Mysis als Zierfischfutter – Hochwertige Krebstiere für eine ausgewogene Ernährung im Aquarium
Einrichtungsbeispiele mit Mysis

Wissenswertes zu Mysis (Schwebegarnele)
Die Ernährung gehört zu den wichtigsten Faktoren für die erfolgreiche Haltung von Zierfischen. Selbst bei optimalen Wasserwerten, einer leistungsfähigen Filtertechnik und einer artgerechten Aquarieneinrichtung können Fütterungsfehler langfristig zu Wachstumsstörungen, geschwächten Abwehrkräften oder verminderter Fortpflanzungsbereitschaft führen. Deshalb gewinnt hochwertiges Frost-, Lebend- und Ergänzungsfutter in der modernen Aquaristik immer mehr an Bedeutung.
Zu den besonders geschätzten Futtersorten zählen Mysis. Die kleinen Krebstiere gelten seit vielen Jahren als hochwertiges Futter für zahlreiche Süß- und Meerwasserfische und werden sowohl von Hobby-Aquarianern als auch von professionellen Züchtern eingesetzt. Ihr hoher Nährwert, die günstige Zusammensetzung aus Proteinen und Fetten sowie ihre natürliche Größe machen sie für viele Fischarten zu einer idealen Ergänzung des Speiseplans.
Im Handel werden Mysis überwiegend als Frostfutter angeboten, teilweise sind sie auch als Lebendfutter oder in gefriergetrockneter Form erhältlich. Gerade anspruchsvollere Fischarten profitieren von den wertvollen Inhaltsstoffen, während selbst wählerische Tiere Mysis meist bereitwillig annehmen.
Doch Mysis sind weit mehr als nur ein weiteres Frostfutter. Wer ihre Herkunft, ihre biologische Bedeutung und ihre richtige Verwendung kennt, kann sie gezielt einsetzen und dadurch Gesundheit, Farbenpracht und Vitalität seiner Aquarienbewohner nachhaltig fördern.
Was sind Mysis?
Unter der Bezeichnung Mysis versteht man kleine, garnelenähnliche Krebstiere aus der Ordnung der Schwebegarnelen. Die wissenschaftliche Gattung Mysis gehört zur Familie Mysidae, deren Vertreter weltweit in Süß-, Brack- und Meerwasser vorkommen.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden jedoch zahlreiche Vertreter der Familie Mysidae schlicht als Mysis bezeichnet, unabhängig davon, welcher Gattung sie tatsächlich angehören. Im Aquaristikhandel stammt das Futter häufig von verschiedenen Arten der Familie Mysidae, die aufgrund ihrer ähnlichen Eigenschaften gemeinsam vermarktet werden.
Schwebegarnelen unterscheiden sich deutlich von echten Garnelen. Obwohl sie auf den ersten Blick ähnlich aussehen, gehören sie zu einer eigenen Tiergruppe mit charakteristischen anatomischen Merkmalen. Sie besitzen einen schlanken, nahezu durchsichtigen Körper, gut entwickelte Schwimmbeine und auffällige schwarze Komplexaugen. Durch ihre ständige schwebende Fortbewegung erhielten sie ihren deutschen Namen.
Je nach Art erreichen Mysis Körperlängen zwischen etwa fünf Millimetern und knapp drei Zentimetern. Als Aquarienfutter werden überwiegend kleinere Exemplare verwendet, die für viele Fischarten problemlos aufgenommen werden können.
Natürlicher Lebensraum und Vorkommen
Vertreter der Familie Mysidae besiedeln unterschiedlichste Gewässer nahezu aller Kontinente. Sie kommen in kalten Seen, Flüssen, Brackwasserzonen und Küstengewässern ebenso vor wie in den offenen Bereichen der Meere.
Viele Arten leben in großen Schwärmen und halten sich bevorzugt im freien Wasser auf. Tagsüber suchen sie häufig tiefere Wasserschichten oder geschützte Bereiche auf, während sie nachts in höhere Wasserschichten aufsteigen, um Plankton und organische Schwebstoffe aufzunehmen.
