Ausstiegshilfen am Gartenteich: Jetzt überprüfen
Mit den warmen Temperaturen nimmt die Aktivität rund um den Gartenteich deutlich zu. Amphibien, Insekten, Kleinsäuger und auch Vögel nutzen den Teich nicht nur als Wasserquelle, sondern geraten dabei mitunter unbeabsichtigt ins Wasser. Damit sie dann nicht ertrinken, platzieren Teichbesitzer Ausstiegshilfen am Ufer. Doch diese Hilfen können altern, beschädigt werden und damit ihre Funktion verlieren. Genau jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sie sorgfältig zu kontrollieren.
Typische Schäden
Ausstiegshilfen sind ganzjährig Witterung und Belastung ausgesetzt. Nach Herbst und Winter zeigen sich häufig erste Mängel. Holzlatten oder Wurzeln können durch dauerhafte Feuchtigkeit faulen, rissig werden oder ihre raue Oberfläche verlieren. Glatte, veralgte oder verwitterte Flächen bieten Tieren kaum noch Halt.
Auch Steinhaufen oder flach eingelegte Trittsteine verändern sich mit der Zeit. Wurzeln oder größere Teichbesucher können die Steine verschieben, sodass ehemals flache Übergänge plötzlich steil oder unterspült sind. In solchen Fällen rutschen Tiere ab, statt sicheren Halt zu finden.
Viele Materialien leiden oft auch unter UV-Strahlung. Risse, Brüche oder scharfe Kanten sind mögliche Folgen und stellen ein Verletzungsrisiko dar.
Worauf bei der Kontrolle besonders zu achten ist
Bei der Überprüfung sollte nicht nur geschaut werden, ob eine Ausstiegshilfe noch vorhanden ist, sondern ob sie ihre Funktion tatsächlich erfüllt. Wichtig ist vor allem die Oberfläche. Sie sollte rau genug sein, damit auch kleine oder nasse Tiere Halt finden. Algenbeläge können zwar natürlich wirken, machen Oberflächen aber oft extrem rutschig und sollten entfernt werden.
Ebenso entscheidend ist der Winkel. Ausstiegshilfen dürfen nicht zu steil ins Wasser führen. Besonders für Igel, Mäuse oder Amphibien ist ein flacher, kontinuierlicher Übergang notwendig. Hat sich der Neigungswinkel verändert, etwa durch abgesacktes Erdreich, sollte nachgebessert werden.
Auch die Wasserlinie verdient Aufmerksamkeit. Sinkt oder steigt der Wasserspiegel im Teich, kann eine Ausstiegshilfe plötzlich zu hoch enden oder vollständig unter Wasser liegen.
Verborgene Probleme durch Pflanzen und Algen
Im Frühjahr und Frühsommer wachsen Wasserpflanzen und Algen stark. Dabei können sie Ausstiegshilfen überwuchern oder verdecken. Was optisch natürlich wirkt, ist für Tiere dann hinderlich. Ranken, dichte Pflanzenpolster oder verfilzte Algen können verhindern, dass ein Tier den Ausstieg überhaupt erreicht.
Zudem besteht die Gefahr, dass Tiere sich in losen Pflanzenresten verfangen, besonders wenn diese sich an Gittern oder rauen Oberflächen festgesetzt haben. Eine regelmäßige Freilegung der Ausstiegshilfen ist daher sinnvoll.
Regelmäßige Kontrolle als Teil der Teichpflege
Ausstiegshilfen werden leicht übersehen, da sie meist unauffällig in die Teichgestaltung integriert sind. Gerade deshalb lohnt es sich, sie fest in die saisonale Teichpflege einzuplanen. Eine kurze Kontrolle im Frühjahr und wiederholt während der Sommermonate kann verhindern, dass Tiere unnötig zu Schaden kommen.
Autorin: Caroline Haller für www.einrichtungsbeispiele.de





