Logo von Einrichtungsbeispiele.de
Du findest hier 8.881 Aquarien, 24 Teiche und 22 Terrarien mit 158.111 Bildern und 2.011 Videos

Blogartikel 'Wasserwechsel bei Malawi & Tanganjikabecken warum so wichtig?' von Malawigo

einrichtungsbeispiele.de-Moderator
Moderatorenbereiche: Malawisee, Tanganjikasee, Meerwasser
Userbild von Malawigo
Ort / Land: 
Marbella / Spain
Aquarianer seit: 
1978


Wasserwechsel bei Malawi & Tanganjikabecken warum so wichtig?

einrichtungsbeispiele.de - TopBlog! 
 
Besonderes Anliegen: ( Wasserwechsel. )

Ich lese hier immer wieder, das je größer das Volumen des Aquariums ist, der Wasserwechsel prozentual dazu abnimmt.

Ich möchte hier dazu folgenden Denkanstoß geben.

Wir alle gehen davon aus, das wir durch füttern der Fische und Ausscheidungen der Fische sowie absterbende Pflanzenteile Nährstoffe in das Aquarium einleiten und deshalb auch wieder entfernen müssen. Darum machen Wasserwechsel ja auch Sinn.
Wir vergessen aber das es sich bei dem Malawisee um ein Gewässer mit besonders niedriger Keimbelastung handelt. ( Quelle Spreinat )
Dort sind nach Messungen des Biologen nur 10 Keime pro Milliliter im Abstand von wenigen Metern vom Seeufer nachzuweisen.
Zitat: Zum Vergleich : 100 Keime/ ml sind in Deutschland im Trinkwasser gemäß Trinkwasserverordnung erlaubt. Zitat Ende ) Den Rest kann jeder nachlesen. ( Malawisee- Buntbarsche / erfolgreiche Haltung und Zucht.)
Ich werde versuchen wenn es die Zeit zuläßt in den nächsten Monaten einen Blog zu schreiben, wenn ich keinen finden sollte, den ich ergänzen kann.
Ich habe versucht mir Klarheit darüber zu verschaffen wie die Keime und Bakterien im Wasser auf unsere Fische wirken.

Dabei ist mir aufgefallen das sich die meisten Bakterien nicht in Tagen oder Wochen vermehren, sondern in Minuten und Stunden!!!

Wenn wir von einer Ausgangsmenge von 1 Million Keimen in unserem Aquarium außgehen was optimistisch ist, und eine Vermehrungsrate alle 12 Stunden zu Grunde legen was ebenfalls optimistisch ist, sind das im günstigsten Fall nach 24 /h 4 Millionen Bakterien.

Ich denke jeder kennt die Geschichte mit dem Schachbrett und der Erbse.... 2, 4, 8, 16, 32, 64, 128...

Eine Reduzierung der Keimzahl im Aquarium ist nur durch einen außreichenden Wasser-wechsel möglich. ( MINDESTENS 50% JEDE Woche. )

Zusätzlich entfernen wir als quasi positivem Nebeneffekt, Nitrat und Stickstoffverbindungen die im Becken erst umgebaut werden müssen. Die weitläufige Meinung das in unseren Filtersystemen Stoffe abgebaut werden ist nicht korrekt, die Stoffe die entstehen werden nicht abgebaut!!! sondern umgebaut.

Bei größeren Becken darf man auch nicht vergessen, das der Fischbestand dazu proportional meistens zunimmt und mehr Fische gehalten werden.

Wir haben normalerweise nie zu viele Fische, nur zu wenig Aquarien. Wenn man also die Möglichkeit hat bei einem großen Becken mehr Fische zu halten wird man das auch tun.

Zur Unterstützung kann hierbei auch ein UV-C Wasserklärer zum Einsatz kommen. Jedoch sollte dieser dann entsprechend groß dimensioniert sein, um auch wirklich einen Einfluß auf die Verringerung der Keimzahl zu haben. Für 500- 600 Liter Becken mindestens 18 Watt darüberhinaus auch durchaus 36 Watt oder
55 Watt natürlich im Dauerbetrieb.

Dann kann auch ein Wasserwechsel reduziert werden.

Wasserwechsel von 20% oder 30% sind bei 500Liter oder 1000 Liter gerademal 100 Liter bzw. 200 Liter, bzw. 150 Liter und 300 Liter.

Wir halten durch die größeren Becken ja auch einen höheren Fischbestand. Der dementsprechend auch mehr Ausscheidungen produziert. Die Pufferwirkung der großen
Wassermenge ist zwar gegeben, diese wird aber weitgehend aufgehoben, besonders durch Proteinhaltiges Futter.

Des öfteren konnte ich hier über rätselhaftes, plötzliches teilweises Fischsterben oder Totalverluste des gesamten Beckens lesen. Alle mit normalen Methoden gemessenen Wasserwerte waren dabei im normalen Bereich... Zufall...??? Manchmal läuft man auf Messers Schneide und ist nicht weit weg von einer Katastrophe.

Ein weiterer entscheidender Faktor bei Malawi Becken ist Ammoniak Nh3, das durch Umsetzung von Stickstoffverbindungen und Ausscheidung der Fische entsteht. Natürlich werden diese in unseren Filtersystemen umgebaut, in andere nicht gefährliche Substanzen, sonst hätten wir keine lange Freude an unseren Fischen.

Das besondere an Ammoniak NH3 ist aber, das es PH !!! abhängig ist!! Das heißt Ammoniak geht bei PH Werten im sauren Bereich PH 6, 0 sehr schnell in Ammonium NH4 über. Bei alkalischem Wasser PH über 8, 0 und mehr, welches für unsere Malawis erstrebenswert ist, funktioniert das wesendlich schlechter bzw. gar nicht, bei einem PH 8 liegen Ammonium NH4 und Ammoniak NH3 im Verhältnis ca. 1:1 vor. Das bedeutet, da Ammoniak NH3 ein sehr starkes Fischgift ist welches auch schon in geringer Dosierung die Kiemen schädigen kann, sind bereits Werte über 0, 1 mg/L Ammonium NH4 als kritisch anzusehen. Die Temperatur spielt hierbei eine Rolle und der Sauerstoff.

