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Mulchmähen: So wird der Rasenschnitt zum natürlichen Dünger für einen gesunden Garten

Lesezeit: ca. 15 Minuten
Mulchmähen: So wird der Rasenschnitt zum natürlichen Dünger für einen gesunden Garten
Mulchmähen: So wird der Rasenschnitt zum natürlichen Dünger für einen gesunden Garten - Foto 1

Mulchmähen ist eine besonders praktische und nachhaltige Methode, um den Rasen regelmäßig zu pflegen und gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Statt den Rasenschnitt nach dem Mähen aufzufangen, wird er beim Mulchmähen sehr fein zerkleinert und direkt auf der Rasenfläche verteilt. Dort bleibt das Schnittgut als dünne, kaum sichtbare Schicht liegen, verrottet innerhalb kurzer Zeit und gibt die enthaltenen Nährstoffe wieder an den Boden zurück. Für Gartenbesitzer bedeutet das weniger Arbeit, weniger Grünabfall und langfristig oft einen vitaleren, dichteren Rasen.

Gerade in Zeiten, in denen viele Gärten pflegeleicht, ressourcenschonend und naturnah bewirtschaftet werden sollen, gewinnt das Mulchmähen zunehmend an Bedeutung. Es passt gut zu modernen Gartenkonzepten, bei denen Bodenleben, Wasserspeicherung und Kreislaufwirtschaft eine größere Rolle spielen. Wer den Rasen richtig mulcht, kann Dünger sparen, die Bodenstruktur verbessern und den Rasen widerstandsfähiger gegen Trockenheit machen. Gleichzeitig verlangt diese Methode etwas Disziplin, denn Mulchmähen funktioniert nur dann zuverlässig, wenn regelmäßig gemäht wird und das Schnittgut nicht zu lang oder zu nass ist.

Was bedeutet Mulchmähen?

Beim Mulchmähen wird der Rasenschnitt nicht in einem Fangkorb gesammelt, sondern im Mähwerk mehrfach zerkleinert. Die feinen Grashalme fallen anschließend zurück in die Grasnarbe. Dort bilden sie keine dicke Schicht, sondern sinken zwischen die lebenden Halme bis auf den Boden. Durch Mikroorganismen, Regenwürmer und natürliche Zersetzungsprozesse wird das Material nach und nach abgebaut. Dabei werden Nährstoffe wie Stickstoff, Kalium und Phosphor wieder freigesetzt und stehen dem Rasen erneut zur Verfügung.

Der Begriff Mulch stammt allgemein aus der Gartenpflege und beschreibt eine schützende Bodenschicht aus organischem oder mineralischem Material. Im Gemüsebeet können das Stroh, Laub, Rasenschnitt oder Holzhäcksel sein. Beim Rasen ist der Mulch besonders fein und kurzlebig. Er soll die Fläche nicht abdecken, sondern unauffällig in den Kreislauf zurückgeführt werden. Genau darin liegt der Unterschied zu grobem Rasenschnitt, der nach einem seltenen Mähen in dicken Klumpen auf der Fläche liegen bleibt und dem Rasen eher schadet als nützt.

Die wichtigsten Fakten zum Mulchmähen

PunktBedeutung für den Garten
GrundprinzipRasenschnitt wird fein zerkleinert und bleibt auf der Fläche
ZielNatürliche Rückführung von Nährstoffen in den Boden
Geeignet fürRegelmäßig gepflegte Zierrasen, Gebrauchsrasen und viele Spielrasenflächen
Wichtigste VoraussetzungHäufiges Mähen bei trockenem oder nur leicht feuchtem Gras
Größter VorteilWeniger Grünabfall und geringerer Düngebedarf
Häufigster FehlerZu seltenes Mähen mit zu langem Schnittgut
Ideale SchnittmengeNur kurze Halmspitzen werden entfernt
Wirkung auf den BodenFördert Bodenleben, Humusbildung und Feuchtigkeitshaushalt
Risiko bei falscher AnwendungRasenfilz, Fäulnis, ungleichmäßiges Wachstum oder gelbliche Stellen
Geeignete GeräteMulchmäher, Mähroboter oder Rasenmäher mit Mulchkit

Wie funktioniert Mulchmähen in der Praxis?

Ein Mulchmäher arbeitet anders als ein herkömmlicher Rasenmäher mit Fangkorb. Das Mähwerk ist so gebaut, dass die abgeschnittenen Halme im Gehäuse verwirbelt und mehrfach von den Messern erfasst werden. Dadurch entstehen sehr kleine Pflanzenstücke, die gleichmäßig auf die Fläche zurückfallen. Je feiner der Rasenschnitt ist, desto schneller kann er sich zersetzen.

