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Lilagold-Feuerfalter: Lycaena hippothoe im Garten

Einrichtungsbeispiele mit Lycaena hippothoe

Lesezeit: ca. 13 Minuten
Lilagold-Feuerfalter: Lycaena hippothoe im Garten (Einrichtungsbeispiele mit Lycaena hippothoe)
Lycaena hippothoe (Lilagold-Feuerfalter) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Frank Vassen from Brussels, Belgium, Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe), Weisser Stein bei Mürringen, Ostbelgien (27603389330), CC BY 2.0

Wissenswertes zu Lycaena hippothoe (Lilagold-Feuerfalter)

Der Lilagold-Feuerfalter, wissenschaftlich Lycaena hippothoe, gehört zu den besonders attraktiven heimischen Tagfaltern und fällt vor allem durch die leuchtende Färbung der Männchen auf. Die Art ist eng an blütenreiche, eher feuchte Wiesen und ähnliche Lebensräume gebunden und stellt damit deutlich höhere Ansprüche an ihre Umgebung als viele häufige Gartenschmetterlinge. In einem gewöhnlichen, intensiv gepflegten Hausgarten wird man den Lilagold-Feuerfalter deshalb nur selten entdecken. Naturnahe Gärten in geeigneten Regionen können jedoch wertvolle Trittsteinbiotope darstellen und den Faltern Nahrung, Ruheplätze und unter günstigen Voraussetzungen sogar geeignete Raupenpflanzen bieten.

Für Gartenliebhaber ist Lycaena hippothoe besonders interessant, weil sein Vorkommen beispielhaft zeigt, wie wichtig heimische Wildpflanzen, extensiv gepflegte Wiesenflächen und ein kontinuierliches Blütenangebot für spezialisierte Schmetterlinge sind. Wer den eigenen Garten entsprechend gestaltet, hilft dabei nicht nur dem Lilagold-Feuerfalter, sondern einer ganzen Lebensgemeinschaft aus Schmetterlingen, Wildbienen und anderen Insekten.

Die wichtigsten Fakten zu Lycaena hippothoe

Merkmal Information
Wissenschaftlicher Name Lycaena hippothoe
Deutscher Name Lilagold-Feuerfalter
Familie Bläulinge
Wissenschaftliche Familie Lycaenidae
Gattung Lycaena
Ordnung Schmetterlinge
Wissenschaftliche Ordnung Lepidoptera
Verbreitung Europa und Teile Asiens
Typischer Lebensraum Feuchte und blütenreiche Wiesen, Bergwiesen, Waldwiesen
Nahrung der Falter Blütennektar
Nahrung der Raupen Vor allem Ampferarten
Aktivitätszeit Vor allem späte Frühjahrs- und Sommermonate
Überwinterung In einem unreifen Entwicklungsstadium
Giftigkeit Für Menschen und Haustiere ungefährlich
Bedeutung im Garten Bestäuber und Indikator für naturnahe Lebensräume

Herkunft und Verbreitung

Lycaena hippothoe ist ein europäisch-asiatisch verbreiteter Schmetterling. Sein Areal reicht über weite Bereiche Europas und setzt sich nach Osten über Teile Asiens fort. Innerhalb dieses großen Verbreitungsgebietes kommt die Art allerdings keineswegs überall gleichmäßig vor. Entscheidend sind geeignete Lebensräume mit passendem Mikroklima, ausreichendem Blütenangebot und den benötigten Raupennahrungspflanzen.

In Mitteleuropa besitzt der Lilagold-Feuerfalter seinen Schwerpunkt vor allem in Regionen, in denen extensiv bewirtschaftete, feuchte oder frische Wiesen erhalten geblieben sind. Auch in höheren Lagen kann er geeignete Lebensbedingungen finden. Regional können die Bestände deutlich voneinander getrennt sein.

Für den Schutz der Art ist diese Bindung an bestimmte Lebensräume entscheidend. Eine Wiese kann auf den ersten Blick grün und intakt erscheinen und trotzdem für Lycaena hippothoe ungeeignet sein. Wird sie häufig gemäht, stark gedüngt oder fehlen Ampfer und geeignete Nektarpflanzen, gehen wesentliche Bestandteile seines Lebensraums verloren.

Natürlicher Lebensraum

Typische Lebensräume des Lilagold-Feuerfalters sind blütenreiche Feucht- und Frischwiesen, extensiv bewirtschaftete Grünlandflächen, Bergwiesen, Waldwiesen und ähnliche offene Standorte. Wichtig ist dabei weniger eine einzelne Pflanzenart als das Zusammenspiel verschiedener Strukturen.