Besonderes Augenmerk möchte ich auf die Haltung von Non Mbunas und Räuberbecken lenken, da dort ein großer Anteil an Stickstoffverbindungen eingebracht wird und aber wieder abgebaut werden muß.

Unter normalen Umständen sollten keine Probleme auftreten, aber schon der Einsatz von Fischmedizin oder der falsch gereinigte Filter, hierbei kann es zu einem schnellen Ansteigen des Ammoniakwertes in den toxischen Bereich kommen.



Ich bin bei meiner Recherche heute am 15.03.09 auf folgenden Link gestoßen:

http://www.deters-ing.de/Wasser/wasserwechsel.htm

Dieses Thema ist wirklich sehr komplex geworden und meines Wissens nicht ausreichend beantwortet.

Auch nach der Meinung von Deters ( vielen bekannt über seine Veröffentlichung bezüglich des Hamburger Mattenfilters ) ist ein

" Wasserwechsel von 20 % ein Tropfen auf den heißen Stein "( Zitat).

Um bei seinem Beispiel zu bleiben, müßte man mindestens 66% Wasser wechseln um nur den Nitratgehalt nennenswert zu senken.

Ein weiteres Zitat:

Ammonium(NH4) ist im Prinzip ungefährlich und ein Pflanzennähstoff, aber bei höheren pH-Werten verändert es sich zum Ammoniak (NH3) und das ist giftig.

Ich ( Deters ) würde pH-Werte >8 bis 8.5 als kritisch ansehen. ( Zitat Ende ).


Gerd (fish) hat sich viel Arbeit gemacht und für alle eine Exeltabelle erstellt, bitte mal runterladen und ausprobieren. Durch die Temperaturveränderung verändern sich auch alle anderen Werte!! Sehr interressant.

http://www.groony.de/2009/04/24/berechnung-ammoniumammoniak-belastung/

Ganz unten für alle, Gerds Tabelle für folgende Temp. 25C / 26C / und 27C.




Wieviel Wasser dann gewechselt wird muß jeder für sich entscheiden, auch Wasserwechsel von 30% regelmäßig, sind allemal besser als keine oder unregelmäßige.

Das Wohlbefinden und das Leben unserer Fische hängt davon ab, warum also ein Risiko eingehen, die Mehrkosten für 200 Liter Wasser pro Woche mehr, stehen ja auch in keinem Verhältnis dazu, wenn einem für 300 € die Fische sterben. Mit 50% WW sind wir auf der sicheren Seite.

Das heimtückische an den im Wasser enthaltenen Stoffen und chemischen Umbauprozessen ist aber, das man diese nicht sehen kann. Diese haben aber durchaus entscheidenen Einfluß auf die Lebendsdauer unserer Fische.




BITTE BEACHTEN!!! ANSCHLUSS-BLOG VON FALK


Ammonium und Ammoniak...was ist das und wie wirkt es...?

Ammonium ist das , welches die Fischlein zu 80% über ihre kiemen
und zu ca. 20 % über den Verdauungskanal ausscheiden...
Wichtig hier ist ...es ist kein Gift und stellt nur eine Verschmutzungs-
sache im Beckenwasser dar....
Soweit sogut...man muß aber sehr genau aufpassen, da ab über dem
pH-Neutralwert sich dieses in Ammoniak umwandelt...

genauso , wie Co2 und O2 kann es spielerisch die Zellwände durchdringen
kann und immensen Schaden am Fisch selber anrichten kann.

Der Anteil im Zellwasser steigt in den basischen Charakter und es kommt dazu,
das lebenswichtige Reaktionen , hier der austausch der Gase O2 zu Co2 und
, somit kein Transport von lebenswichtiger „Energie“ , stattfinden kann.

Wie oben gesagt, je größer der pH umso höher die Gefahr einer Ammoniak-Vergiftung...

Zum Vergleich :

bei pH 6, 0 kein Ammoniak , dabei ein zum Austauschen befindliches Ammonium
bis zu einer Gaskonzentration von 8, 0mg/l

Bei pH 8, 0 sollte die austauschbare Ammoniumkonzentration nicht mehr als
0, 3 mg/l haben da der Anteil hier an Ammoniak bei0, 017 mg/l liegt also noch
ungefährlich und je nach dem Besatz bei Ammonium 2, 0mg/l mit Anteil Ammoniak
bei 0, 114mg/l bedenklich ist und ab 4, 0 mg/l Ammonium der Ammoniakanteil
mit 0, 228 mg/l tötlich ist...


Gruß Falk

BITTE BEACHTEN!!! ANSCHLUSS-BLOG VON FALK ,

SAUERSTOFF UND VOLUMEN



Hallo Leute

Da es immer wieder Beanstandungen zu den bewerteten Becken gibt
will ich mal was dazu sagen...
Außer den oft zitierten Angaben zu irgendwelchen Volumenzahlen in
Bezug auf den Besatz, gibt es natürlich auch noch andere Faktoren zu
beachten....

Gut, wir nehmen einen Discus , der in einem 1m_Becken schwimmen soll
er kann ausgewachsen (20cm) 5mal Beckenlänge schwimmen...
Da der Discus kein schneller Schwimmer ist, außer vielleicht Nahrung
schnappen ...die Liter zum Aquarium lasse ich hier mal außen vor...
Ein Glühlichtsalmler der schneller sein muß , da er auf Grund seiner Größe
eher zu den „Verfolgten“ gehört, kann seine Körperlänge (ca. 4cm)
grob 20-mal abschwimmen ...auch hier lasse ich mal die Beckenvolumen weg...