In den nördlichen Regionen Europas und Nordamerikas bilden Mysis einen wichtigen Bestandteil der Nahrungskette. Zahlreiche Raubfische ernähren sich regelmäßig von ihnen. Gleichzeitig fressen Mysis selbst Zooplankton, Kleinkrebse, Algen und abgestorbenes organisches Material.
Diese Stellung als Bindeglied zwischen Plankton und größeren Räubern macht sie zu einer besonders nährstoffreichen Beute. Genau diese Eigenschaften machen sich Aquarianer bei der Fütterung zunutze.
Warum Mysis als Zierfischfutter so beliebt sind
Die große Beliebtheit von Mysis beruht auf mehreren Vorteilen, die sich sowohl auf den Nährwert als auch auf das Fressverhalten vieler Aquarienfische beziehen.
Im Vergleich zu kleineren Futtersorten wie Artemia besitzen Mysis einen deutlich höheren Fleischanteil. Dadurch liefern sie mehr verwertbare Proteine und sättigen die Tiere besser. Gleichzeitig enthalten sie wichtige Fettsäuren sowie natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente.
Ein weiterer Vorteil liegt in ihrer Größe. Viele mittelgroße und größere Zierfische bevorzugen größere Beutetiere, da diese ihrem natürlichen Nahrungsspektrum näherkommen. Die Struktur der Mysis regt zudem den Jagdinstinkt an, wodurch auch scheue oder neu eingesetzte Tiere häufig schneller mit der Nahrungsaufnahme beginnen.
Darüber hinaus belasten hochwertige Mysis bei richtiger Dosierung das Wasser vergleichsweise wenig. Die Tiere besitzen einen hohen Anteil an verwertbarer Substanz und werden von den meisten Fischen vollständig aufgenommen.
Nährstoffzusammensetzung
Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Herkunft, Fanggebiet und Aufbereitung. Grundsätzlich zeichnen sich Mysis jedoch durch einen hohen Gehalt an hochwertigen Eiweißen aus.
Proteine bilden den wichtigsten Baustoff für Muskeln, Organe, Haut und Flossen. Besonders Jungfische sowie heranwachsende Tiere profitieren von einer eiweißreichen Ernährung.
Daneben enthalten Mysis wertvolle Fette, die als Energielieferanten dienen und für zahlreiche Stoffwechselprozesse unverzichtbar sind. Auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren spielen für die Gesundheit vieler Fischarten eine wichtige Rolle.
Weitere Bestandteile sind:
- natürliche Mineralstoffe
- Spurenelemente
- Vitamine
- Carotinoide
- Ballaststoffe durch den Chitinpanzer
Der Chitinanteil unterstützt die Verdauung vieler Fischarten. Gleichzeitig sorgt die etwas festere Konsistenz dafür, dass die Fische ihre Nahrung intensiver zerkleinern müssen. Dies entspricht eher dem natürlichen Fressverhalten als sehr weiches Kunstfutter.
Für welche Zierfische eignen sich Mysis?
Mysis gehören zu den vielseitigsten Futtersorten überhaupt. Sie können sowohl in Süßwasser- als auch in Meerwasseraquarien eingesetzt werden.
Besonders geeignet sind sie für größere Salmler, Barsche und räuberisch lebende Arten. Auch zahlreiche Allesfresser nehmen Mysis ausgesprochen gern an.
Typische Süßwasserfische, die sich hervorragend mit Mysis füttern lassen, sind:
- Skalare (Pterophyllum scalare)
- Diskusbuntbarsche (Symphysodon spp.)
- Heros-Buntbarsche (Heros spp.)
- Erdfresser (Geophagus spp.)
- Schlangenkopffische (Channa spp.)
- Regenbogenfische (Melanotaenia spp.)
- größere Panzerwelse (Corydoras spp.)
