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Molche im Teich - Was nun auf keinen Fall verändert werden sollte

Lesezeit: ca. 3 Minuten
Molche im Teich - Was nun auf keinen Fall verändert werden sollte
Molche im Teich - Was nun auf keinen Fall verändert werden sollte - Foto 1

Die Anwesenheit von Molchen in einem Gartenteich ist ein deutliches Zeichen für eine stabile und naturnahe Gewässerstruktur.  Wenn Arten wie der Teichmolch, der Bergmolch oder der seltenere Kammmolch Teiche als Fortpflanzungsgewässer nutzen, dann bedeutet dies, dass Wasserqualität, Uferstruktur und Vegetation bereits sehr gut aufeinander abgestimmt sind.

Gerade deshalb gilt ein Molchvorkommen im Teich als eine Art natürliche Auszeichnung. Es zeigt, dass ein kleiner, aber ökologisch sehr wertvoller Lebensraum entstanden ist, der in intensiv genutzten Gärten nur noch selten vorkommt.

Warum Molche ein Zeichen funktionierender Ökologie sind

Molche übernehmen im Teich eine wichtige Rolle im ökologischen Gleichgewicht. Sie ernähren sich von Mückenlarven, Kleinkrebsen und anderen wirbellosen Tieren und tragen damit zur natürlichen Regulation der Populationen bei. Gleichzeitig sind sie selbst Teil der Nahrungskette.

Besonders bedeutsam ist ihre Funktion als Bioindikator. Molche reagieren sehr empfindlich auf Veränderungen der Wasserqualität, auf Schadstoffe und auf den Verlust von Struktur im Lebensraum. Wo sie dauerhaft vorkommen, ist davon auszugehen, dass das Gewässer relativ unbelastet und ökologisch stabil ist. Ihr Rückgang in vielen Regionen Europas steht deshalb auch sinnbildlich für den Verlust naturnaher Kleingewässer.

Was auf keinen Fall verändert werden sollte

Der wichtigste Grundsatz bei einem Molchteich lautet, dass bestehende Strukturen erhalten bleiben sollten. Besonders kritisch ist das Entfernen von Wasserpflanzen. Diese dienen nicht nur als Versteck, sondern sind auch entscheidend für die Fortpflanzung, da die Weibchen ihre Eier einzeln an feine Blätter heften.

Ebenso problematisch ist das Entfernen von Laub, Algenaufwuchs oder natürlichen Ablagerungen am Teichgrund. Diese Bereiche sind Lebensraum für Kleinstorganismen, die wiederum die Nahrungsgrundlage der Molche bilden.

Auch der Einsatz von Technik verändert den Charakter eines Teiches erheblich. Molche bevorzugen stehende oder nur sehr schwach bewegte Gewässer. Starke Wasserbewegung durch Pumpen, Filter, Bachläufe oder Springbrunnen kann dazu führen, dass sie den Teich meiden oder verlassen. Besonders empfindlich reagieren sie auf dauerhaft bewegte Wasseroberflächen, da sowohl Eiablage als auch Entwicklung der Larven dadurch gestört werden.

Chemische Zusätze stellen ein weiteres Risiko dar. Mittel gegen Algen, Klärmittel oder andere Wasserbehandlungen können bereits in geringen Mengen empfindliche Auswirkungen auf Molche und ihre Larven haben. Auch häufige oder große Wasserwechsel verändern Temperatur und Zusammensetzung des Wassers so stark, dass das Gleichgewicht des Lebensraums gestört wird.

Molche im Teich - Was nun auf keinen Fall verändert werden sollte
Molche im Teich - Was nun auf keinen Fall verändert werden sollte - Foto 2

Fische im Teich sind ebenfalls ein entscheidender Störfaktor. Viele Arten fressen Molchlarven oder konkurrieren um Nahrung. Selbst geringe Fischbestände können dazu führen, dass Molche einen Teich langfristig nicht mehr als Brutraum nutzen.

Kurz zusammengefasst: Diese Veränderungen besser vermeiden

Wenn sich Molche im Teich angesiedelt haben, sind vor allem Stabilität und Ruhe entscheidend. Folgende Eingriffe gelten als besonders kritisch und sollten möglichst unterbleiben:

  • Wasserpflanzen nicht stark auslichten oder entfernen, da sie für Eiablage und Versteckmöglichkeiten notwendig sind
  • Technik wie Pumpen, Filter, Bachläufe oder Springbrunnen vermeiden, da Molche stehendes oder nur sehr ruhiges Wasser benötigen
  • Keine chemischen Zusätze einsetzen, auch keine Algenmittel oder Wasserklärer
  • Große oder häufige Wasserwechsel vermeiden, da sie Temperatur und Wasserchemie stark verändern
  • Keine Fische einsetzen, da sie Larven fressen und den Lebensraum dauerhaft verändern
  • Uferbereiche nicht vollständig „aufräumen“, da Laub, Steine und dichte Vegetation wichtige Rückzugsräume an Land bieten

Ein Molchteich bleibt nur dann attraktiv, wenn er im Kern unverändert bestehen kann. Kleine, behutsame Eingriffe sind möglich, doch die grundlegende Struktur des Gewässers sollte möglichst konstant bleiben.

 

Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de

Autor*in: Tom

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Tom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor.

In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Molche im Teich - Was nun auf keinen Fall verändert werden sollte (Artikel 7943)

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