Wenn ich jetzt das ganze in Würfel stecke , die die max. Körperlänge der von
mir hier ausgewählten Exemplare als Kantenlänge haben, kommt man zu einem
sehr ungewöhnlichen Schluss ...wer von den beiden Tieren hat in dem Würfel
mehr Überlebenschancen...? .....richtig der Discus !
Ich erkläre , warum das so ist ...der Discus hat mehr 02 zur Verfügung , der
Salmler nicht... dazu kommt , der Discus hat zwar ein größeres Kiemenvolumen
atmet aber langsamer , es ist außerdem von der Bewegeung abhängig...
Der Salmler hats da nicht so schön , er wäre in etwa um 20mal schneller tot , als
der „Große“....seine Atemfrequenz ist auch in etwa 10mal höher...
Anders ausgedrückt ...10 so Salmler brauchen mehr Sauerstoff , als ein so großer
Discus...
Die Gelehrten sagen hier : der Sauerstoffverbrauch von 1 Fisch mit 1Gramm ist
höher , als 1 Fisch mit 10 gramm Gewicht...
Dazu kommt eben die oben angeführten Fakten...
jetzt kann man dann auch die Volumen , die bewegungsmäßig benötigt werden dazuaddieren...
wie auch schon von SMD in einem anderen Blog angeführt...die Größe des
größten Fisches im Becken sollte zwischen 9-10mal die kantenlänge ausmachen...
dabei ist auch derBeifischbestand auf die Volumenliterzahl mit einzubeziehen...
von daher meistens kleinere Fische gelten ---wird auch mehr sauerstoff verbraucht !

Noch als Anmerkung...
der 7-8%ige Sauerstoffanteil im Becken ist ja allgegenwärtig da wir hier von
Warmwasser sprechen , bei steigender Temp. wie in einem Discusbecken bei 28°C
ist er ja bekanntermaßen etwas geringer..von daher auch wieder ein paar Liter als
Volumen dazugerechnet werden müßen...

soll hier erst mal langen...
Gruß Falk


Hier sind die Tabellen!!!
 
Wasserwechsel bei Malawi & Tanganjikabecken warum so wichtig?
Wasserwechsel bei Malawi & Tanganjikabecken warum so wichtig?
Wasserwechsel bei Malawi & Tanganjikabecken warum so wichtig?
 
Blogartikel 'Blog 1670: Wasserwechsel bei Malawi & Tanganjikabecken warum so wichtig?' aus der Kategorie: "Wasserwechsel" zuletzt bearbeitet von Malawigo am 18.09.2009 um 07:48 Uhr
 
 
Kommentare:
 
Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich anmelden.
 
Geschrieben am 22.02.2010 um 11:30 von mawa
Hallo, obwohl der Blog etwas älter ist, möchte ich auch eine vielleicht schon nebenher thematisierte Anmerkung hervorheben. Warum einen WW von ~50% machen, wenn die Wasserwerte ok sind? Außer einem erheblichen Mehraufwand und Mehrkosten (v.a. abhängig von der Beckengröße) sowie ggf. ein `gutes Gewissen` bringt das dann doch nicht viel,oder?
Gewiss verschiebt sich das NH4/NH3 Gleichgewicht abhängig (u.a.) vom pH-Wert in Richtung des Ammoniaks. Aber bei regelmäßiger Kontrolle der entsprechenden Wasserwerte sehe ich da kein Problem.
Zudem sind die erwähnten Nachteile der Wasserwechsel auch nicht zu unterschätzen.
Es ist wohl eher eine individuelle Entscheidung, ob bei einem Aquarium ein derartiger Wasserwechsel notwendig ist, oder eben nicht. Aus meiner Erfahrung heraus, kann ich bestätigen, dass ich niemals relevante Ammoniak-Mengen nachweisen konnte - trotz wöchentlicher WW von lediglich ~25-30%. Insofern stimme ich Marco hier zu.

Natürlich ist Sinn und Zweck eines Biotop-Aquariums, den natürlichen Lebensraum so exakt wie möglich (ausschnittsweise) nachzustellen. Das aber z.B. die Keimzahl im Wasser eine große Relevanz besitzt, erscheint mir nur zum Teil richtig.
1. eine `normale` Keimzahl (üblich in Aquarien allgemein) im Ostafrika-Becken hat doch noch nicht zu Fischsterben geführt, oder?
2. die meisten Ostafrika-Fische haben doch noch nie diese Seen von innen gesehen. Da hier überwiegend Nachzuchten angeboten werden, ist doch eher relevant, unter welchen Zuchtbedingungen sie aufgewachsen sind, oder?

Welche Faktoren letztlich wichtig sind, einen Lebensraum möglichst exakt im Aquarium nachzubilden, ist -so denke ich - vielfältig auslegbar.

Grüße
Marc
 
 
Geschrieben am 18.09.2009 um 20:30 von Marco Rämisch
@Malawigo!

Genervt, wenn du eine Diskussion anfängst und einmal eine andere Meinung und Fakten aufgezeigt werden?
Sorry, aber dann hab ich die Blogs wohl falsch verstanden und ebenfalls die Antwortfunktion.

Nimm doch mal Stellung zu den drastischen PH Schwankungen, die ihr dadurch verursacht.

Ebenfalls hast du einen tollen Blog (und das meine ich ehrlich!!) zu Nitrifikation geschrieben, aus dem hervorgeht, dass das Endprodukt bei einem funktionierenden Becken lediglich Nitrat ist, der für Fische eben kein Gift darstellt.

Man sollte sich bei den Malawis mal abgucken, wie man solche Probleme im Meerwasserbereich angeht..
Nämlich Abbauprodukte schnellstmöglich aus dem Wasser ziehen, "bevor" sie eine Belastung des Wassers darstellen.

Soll heissen, den Mulm und Abfallstoffe mit grossen Schnellfiltern entfernen und diese alle 2-3 Tage reinigen.