- Raubsalmler verschiedener Gattungen
Auch zahlreiche Buntbarsche aus den ostafrikanischen Seen fressen Mysis gerne. Hier sollte jedoch berücksichtigt werden, dass sich die Ernährung stets an der natürlichen Lebensweise orientieren muss. Pflanzen- und Aufwuchsfresser sollten Mysis lediglich als gelegentliche Ergänzung erhalten.
Im Meerwasseraquarium gehören Mysis nahezu zum Standardfutter. Besonders beliebt sind sie bei:
- Doktorfischen (Acanthuridae)
- Zwergkaisern (Centropyge spp.)
- Lippfischen (Labridae)
- Fahnenbarschen (Pseudanthias spp.)
- Leierfischen (Synchiropus spp.)
- Zwergbarschen (Pseudochromidae)
- Seenadeln (Syngnathidae)
- Seepferdchen (Hippocampus spp.)
Viele Anemonenfische, Grundeln und sogar zahlreiche Wirbellose nehmen Mysis ebenfalls problemlos auf.
Mysis als Frostfutter
Die mit Abstand häufigste Darreichungsform ist Frostfutter. Direkt nach dem Fang werden die Tiere schonend gereinigt und tiefgefroren. Dadurch bleiben viele Nährstoffe erhalten, während gleichzeitig Krankheitserreger weitgehend reduziert werden.
Vor dem Verfüttern sollten Mysis vollständig aufgetaut werden. Empfehlenswert ist das Auftauen in einem feinen Sieb mit etwas Aquarienwasser oder kaltem Leitungswasser. Auf diese Weise werden überschüssige Auftauflüssigkeit und feine Schwebstoffe entfernt.
Dieser einfache Arbeitsschritt trägt dazu bei, die Belastung des Aquariumwassers zu reduzieren und unnötige Nährstoffeinträge zu vermeiden.
Nach dem Auftauen sollten Mysis möglichst sofort verfüttert werden. Mehrmaliges Einfrieren ist zu vermeiden, da dadurch sowohl die Qualität als auch die hygienische Sicherheit leiden können.
Im Vergleich zu vielen anderen Frostfuttersorten bleiben Mysis nach dem Auftauen relativ stabil. Sie zerfallen nur langsam und behalten ihre natürliche Form, was den Fischen ein besonders attraktives Beutetier bietet.
Lebende Mysis
Lebende Mysis sind deutlich seltener erhältlich als Frostfutter. Wenn sie verfügbar sind, stellen sie für viele Fischarten ein besonders attraktives Futter dar.
Die lebhaften Schwimmbewegungen lösen bei zahlreichen Räubern einen ausgeprägten Jagdreflex aus. Selbst Tiere, die Frostfutter zunächst verweigern, lassen sich mit lebenden Mysis häufig zum Fressen animieren.
Vor allem während der Eingewöhnung neuer Fische oder bei der Zucht empfindlicher Arten können lebende Mysis wertvolle Dienste leisten.
Allerdings ist ihre Haltung aufwendiger als bei vielen anderen Lebendfuttersorten. Sie benötigen sauerstoffreiches Wasser, stabile Temperaturen und eine geeignete Ernährung. Deshalb werden sie überwiegend kurzfristig gelagert und zeitnah verfüttert.
Gefriergetrocknete und andere Verarbeitungsformen
Neben Frost- und Lebendfutter werden Mysis auch in gefriergetrockneter Form angeboten. Durch die schonende Gefriertrocknung bleibt ein großer Teil der wertvollen Inhaltsstoffe erhalten, während dem Futter nahezu die gesamte Feuchtigkeit entzogen wird. Dadurch lässt es sich über einen langen Zeitraum lagern und einfach dosieren.
Vor dem Verfüttern empfiehlt es sich, gefriergetrocknete Mysis einige Minuten in etwas Aquariumwasser einzuweichen. Dadurch nehmen sie wieder Flüssigkeit auf und quellen auf. Das macht sie für die Fische leichter verdaulich und verhindert, dass sie im Magen zu stark aufquellen.