Die erwachsenen Falter benötigen Blüten, an denen sie regelmäßig Nektar aufnehmen können. Gleichzeitig müssen geeignete Pflanzen für die Eiablage und Raupenentwicklung vorhanden sein. Eine abwechslungsreiche Vegetationsstruktur bietet darüber hinaus Schutz vor Wind, Möglichkeiten zum Sonnen und Rückzugsräume bei schlechtem Wetter.

Besonders problematisch ist eine großflächige Mahd zum falschen Zeitpunkt. Werden sämtliche Pflanzen gleichzeitig kurz abgeschnitten, verschwinden nicht nur die Blüten. Auch Eier, Raupen und ihre Nahrungspflanzen können betroffen sein. Naturnahe Wiesen mit zeitlich versetzter Mahd bieten deshalb wesentlich günstigere Bedingungen.

Gattung und Familie

Der Lilagold-Feuerfalter gehört zur Gattung Lycaena innerhalb der Familie Lycaenidae. Diese Familie wird im Deutschen als Bläulinge bezeichnet. Der Name kann zunächst verwirren, denn keineswegs alle Mitglieder besitzen blaue Flügel. Zu den Lycaenidae gehören neben den eigentlichen Bläulingen auch die Feuerfalter.

Die Vertreter der Gattung Lycaena zeichnen sich häufig durch orangefarbene, kupferfarbene oder rötlich glänzende Flügelpartien aus. Bei mehreren Arten unterscheiden sich Männchen und Weibchen deutlich voneinander. Diese Geschlechtsunterschiede sind auch bei Lycaena hippothoe ausgeprägt.

Feuerfalter sind meist vergleichsweise kleine Schmetterlinge. Gerade ihre metallisch wirkenden Farben machen sie jedoch auffällig. Bei Sonnenlicht kann die Flügeloberseite je nach Betrachtungswinkel besonders intensiv glänzen.

Beschreibung und Aussehen

Lycaena hippothoe ist ein kleiner bis mittelgroßer Tagfalter mit einer Flügelspannweite von ungefähr drei Zentimetern. Das auffälligste Merkmal der Männchen ist die kräftige orange- bis kupferrote Grundfärbung der Flügeloberseiten. Hinzu kommt ein charakteristischer violetter bis lilafarbener Schimmer, der dem Lilagold-Feuerfalter seinen deutschen Namen eingebracht hat.

Dieser metallische Effekt kann abhängig von Licht und Blickwinkel unterschiedlich stark erscheinen. Die Flügel besitzen dunkle Randbereiche, wodurch die leuchtenden Innenflächen zusätzlich hervorgehoben werden.

Die Weibchen sind weniger intensiv gefärbt und wirken dunkler. Ihre Oberseiten zeigen bräunliche und orangefarbene Bereiche sowie dunkle Zeichnungselemente. Dadurch können sie auf den ersten Blick mit anderen Feuerfaltern verwechselt werden.

Die Unterseiten sind wesentlich zurückhaltender gestaltet. Sie besitzen eine graue bis bräunliche Grundfärbung mit kleinen dunklen Punkten und orangefarbenen Elementen. Diese Zeichnung bietet dem ruhenden Falter eine wirkungsvolle Tarnung.

Verhalten des Lilagold-Feuerfalters

Der Lilagold-Feuerfalter ist tagsüber aktiv und besonders bei sonnigem, warmem Wetter gut zu beobachten. Die Falter nutzen offene Blütenflächen zur Nahrungssuche und setzen sich regelmäßig auf Pflanzen oder andere sonnenexponierte Stellen.

Männchen zeigen häufig ein ausgeprägtes Revierverhalten. Von bevorzugten Sitzplätzen aus beobachten sie ihre Umgebung und reagieren auf vorbeifliegende Schmetterlinge. Dieses Verhalten erleichtert auf geeigneten Wiesen mitunter die Beobachtung der Art.

Bei bedecktem, kühlem oder windigem Wetter nimmt die Aktivität deutlich ab. Die Tiere suchen dann geschützte Bereiche innerhalb der Vegetation auf. Gerade deshalb ist eine abwechslungsreiche Pflanzenstruktur wichtig. Eine vollständig kurz gehaltene Rasenfläche bietet kaum entsprechende Rückzugsmöglichkeiten.