Und nochmal.. Bei einem Becken mit ausreichender biologischer Filterung kommt es zu keiner drastischen Anreicherung von Amoniak, oder Nitrit.

Finde es trotzdem gut, dass ihr euch um die Wasserwechsel Gedanken macht und die Leute aufklärt.
Denn wie schon gesagt kümmern sich viele nur in der Anfangszeit um dieses Thema und lassen es schleifen, solange es gutgeht..

Die vielen Vorteile die bei den Malawibecken herrschen, um möglichst wenig Wasserbelastung zu haben darf man sich gerne auch mal vor Augen halten und habe ich aufgezählt..

Schlechter siehts da schon bei Aquarien mit wenig Strömung, ohne Schnellfilter und wenig Wasseroberflächenbewegung aus.. Wenn Mulm einfach nur versickert.....

Gruss, Marco

 
 
Geschrieben am 18.09.2009 um 20:17 von Malawigo
@ Marco , der Spezialist ist nicht sauer sondern nur genervt,
wir erstellen mit den Blogs keine Regeln, sondern Denkanstöße!

Wasserwechsel unter 30 % bei Malawi und Tanganikabewohnern sind nicht ausreichend. Ich lese immer nur von Fischsterben und Problemen bei Becken die wenig Wasser wechseln. Es wird niemand gezwungen das so zu machen, bei mir gibt es aber auch warmes Wasser aus der Leitung und da bekommen die Fische keinen Temp.Schock.

Gruß Georg
 
 
Geschrieben am 18.09.2009 um 19:38 von Marco Rämisch
Was ich damit eigentlich nur sagen will ist, dass man sich net pauschal hinstellen kann und ne Regel erstellt, dann man minimum 50% Wasser pro Woche zu wechseln hat.

Grad wir ausm Malawi / Tanganjika Bereich haben Sand im Becken, was eine Ansammlung von Mulm fast verhindert, im Gegensatz zu Kies...
Dass der Mulm durch wesentlich grössere Strömungen und Innenfiltern besser entfernt wird als in anderen Naturbecken ist nochmal ein grosser Vorteil.
Dass dieser bei einem Wasserwechsel zusätzlich nochmal abzusauen ist, muss man auch nicht extra den Leuten erklären.

Absterbende Pflanzen befinden sich auch nicht in den Mengen in unseren Becken, dass sie eine grosse Belastung darstellen.

Und dass wir wesentlich grössere biologische Filter als anderswo verwenden ist auch kein Geheimnis.

Ne grosse Oberflächenbewegung des Wassers und damit erhöhte Sauerstoffzufuhr ist Pflicht und wird jedem Anfänger mit auf den Weg gegeben.

Ein eingelaufenes Becken, vernünftiger Besatz und "regelmässige" Wasserwechsel auch unter 50% mit Kontrolle von Wasserwerten ist als normal zu betrachten.

Auf regelmässige Wasserwechsel hinzuweisen finde ich durchaus wichtig denn viele machen mit der Zeit wochenlang keine, was selbstverständlich zu Problemen führt.

Auch zu betonen, dass man in kleinen Becken einen etwas grösseren Wasserwechsel vornimmt, als bei Grossanlagen ist wichtig.

Ich hatte niemals Probleme mit schlechten Wasserwerten und auch niemals ein Fischsterben durch Vergiftung, AUSSER einmal und da war kein Altwasser sondern "Chlor" aus der Wasserleitung Schuld!!

Empfielt doch mal einen Kohle-Durchlauffilter für eure Wasserwechsel, denn ein mehr als 50% Wasserwechsel mit Spuren von Chlor im Wasser rafft euren Besatz durch Vergiftung innerhalb von Minuten hin, nicht die Tatsache, dass jemand nur 30% pro Woche gewechselt hat.

Ebenso zu beachten, dass man durch schlechte Qualitäten des Leitungswassers sich einiges an Nitrat durchs Ausgangswasser ins Becken holt und sich wundert, warum die Werte nie perfekt sind.

Da viele einen zu niedrigen PH Wert des Ausgangswasser haben und aufhärten müssen, würde mich interessieren, wie man den PH Wert bei einem Wasserwechsel so schleichend hebt, dass es den Fischen nicht schadet..
Denn dies ist ein weiterer Punkt , dass krasse PH Wert Schwankungen tötlich für Fische sein können und bei jeder Woche 50% Wasserwechsel mit weicherem Wasser..

Prost Mahlzeit!

Gruss, Marco



 
 
Geschrieben am 18.09.2009 um 18:58 von Marco Rämisch
Oh, ist der Spezialist gleich sauer, weil jemand ne andere Meinung hat?? Top!
 
 
Geschrieben am 18.09.2009 um 18:31 von Malawigo
Ich habe keine Lust mehr antiquiertes Wissen zu kommentieren.

Gruß Georg
 
 
Geschrieben am 18.09.2009 um 14:22 von Marco Rämisch
Eine SEHR gute Antwort von Salmlerfreund!!

Darin ist alles wichtige enthalten!!

Einen Wasserwechsel von mindestens 50% ist eher gefährlich als dienlich..

Zum ersten müsst ihr euer Wechselwasser bei solch hohen Werten auch auf annähernde Beckentemperatur bringen, der PH Wert wird regelmässig stark verändert und sollten die Wasserwerte trotz hohen WW schlecht sein, sollte man nach den Ursachen suchen und sich den biologischen Filter vornehmen..

Eine Unterstützung durch UV,oder Ozon, gerade bei hohem Fischbesatz macht durchaus Sinn, aber die Prozente der Wasserwechsel ständig weiter nach oben zu jagen macht mal überhaupt keinen Sinn.

Wir wollen immer das beste für unsere Fische..
Aber man kanns treiben und man kanns auch übertreiben.