In der Praxis ist die Mähhäufigkeit entscheidend. Beim Mulchmähen sollte nie ein großer Teil der Halmlänge auf einmal entfernt werden. Ideal ist es, den Rasen so oft zu mähen, dass nur die Spitzen gekürzt werden. Bei starkem Wachstum im Frühjahr kann das zwei- bis dreimal pro Woche nötig sein. Im Sommer reicht je nach Witterung oft ein geringerer Rhythmus. Wer längere Pausen einlegt und dann hohes Gras mulcht, riskiert sichtbare Schnittgutreste, verklumpte Stellen und eine schlechtere Durchlüftung der Grasnarbe.

Auch die Schnitthöhe spielt eine wichtige Rolle. Der Rasen sollte nicht zu kurz gehalten werden, weil kurze Halme den Boden schlechter beschatten und bei Hitze schneller austrocknen. Ein etwas höher geschnittener Rasen bleibt robuster, bildet mehr Blattmasse für die Photosynthese und kann sich besser gegen Moos und Wildkräuter behaupten. Mulchmähen bedeutet also nicht, den Rasen extrem kurz zu halten, sondern ihn regelmäßig und schonend zu pflegen.

Vorteile des Mulchmähens

Der größte Vorteil des Mulchmähens liegt im geschlossenen Nährstoffkreislauf. Gras enthält viele Nährstoffe, die der Rasen zuvor aus dem Boden aufgenommen hat. Wird der Rasenschnitt entsorgt, werden diese Nährstoffe dem Garten dauerhaft entzogen. Beim Mulchmähen bleiben sie auf der Fläche und gelangen durch Zersetzung wieder in den Boden. Dadurch kann der Bedarf an zusätzlichem Rasendünger sinken.

Ein weiterer Vorteil ist die Zeitersparnis. Der Fangkorb muss nicht ständig geleert werden, und der Rasenschnitt muss nicht zur Biotonne, zum Kompost oder zum Wertstoffhof gebracht werden. Besonders bei größeren Rasenflächen ist das ein spürbarer Unterschied. Wer regelmäßig mäht, arbeitet oft schneller und sauberer, weil der Mähvorgang ohne Unterbrechungen abläuft.

Mulchmähen kann außerdem den Wasserhaushalt verbessern. Die feinen Schnittreste schützen den Boden leicht vor Verdunstung, ohne den Rasen zu ersticken. In trockenen Sommern kann das helfen, die Bodenfeuchte länger zu halten. Gleichzeitig wird das Bodenleben gefördert, weil organisches Material kontinuierlich nachgeliefert wird. Regenwürmer und Mikroorganismen profitieren davon und tragen zu einer lockeren, aktiven Bodenstruktur bei.

Auch aus ökologischer Sicht ist Mulchmähen sinnvoll. Es entsteht weniger Abfall, der Garten benötigt weniger externe Nährstoffzufuhr, und der natürliche Stoffkreislauf wird unterstützt. Für viele private Gärten ist das eine einfache Möglichkeit, nachhaltiger zu wirtschaften, ohne auf eine gepflegte Rasenfläche verzichten zu müssen.

Mögliche Nachteile und typische Fehler

Mulchmähen ist keine Methode, die unabhängig von Wetter, Rasenhöhe und Pflegezustand immer gleich gut funktioniert. Der häufigste Fehler besteht darin, zu selten zu mähen. Wenn das Gras zu hoch ist, entstehen lange Schnittreste, die sich nicht schnell genug zersetzen. Sie bleiben sichtbar liegen, bilden Klumpen und können darunterliegende Grashalme beschatten. Dadurch entstehen gelbe Flecken oder kahle Stellen.

Problematisch ist auch das Mähen bei nassem Gras. Feuchtes Schnittgut klebt stärker zusammen, wird schlechter verwirbelt und verteilt sich ungleichmäßig. Statt einer feinen Mulchschicht entstehen dann kleine Haufen, die den Rasen belasten. Zudem können feuchte Pflanzenreste Fäulnis fördern, wenn sie zu dicht auf der Grasnarbe liegen.

Ein weiterer Fehler ist stumpfes Mähwerkzeug. Stumpfe Messer reißen die Grashalme eher ab, statt sie sauber zu schneiden. Die Schnittkanten fransen aus, trocknen schneller ein und machen den Rasen anfälliger für Stress. Beim Mulchmähen ist ein scharfes Messer besonders wichtig, weil das Schnittgut zusätzlich fein zerkleinert werden muss.