Vorkommen in Gärten

In klassischen Hausgärten gehört Lycaena hippothoe nicht zu den regelmäßig auftretenden Schmetterlingen. Sein Erscheinen hängt stark davon ab, ob sich geeignete Populationen in der Umgebung befinden. Ein naturnaher Garten kann keine weit entfernte Population herbeizaubern, wohl aber bestehende Lebensräume ergänzen und miteinander verbinden.

Besonders interessant sind Gärten am Rand von extensiven Wiesenlandschaften oder in Regionen mit bekannten geeigneten Habitaten. Dort können naturnahe Gartenbereiche als Nahrungsplätze und Trittsteine dienen.

Statt eines durchgehend kurz gemähten Rasens empfiehlt sich eine Wildblumenfläche, die nur abschnittsweise gemäht wird. Auch kleinere ungemähte Bereiche entlang von Hecken, Gartengrenzen oder Obstbäumen erhöhen die Strukturvielfalt.

Experten-Tipp: „Eine Schmetterlingswiese sollte niemals vollständig auf einmal gemäht werden. Bleibt immer ein Teil stehen, bleiben gleichzeitig Nahrung, Deckung und Entwicklungsräume erhalten.“

Für Lycaena hippothoe sind insbesondere heimische Wiesenpflanzen interessant. Ampferarten sollten nicht automatisch als störendes Unkraut entfernt werden, denn sie spielen für verschiedene Feuerfalter eine wichtige Rolle als Raupennahrung.

Nahrung der erwachsenen Falter

Die erwachsenen Lilagold-Feuerfalter ernähren sich von Nektar. Entscheidend ist deshalb ein möglichst vielfältiges Blütenangebot während der Flugzeit. Naturnahe Wiesen sind hierfür ideal, weil verschiedene Pflanzenarten nacheinander blühen und somit über längere Zeit Nahrung bereitstellen.

Für einen schmetterlingsfreundlichen Garten sind heimische Wildstauden besonders wertvoll. Wichtig ist nicht, möglichst viele exotische Blütenpflanzen anzusammeln, sondern Pflanzen mit tatsächlich zugänglichem Nektar anzubieten. Stark gefüllte Blüten besitzen häufig wenig oder gar keinen Nutzen für Falter.

Ein kontinuierliches Angebot entsteht am besten durch eine Mischung früh, mittel und spät blühender Arten. Selbst wenn der Lilagold-Feuerfalter den Garten nicht besucht, profitieren zahlreiche andere Tagfalter, Nachtfalter, Schwebfliegen und Wildbienen davon.

Nahrung der Raupen

Für die Fortpflanzung reicht ein reichhaltiges Nektarangebot allein nicht aus. Die Raupen benötigen passende Nahrungspflanzen. Beim Lilagold-Feuerfalter spielen verschiedene Ampferarten der Gattung Rumex eine zentrale Rolle.

Damit zeigt sich ein wichtiger Unterschied zwischen einem dekorativen Schmetterlingsgarten und einem echten Fortpflanzungslebensraum. Blüten ernähren die erwachsenen Falter, während Raupen häufig vollkommen andere Pflanzen benötigen.

Ampfer wird im Garten oft entfernt, weil die Pflanzen als Unkraut gelten oder sich stark aussamen können. In einer naturnahen Ecke dürfen einzelne Exemplare jedoch bewusst erhalten bleiben.

Experten-Tipp: „Wer Feuerfalter fördern möchte, sollte zuerst nach den Raupenpflanzen fragen und erst danach nach besonders dekorativen Nektarblüten. Ohne geeignete Kinderstube bleibt selbst ein blütenreicher Garten nur eine Tankstelle.“

Giftigkeit

Der Lilagold-Feuerfalter ist für Menschen nicht gefährlich. Von den erwachsenen Schmetterlingen geht weder eine Gift- noch eine Beiß- oder Stichgefahr aus. Auch bei der Gartenarbeit sind keine besonderen Schutzmaßnahmen erforderlich.

Ebenso besteht normalerweise keine Gefahr für Hunde, Katzen oder andere Haustiere. Schmetterlinge sollten selbstverständlich nicht absichtlich gefangen oder verfüttert werden. Eine besondere toxikologische Bedeutung besitzt Lycaena hippothoe für den Gartenbesitzer jedoch nicht.

Auch die Raupen stellen keine typische Gesundheitsgefahr dar. Sie besitzen keine mit Brennhaaren ausgestatteten Raupenkörper, wie sie von einigen anderen Schmetterlingsarten bekannt sind.