Gruss, Marco
 
 
Geschrieben am 05.04.2009 um 15:52 von Malawigo
Auch ist es keine Absicht ein schlechtes Gewissen zu machen nur weil einer weniger wechselt, durch das Verhältnis- hoher PH Wert - hohe Temperatur - ist die Gefahr aber viel größer einer Ammoniakvergiftung bei uns Ostafrikanern, da das Verhältnis NH4 zu NH3 1:1 beträgt.

Als bei Südamerikabecken oder Becken mit einem niedrigen PH Wert um 7,0 dort ist Ammoniak normalerweise kein Thema da das Verhältnis NH4 zu NH3 ein ganz anderes ist.

Das Thema Ammoniumstoffwechsel mit dem Zusammenhang Sauerstoffkonzentration und Temperatur ist in Arbeit und wird demnächst den Blog weiter ergänzen
 
 
Geschrieben am 05.04.2009 um 14:05 von Malawigo
@ Beate sehr interressante Infos,

ABER, dieser Blog befaßt sich außschließlich mit dem Malawi und Tanganjikasee und Vergleiche oder Ableitungen zu Altwasserbecken oder Südamerikabecken kann man nicht machen der Wasserchemismus in den Seen ist ein völlig anderer.

Erlenzapfen, Seemandelbaumblättern, Torf, etc.kommen für uns Ostafrikaner überhaupt nicht in Frage.

Fakt ist das der Malawi und Tanganjikasee zu den keimärmsten Gewässern gehören in dem Fische leben.

Die Keimbelastung ist niedriger als im deutschen Leitungswasser.

Unsere Fisch sterben auch nicht an zu vielen Bakterien,
es ist aber auch nicht auszuschließen das ostafrikanische Fische die in ihrem natürlichen Lebensraum sehr keimarm leben, bei einer dauerhaften Haltung in stark keimhaltigen Wasser schaden nehmen und die Lebendserwartung sinkt.
Warum also ein Risiko eingehen?

Ich stelle mir das so vor: Als Nichtraucher sitzte ich in einem kleinen Raum und ständig kommt einer rein und raucht, ich sterbe deswegen auch nicht gleich, aber ich fühle mich mit zunehmender Zeit unwohl....

Das war jetzt nur zum veranschaulichen und viele gehen mir hier zu sehr nur auf die Bakterien ein.

Falk kommt da mit seinem Sauerstoffblog ins Spiel usw.


Viele Fisch bei uns Ostafrikanern sterben z.B an einer Amoniakvergiftung.( kommt in den Blog demnächst.)

Gruß Georg

 
 
Geschrieben am 05.04.2009 um 13:03 von Falk
@ Beate

Ja, man soll alles differenziert sehen...
Eine Alternative habe ich im Blog "Nachfüllen-Frischwasser" schon angedeutet,da allerdings als ganz einfache Schemata.
Heutzutage gibt es genug technik,Frischwasser am laufenden ins Becken zu bringen...allerdings bleibt dabei eins bestehen...die Mulm/Kot-Entfernung...die ,wie ich schon gesagt habe,ja Ursache des Übels ist,abgesehen von Bakterienstämmen ,die helfen ,nur Nitrat zu erhalten..

Möcht da auch nicht falsch verstanden werden....

Schönen Sonntag
Gruß Falk
 
 
Geschrieben am 05.04.2009 um 12:34 von Malawi-Guru.de
NACHTRAG:

Was ist eigentlich mit "Sir Rpbert" der hat doch ansich auch gute Erfahrungen....verdächtig still...*g*???????


Lg

Der Guru
 
 
Geschrieben am 05.04.2009 um 12:31 von Malawi-Guru.de
Hi Leutz....

Ich lese und lese und lese..und lese...komm gar nicht mehr nach,bitte packt das Produkt übersichtlich und auf den Punkt gebracht zusammen,Papa sollte hier mal mit mischen und sagt bescheid,wie das Ergebinis aussieht bezüglich Bewertungen.......;-)))))


Aber keine Sorge ich lese weiter......*g*

Lg

Florian
 
 
Geschrieben am 05.04.2009 um 04:53 von Philosoph
Hallo sehr verehrte WWPs (Wasser Wert Päbste),

ich ziehe meinen Hut vor Euch, verfolge den Blog jetzt schon mehrere Tage mit großem Interesse und kann nur eine Bitte an Euch richten:

Bündelt Euer Wissen in einen stetig verfügbaren Beitrag, ob als Reiter oder Download. Hier im Blog wird es doch etwas unübersichtlich. Andreas und Georg haben ja schon Vorschläge gemacht.
Es ist wirklich Klasse, was ich mit Euch schon gelernt habe!

Ich führe einen TWW von 50% durch, wenn ich es wöchentlich schaffe. Wenn ich die Fische länger als 1 Woche auf Frischwasser warten lasse, gehe ich eher in Richtung 80%, je nachdem, wie lange die Zeit zwischen TWW ist. Bisher fahre ich sehr gut mit dieser Strategie.

Seht her Ihr "ich hab nur 90% - wieso hast Du 100%?" Bewertungsjunkies: Dies ist der Grund warum Ihr bei EB.de dabei sein solltet, nicht dass jemand Eure Pfütze huldigt!!!

Elmar
 
 
Geschrieben am 05.04.2009 um 00:01 von T H O R
@ Falk,

Genau so wie auf deiner Seite habe ich mir das vorgestellt.
Jetzt ( nur ) nur noch für jedes Herkunftsland der Fischis und alles ist gut.
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:57 von Malawigo
Falk schreibe ich erstmal Komplett rein, denke das der auch wichtig ist.

Gruß Gerog
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:48 von Falk
Georg ...kannst Du es soschaukeln,das mein Text zumindest teilweise im Blog mit erscheint...bei den vielen Antworten weis kein mensch ,was gemeint ist..
was nicht eindeutig ist ...weglassen oder umschreiben....bitte
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:45 von Falk
das letzte Wort hat "Papa" und bitte der Sauerstoffblog sollte auch zur bewertung maßgebend sein....denn von der geschicht ist jede andere chemische Abwicklung imBecken abhängig..führt kein Weg dran vorbei....meine Idee
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:44 von T H O R
@ Georg,

Beckenratgeber hört sich gut an !