"Ein guter Mulchschnitt erkennt man daran, dass man ihn nach dem Mähen kaum sieht. Bleiben deutlich sichtbare Grasreste liegen, war entweder das Gras zu lang, zu nass oder das Messer nicht scharf genug."

Welche Rasenflächen eignen sich für Mulchmähen?

Mulchmähen eignet sich besonders gut für regelmäßig gepflegte Rasenflächen im Hausgarten. Zierrasen, Gebrauchsrasen und Spielrasen können davon profitieren, wenn sie nicht zu stark vernachlässigt werden. Auch Rasenflächen, die mit einem Mähroboter gepflegt werden, werden meist dauerhaft gemulcht. Da der Roboter häufig mäht und jeweils nur sehr wenig Material abschneidet, funktioniert das Prinzip hier besonders gut.

Weniger geeignet ist Mulchmähen bei sehr hohem, verfilztem oder stark vermoostem Rasen. Auch Wiesenflächen, die nur wenige Male im Jahr geschnitten werden, sollten nicht einfach gemulcht werden. Das Schnittgut wäre zu lang und zu grob. Für solche Flächen ist das Abräumen des Mähguts oft sinnvoller, vor allem wenn eine magere, artenreiche Wiese entstehen soll.

Bei neu angelegtem Rasen ist etwas Vorsicht angebracht. Junge Gräser müssen erst gut anwurzeln und eine stabile Grasnarbe bilden. Sobald der Rasen belastbar ist und regelmäßig gemäht werden kann, kann auch Mulchmähen eingesetzt werden. Wichtig ist, den jungen Rasen nicht zu tief zu schneiden und nur trockenes, kurzes Schnittgut zurückzuführen.

Das richtige Gerät zum Mulchmähen

Für das Mulchmähen gibt es verschiedene Geräte. Spezielle Mulchmäher sind so konstruiert, dass sie den Rasenschnitt im Mähgehäuse besonders fein zerkleinern. Viele moderne Rasenmäher lassen sich außerdem mit einem Mulchkit ausstatten. Dabei wird der Auswurf verschlossen, sodass das Schnittgut im Mähwerk bleibt, mehrfach geschnitten und anschließend nach unten abgegeben wird.

Mähroboter arbeiten in den meisten Fällen nach dem Mulchprinzip. Sie schneiden den Rasen sehr häufig und entfernen nur winzige Halmspitzen. Dadurch entsteht kaum sichtbares Schnittgut. Für gleichmäßige Rasenflächen mit klaren Begrenzungen können sie eine sehr komfortable Lösung sein. Allerdings müssen auch bei Mährobotern Messer regelmäßig kontrolliert und ausgetauscht werden, damit der Schnitt sauber bleibt.

Benzin-, Akku- und Elektromäher können grundsätzlich zum Mulchmähen geeignet sein, wenn sie über eine passende Mulchfunktion verfügen. Entscheidend ist weniger die Antriebsart als die Qualität des Schnittbildes, die Motorleistung und die Fähigkeit, das Gras fein zu zerkleinern. Bei dichtem, feuchtem oder sehr wachstumsstarkem Rasen ist ein leistungsfähiges Gerät im Vorteil.

Wann und wie oft sollte man mulchmähen?

Der richtige Zeitpunkt hängt vom Wachstum des Rasens ab. Im Frühjahr wächst Rasen oft besonders kräftig. Dann sollte häufiger gemäht werden, damit die Mulchmenge gering bleibt. Während trockener Sommerphasen verlangsamt sich das Wachstum, sodass längere Abstände möglich sind. Im Herbst kann das Wachstum erneut zunehmen, bevor es bei kühleren Temperaturen nachlässt.

Als Faustregel gilt: Beim Mähen sollte nur etwa ein kleiner Teil der Halmlänge entfernt werden. Wird der Rasen regelmäßig gekürzt, bleibt das Schnittgut fein und verrottet schnell. Wer den Rasen dagegen erst mäht, wenn er deutlich zu hoch geworden ist, sollte das Schnittgut besser auffangen oder zunächst in mehreren Etappen kürzen.

Sinnvoll ist Mulchmähen vor allem bei trockenem Wetter. Das Gras muss nicht völlig ausgedörrt sein, sollte aber nicht nass auf dem Boden liegen. Nach Regen oder starkem Tau wartet man besser, bis die Halme abgetrocknet sind. Das sorgt für einen saubereren Schnitt, weniger Verklebungen im Mähwerk und eine gleichmäßigere Verteilung.