Einige Hersteller verarbeiten Mysis außerdem zu Granulaten, Softpellets oder Flockenfutter. Hier dienen sie als hochwertige Proteinquelle innerhalb einer ausgewogenen Futtermischung. Solche Produkte eignen sich besonders für Aquarianer, die eine abwechslungsreiche Ernährung bieten möchten, ohne ausschließlich Frostfutter zu verwenden.
Dennoch erreichen industriell verarbeitete Futtermittel meist nicht ganz die Attraktivität und Natürlichkeit ganzer Mysis. Vor allem größere Zierfische bevorzugen häufig die vollständigen Krebstiere.
Welche Vorteile bieten Mysis gegenüber anderem Frostfutter?
Das Angebot an Frostfutter ist groß. Neben Mysis stehen Artemia, Rote Mückenlarven, Weiße Mückenlarven, Schwarze Mückenlarven, Krill, Wasserflöhe und zahlreiche weitere Futtersorten zur Verfügung. Jede besitzt ihre eigenen Stärken und sollte gezielt eingesetzt werden.
Mysis zeichnen sich insbesondere durch ihre ausgewogene Kombination aus Proteinen, Fetten und Ballaststoffen aus. Während Artemia der wissenschaftlichen Gattung Artemia vergleichsweise klein sind und häufig als Aufzuchtfutter dienen, bieten Mysis größere Portionen mit einem höheren Fleischanteil. Dadurch eignen sie sich hervorragend für mittelgroße und größere Fische.
Gegenüber Roten Mückenlarven der Gattung Chironomus gelten hochwertige Mysis häufig als besser verträglich. Rote Mückenlarven enthalten zwar ebenfalls viel Eiweiß, sollten jedoch nicht dauerhaft als Hauptfutter eingesetzt werden. Eine abwechslungsreiche Ernährung bleibt grundsätzlich die bessere Wahl.
Auch im Vergleich zu Wasserflöhen der Gattung Daphnia unterscheiden sich Mysis deutlich. Wasserflöhe besitzen einen höheren Ballaststoffanteil und werden gerne zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt, während Mysis wesentlich energiereicher sind und dadurch insbesondere für wachsende oder zuchtaktive Tiere einen höheren Nährwert besitzen.
Krill aus der Ordnung Euphausiacea wiederum enthält oftmals noch mehr Carotinoide und eignet sich hervorragend zur Unterstützung der natürlichen Farbentwicklung. Aufgrund seiner größeren Körpergröße ist Krill jedoch nicht für alle Zierfische geeignet. Mysis schließen diese Lücke und können von deutlich mehr Fischarten aufgenommen werden.
Mysis für Jungfische
Ob Mysis für Jungfische geeignet sind, hängt in erster Linie von der Größe der Fische ab. Frisch geschlüpfte Jungtiere können die vergleichsweise großen Krebstiere selbstverständlich noch nicht aufnehmen.
Mit zunehmendem Wachstum entwickeln sich Mysis jedoch zu einem ausgezeichneten Aufzuchtfutter. Besonders junge Buntbarsche, größere Salmler oder Labyrinthfische profitieren von den hochwertigen Eiweißen und der guten Verdaulichkeit.
Gegebenenfalls lassen sich aufgetaute Mysis mit einem Messer oder einer Schere zerkleinern. Dadurch können sie bereits früher verfüttert werden.
Für sehr kleine Jungfische bleiben jedoch andere Futtersorten besser geeignet. Dazu zählen beispielsweise:
- Artemia-Nauplien der Gattung Artemia
- Rädertierchen der Klasse Monogononta
- Pantoffeltierchen Paramecium caudatum
- Essigälchen Turbatrix aceti
- Mikrowürmer Panagrellus redivivus
Erst wenn die Jungfische ausreichend groß sind, sollte schrittweise auf Mysis umgestellt werden.
Bedeutung für die Zucht
Erfahrene Aquarianer setzen Mysis häufig gezielt bei der Vorbereitung auf die Zucht ein. Der hohe Proteingehalt unterstützt den Aufbau der Geschlechtsprodukte und verbessert die Kondition der Elterntiere.