Vermehrung und Entwicklung

Die Fortpflanzung beginnt während der Flugzeit der erwachsenen Falter. Nach der Paarung suchen die Weibchen gezielt geeignete Bereiche mit Raupennahrungspflanzen auf und legen ihre Eier an beziehungsweise in unmittelbarer Nähe geeigneter Ampferpflanzen ab.

Aus den Eiern entwickeln sich kleine Raupen, die an den Pflanzen fressen. Die Raupen sind im Vergleich zu den auffälligen Faltern unauffällig gefärbt und zwischen den Blättern nur schwer zu entdecken. Das ist ein wirksamer Schutz vor Fressfeinden.

Die Entwicklung von Lycaena hippothoe ist an den jahreszeitlichen Rhythmus seines Lebensraumes angepasst. In vielen mitteleuropäischen Populationen wird im Jahr nur eine Generation ausgebildet. Je nach Region, Höhenlage und klimatischen Bedingungen kann der zeitliche Ablauf variieren.

Nach Abschluss der Raupenentwicklung erfolgt die Verpuppung. Aus der Puppe schlüpft schließlich der erwachsene Falter, womit sich der Entwicklungszyklus schließt.

Für Gartenbesitzer ergibt sich daraus eine wichtige Konsequenz: Wer Schmetterlinge fördern möchte, sollte Pflanzenbestände nicht nur während der sichtbaren Flugzeit schützen. Eier, Raupen oder Puppen können vorhanden sein, obwohl kein einziger Falter zu sehen ist.

Warum die richtige Mahd entscheidend ist

Eine naturnahe Blumenwiese wird durch gelegentliche Mahd langfristig erhalten. Ohne Pflege können sich Hochstauden, Sträucher und schließlich Gehölze ausbreiten. Entscheidend ist deshalb nicht der vollständige Verzicht auf Mahd, sondern deren Durchführung.

Abschnittsweises Mähen ist besonders empfehlenswert. Dabei bleibt ein Teil der Vegetation stehen, während ein anderer Bereich gemäht wird. Später können weitere Abschnitte folgen. Auf diese Weise existieren stets Rückzugsräume.

Auch die Schnitthöhe spielt eine Rolle. Ein extrem bodennaher Schnitt beeinträchtigt zahlreiche kleine Tiere stärker als eine schonende Mahd mit ausreichendem Abstand zum Boden. Das Mähgut sollte nach einer kurzen Liegezeit entfernt werden, damit die Fläche langfristig nicht übermäßig mit Nährstoffen angereichert wird.

Mögliche Krankheiten und natürliche Feinde

Wie andere Schmetterlinge kann auch Lycaena hippothoe von Krankheitserregern und Parasiten betroffen sein. In der Natur gehören solche Verluste zum normalen Lebenszyklus. Eier und Raupen können durch Pilze, Viren oder andere Mikroorganismen geschädigt werden.

Eine bedeutende Rolle spielen außerdem Parasitoide. Bestimmte Schlupfwespen und andere spezialisierte Insekten können Entwicklungsstadien von Schmetterlingen als Wirte nutzen. Hinzu kommen zahlreiche Fressfeinde wie Spinnen, räuberische Insekten und Vögel.

Für Gartenbesitzer besteht normalerweise kein Anlass, gegen solche natürlichen Feinde vorzugehen. Ein funktionierendes Ökosystem lebt von diesen Beziehungen. Problematischer sind menschlich verursachte Belastungen. Insektizide können Schmetterlinge und Raupen unmittelbar treffen, während Herbizide wichtige Nahrungs- und Nektarpflanzen beseitigen.

Auch eine zu intensive Gartenpflege kann indirekt ähnlich gravierende Auswirkungen haben. Wird jede wilde Pflanze entfernt, jedes Gras regelmäßig kurz gemäht und Falllaub vollständig beseitigt, fehlen Rückzugsräume und Entwicklungsplätze.

Alternative Bezeichnungen

Die gebräuchliche deutsche Bezeichnung lautet Lilagold-Feuerfalter. Der wissenschaftliche Artname ist Lycaena hippothoe. Aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Gattung Lycaena wird er allgemein den Feuerfaltern zugerechnet.

