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Artentafel - Lethrinops sp. "red cap"

Artentafel - Lethrinops sp. "red cap"
Lebensraum

Lethrinops sp. „red cap“ sind wie alle Vertreter der Gattung Lethrinops Sandcichliden und leben dementsprechend über Sand, vorwiegend im seichten Wasser. Typische Lethrinops-Biotope sind in seichten und ruhigen Buchten zu finden. Die riesigen Sandflächen sind von einzelnen kleinen Felsplateaus und grossen Steinen durchzogen und es existieren Bestände an verschiedenen Pflanzen wie: Valisnerias und Ceratophyllum demersum (Hornkraut). Interessanterweise wurde L. sp. „red cap“ auch in sehr tief liegenden Sandzonen beobachtet.


Wassertiefe der Red Cap-Habitate

Die meisten Lethrinops sp. „red cap“-Populationen leben im seichten Wasser geschützter Buchten, in Wassertiefen zwischen 7 und 15 Meter. Allerdings konnten schon Gruppen dieser Art in Tiefen von bis zu 35 Metern angetroffen werden, was aber wohl eher die Ausnahme ist.


Ernährung

L. sp, „red cap“ ist ein klassischer Graberfisch. In grossen Gruppen durchstreift er sein Habitat und sucht im Sand oder im Schlamm nach Wirbellosen, kleinen Krebstierchen und Insektenlarven. Die Futtersuche findet fast ausschliesslich in der Gruppe statt. Mit dem Maul wird tief in das Sediment gestossen und der so aufgenommene Sand durchgekaut. Fressbares wird herausgefiltert und der verbleibende Sand durch die Kiemen wieder ausgestossen. Typischerweise wird die Art deshalb meist von sogenannten Verfolgerfischen begleitet, welche ihren Anteil aus den Lethrinops-Staubwolken ergattern wollen.


Verhalten

Lethrinops sp. „red cap“ lebt, wie die meisten Sandcichliden in grösseren Gruppen, welche ihnen, im vor Fressfeinden ungeschützten Sandbiotop, ein gewisses Mass an Sicherheit bieten. Die Paarungszeit von Lethrinops sp. „red cap“ ist zwischen August und Januar. Die Männchen bauen in dieser Zeit grosse Sandburgen, was charakteristisch in der Gruppe passiert (Koloniebrüter). Die territorialen Böcke lassen Ihre Laichkrater tagsüber niemals alleine und verteidigen diese sehr bestimmt. Würde ein Männchen tagsüber sein Nest verlassen, würde es bei der Rückkehr zwangsläufig zu Kämpfen mit nachrückenden Männchen kommen, welche nur darauf warten, dass ein Bock seine Burg freigibt.
Während der Nacht verlassen aber alle Männchen ihre Sandburgen, um sich den grossen Gruppen respektive Schwärmen von Weibchen und juvenilen Böcken anzuschliessen, bevor sie am nächsten Morgen ohne jegliche Revierstreitigkeiten in ihre Burgen zurückkehren. Wie bei L. marginatus wird davon ausgegangen, dass die Schwarmbildung des Nachts zur Erhöhung der Sicherheit gegenüber räuberischen Welsen dient.

Jedes territoriale Männchen ist ständig dabei, seine Sandburg auszubessern und das grösste und stärkste Tier besitzt in der Regel auch die grösste und höchste Sandburg.


Populationen

>> Itungi
>> Nkanda
>> Lumbila
>> Makonde
>> Lupingu

Es gibt Berichte, dass L. sp. „red cap“ seeweit verbreitet sei, was aber wissenschaftlich bislang nicht nachgewiesen werden konnte. Es ist aktuell davon auszugehen, dass die in solchen Berichten erwähnten Populationen anderen Lethrinops-Arten angehören.

Fast ausschliesslich alle Wildfang-Exporte stammen aus der Itungi-Population, da diese nördlichste Population die am intensivsten gefärbte Stirnpartie aufweist.


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium bietet sich die Gestaltung einer grossen Sandfläche an, welche durch einzelne grössere Felsbrocken unterbrochen wird. Der Bepflanzung eines Red Cap-Beckens ist nichts entgegenzusetzen, jedoch ist es absolute Pflicht, viele offene Sandflächen zu belassen, welche von der Lethrinops-Gruppe ständig nach fressbarem durchsucht werden.

L. sp. „red cap“ kann in Becken ab 500 Litern gehalten werden, jedoch sollte eine Mindestkantenlänge von 180 cm geboten werden. Ich empfehle, aufgrund des natürlichen Gruppenverhaltens, diese Art immer in Gruppen (mind. 3m/7w) zu pflegen.


Vergesellschaftung

Vergesellschaftet werden sollte grundsätzlich nur mit friedfertigen Cichliden, da Lethrinops sp. „red cap“, wie alle Lethrinops-Arten, nicht sonderlich durchsetzungsstark ist. Optimalerweise sollte unserem Gräberfisch eine Art aus der Gruppe der Verfolgerfische zugesetzt werden.

Mögliche Verfolgerfische:
>> Placidochromis electra
>> Placidochromis phenochillus
>> Cyrtocara moori

Jäger / Räuber:
Jäger und Fischfresser sollten grundsätzlich vermieden werden. Eine Ausnahme bildet der altbekannte Sciaenochromis fryeri, welcher ein sehr ruhiger Fisch ist und nur ganz kleinen Jungtieren nachstellt.

Weitere:
Des weiteren bieten sich aber natürlich auch einige andere ruhige Arten zur Vergesellschaftung an:

>> Aulonocaras-Arten (Sand-Aulonocaras)
>> Aulonocara-Arten (Übergangszone)

Die hier beschriebene Art empfehle ich als idealer Einsteiger-Lethrinops, da diese im Vergleich zu den meisten anderen Arten dieser Gattung eher robust und dementsprechend weniger sensibel ist.


Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von L. sp. „red cap“ werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN und GELB noch stark reflektiert. ORANGE befindet sich bei knapp über 10 Meter Wassertiefe bereits in der Absorptionsphase und ROT wird bereits total absorbiert.
Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten Grün- und Blau- und Gelb-, sowie etwas abgeschwächten Orange-Anteilen. Auf die in Ausnahmefällen in 35 Meter tiefen Habitate wird in Bezug auf die Beckenbeleuchtung nicht eingegangen.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Red Cap-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> Dennerle trocal color plus
>> HAGEN Aqua GLO
>> HAGEN Power GLO
>> JBL ULTRA Solar Nature
>> OSRAM 965 Biolux
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