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Artentafel - Protomelas similis

Artentafel - Protomelas similis

Lebensraum

Protomelas similis ist strikte an die seichten, sedimentreichen und vor allem bewachsenen Buchten entlang aller Küsten gebunden und lebt dort bevorzugt in und um die zahlreichen Valisnerien-Beete.

Wassertiefe der Similis-Habitate

P. similis besetzt in jeder Population den sehr seichten Teil der bewachsenen Uferzonen in einer Tiefe zwischen 2 und 12 Metern.

Ernährung

Protomelas similis ist ein echter Nahrungsspezialist! Er frisst fast ausschliesslich Valisnerien-Blätter, von welchen er grosse Stücke herausbeisst. Diese Spezialisierung macht den Similis zu einem herbivoren Cichliden.

Überraschenderweise können sich aber alle spezialisierten Arten, so auch P. similis, auf fast jede Futterquelle umstellen, welche erschöpflich ist. Während der Planktonblüte versammeln sich beispielsweise Arten mit den unterschiedlichsten Spezialsierungen im offenen Wasser, um vom Plankton im Überfluss zu fressen. Protomelas similis aber macht sich bei jeder sich bietenden Gelegenheit über Würmer her, welche er, wenn er sie bekommen kann, jederzeit seiner pflanzlichen Alltagskost vorzieht.

Besonderheiten

Protomelas similis ist Bestandteil einer Artengruppe, welche aus folgenden Arten besteht:

>> P. kirkii

>> P. labridens

>> P. pleurotaenia

>> P. marginatus

>> P. similis

Von der einheimischen Bevölkerung werden die Angehörigen dieser Gruppe „Kambuzi“ genannt. Charakteristisch für diese Artengruppe ist ein, manchmal auch zwei horizontale Streifen, welche ihre Flanken zentral zieren. Der Similis ist der am häufigsten vorkommende Vertreter der Gruppe.

Immer wieder kommt es, aufgrund der Ähnlichkeit, zu Verwechslungen und immer wieder werden Individuen anderer Arten aus der Gruppe als P. similis exportiert. Leider hatte dies zur Folge, dass es in unseren Aquarien, bei Züchtern und Händlern immer wieder zu Hybridisierungen gekommen ist.

Wichtig: Die Art wird von der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Ressources) als nicht gefährdet eingestuft.

Verhalten

Während sich die Weibchen und juvenilen Böcke in kleinen Furangiergruppen durch die Valisnerien-Beete fressen, legen die territorialen Männchen runde Laichplätze (Durchmesser: ca. 20 Zentimeter) zwischen den Valisnerien an. Sehr kleinlich werden solche Stellen immer wieder aufs neue geputzt.

Jedes Weibchen, welches sich einem solchen Revier nähert, wird vom revierhaltenden Männchen freudig empfangen und heftig umworben. Stösst das Männchen auf Interesse, wird das Balzspiel über dem Laichplatz fortgeführt und bald auch abgelaicht. Die Paarungen finden immer in den Morgenstunden statt.

Spät nachmittags verlassen dann die territorialen Männchen ihre Reviere und schliessen sich zu Männer-Gemeinschaften zusammen, um auf Nahrungssuche zu gehen, bevor sie bei Einbruch der Nacht zu ihren Laichplätzen zurückkehren.

Die brütenden Weibchen ziehen sich zwischen die Valisnerien zurück und verstecken sich in den oberen Bereichen der Pflanzen.

Gegenüber anderen Arten ist P. similis sehr friedlich gesinnt.

Populationen

P.similis zählt nicht zu den häufig vorkommenden Arten im Malawisee, ist aber dennoch seeweit sowie im Malombe See verbreitet. Grundsätzlich ist in fast jeder bewachsenen Bucht entlang jeder Küste eine Population dieser Art zu finden, jedoch können keine oder fast keine farblichen Variationen festgestellt werden.