Regionale oder ältere deutschsprachige Bezeichnungen können variieren. Für eine eindeutige Bestimmung ist deshalb der wissenschaftliche Name besonders hilfreich. Das gilt insbesondere bei der Abgrenzung gegenüber ähnlichen Feuerfaltern, deren Färbung und Zeichnung auf den ersten Blick vergleichbar erscheinen können.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Lilagold-Feuerfalter in Deutschland heimisch?

Ja, Lycaena hippothoe gehört zur heimischen Schmetterlingsfauna. Seine Verbreitung ist jedoch regional unterschiedlich und stark vom Vorhandensein geeigneter Lebensräume abhängig. Besonders wichtig sind extensiv genutzte, blütenreiche und häufig eher feuchte Wiesen.

Kann der Lilagold-Feuerfalter im Hausgarten leben?

Grundsätzlich kann ein naturnaher Garten geeignete Nahrungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten. Eine dauerhafte Fortpflanzung ist allerdings nur möglich, wenn Raupennahrungspflanzen und weitere passende Habitatbedingungen vorhanden sind. Außerdem muss die Art überhaupt in der Umgebung vorkommen.

Welche Pflanzen benötigen die Raupen?

Die Raupen sind vor allem an Ampferarten der Gattung Rumex gebunden. Wer Feuerfalter unterstützen möchte, sollte daher geeignete Ampferpflanzen in naturnahen Gartenbereichen tolerieren.

Ist Lycaena hippothoe giftig?

Nein. Der Lilagold-Feuerfalter gilt für Menschen und Haustiere als ungefährlich. Weder die erwachsenen Falter noch die Raupen stellen bei normalem Kontakt eine besondere Gefahr dar.

Was frisst der erwachsene Lilagold-Feuerfalter?

Die Falter nehmen Nektar verschiedener Blütenpflanzen auf. Ein vielfältiges Angebot ungefüllter, nektarreicher Blüten erhöht deshalb den ökologischen Wert eines Gartens.

Warum erscheint der Falter trotz Blumenwiese nicht im Garten?

Selbst ein optimal gestalteter Garten kann nur von Arten besiedelt werden, die in erreichbarer Entfernung vorkommen. Fehlen geeignete Populationen in der Umgebung oder liegen zwischen den Lebensräumen große Barrieren, kann der Lilagold-Feuerfalter trotz guter Gartenbedingungen ausbleiben.

Sollte man Ampfer im Garten stehen lassen?

In naturnahen Bereichen ist es sinnvoll, einige Ampferpflanzen zu erhalten. Sie sind wichtige Nahrungspflanzen für die Raupen verschiedener Feuerfalter. Eine kontrollierte Entwicklung einzelner Bestände lässt sich problemlos mit einer gepflegten Gartengestaltung verbinden.

Wie lässt sich der Lilagold-Feuerfalter fördern?

Besonders hilfreich sind heimische Wildblumen, Ampfer als Raupennahrung, der Verzicht auf Insektizide und Herbizide sowie eine abschnittsweise Mahd. Ungemähte Rückzugsbereiche und eine abwechslungsreiche Vegetationsstruktur erhöhen den Wert des Gartens zusätzlich.

Fazit

Lycaena hippothoe ist mit seinen leuchtenden Kupfer-, Orange- und Lilatönen einer der auffälligeren Feuerfalter unserer Landschaft. Hinter seinem attraktiven Erscheinungsbild steht jedoch eine Art mit vergleichsweise klaren Ansprüchen an ihren Lebensraum. Blütenreiche, extensiv gepflegte Wiesen, geeignete Ampferarten und eine abwechslungsreiche Vegetationsstruktur bilden die wesentlichen Grundlagen für sein Vorkommen.

Im Garten lässt sich der Lilagold-Feuerfalter nicht einfach durch das Pflanzen einiger beliebter Schmetterlingsblumen ansiedeln. Entscheidend ist ein umfassenderer Ansatz. Ein Teil des Gartens darf sich wie eine kleine Wiese entwickeln, Raupennahrungspflanzen sollten toleriert und Mäharbeiten räumlich sowie zeitlich gestaffelt werden. Gleichzeitig sollte auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet werden.

Selbst wenn Lycaena hippothoe nicht unmittelbar im eigenen Garten auftaucht, sind solche Maßnahmen sinnvoll. Sie schaffen Lebensraum für zahlreiche weitere Insekten und erhöhen die biologische Vielfalt. Der Lilagold-Feuerfalter steht damit beispielhaft für einen wichtigen Grundsatz naturnaher Gartengestaltung: Schmetterlingsschutz beginnt nicht beim fertigen Falter auf einer Blüte, sondern bei der Erhaltung seines gesamten Lebenszyklus.