Gute Idee !
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:36 von Malawigo
Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster,

aber Aufgrund der Kompexität und der von allen Seiten hereinströmenden Ideen wie wäre es mit einem eigenen Reiter auf der Haupseite " Beckenratgeber ".

Dort könnte man dann alles wichtige nach Bereichen sortieren, ( Malawi, Tanga Amerika usw. )

Die Kriterien auch für die Beckenbewertung usw dann muß sich niemand mehr rechtfertigen.

Nur so ne Idee
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:32 von Falk
Hier der Link zu meiner Seite für die wasserwerte ...aber von 2008

http://falk.homelinux.org/index.php?option=com_content&view=article&id=134:neu-wasserwerte-fuer-aquarien-stand-2008&catid=56:tipps&Itemid=87
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:24 von T H O R
@ Georg und Falk,

Bei eurem Fachwissen sollte das doch möglich sein, ich baue auf euch meine großen Wasserdoctoren.

LG Andreas,
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:22 von Malawigo
Ich will da Andreas nicht vorgreifen, aber ich habe da sofort an eine Tabelle gedacht
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:19 von Falk
mit den Wasserwerten wirds nicht so einfach...
Grabensee ...bei Malawi die niedrigsten ,bei Tanga etwas höher und bei Vivtoria die höchsten überhaupt...!!!
dasselbe gilt für Süd-Mittelamerika ..3°KH bis 10°KH
also nicht so einfach...???
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:09 von Malawigo
Hi Andreas super Idee,
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 23:05 von T H O R
Hallo Leute,

Ich würde mich freuen, wenn man unter interaktiv und Downloads die Wasserwerte für Aquarien aller Art und die dazu gehörigen Wasserwechsel niederschreiben würde.
Als so zu sagende Faustregel für unsere User, natürlich zum Wohle unserer AQ Bewohner.
Dann könnte man die Leute darauf hinweisen und würde Georg entlasten.
Was haltet ihr davon ?
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 22:44 von Malawigo
@ Falk

klasse Du sprühst ja vor Fakten..... Wahnsinn!!!

Wichtig ist mir jetzt nur, das wir das gesamte Konzept langsam angehen, wir müssen das spannend, informativ und vor allem!! verständlich für alle die halten, die nicht wie wir beide im Thema sind.

Habe da auch schon weitere Ideen z.b dieses Thema wirklich wie ein Art Ratgeber für alle Becken auszubauen,
Südamerika, Asien, usw.

Nur nochmal, ganz wichtig wir müssen das so verarbeiten und ausspucken das das alle sachlich verstehen, vor allem denke ich da auch an die Einsteiger.

Und schicke Beate doch mal ne Mail ... das ist die Idee.

Gruß und Danke

Georg
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 22:33 von Malawigo
@ Florian,

super Du bist auch dabei, ( hab ich mir schon gedacht, grins )

Ich denke aber, das hier alle vernünftig sein werden solange es verständlich ist. Keiner möchte seine Fische verlieren nur wegen 10 oder 20 % Wasserwechsel mehr oder weniger.

Danke

Gruß Georg
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 22:32 von Falk
Lieber Georg

wie das so ist bei mir..Kopf voll geht nix rein oder es liegt am Weissbier...lach)))

ganz wichtig wäre auch noch anzuführen...schlechte Filterleistung...!!!schon oft hier beschrieben,aber wir sprechen ja immer von wie lange laufen lassen und das es so gehen würde ..ich sage ...falsch,zumindest teilweise, denn (Erklärung)...
auch wenn bacs also die nitritumwandelnden...
brauchen den meisten sauerstoff,gegenüber den Nitratverarbeitenden...das bedeutet...eine schnellste ebenfalls ansteigende Schadstoffkurve,was hier jedem einleuchten müßte
also auch immer nach dem Filter schauen,oder nicht...?!
ich glaube ,dieses nicht erst beweisen zu müßen...

lG Falk
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 22:20 von Falk
schön ,das hier mal viel mehr leute lesen und begreifen,was so ein wasserwechsel bewirken kann,obwohl ich echt sagen muß...hier fehlt mir ganz persöhnlich Beate Laufer......da würde noch mehr Schwung in die Sache kommen....
Ich mach hier aber echt mit Ehrgeiz weiter...wenn ich darf...

Der Falk...
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 22:19 von Malawigo
@ Thor

Hallo Andreas,

ich finde es super das Du als Moderator vorangehst und die Konsequenzen daraus ableitest!!!

Ich würde sagen als Basis 50 % Wasserwechsel anzugeben ist sehr vernünftig, unter normalen Umständen sollten wir alle damit auf der sicheren Seite sein.

Sollte es Ärger mit alten Bewertungen geben oder auch neuen, verweise alle die es nicht richtig verstehen, sie sollen erst einmal den Blog lesen. ( Dieser wird auch noch erweitert )

Und im übrigen kann jeder von Euch sie auch an mich verweisen, den harten Fällen erkläre ich es auch persönlich, ist ja in Ihrem eigenem Interresse und außerdem hab ich ein dickes Fell :))

Danke auch Dir, für Deine Unterstützung,

LG Georg

 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 22:15 von Malawi-Guru.de
Hi Georg!
Ich schreibe schon mit dem "Papst" PNs hin und her....dieser Blog hat auswirkungen auf die Malawi Haltung....und noch eines "siehe" BITTE sofort meine Wasserwerte angaben und Updates!!

Die Umsetzung hier sollte schnellsten für alle User gelten aber das sollte diesesmal von ganz oben kommen ,sonst gibts böses Blut ..das weiss ich aus Erfahrung!!!!!!

Sehr gut und danke dafür.......!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Lg

Flo
*Der Guru*
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 22:06 von Malawigo
@ Thor

Hallo Andreas,

ich finde es super das Du als Moderator vorangehst und die Konsequenzen daraus ableitest!!!

