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Artentafel - Mylochromis lateristriga

Artentafel - Mylochromis lateristriga
Lebensraum

Der Lebensraum von Mylochromis lateristriga befindet sich in und unmittelbar vor den vielen seichten, sedimentreichen Buchten entlang der südlichen Küsten des Malawi-Sees, wo die Art hauptsächlich über sandig-schlammigem Untergrund auf Futtersuche ist.


Wassertiefe der Lateristriga-Habitate

Die Habitate des M. lateristriga liegen in einer Wassertiefe zwischen 3 und 15 Meter.


Ernährung

M. lateristriga zählt zu den Gräberfischen. Meist alleine, oder in sehr losen kleinen Gruppen, durchstreift er sein Habitat und sucht im Sand oder im Schlamm nach Insektenlarven, wobei aber auch Wirbellose und kleine Krebstierchen nicht verschmäht werden.

Der mit dem Maul aufgenommene Sand wird durchgekaut, Fressbares herausgefiltert und der verbleibende Sand durch die Kiemen wieder ausgestossen. Typischerweise wird die Art deshalb meist von sogenannten Verfolger-Fischen begleitet, welche sich ihren Anteil aus dem aufgewirbelten Sediment ergattern wollen.

Während der Blüte wird auch gerne Plankton aus den Wasserschichten knapp über dem Sediment gefiltert.

INFO: Im Aquarium wird die Art aber zum anspruchslosen Allesfresser mit einer Vorliebe zu etwas proteinreicherer Nahrung


Besonderheiten

Die Art „war“ bei Aquarianern recht beliebt und wurde lange unter dem Handelsnamen „Giant Flame Oxyrhynxchus“ exportiert. Das einzige Gebiet wo der Lateristriga befischt worden ist, liegt vor Maleri Island. Seit Inkrafttreten der Nationalparkregelungen ist der Fang und der Export von Fischen bei Maleri Island verboten, weshalb der Aquaristik-Fachhandel aktuell ausschliesslich noch mit Nachzuchten beliefert wird.

Aufgrund der Fangblockaden im Unterwassernationalpark hat eine nahe verwandte Art dem M. lateristriga etwas den Rang abgelaufen: M. sp. „lateristriga makanjila“. Vorwiegend ist nun diese sehr ähnliche, seit den achtziger Jahre bekannte, Art im Handel zu finden, wird aber fälschlicherweise immer wieder als M. lateristriga beschriftet.

Wichtig: Die Art wird von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als nicht gefährdet eingestuft.


Verhalten

M. lateristriga wird meist einzeln oder aber in kleinen, sehr losen Gruppen angetroffen. Vorzugsweise sind die Tiere im seichten Wasser, über schlammig-sandigem Untergrund unterwegs und graben im Sediment nach verborgenen Insektenlarven. Das beim Wühlen aufgewirbelte Sediment lockt viele andere Fische an, welche sich um den Substrat-Gräber tummeln. Oft gehört Cyrtocara moorii zu seinen treuesten Begleitern.

Die Böcke sind lediglich während der Paarungszeit territorial und auch dann nur unmittelbar vor bis unmittelbar nach dem eigentlichen Ablaichen. Sie sichern sich kleine Reviere zwischen den vereinzelt herumliegenden Steinen über Sand ab und graben flache Krater. Manchmal werden auch lediglich flache Steine als Laichplätze genutzt.

Solche Laichplätze werden nur ansatzweise gegenüber Artgenossen verteidigt, und dies fast ausschliesslich mittels Drohgebärden und einer sehr kurzen Verfolgung des unterlegenen Tieres.

Gegenüber anderen Arten sind die Tiere nicht sehr durchsetzungsfähig und lassen diese meist gewähren.

Geschlechtsreife Weibchen, welche sich den Laichplätzen nähern, werden heftig angebalzt.

Stösst ein Bock mit seinem Werben auf Interesse, folgt ihm das entsprechende Weibchen zu seinem Laichplatz, wo nach kurzem, gemeinsamen Säubern abgelaicht wird.