Mulchmähen und Düngung

Ein gut gemulchter Rasen erhält einen Teil seiner Nährstoffe aus dem eigenen Schnittgut zurück. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass überhaupt keine Düngung mehr nötig ist. Je nach Boden, Nutzung, Rasensorte und Witterung kann zusätzlicher Rasendünger weiterhin sinnvoll sein, allerdings oft in reduzierter Menge.

Besonders Stickstoff wird durch Rasenschnitt wieder in den Kreislauf eingebracht. Das unterstützt kräftiges Wachstum und eine sattgrüne Farbe. Dennoch sollte der Rasen beobachtet werden. Wirkt er trotz regelmäßigem Mulchmähen blass, lückig oder schwach, kann eine angepasste Düngung notwendig sein. Auf stark beanspruchten Flächen, etwa Spielrasen, ist der Nährstoffbedarf meist höher als bei wenig genutztem Zierrasen.

Wichtig ist, Mulchmähen nicht mit Überdüngung zu kombinieren. Wenn sehr stark gedüngt und gleichzeitig häufig gemulcht wird, kann das Wachstum übermäßig angeregt werden. Dann muss noch häufiger gemäht werden, und der Rasen wird anfälliger für weiches, krankheitsanfälliges Gewebe. Eine ausgewogene Pflege ist daher besser als möglichst viel Nährstoffzufuhr.

Mulchmähen bei Trockenheit und Hitze

In heißen Sommern kann Mulchmähen Vorteile bringen, wenn es richtig durchgeführt wird. Die feinen Pflanzenreste helfen, die Bodenoberfläche leicht zu schützen und Feuchtigkeit länger zu halten. Gleichzeitig sollte der Rasen bei Hitze nicht zu tief geschnitten werden. Längere Halme beschatten den Boden besser und reduzieren Verdunstung.

Während längerer Trockenperioden wächst der Rasen oft langsamer oder stellt das Wachstum teilweise ein. Dann sollte auch weniger gemäht werden. Ein Schnitt bei starkem Hitzestress kann den Rasen zusätzlich belasten. Wer mäht, sollte eine höhere Schnitthöhe wählen und möglichst nicht in der prallen Mittagshitze arbeiten.

"Bei Trockenheit ist nicht der häufigste Schnitt entscheidend, sondern der schonendste. Ein etwas höherer Rasen übersteht heiße Phasen meist besser als eine kurz rasierte Fläche."

Mulchmähen und Rasenfilz

Eine häufige Sorge beim Mulchmähen ist die Entstehung von Rasenfilz. Rasenfilz besteht aus abgestorbenen Pflanzenteilen, Wurzeln und organischem Material, das sich zwischen Boden und grünen Halmen ansammelt. Richtiges Mulchmähen führt normalerweise nicht automatisch zu mehr Rasenfilz, weil die feinen Schnittreste rasch abgebaut werden.

Problematisch wird es, wenn zu viel grobes Material anfällt oder der Boden biologisch wenig aktiv ist. Verdichtete Böden, Staunässe, Sauerstoffmangel und ein schwaches Bodenleben können den Abbau verlangsamen. Dann kann sich organisches Material ansammeln. Auch zu tiefes Mähen oder falsche Düngung können die Filzbildung begünstigen.

Regelmäßiges Vertikutieren kann bei stark verfilzten Flächen helfen, sollte aber nicht als Dauerlösung für Pflegefehler verstanden werden. Besser ist es, die Ursachen zu verbessern: geeignete Schnitthöhe, scharfes Messer, trockenes Mähen, maßvolle Düngung und ein aktiver Boden. Bei schweren Böden kann gelegentliches Aerifizieren oder Sanden sinnvoll sein, um die Durchlüftung zu verbessern.

Schritt-für-Schritt: So gelingt Mulchmähen

Mulchmähen funktioniert am besten, wenn einige Grundregeln eingehalten werden:

  • Nur trockenen oder leicht feuchten Rasen mähen.
  • Regelmäßig mähen, damit nur kurze Halmspitzen anfallen.
  • Die Schnitthöhe nicht zu niedrig einstellen.
  • Messer regelmäßig schärfen oder wechseln.
  • Bei zu hohem Gras lieber mit Fangkorb mähen oder stufenweise kürzen.
  • Schnittgutreste nach dem Mähen kontrollieren.
  • Den Rasen beobachten und Pflege an Wetter und Wachstum anpassen.

Wer diese Punkte beachtet, wird schnell erkennen, ob die Methode auf der eigenen Fläche gut funktioniert. Ein sauber gemulchter Rasen sieht nach dem Mähen ordentlich aus, riecht nicht faulig und zeigt keine dicken Grasablagerungen. Nach wenigen Tagen sollte vom Schnittgut kaum noch etwas sichtbar sein.