Vor allem eierlegende Buntbarsche, Salmler oder viele Meerwasserfische profitieren von einer abwechslungsreichen Ernährung, in der Mysis regelmäßig enthalten sind. Weibchen können dadurch oft kräftiger ablaichen, während Männchen eine höhere Vitalität zeigen.
Natürlich ersetzen Mysis keine ausgewogene Gesamternährung. Erst die Kombination verschiedener Futtersorten sorgt dafür, dass sämtliche Vitamine, Fettsäuren und Spurenelemente in ausreichender Menge zur Verfügung stehen.
Richtige Fütterung
Wie häufig Mysis verfüttert werden sollten, hängt von den gepflegten Fischarten ab. Für die meisten Aquarien genügt eine Gabe ein- bis dreimal pro Woche als Ergänzung zu hochwertigem Hauptfutter.
Bei räuberisch lebenden Arten oder während der Zucht können Mysis auch häufiger auf dem Speiseplan stehen. Entscheidend bleibt jedoch stets die Vielfalt.
Bei jeder Fütterung sollte nur so viel angeboten werden, wie die Fische innerhalb weniger Minuten vollständig aufnehmen können. Überschüssiges Frostfutter sinkt rasch auf den Bodengrund und belastet dort unnötig die Wasserqualität.
Folgende Grundregeln haben sich bewährt:
- Frostfutter immer vollständig auftauen.
- Auftauflüssigkeit möglichst entfernen.
- Nur kleine Portionen verfüttern.
- Nicht ausschließlich Mysis füttern.
- Verschiedene Futtersorten miteinander kombinieren.
- Auf das natürliche Nahrungsspektrum der jeweiligen Fischart achten.
Mögliche Nachteile
Trotz ihrer vielen Vorteile sind Mysis kein perfektes Alleinfuttermittel. Wie jede einzelne Futtersorte besitzen sie Grenzen.
Eine ausschließliche Ernährung mit Mysis führt langfristig nicht zu einer optimalen Versorgung mit allen Nährstoffen. Unterschiedliche Fischarten benötigen verschiedene Vitamine, Fettsäuren und pflanzliche Bestandteile, die durch abwechslungsreiche Fütterung besser abgedeckt werden.
Ein weiterer Punkt betrifft die Größe der Krebstiere. Für kleine Salmler, Zwergbärblinge oder sehr kleine Killifische können ausgewachsene Mysis schlicht zu groß sein. Hier bieten sich feinere Futtersorten an.
Auch die Qualität spielt eine wichtige Rolle. Minderwertiges Frostfutter kann beschädigte Tiere, Eisablagerungen oder Verunreinigungen enthalten. Hochwertige Produkte erkennt man häufig daran, dass die einzelnen Mysis nach dem Auftauen weitgehend vollständig erhalten bleiben und eine natürliche Färbung besitzen.
Lagerung und Haltbarkeit
Frost-Mysis sollten dauerhaft bei mindestens minus 18 Grad Celsius gelagert werden. Wird die Kühlkette unterbrochen, kann die Qualität deutlich nachlassen.
Nach dem Auftauen sollten die Krebstiere sofort verfüttert werden. Bereits aufgetautes Futter erneut einzufrieren ist nicht empfehlenswert, da sich dabei sowohl die Konsistenz als auch die hygienische Qualität verschlechtern können.
Gefriergetrocknete Mysis benötigen dagegen lediglich einen trockenen und lichtgeschützten Lagerplatz. Nach dem Öffnen der Verpackung sollte diese stets gut verschlossen werden, damit das Futter keine Feuchtigkeit aufnimmt.
Nachhaltigkeit
In den vergangenen Jahren ist das Thema Nachhaltigkeit auch bei Futtermitteln stärker in den Mittelpunkt gerückt. Viele Aquarianer interessieren sich zunehmend dafür, aus welchen Gewässern Mysis stammen und wie sie gewonnen werden.