Verwandte Arten

  • Lycaena alciphron

    Lycaena alciphron (Violetter Feuerfalter)

    Der Violette Feuerfalter (Lycaena alciphron) gehört zu den faszinierendsten heimischen Tagfaltern Europas. Mit seinen schimmernden Flügeln, der auffälligen Färbung und seinem lebhaften Verhalten zieht er Naturfreunde und Gartenliebhaber gleichermaßen in seinen Bann. Besonders in naturnah gestalteten Gärten mit blütenreichen Wiesen, wilden Stauden und offenen Sonnenflächen kann dieser seltene Schmetterling gelegentlich beobachtet werden. Seine Anwesenheit gilt vielerorts als Zeichen für eine intakte und vielfältige Umwelt.

  • Lycaena dispar

    Lycaena dispar (Großer Feuerfalter)

    Der Große Feuerfalter, wissenschaftlich Lycaena dispar, gehört zu den auffälligsten heimischen Tagfaltern und ist durch seine leuchtend orangefarbenen Flügel kaum zu übersehen. Trotz seiner markanten Erscheinung begegnet man ihm im Garten nicht überall. Die Art ist eng an bestimmte Lebensräume und vor allem an geeignete Raupenfutterpflanzen gebunden. Wer einen naturnahen, strukturreichen Garten mit feuchten Bereichen, blütenreichen Säumen und heimischen Pflanzen gestaltet, kann jedoch dazu beitragen, dem Großen Feuerfalter geeignete Nahrungs- und Rückzugsräume zu bieten.

  • Lycaena helle

    Lycaena helle (Blauschillernder Feuerfalter)

    Der Blauschillernde Feuerfalter gehört zu den seltensten und zugleich eindrucksvollsten Schmetterlingen Europas. Mit seinem metallisch schimmernden Blauviolett, den warmen Kupfertönen und seiner engen Bindung an feuchte Naturlebensräume begeistert er Naturfreunde, Gärtner und Schmetterlingsliebhaber gleichermaßen. Wer einen naturnahen Garten pflegt und sich intensiv mit heimischen Insekten beschäftigt, begegnet früher oder später dem Namen Lycaena helle. Die Art gilt vielerorts als stark gefährdet und ist ein wichtiger Indikator für intakte Feuchtgebiete und artenreiche Wiesenlandschaften.

  • Lycaena phlaeas

    Lycaena phlaeas (Kleiner Feuerfalter)

    Der Kleine Feuerfalter gehört zu den bekanntesten heimischen Tagfaltern und begeistert Gartenfreunde mit seiner leuchtenden Färbung, seinem lebhaften Flugverhalten und seiner erstaunlichen Anpassungsfähigkeit. Obwohl er zu den eher kleinen Schmetterlingen zählt, fällt er durch seine auffälligen orangefarbenen Flügel sofort ins Auge. Besonders in naturnahen Gärten, Wildblumenflächen und sonnigen Wiesen ist der Kleine Feuerfalter ein regelmäßiger Besucher.

  • Lycaena tityrus

    Lycaena tityrus (Brauner Feuerfalter)

    Der Braune Feuerfalter, wissenschaftlich Lycaena tityrus, gehört zu den eher unauffälligen, bei genauer Betrachtung aber ausgesprochen attraktiven heimischen Tagfaltern. Während einige seiner Verwandten durch leuchtend orange oder kupferrote Flügel sofort ins Auge fallen, setzt diese Art auf eine zurückhaltendere Färbung. Gerade dadurch wird Lycaena tityrus im Garten leicht übersehen oder mit anderen kleinen Schmetterlingen verwechselt.

  • Lycaena virgaureae

    Lycaena virgaureae (Dukaten-Falter)

    Vor allem die Männchen des Dukaten-Falters fallen durch ihre intensiv orange bis kupferrot schimmernden Flügel auf, die im Sonnenlicht beinahe metallisch wirken. Trotz seines deutschen Namens zählt der Dukaten-Falter nicht zu den eigentlichen Tagfaltern aus der Familie der Edelfalter, sondern zur Familie der Bläulinge. In naturnahen Gärten kann er gelegentlich als Nahrungsgast auftreten, besonders wenn blütenreiche Bereiche, magere Wiesenstrukturen und geeignete Raupenfutterpflanzen vorhanden sind.

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