Häufige Fragen zum Mulchmähen

Ist Mulchmähen besser als Mähen mit Fangkorb?

Mulchmähen ist in vielen Gärten vorteilhaft, weil die Nährstoffe im Kreislauf bleiben und kein Rasenschnitt entsorgt werden muss. Es ist aber nur dann besser, wenn regelmäßig gemäht wird und das Schnittgut fein genug ist. Bei sehr hohem oder nassem Gras kann Mähen mit Fangkorb sinnvoller sein.

Kann Mulchmähen den Rasen düngen?

Ja, Mulchmähen versorgt den Rasen mit einem Teil der Nährstoffe, die im Schnittgut enthalten sind. Der Rasenschnitt wird von Bodenorganismen zersetzt und gibt Nährstoffe wieder frei. Eine zusätzliche Düngung kann je nach Boden und Nutzung trotzdem nötig bleiben, häufig aber in geringerer Menge.

Wie oft sollte man beim Mulchmähen mähen?

In der Wachstumszeit sollte so oft gemäht werden, dass nur kurze Halmspitzen entfernt werden. Im Frühjahr kann das mehrmals pro Woche nötig sein, im Sommer je nach Wachstum deutlich seltener. Entscheidend ist nicht ein starrer Kalender, sondern die tatsächliche Rasenhöhe.

Entsteht durch Mulchmähen mehr Moos?

Richtiges Mulchmähen verursacht nicht automatisch mehr Moos. Moos entsteht meist durch Schatten, Bodenverdichtung, Nährstoffmangel, Staunässe oder einen zu niedrigen pH-Wert. Wenn beim Mulchmähen jedoch zu viel nasses Schnittgut liegen bleibt, kann der Rasen geschwächt werden, was Moos begünstigen kann.

Kann man mit jedem Rasenmäher mulchmähen?

Nicht jeder Rasenmäher ist dafür geeignet. Ideal sind spezielle Mulchmäher, Mähroboter oder Geräte mit Mulchkit. Ein normaler Mäher ohne passende Funktion zerkleinert den Rasenschnitt oft nicht fein genug und verteilt ihn weniger gleichmäßig.

Was tun, wenn nach dem Mulchmähen Grasreste liegen bleiben?

Bleiben sichtbare Grasreste liegen, war das Gras wahrscheinlich zu lang, zu feucht oder das Messer zu stumpf. In diesem Fall sollte beim nächsten Mal früher gemäht werden. Größere Klumpen sollten entfernt werden, damit die Grasnarbe nicht erstickt oder gelbe Stellen entstehen.

Ist Mulchmähen für kleine Gärten geeignet?

Ja, gerade kleine Gärten können profitieren, weil kein Rasenschnitt entsorgt werden muss. Wichtig ist nur, dass die Fläche regelmäßig gepflegt wird. Auch Akku-Mäher oder kleine Mähroboter können für solche Gärten gut geeignet sein.

Fazit: Mulchmähen ist einfache Kreislaufpflege für den Rasen

Mulchmähen ist eine wirkungsvolle Methode, um Rasenpflege, natürliche Düngung und nachhaltige Gartenbewirtschaftung miteinander zu verbinden. Der fein zerkleinerte Rasenschnitt bleibt auf der Fläche, zersetzt sich schnell und führt dem Boden wertvolle Nährstoffe zurück. Dadurch kann der Rasen dichter, vitaler und widerstandsfähiger werden, während gleichzeitig weniger Grünabfall entsteht.

Der Erfolg hängt jedoch stark von der richtigen Anwendung ab. Regelmäßigkeit, trockenes Gras, scharfe Messer und eine passende Schnitthöhe sind entscheidend. Wer zu selten mäht oder nasses, langes Gras mulcht, riskiert Klumpen, Fäulnis und unschöne Stellen. Richtig durchgeführt ist Mulchmähen jedoch eine sehr überzeugende Pflegeform für viele Hausgärten.

Für Gartenbesitzer, die ihren Rasen gesund halten und den Pflegeaufwand sinnvoll reduzieren möchten, ist Mulchmähen eine moderne und praxistaugliche Lösung. Es macht den Rasen nicht automatisch perfekt, aber es unterstützt ein stabiles Bodenleben, spart Arbeit und nutzt das, was ohnehin im Garten anfällt: frisches Gras als natürlichen Nährstofflieferanten.

Tom

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Titel: Mulchmähen: So wird der Rasenschnitt zum natürlichen Dünger für einen gesunden Garten (Artikel 8073)

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