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Lasioglossum costulatum im Garten

Einrichtungsbeispiele mit Glockenblumen-Schmalbiene

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Lasioglossum costulatum im Garten (Einrichtungsbeispiele mit Glockenblumen-Schmalbiene)
Lasioglossum costulatum (Glockenblumen-Schmalbiene) - Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Lisette van Kolfschoten (UU), Klokjesgroefbij, Lasioglossum costulatum ♀, CC BY-SA 4.0

Wissenswertes zu Lasioglossum costulatum (Glockenblumen-Schmalbiene)

Die Glockenblumen-Schmalbiene Lasioglossum costulatum gehört zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und zur Familie der Furchenbienen (Halictidae). Sie ist Teil der artenreichen Gattung Lasioglossum, die durch meist kleine, unscheinbare Wildbienen vertreten ist und in Mitteleuropa häufig vorkommt.

Herkunft und Lebensraum

Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet, mit einem Schwerpunkt in gemäßigten Klimazonen. Sie besiedelt offene, sonnige Lebensräume wie Wiesen, Magerrasen, Waldränder, Gärten und Parks. Entscheidend für ihr Vorkommen ist das Vorhandensein von Glockenblumen, da die Art eng an diese Pflanzen gebunden ist. Geeignete Nistplätze finden sich in offenen, eher trockenen Bodenstellen.

Aussehen

Die Glockenblumen-Schmalbiene ist eine kleine Wildbiene mit einer Körperlänge von etwa 6 bis 8 Millimetern. Der Körper ist überwiegend dunkel gefärbt, meist schwarz bis dunkelbraun, mit schwachem metallischem Glanz. Auffällig sind die feinen Punktierungen und Längsstrukturen auf dem Hinterleib, auf die sich auch der Artname bezieht. Weibchen sind in der Regel etwas größer als Männchen und besitzen eine deutlicher ausgeprägte Behaarung an den Sammelbeinen.

Verhalten und Ernährung

Die Art zeigt ein solitäres bis schwach sozial geprägtes Verhalten, wie es für viele Lasioglossum-Arten typisch ist. Die Ernährung ist stark spezialisiert. Pollen wird nahezu ausschließlich von Glockenblumen der Gattung Campanula gesammelt, während Nektar auch von anderen Blüten aufgenommen werden kann. Die Flugzeit reicht meist vom späten Frühjahr bis in den Sommer hinein, abhängig von Witterung und regionalem Blütenangebot.

Fortpflanzung

Die Weibchen legen ihre Nester im Boden an, häufig an besonnten, vegetationsarmen Stellen. Innerhalb des Nestes werden mehrere Brutzellen angelegt und mit einem Pollenvorrat versehen, auf den jeweils ein Ei abgelegt wird. Die Larven entwickeln sich selbstständig in den Zellen und überwintern meist als Vorpuppen, bevor sie im folgenden Jahr schlüpfen.

Nutzen

Die Glockenblumen-Schmalbiene ist ein wichtiger Bestäuber spezialisierter Pflanzenarten, insbesondere von Glockenblumen. Durch diese enge Bindung trägt sie wesentlich zur Fortpflanzung dieser Pflanzen bei und ist damit ein bedeutender Bestandteil artenreicher Wiesen- und Saumbiotope.

Natürliche Feinde

Zu den natürlichen Feinden zählen parasitische Wespen, Kuckucksbienen sowie Vögel und Spinnen. Auch Witterungseinflüsse können die Entwicklung der Brut stark beeinflussen, insbesondere in offenen Bodenstandorten.

Schutzstatus

Die Glockenblumen-Schmalbiene gilt in Deutschland regional als gefährdet oder selten. Der Rückgang blütenreicher Wiesen, das Verschwinden von Glockenblumen sowie die Versiegelung offener Bodenflächen wirken sich negativ auf die Bestände aus. Der Erhalt extensiv genutzter Flächen und ein vielfältiges Blütenangebot sind entscheidend für ihren Schutz.