Haltung im Aquarium

Für die Haltung im Aquarium sollte eine gut bepflanzte flache Uferzone mit sandigem Untergrund und nur wenigen verstreut liegenden grossen Steinen nachgebildet werden. Als Bepflanzung sollten einige grossflächige lockere Valisnerien-Wälder mit Valineria gigantea oder Valisneria nana in Betracht gezogen werden. Aus Erfahrung ist aber eher Valisneria nana zu empfehlen, da diese Art im Malawi-Aquarium meist besser gedeiht. Andere Pflanzen, wie die langblättrige Cryptocorynen (z.Bsp. Cryptocoryne aponogetifolia) sind zwar möglich, kommen aber den Ernährungs-Bedürfnissen des Similis nicht entgegen.

Wichtig: Die Ernährungsgewohnheiten des P. similis setzen voraus, dass die genannten Valisnerien-Felder als Futterquelle angeschaut werden und laufend ersetzt respektive ergänzt werden müssen. Eine kostspielige Angelegenheit, welcher sich der interessierte Aquarianer bewusst ein sollte.

Protomelas similis kann in Becken ab 500 Litern gehalten werden, sofern eine Mindestkantenlänge von 160 Zentimeter gewährleistet wird. Es ist empfehlenswert, diese Art immer in Gruppen (z.Bsp. 3m/7w) zu halten. Haremshaltung (z.Bsp. 1m/2-3w) wären aber ebenso denkbar.

Tipp: Da die Valisnerien-Felder nicht nur Nahrungsquelle sondern auch Lebensraum und Rückzugsmöglichkeiten für P. similis bieten, und es nicht jedem möglich ist, immer wieder auf‘s neue Valisnerien zu beschaffen, wäre eine dichte Bepflanzung mit zum Beispiel künstlichem Schilf (sieht inzwischen sehr lebensecht aus) denkbar. Allerdings sollte dann bei den Fütterungen laufend abgebrühter Salat als Ersatz angeboten werden.

Vergesellschaftung

P. similis gilt als recht robust, aber zumindest ausserhalb der Paarungszeit gegenüber anderen Arten sehr friedlich. Seine Ernährungsgewohnheiten machen eine Vergesellschaftung eher zur Herausforderung. Entweder sollte P. similis in einem Artenbecken, oder aber mit anderen rein herbivoren Arten vergesellschaftet werden.

Eine weitere, für erfahrene Aquarianer durchaus interessante Möglichkeit, wäre die Vergesellschaftung mit in Pflanzen lauernden räuberischen Cichliden, welche sich aber fast ausschliesslich vom Similis-Nachwuchs ernähren sollten.

Mögliche herbivore Arten:

>> Cyathochromis-Arten (z.Bsp. C. Obliquidens)

>> Hemitilapia-Arten (z.Bsp. H. Oxyrhynchus)

>> Tilapia-Arten (z.Bsp. T. rendalli)

>> Placidochromis-Arten (z.Bsp. P. longimanus)

Mögliche Lauerjäger aus dem bewachsenen Biotop:

>> Dimidiochromis-Arten (z.Bsp. D. Compressiceps)

>> Mylochromis-Arten (z.Bsp. M. incola)

>> Nimbochromis-Arten (z.Bsp. N. livingstonii)

Beckenbeleuchtung

In den natürlichen Habitaten von P. similis werden die Spektralfarben BLAU, GRÜN, GELB und sogar noch ORANGE stark reflektiert. Die Absorption von ORANGE beginnt erst in einer Tiefe von 10 Metern. ROT wird ab ca. 5 Metern total absorbiert und ist dem entsprechend in den oberen Bereichen der Similis-Habitate immer noch vorhanden.

Optimal wäre also ein Lichtspektrum mit dominanten GELB- und ORANGE-, sowie etwas abgeschwächten GRÜN- und BLAU-Anteilen. Ein reduzierter ROT-Peak wäre bei der Wahl der Leuchtmittel empfehlenswert.

Für eine naturnahe Beleuchtung eines Similis-Beckens würden sich folgende Leuchtmittel (siehe auch BLOG "Lichtverhältnisse im Wasser / Malawisee") empfehlen:

>> SERA Daylight brilliant

>> Dennerle Trocal Color Plus

>> HAGEN Aqua GLO

>> HAGEN Power GLO

>> JBL ULTRA Solar Nature

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