Nach rund 3 Wochen des Maulbrütens werden die Jungfische in der vegetativen Uferzone freigesetzt, wo sie bestmöglichen Schutz vor Fressfeinden finden.


Populationen

Mylochromis lateristriga ist über den gesamten Südteil des Malawi-Sees verbreitet. Durch das Leben über weiten Sandflächen, ist es dieser Art möglich, weite Strecken in andere Biotope zurück zu legen, was die Entwicklung völlig separierter Populationen weitgehend ausschliesst.

An der Ostküste zwischen Ikombe und dem Makanjila Point, bei Nkhata Bay, Ruarwe und Lion’s Cove wurden dem M. lateristriga sehr ähnliche Population entdeckt, welche aber definitiv separat zu betrachtende Arten darstellen: Mylochromis sp. „lateristriga makanjila“ und Mylochromis sp. „lateristriga nkhata“.

Der bekannteste Fundort des Lateristriga ist:

>> Maleri Island


Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium bietet sich die Gestaltung einer grossen Sandfläche an, welche durch einige wenige flache Felsplateaus im Vordergrund unterbrochen wird (mögliche Brutarenen). Seitlich und im Hintergrund sollten ausgedehnte Vallisneria-Felder das Becken-Bild dominieren, da sich das Leben des Lateristriga hauptsächlich in und vor bewachsenen seichten Buchten abspielt.

M. lateristriga kann in Becken ab 800 Litern gehalten werden, sofern eine Mindestkantenlänge von 200 Zentimetern gewährleistet wird. Es ist empfehlenswert, die Art aufgrund ihres natürlichen Verhaltens, im Harem (z.Bsp. 1m/2-3w) zu halten. Sollte eine Gruppenhaltung angestrebt werden, empfiehlt es sich, nur sehr kleine Gruppen (z.Bsp. 2m/4-5w) zusammen zu stellen. Gruppen, bestehend aus 2 Böcken, sind bei dieser Art kein Problem, da es sich um äusserst friedfertige Tiere handelt, welche ihre Streitigkeiten durch reines „Drohen“ regeln.


Vergesellschaftung

M. lateristriga ist ein eher durchsetzungsschwacher und sehr friedfertiger Cichlide, welcher aber dennoch ziemlich robust daher kommt. Die Art sollte lediglich mit anderen „ruhigen“ Arten der bewachsenen Sand- oder auch der Übergangszone vergesellschaftet werden. Die gemeinsame Haltung mit Räubern ist durchaus möglich, sofern es sich um Arten handelt, welche einerseits das Biotop mit M. lateristriga teilen und andererseits als ruhig und nicht zu aggressiv gelten.


NonMbunas aus den seichten, bewachsenen Uferzonen:
>> Chilotilapia rhoadesii
>> Otopharnyx tetraspilus
>> Otopharnyx tetrastigma
>> Placidochromis longimanius
>> Protomelas similis
>> Protomelas kirkii
>> Protomelas labridens
>> Protomelas pleurotaenia
>> Placidochromis johnstoni

Räuber aus der seichten, bewachsenen Uferzone:
>> Dimidiochromis compressiceps
>> Dimidiochromis strigatus


Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von M. lateristriga werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN, GELB und sogar noch ORANGE stark reflektiert. Die Absorption von ORANGE beginnt erst in einer Tiefe von 10 Metern. ROT wird ab ca. 5 Metern total absorbiert und ist dem entsprechend in den oberen Bereichen der Lateristriga-Habitate immer noch vorhanden.

Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten GELB- und ORANGE-, sowie etwas abgeschwächten GRÜN- und BLAU-Anteilen. Ein reduzierter ROT-Peak wäre bei der Wahl der Leuchtmittel empfehlenswert.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Lateristriga-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> SERA Daylight brilliant
>> Dennerle Trocal Color Plus
>> HAGEN Aqua GLO
>> HAGEN Power GLO
>> JBL ULTRA Solar Nature
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