Deutsche und alternative Bezeichnungen

Der deutsche Name „Glockenblumen-Schmalbiene“ weist auf die enge Bindung der Art an Glockenblumen als wichtigste Pollenquelle hin. Der Gattungsname Lasioglossum bedeutet sinngemäß „zottige Zunge“ und bezieht sich auf die Behaarung der Mundwerkzeuge. Der Artname costulatum lässt sich mit „fein gerippt“ übersetzen und beschreibt vermutlich die feine Oberflächenstruktur des Hinterleibs.

Verwandte Arten

  • Lasioglossum calceatum

    Lasioglossum calceatum (Gewöhnliche Schmalbiene)

    Die Gewöhnliche Schmalbiene ist eine der am häufigsten vorkommenden Wildbienenarten Mitteleuropas – und dennoch bleibt sie vielen Gartenbesitzern weitgehend unbekannt. Während Honigbienen und Hummeln sofort ins Auge fallen, werden die kleineren Vertreter der Wildbienen oft übersehen. Dabei spielen sie eine ebenso wichtige Rolle im ökologischen Gefüge eines naturnahen Gartens.

  • Lasioglossum malachurum

    Lasioglossum malachurum (Feldweg-Schmalbiene)

    Die Feldweg-Schmalbiene, wissenschaftlich bekannt als Lasioglossum malachurum, ist eine der faszinierendsten und zugleich oft übersehenen Wildbienenarten, die in Europa heimisch sind. Obwohl sie klein und unscheinbar wirkt, spielt sie eine entscheidende Rolle für die Bestäubung zahlreicher Pflanzenarten, sowohl in der freien Natur als auch in privaten Gärten. Für Gartenliebhaber, die einen naturnahen und insektenfreundlichen Garten gestalten möchten, lohnt es sich, diese Biene näher kennenzulernen.

  • Lasioglossum morio

    Lasioglossum morio (Dunkelgrüne Schmalbiene)

    Die Dunkelgrüne Schmalbiene gehört zu den faszinierendsten, aber oft übersehenen Wildbienenarten in unseren Gärten. Während Honigbienen und Hummeln weithin bekannt sind, fristet diese kleine, metallisch schimmernde Wildbiene ein eher verborgenes Dasein – völlig zu Unrecht. Gerade für Gartenliebhaber, die Wert auf Biodiversität, Bestäubung und ökologische Zusammenhänge legen, ist Lasioglossum morio eine äußerst interessante Art.

  • Lasioglossum nitidulum

    Lasioglossum nitidulum (Grünglanz-Schmalbiene)

    Die Grünglanz-Schmalbiene Lasioglossum nitidulum gehört zu jenen unscheinbaren Gartenbewohnern, die auf den ersten Blick leicht übersehen werden, auf den zweiten Blick aber eine enorme ökologische Bedeutung haben. Während Honigbienen und Hummeln oft im Fokus stehen, leisten gerade die kleineren Wildbienenarten einen unverzichtbaren Beitrag zur Bestäubung heimischer Pflanzen. Für Gartenliebhaber, die Wert auf Naturnähe, Artenvielfalt und ein funktionierendes Ökosystem legen, lohnt sich ein genauer Blick auf diese Art.

  • Lasioglossum sexnotatum

    Lasioglossum sexnotatum (Spargel-Schmalbiene)

    Die Spargel-Schmalbiene, wissenschaftlich als Lasioglossum sexnotatum bezeichnet, ist eine faszinierende und zugleich eher unscheinbare Wildbienenart, die in naturnahen Gärten eine wichtige Rolle spielt. Obwohl sie im Vergleich zu auffälligen Hummeln oder Honigbienen wenig Aufmerksamkeit erhält, ist sie für die Bestäubung zahlreicher Wild- und Kulturpflanzen von Bedeutung. Gerade Gartenliebhaber, die Wert auf Biodiversität und ein ökologisch stabiles Umfeld legen, profitieren von einem tieferen Verständnis dieser Art.

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