Ich würde sagen als Basis 50 % Wasserwechsel anzugeben ist sehr vernünftig, unter normalen Umständen sollten wir alle damit auf der sicheren Seite sein.

Sollte es Ärger mit alten Bewertungen geben oder auch neuen, verweise alle die es nicht richtig verstehen, sie sollen erst einmal den Blog lesen. ( Dieser wird auch noch erweitert )

Und im übrigen kann jeder von Euch sie auch an mich verweisen, den harten Fällen erkläre ich es auch persönlich, ist ja in Ihrem eigenem Interresse und außerdem hab ich ein dickes Fell :))

Danke auch Dir, für Deine Unterstützung,

LG Georg

 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 21:51 von Falk
@Malawigo


Ich bin ja noch nicht fertig und ich möchte gern anmerken,so ich darf, das die Links eigentlich etwas widerspiegeln sollten,was eben in Bezug auf die Übersättigung mit tox.Substanzen alles so angestellt wird...

Gruß Falk
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 21:38 von Malawigo
@Falk vielen Dank, für Deine Unterstützung um den Blog noch zu erweitern und zu vervollständigen,

da sind jetzt wirklich Punkte drin die ich in den Blog einarbeiten werde, kommt auch gleich noch was rein für Leute die Ihre Becken neu einrichten.

Gemeinsam gehts jetzt richtig vorwärts.!!! Klasse, zum Nutzen aller!!

Ist in Arbeit.

Gruß Georg
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 20:52 von T H O R
Hey Jungs,

Nachdem ich mir eure Berichte und Kommentare hier durchgelesen habe, bin ich zu dem Schluss gekommen bei mir jetzt den WW auf 50 % zu erhöhen.
Natürlich wöchentlich, denn mein Besatz ist ja auch am obersten Limit.
Da ich ja Nachzuchten pflege und keine WF hoffe ich das das ausreichend ist.
Mehr als 50 % WW würde ich ja gerne machen, doch da streikt mein Geldbeutel.
Werde ab heute auch meine Bewertungen bei unseren neuen Usern auf 50 % WW wöchentlich hochschrauben.
Kann natürlich wieder Ärger geben mit schon vorhandenen Becken :-( Zwickmühle !?
Finde eure Beiträge zum Thema WW sehr informativ danke dafür, habe wieder viel gelernt.

LG THOR,
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 17:33 von Falk
Hallöchen...

Gut ,ich schon wieder....
Ich werde mal keine mathematischen Rechnungen
hier angeben...nur soviel...............

In Bezug auf das von mir angesprochene plötzliche
Fischsterben,so wie Simon V. z.Bsp. vor nicht allzulanger Zeit
in seinem Malawi-Becken hatte , so komme ich zur Schlußfolgerung
mal den auch in meinem Blog „Sauerstoff und Volumen“ angeführten
Text hier zu übertragen ,aber eben auf tox. Substanzen zurückgreife...

Ich habe nach einer gewissen Zeit die größtmögliche „Angiftung“ die
noch für Fische verträglich ist...daraus resultierend fdie Atemfrequenz
steigt ,die ja auch den Sauerstoffpegel schneller sinken lässt...
und auch die erhöhte Bac.-Arbeit ,also Umwandlung der schädlichen
Komponeneten, läßt den Sauerstoffpegel noch schneller sinken...
Doppelte Belastung bei gleichzeitigem proportionalen Anstieg der Schad
substanzen...,also eine auf kürzester Zeit zu einem Schadstoffgau
anwachsende „Bedrohung“ für den Fischorganismus !!!
Die Zeitspanne bis zum Gau muß man sich so vorstellen ,wie Du schon
angeführt hast ,mit dem Schachbrett..je mehr ,umso schneller ....

Wir alle sollten das schon mal erlebt haben ,wenn sich die Fische Richtung
Oberfläche aufhalten und „hecheln“, was in der Regel ja auf hohe
Nitratwerte schließen läßt...,es muß aber nicht so sein,sondern eben
eine toxische Anreicherung kann es auch sein,augenscheinlich findet da man
keinen Unterschied...
Nur das eben bei Nitratanreicherung über Normallevel kein Fisch gleich den
Geist aufgibt...!!!

Gut,beim nächsten Mal können wir auch darüber sprechen,wie es bei einem
Bakterienabriss, also plötzliche Einstellung der verarbeitenden Mainzelmännchen
im AQ aussieht...

Gruß Falk

P.S. Bitte den Blog wieder akt....sonst muß ich suchen ......grins)))
 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 09:09 von Falk
Gut, ich fang noch mal von vorn an....
Und bitte ,gib auch Deinen Senf dazu....
ich mach es aber schrittweise...