Seriöse Hersteller achten auf schonende Fangmethoden sowie eine möglichst schnelle Verarbeitung unmittelbar nach dem Fang. Dadurch bleibt nicht nur die Qualität des Futters erhalten, sondern auch unnötige Verluste werden vermieden.
Wer auf hochwertige Produkte etablierter Hersteller setzt und gleichzeitig nur die tatsächlich benötigten Futtermengen verwendet, trägt ebenfalls dazu bei, Ressourcen sinnvoll zu nutzen.
Häufig gestellte Fragen
Sind Mysis besser als Artemia?
Beide Futtersorten besitzen ihre Berechtigung. Mysis enthalten meist mehr Eiweiß und sind für größere Zierfische besser geeignet, während Artemia insbesondere für kleinere Fischarten und Jungfische eine hervorragende Wahl darstellen.
Können Mysis täglich verfüttert werden?
Grundsätzlich ja. Dennoch empfiehlt sich aus ernährungsphysiologischer Sicht eine abwechslungsreiche Fütterung mit unterschiedlichen Futtersorten, damit sämtliche Nährstoffe optimal abgedeckt werden.
Müssen Frost-Mysis aufgetaut werden?
Ja. Das Auftauen verbessert die Verdaulichkeit und ermöglicht gleichzeitig das Entfernen der Auftauflüssigkeit, wodurch die Belastung des Aquariumwassers reduziert wird.
Sind Mysis für Meerwasserfische geeignet?
Ja. Mysis gehören zu den beliebtesten Futtersorten im Meerwasseraquarium und werden von zahlreichen Fischarten sowie vielen Wirbellosen sehr gut angenommen.
Eignen sich Mysis auch für Garnelen?
Größere Süßwassergarnelen wie Fächergarnelen oder Großarmgarnelen sowie verschiedene Flusskrebse können kleine Stücke von Mysis aufnehmen. Für Zwerggarnelen stellen sie jedoch meist kein typisches Hauptfutter dar.
Wie oft sollten Mysis verfüttert werden?
In den meisten Gesellschaftsaquarien genügt eine Fütterung ein- bis dreimal pro Woche. Bei räuberischen Arten oder während der Zucht kann der Anteil entsprechend erhöht werden.
Können Mysis Krankheiten übertragen?
Bei hochwertigem Frostfutter ist das Risiko deutlich geringer als bei vielen Lebendfuttersorten. Entscheidend sind eine sachgerechte Lagerung sowie die Einhaltung der Kühlkette.
Fazit
Mysis gehören ohne Zweifel zu den hochwertigsten Futtersorten, die Aquarianern heute zur Verfügung stehen. Die kleinen Schwebegarnelen aus der Familie Mysidae verbinden einen hohen Proteingehalt mit wertvollen Fettsäuren, Mineralstoffen und Ballaststoffen und kommen dem natürlichen Beutespektrum vieler Zierfische sehr nahe. Ihre attraktive Größe, die feste Körperstruktur und das natürliche Bewegungsmuster lebender Tiere sorgen dafür, dass sie von einer Vielzahl an Süß- und Meerwasserfischen ausgesprochen gern gefressen werden.
Besonders als Frostfutter haben sich Mysis in der Aquaristik etabliert. Sie lassen sich einfach lagern, unkompliziert portionieren und bei richtiger Vorbereitung nahezu ohne Qualitätsverlust verfüttern. Ob zur Konditionssteigerung, als Unterstützung während der Zucht oder als abwechslungsreiche Ergänzung des Speiseplans – Mysis leisten einen wertvollen Beitrag zu einer artgerechten Ernährung.
Trotz aller Vorzüge sollten sie jedoch niemals als alleiniges Futtermittel betrachtet werden. Erst die Kombination mit weiteren hochwertigen Frost-, Lebend- und Trockenfuttern sorgt dafür, dass Zierfische langfristig optimal mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt werden. Wer Mysis gezielt und maßvoll einsetzt, schafft damit eine hervorragende Grundlage für gesunde, vitale und farbenprächtige Aquarienbewohner.


