eine Gleichberechtigung zu geben und gemeinsam setzen sie sich in ihrem Revier auch gegen das große Männchen durch. Abseits des Revierverhaltens kann man aber auch gelegentlich beobachten das sich die Tiere untereinander in den sich im Freischwimmbereich überschneidenden Reviergrenzen begegnen und dort dann auch aggressionsfreie positive Interaktionen mit einander haben.
 
 


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