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Molchbesuch im Medaka-Biotop

Molchbesuch im Medaka-Biotop

Immer mehr Leute halten Medaka und vielerorts werden Biotope oder Teiche angelegt. Zwar verschwanden natürliche Biotope in den letzten 30-40 Jahren aufgrund von Verbauungen, Landwirtschaft und anderes drastisch, doch den Menschen scheint Natur zu fehlen und so wird vielerorts umgedacht und man möchte sich Natur in den Garten holen. Und dabei ist es schon okay, wenn man in seinem Teich oder Biotop ausländische Tiere hält – solange diese nicht in die Umgebung entweichen können…

Molchbesuch im Medaka-BiotopSo hat es auch eine Aquarien-Kollegin von mir gemacht. Sie hat sich in den Medaka verliebt und im Frühling 2018 einen schönen Teich bzw. ein Biotop angelegt. Dort hält sie nun schon den dritten Sommer ihre Medaka – aber heuer hatte sie Besuch von einem besonderen Gast erhalten.

Eines Tages, als sie ihre Medaka füttern wollte, wurde sie plötzlich von einem Bergmolch-Weibchen angesehen. Diese hatte es sich wohl in ihrem Teich gemütlich gemacht. Anfangs war sie noch sehr erstaunt, machte sich dann allerdings um ihre Medaka Sorgen, ob die nicht vom Molch gefressen werden würden, doch dann machte sie sich wiederum um den Molch Gedanken, ob er schon genügend zu fressen finden würde… Sie hätte es sich nie gedacht, dass sich in dem nur 250 Liter fassenden Biotop ein Molch einfinden würde.

Molchbesuch im Medaka-BiotopDer Molch machte auch keine Anstalten, aus dem neuen Habitat zu verschwinden. Mittlerweile ist das Tier schon über zwei Monate im Biotop anzutreffen und scheint auch gar nicht scheu zu sein. Er taucht auf, sobald meine Aquarien-Kollegin am Teich ist und zu hören ist. Sie hat es mir demonstriert und ich war sehr überrascht.

Vielleicht wartet er auch auf Futter, denn die Medaka werden alle zwei Tage mit Flockenfutter und Staubfutter gefüttert. Natürliche Nahrung, wie Wasserinsekten, Mückenlarven, Schnecken und anderes scheint auch genügend in dem Teich zu sein… Außerdem befindet sich ein großer Komposthaufen nur drei Meter neben dem Teich. Dies sollte nicht außer Acht gelassen werden, denn hier hat der Molch wohl den optimalen Lebensraum gefunden. Es gibt auch unzählige Weinbergschnecken in dem Garten, die andernorts leider nur mehr selten anzutreffen sind…

Wie es mit dem Molch-Besuch weitergehen wird, das kann man noch nicht sagen. Jedenfalls überlegt meine Aquarien-Kollegin, noch einen Teich und diesmal ohne Fische und für die Amphibien anzulegen. Aber dies wird noch etwas dauern…

Ich bin schon gespannt darauf, was sich weiter tun wird. Bis dahin freuen wir uns beide sehr über den Besuch und wir werden sehen, wie es sich entwickeln wird.

Auf alle Fälle ist es große Klasse, dass die Natur wieder mehr Einzug in unsere umgestalteten Lebensräume erhält. Speziell, wenn man Tiere hält, bietet man oft automatisch weiteren Tieren Lebensräume, meist ohne es zu wissen.

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

Titel: Molchbesuch im Medaka-Biotop (Artikel 5420)
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