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Teil 1 Aquaristik von Anfang an - meine Erfahrungen in 30 Jahren

Teil 1 Aquaristik von Anfang an - meine Erfahrungen in 30 Jahren

Von Anfang an! - Das erste Aquarium

Ich beschäftige mich schon eine ganze Weile mit Fischen. Genauer gesagt bekamen mein Bruder und ich 1990 vier Goldfische. Heute weiß ich schon lange, dass Goldfische bis zu 30cm werden, also am besten nur in einem Teich gehalten werden, wo auch kein Entkommen in die heimische Umwelt stattfinden kann. Und Goldfische leben oft auch 30 Jahre und sind sehr gefräßig, machen also viel "Dreck" aufgrund ihrer Größe und ihres Stoffwechsels...

Zwei Jahre später erhielt ich dann mein erstes Warmwasser-Aquarium und die Beobachtungen begannen. In diesen Jahren bis heute konnte ich immer wieder interessante Verhaltensweisen der Aquarienbewohner erleben. Ich habe manchmal etwas ausprobiert, also verschiedene Dinge versucht, um das Leben im Aquarium für die Fische so gut als möglich zu gestalten. In meinem ersten Aquarium hab auch ich leider zu viele Fische gehalten…

Doch aus Fehlern lernt man!

Damals habe ich mich schon bevor das Aquarium kam anhand der Literatur zu einem Aquarium befasst. Ich machte außerdem eine Art “Schnupperlehre“ von der Schule aus in einer Zoofachhandlung und habe mir dort noch Wissen aneignen können, bevor das Becken ins Haus kam. Allerdings kann ich sagen, dass ich nicht gerade die richtige Literatur gefunden habe. Ich war fast noch ein Kind und damals war es ohne Internet doch etwas schwierig, an richtige Informationen zu kommen… Andererseits ist es heute auch wieder schwierig an die richtige Literatur zu kommen, da im Internet sehr viele Seiten Informationen über Fische verbreiten, die nicht stimmig sind und für die Haltung nicht unbedingt passen oder sogar äußerst schädlich sein können...

Das erste Becken mit den Maßen 60x30x35cm mit damals “stolzen“ 63 Litern kam in mein Kinderzimmer. Nach einer Einlaufphase von über einer Woche fuhren meine Mutter, mein Bruder und ich in die Zoofachhandlung und holten uns 4 Rotaugen-Moenkhausia, 4 Zebrabärblinge und 3 Sumatra-Barben. Eine der Sumatra-Barben war leider krank, als wir sie kauften und verstarb einige Tage später. Eine Woche nach den ersten Fischen kamen noch 5 kleine, weibliche Ancistrus dazu, die mir mein Vater brachte und die er von einem Kollegen erhalten hatte. Und bekamen wir noch einen männlichen Purpurpracht-Buntbarsch von einem Schulkollegen meines Bruders… Tja, was soll ich sagen? Mein erstes Aquarium war eine richtige Fischsuppe!

Heute weiß ich, dass in so einem Becken maximal eine Art kleiner Salmler oder Bäblinge/Barben Platz findet, keine der oben genannten Arten, die alle zu große werden und schon gar nicht 5 Ancistrus – obwohl man Jungtiere noch eher für einige Zeit in diesem Becken halten könnte. Doch die Zucht und Aufzucht ist eine andere Geschichte und darauf wird erst später eingegangen.

Fische für ein 60cm Becken wären demnach viel kleinere Salmler oder Barben/Bärblinge wie oben beschrieben, wovon man aber 10-12 Stück nehmen sollte und kleine Welse oder andere für den Bodengrund. Mehr finden in so einem Becken einfach nicht Platz und schon gar nicht sollte man mehrere Arten, die denselben Beckenbereich vorziehen in einem so kleinen Becken mischen.

Als Anfänger nimmt man sich außerdem besser ein 80cm oder ein 100cm Becken. Besonders zu Beginn möchte man ja so viel sehen und lernen! Dort findet man dann schon bessere Möglichkeiten. Und glaubt mir, bei einem Aquarium alleine wird es nicht bleiben. Es gibt einfach zu viele Fische und für einen bunten Kampffisch findet man ganz schnell mal einen Platz, da dieser Fisch einzeln gehalten werden sollte und ein 30 Liter Becken, das dicht bepflanzt ist und einen freien Zugang zur Oberfläche hat, würde für dieses Hochzuchttier gut passen.

Also man rechnet am besten gleich damit, dass man später mindestens zwei Becken haben wird…

Soviel mal zu der Vorplanung!

Also, wenn man sich für ein Aquarium entscheiden sollte, dann bitte zuerst ein Buch besorgen, die Einrichtungsbeispiele hier auf diesen Seiten fleißig ansehen und lesen und am besten in einen Aquarium-Verein eintreten oder zumindest mit einem Aquarien-Verein Kontakt aufnehmen. Die Leute sind sehr hilfsbereit, veranstalten Börsen und anderes und man erhält tolle Tipps und Tricks von den Mitgliedern.

Die Aquaristik ist ein Hobby, bei dem man sich selbst wissenschaftlich betätigen sollte bzw. muss. Noch vieles ist unerforscht und man erlebt immer wieder Neues, das andere vielleicht noch nicht gesehen haben. Es kann vorkommen, dass auch Anfänger schon etwas wissen, das andere Aquarianer, die schon lange ein Becken haben, noch nicht wissen.

Der Informations-Austausch ist vor allem in der Tierhaltung immens wichtig!!

Helga Kury für www.einrichtungsbeispiele.de

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