Wie oben erwähnt....Der Anstieg der tox. Substanzen in einem zeitraum ennorm ansteigt...........................
dies gilt für sämtliche Ammoniumverbindungen,für Nitrat gilt das immer !....und gerade bei Grabenseebecken insbesondere,da hier die "Verbraucher" also z.bsp. Pflanzen ganz oder zum großen Teil fehlen...
Ich will sagen...das diese Substanzen nach einem Befüllen eines Beckens innerhalb eines Zeitraums von bis zu 4 Wochen unproportional ansteigen , nach 4 Wochen spätestens Nitrit nicht mehr zu messen sein sollte ,aber eben Nitrat und Ammonium den Zyklus von vorn beginnen..,wobei Nitrat stetig steigend ist.Nitrat wird aber mal umgangssprachlich gesehen eher in hohen Dosen toleriert,als eben Stickstoffverbindungen.
der wasserwechsel sollte eben in einem zeitraum von 5 bis 14 Tagen erfolgen,damit dieser Wiederholungsrythmus klein gehalten wird ...
Außerdem wird mit dem Wasserwechsel auch einiges andere mit ins Becken gegeben,da ja unser wasser aus der Leitung nicht vollkommen claen geputzt wird ,für uns Menschen...
So zum beispiel eisen ,welches ja bekanntermaßen für den Sauerstofftransport im Hämoglobin nötig ist oder für die Photosynthese bei Pflanzen...Wenn ,kann ich auch noch mehr dazu nennen...
Das komische ist ...die Konzentration von Ammonium verbindungen in der Natur sind ja das hundertfache weniger ,als selbst von Detmers angegeben bis zu 0,4 mg/l...
Gut,man sollte auch etwas anderes unter die Lupe nehmen...ohne einen Fisch im Becken,wird kein oder nur selten Stickstoff entstehen ,hier im Blog angegeben bei Grabenseebecken sowieso nicht...aber sobald der erste Fisch ins Wasser "kackt" haben wir den Salat!
Hier geht es ja erst los...Da vom Zutun der dafür vorgesehenen Bakterienstämme alles innerhalb kürzester zeit zu Stickstoffverbindungen umgewandelt wird,kommen wir wieder zu oben von mir gesagter "toxischer" Kurve...
Hier ist wieder noch zu sagen...der oft zitierte leichte Überbesatz ist eigentlich vielleicht hie und da "Artennützlich", aber eigentlich der größte Blödsinn,den man als gestandener Aquarianer machen kann ,mich mitgezählt...
Dadurch wird man ja gezwungen die Wasserwechselmenge zu erhöhen und die Zeit zu verkürzen....

Heut solls langen ,aber ich mach weiter..
Gruß falk


 
 
Geschrieben am 04.04.2009 um 00:04 von Malawigo
Habe mir jetz mal alle Links angeschaut, aber keinen direkten Zusammenhang zu dem Titel diese Blogs gefunden der nicht berücksichtig worden ist.

 
 
Geschrieben am 02.04.2009 um 20:18 von Falk
ach so...

den hier bitte auch lesen...!!(Erfahrungsbericht)

http://www.scalare-online.de/aquaristik/suesswasser/massensterben.html

Gruß Falk
 
 
Geschrieben am 02.04.2009 um 19:51 von Falk
Hallo nochmal

Ich kann das aber mal in Form von Links etwas näherbringen,
schaut da rein und wenn es nicht auslangt, bitte melden...

zum allgemeinen Prozzess bis zum Entstehen des z. Bsp. gesättigten und auch sauren H2+....dieser Link

http://www.arauntermarch.ch/nitrifikation.htm

dann zur toxischen seite mit versuchen dazu ein Link

http://www.springerlink.com/content/46467274317h8x32/

und da die Abarbeitung von K. Wuhrmann und H. Woker

ist als PDF zu holen...

Bitte mal anschauen....

Gruß Falk
 
 
Geschrieben am 01.04.2009 um 23:33 von Malawigo
@ Falk

Microbiologische Untersuchungen haben für normale Aquarienhalter keinen Nutzen, auch ist es für die meisten unerheblich dieser oder jener Wert, wir sollten es hier aber vor allem für alle verständlich machen.

Du hast völlig recht, kein Keim mehr oder Millionen mehr werden unsere Fische töten, nein, es werden die Summen aller Ereignisse sein die dazu führen.

Schreibe mir bitte ellenlang, ich verarbeite das dann hier und werde versuchen, das in verständliche Worte für alle umzusetzen.

Nur so kommen wir gemeinsam weiter!! Freue mich darauf.

Viele Grüße

Georg
 
 
Geschrieben am 01.04.2009 um 22:07 von Falk
Hi

Insoweit wirklich sehr gute Gedanken gemacht und auch gut hier angebracht...die microbiologische Untersuchung wird aber nur zeigen , welche Bacs oder Bac.-Stämme zu welchem Anteil im wasser enthalten sind ,es wird zu 90 % nicht die teilungsrate angeben.
Bei einer toxischen Vergiftung ,die zumeist am plötzlichen Fischsterben Schuld ist ,sollte man nicht nur die Ammoniakkonzentration sehen,sondern auch die Anteile an nicht verdaulichen ,sowie nicht durch Fische verursachten toxischen Substanzen ... ich müßte hier jetzt ellenlang schreiben...nur soviel..die teilungsrate bei nitrifizierenden Bacs liegt bei 50% in einer Stunde ,die von nitrifikanten bei 30 % proStunde , wer wird rein zeitmäßig gesehen die Oberhand haben...?
Wie oben schon gesagt ..toxische Vergiftung...die Fische haben max. 4 stunden nach Überschreitung der "Höchstlevel", danach keine Chance mehr ,die Tiere zu retten, auch nicht mit Wasserwechsel ,selbst bei 90% und mehr.
Die Fische zu retten ...nur bei sofortiger Entnahme aus dem geschädigten AQ.
Das becken muß!!! einen kompletten WW bekommen ...!
Es hilft hier rein gar nix außer das gesagte ...
Abgesehen davon...die Anteile pH im normalen Betrieb von Malawi und Co. bis max. 8 pH, Ausnahme ist Vic. mit weit darüber....

Die WW müßen sein und ich gebe voll recht zumindest gut 30% pro 7 Tage und alle vier Wochen 80 %....wer mehr will ,es steht nichts dagegen...
Auch eine ständige Frischwassergabe ,also in Tropfenform (siehe Blog) die mit der Verdunstungsrate konform geht, empfehle ich...Vorteil ..Ausgewogene Wasserwerte und Belastungen...

Gruß Falk

Ach so, wegen der Stoffe (Vergiftung)..Bhor Silicathaltige Stoffe und natürlich die Ammoniakgeschichte...

Bis dahin
 
 


Zurück

Wenn dir die Inhalte dieser Seite gefallen, dann teile sie jetzt mit deinen Freunden. Danke!
Partner für Aquarienbau
Partner für Aquarientiere
Partnershop
Partner für HMF-Filter
Partner für Aquariumlicht
Wir werden unterstützt von: