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Vogelspinnen im Terrarium halten

Einrichtungsbeispiele für Theraphosidae

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Vogelspinnen im Terrarium halten (Einrichtungsbeispiele für Theraphosidae)  - Vogelspinneaquarium
Bildquelle: Das Bild stammt von der freien Enzyklopädie Wikipedia. Lizenzhinweise: Антимонов Сергей, Pterinochilus murinus RCF-2, CC BY-SA 4.0

Wissenswertes zu Theraphosidae

Herkunft

Bei Vogelspinnen (Theraphosidae) handelt es sich um eine Familie in der Unterordnung der Vogelspinnenartigen (Mygalomorphae) innerhalb der Webspinnen (Araneae). Sie leben weltweit in tropischen und substropischen Zonen und konnten bereits vor 350 Millionen Jahren nachgewiesen werden. Es handelt sich bei den ca. 150 Gattungen und annähernd 1.000 Arten um eine sehr alte Spezies.

Ihren Namen haben sie im Deutschen erhalten, da die Naturforscherin Maria Sibylla Merian im Jahr 1705 eine Spinne illustriert hatte, die einen Kolibri verspeist. Dieser Ersteindruck führte zum bis heute gebräuchlichen Trivialnamen "Vogelspinne".

Haltung

Wer sich für die Haltung von Vogelspinne im Terrarium interessiert, sollte sich genau über die jeweiligen Ansprüche der einzelnen Arten informieren. Es gibt Bodenbewohner, Baumbewohner und unterirdisch lebende Vogelspinnen. Entsprechend dieser grundsätzlich sehr unterschiedlichen Lebensweisen muss das Terrarium angepasst eingerichtet werden.

Was braucht man, um eine Vogelspinne zu halten? Terrarien für Vogelspinnen sind meist recht klein und würfelförmig. Die natürliche Einrichtung sollte die artspezifischen Anforderungen erfüllen und mit passender Licht- und Wärmetechnik ausgestattet werden.

Vogelspinnen müssen immer einzeln gehalten werden.

Ein Vogelspinnenterrarium muss absolut ausbruchssicher sein. Ideal sind sogenannte Fallscheibenterrarien. Im Fachhandel gibt es passende Würfelterrarien mit als Komplettset mit Beleuchtung, Heizmatte, Thermo- und Hygrometer, um ein Klima mit konstanten Tempeaturen je nach Art zwischen 23 und 28°C und einer passenden Luftfeuchtigkeit zu erzeugen.

Zur Einrichtung werden neben der technischen Grundausstattung ein flacher Trinkwasserbehälter, Versteckmöglichkeiten in Form von Höhlen oder Baumrinde benötigt.

Die Bepflanzung mit für warme Terrarien geeigneten Pflanzen ist möglich und kann sich sehr positiv auf das Klima im Glaskasten auswirken. Geeignet sind zum Beispiel Nestfarne, Efeutute oder Kletter-Ficus.

Als Bodengrund wir eine Spezialerde im Zoohandel angeboten. Es darf keine Staunässe oder Schimmelbildung erfolgen.

Die Fütterung erfolg meist im wöchentlichen oder entsprechend der Vogelspinnenart 14-tägig. Grundsätzlich sollen Vogelspinnen nur gefüttert werden, wenn am Hinterleib zu erkennen ist, dass dieser nicht mehr prall ist. Eine Überfütterung sollte unbedingt vermieden werden. Als Futtertiere kommen zum Beispiel Heimchen, Grillen oder Babymäuse in Frage.

Neben dem Austausch des Bodengrundes (2x jährlich) und dem Füttern sollten regelmäßig die Reste der Häutung, Futterreste und Kot entfernt werden. Das Wasser in der Trinkschale sollte alle 2 Tage erneuert, bzw. aufgefüllt werden.

Vor der Anschaffung unbedingt beachten

Grundsätzlich sollte vor jeder Anschaffung eines Lebewesens als Haustier genau überlegt werden, welche Konsequenzen auf das Leben des Halters diese Entscheidung haben wird. Obwohl Vogelspinnen als recht einfach un preiswert gelten und die Pflege nur einen sehr geringen Zeitaufwand erfordert, muss alleine die Verantwortung bedacht werden, die ein Tier mit sich bringt, dass bei den Weibchen eine Lebenserwartung von ca. 30 Jahren und auch beim Männchen deutlich mehr als 10 Jahre hat.

Die Achtbeiner sind keine Kuscheltiere. Im Gegenteil! Der menschliche Kontakt bedeutet für die Spinne Stress. Sie flüchtet oder verteidigt sich mit schmerzhaften Bissen. Nur für den, der eine Tierart halten will, die er optimaler Weise aus der Ferne beobachten kann, ist der Kauf einer Vogelspinne die richtige Wahl.

Vorsicht giftig!

Der Biss einer Vogelspinne wird oft mit einem Wespenstich verglichen und ist für den Meschen grundsätzlich zwar unangenehm, aber in der Regel nicht lebensbedrohlich. Allerdings kann das Gift der Vogelspinne allergische Reaktionen auslösen, die zu kurzfristigen Lähmungen, Muskelkrämpfen und Benommenheit führen. Beim Biss können durch die Keime am Beissapparat der Spinne Sekundärinfektionen auftreten.

Arten

Aus den zahlreichen Vogelspinnenarten stellen wir einige im Detail vor, die häufiger in Terrarien im deutschsprachigen Raum gehalten werden:

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