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Pflanzen im Aquarium: Garanten für gesunde Schönheit

Pflanzen im Aquarium: Garanten für gesunde Schönheit

Jedes Aquarium profitiert von Pflanzen. Sie sind nicht nur wichtiger optischer Bestandteil, sondern sie leisten viel mehr. Pflanzen erhalten das biologische Gleichgewicht im Aquarium. Zugegeben, nicht jeder Aquarienbesitzer hat einen „grünen Daumen“. Und es ist auch nicht ganz so einfach, die passenden Pflanzen für ein Aquarium zusammenzustellen. Dieser Beitrag zeigt, wie Aquarianer mithilfe von Pflanzen ihr Aquarium strukturieren und gestalten können. Dabei gehen wir darauf ein, welche Ansprüche die Aquarienpflanzen stellen.

Vier gute Gründe für Aquariumspflanzen

Es gibt mindestens vier gute Gründe, warum Pflanzen in ein Aquarium gehören.

  • Pflanzen bieten kleineren Aquarienbewohnern Rückzugsraum, Schutz und Ruhe. Insbesondere wenn unterschiedliche Arten in einem Becken gehalten werden, ist das sehr wichtig.

  • Laichgrund für viele Fische.

  • Nahrungsquelle für Aquarienbewohner.

  • Regulierung der Wasserwerte im Aquarium.

Aquarienpflanzen: Strukturierung und Vergesellschaftung

Für Laien scheint die Auswahl schier unüberschaubar. Pflanzen für Aquarien sind so vielfältig, dass der Überblick rasch verlorengeht. Bei der Auswahl der Pflanzen ist es wichtig, die Pflanzen in die Kategorien Vordergrundpflanzen, Mittelgrundpflanzen, Hintergrundpflanzen sowie Solitärpflanzen zu unterteilen. Schon die Begriffe zeigen, dass sich mit der Höhe und dem Volumen von Pflanzen räumliche Strukturen im Aquarium herstellen lassen. Kleinere Pflanzen gehören nach vorne, mittelgroße Pflanze in den Mittelgrund. Sehr große Pflanzen sollten bevorzugt in letzter Reihe einen Platz finden. Die meisten Aquarienpflanzen können in Gruppen gepflanzt werden. Die Folge ist, dass sich bei sehr flach bleibenden Pflanzungen auch ein Pflanzenteppich am Grund entwickelt. Das ist ganz besonders natürlich und wirkt anziehend auf Fische und Menschen gleichermaßen. Doch nicht nur die Größe spielt eine Rolle, sondern auch die Ansprüche. Die ausgewählten Pflanzen müssen letztlich mit den vorherrschenden Bedingungen im Aquarium zurechtkommen.

Anspruchslose Allroundtalente oder empfindliche Pflanzen-Diva?

Aquarienpflanzen sind lebendig und müssen gut versorgt werden. Dann bleiben sie auch gesund. Als Faustregel lässt sich sagen, dass Einsteiger in erster Linie anspruchslose Pflanzen bevorzugen sollten. Das gilt insbesondere für ihre Licht- und Nährstoffansprüche. Kaufen Aquarianer Schwimmpflanzen, die an der Oberfläche treiben – hier sei zum Beispiel der Froschbiss erwähnt -, dann nehmen diese einen großen Teil des Lichtes weg. Pflanzen, die am Grund des Aquariums wachsen, müssen also auch eingeschränkte Lichtverhältnisse tolerieren. Viele Pflanzen wachsen ausgesprochen gut, ohne dass Aquarianer eingreifen müssen. Andere Pflanzen wiederum benötigen regelmäßige Düngung. Auch hier gilt: für Einsteiger sind anspruchslose, pflegeleichte Pflanzen zu empfehlen. Ein Praxistipp: beginnen die Pflanzen stark zu wuchern, fühlen sie sich besonders wohl. In den allermeisten Fällen ist ein Rückschnitt hilfreich.

Licht – und Farbakzente als Highlight im Aquarium

Nicht nur die Größe und Wuchsform von Pflanzen spielt eine Rolle bei der Gestaltung eines Aquariums. Auch die Farbe nimmt Einfluss auf die Wirkung. Dabei ist nicht allein die Farbe der Pflanzen gemeint, sondern auch die Farbe von Pflanzkübel. Es ist durchaus üblich, Pflanzkübel als Gestaltungselement zu benutzen. Dabei können Tröge in Naturfarben genauso willkommen sein, wie ausgefallene Produkte mit knalligen Farbakzenten. In Kombination mit den unterschiedlichen grünen Farbtönen der Wasserpflanzen ergibt sich so eine kontrastreiche Bepflanzung, die das Auge gefangen hält. Insbesondere Pflanzen, die aufgrund fehlender Wurzeln keinen eigenen Halt am Bodengrund finden, lassen sich an Pflanzkübeln befestigen oder aufbinden.

Ein weiteres zentrales Gestaltungselement bei der Bepflanzung eines Aquariums ist die Belichtung. Einerseits ist es durchaus möglich, durch zusätzliche Tageslichtlampen nutzbare Lichtstrahlen für die Pflanzen bereitzustellen. Zum anderen sind auch farbige Spots Gestaltungsmittel, um ein Aquarium nebst seiner lebhaften Bewohner erst richtig in Szene zu setzen.

Weniger ist mehr: Die Vielfalt nicht übertreiben

Selbstverständlich ist ein Aquarium mit vielfältiger Bepflanzung durchaus sehenswert. Der Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V. stellt eine umfassende Datenbank von Aquarienpflanzen zur Verfügung. Wer als Einsteiger oder Aquariumsliebhaber ohne starken grünen Daumen Pflanzen im Aquarium hält, sollte sich langsam herantasten. So sind wenige, pflegeleichte und miteinander harmonierende Pflanzen auf jeden Fall die bessere Wahl, als wenn viele verschiedene Pflanzen mit ganz unterschiedlichen Ansprüchen durcheinander gepflanzt werden. Das kann langfristig nur zu Problemen führen, weil die parallele Pflege unterschiedlicher Pflanzenarten ein gewisses Maß an Fachwissen, Zeit und Erfahrung benötigt. Deshalb unser Rat: Weniger ist mehr!

Quellen:

Bild 1: pixabay.com © WikiImages

Titel: Pflanzen im Aquarium: Garanten für gesunde Schönheit
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