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Kampffische im Aquarium halten

Einrichtungsbeispiele mit Betta-Arten

Lesezeit: ca. 7 Minuten
Kampffische im Aquarium halten (Einrichtungsbeispiele mit Betta-Arten)
Betta (Kampffisch)

Wissenswertes zu Betta (Kampffisch)

Kampffische sind beliebte Aquarienfische

Kampffische sind in der Aquaristik schon auf Grund ihres Namens und des Pathos, der damit einhergeht, weit verbreitet und bei Aquarianern sehr beliebt.

Ihre Beliebtheit verdanken diese Fische aber auch der Farbenpracht der Männchen. Kampffische gelten außerdem als außergewöhnlich anspruchslose Tiere, so dass sie auch für Anfänger gut geeignet und einfach zu halten sind.

Besonderheit bei Kampffischen

Als Labyrithfische haben alle Kampffische das Labyrinthorgan, das es ihnen ermöglicht, atmosphärische Luft zu atmen. So können Kampffische auch sehr sauerstoffarme Gewässer besiedeln.

Traditionelle Zucht in Thailand

Ihren Triviallnamen verdanken die Tiere dieser Gattung der Tatsache, dass einige Arten (B. splendens, B. imbellis, B. smaragdina und deren Zuchtformen) in Thailand für Fischkämpfe eingesetzt werden. Auf Grund des hohen Aggressionspotentials wurden vor allem der B. splendens für diese Tradition domestiziert und gezielt weitergezüchtet. Als Nebenprodukt diverser Selektionszuchten ist auch der Schleierkampffisch entstanden, der sich als Aquariumfisch großer Beliebtheit erfreut.

Ursprungsbiotop von Kampffischen

Ursprünglich stammen Bettas aus Südostasien In Thai wird der Fisch als Pla-kad oder Trey Krem bezeichnet. Der wissenschaftliche Gattungsname Betta leitet sich vom javanesischen Begriff wader bettah oder ikan bettah ab. Dieser wurde im Jahr 1878 vom Ichthyologen Bleeker für die Beschreibung von Betta trifasciata verwendet. Die Gattung gehört zur Familie Osphronemidae und dort zur Unterfamilie Macropodusinae (Großflosser). Die Familie Osphronemidae gehört in die Ordnung der Kletterfischartigen (Anabantiformes).

In ihrem natürlichen Habitat haben Kampffische meist keine hohe Lebenserwartung, da sie oft in sehr kleinen, auch von der Austrocknung bedrohten Tümpfeln und Sumpfgewässern leben. Die natürlichen Bedrohungen durch Fressfeinde, Parasiten und Krankheiten sind in diesen Habitaten ebenfalls hoch.

Arten von Kampffischen

In der Aquaristik werden Kamppfische in 8 Formenkreise eingeteilt:

  • Akarensis
  • Antonii
  • Aurigans
  • Balunga
  • Chini
  • Ibanorum
  • Pinguis
  • Obsura
Die als Aquarienfische bekanntesten Arten sind Betta splendens, Betta imbellis, Betta albimarginata, Betta bellica, Betta coccina, Betta hendra, Betta tussyae, Betta rubra, Betta brownorum, Betta macrostoma, Betta channoides, Betta prima, Betta unimaculata, Betta rutilans, Betta mahachaiensis oder Betta smaragdina.

Fortpflanzung der Kampffisch-Arten

Kampffische haben verschiedene Fortpflanzungsstrategien entwickelt. Während einige Arten wie Betta splendens, Betta bellica, Betta persephone, Betta simorum und Betta coccina ein Schaumnest bauen, sind andere Arten wie Betta akarensis, Betta anabatoides, Betta balunga, Betta pugnax, Betta dimidiata, Betta picta, Betta enisae, Betta edithae, Betta fusca, Betta pallifina, Betta simplex, Betta taeniata oder Betta unimaculata Maulbrüter.

Zuchformen und ihre Flossenformen

Es sind zahlreiche unterschiedliche Flossenformen bei Kampffischen vorhanden, die von den Züchtern bewußt ausgeprägt werden:

  • Halfmoon (Superdelta, Delta, Roundtail, Overhalfmoon Rosetail, Feathertail)
  • Doubletail (DTHM, DTPK, Fullmoon)
  • Crowntail (CT, CTPK, CTDT, CTDTPK, Halfsun, Combtail)
  • Plakat (Traditional, Spadetail, Show, Shortfin HM)
  • Veiltail (VTCT, VTDT)
  • Extended Pectoral Dumbo (Halfmoon, Plakat)
  • Giant

Haltung im Aquarium

Selbst die größte Art der Gattung überschreitet die Gesamtlänge von 16 cm nicht. Die meisten in der Aquaristik verbreiteten Arten bleiben sogar deutlich kleiner, gelten als eher gemächliche Schwimmer und leben auch im natürichen Biotop in sehr kleinen und beengten Lebensräumen. Deshalb sind sie für oft auch für kleinste Aquarien geeignet. Sie können in sogenannten Nanoaquarien gehalten werden. In der Regel werden solche Becken als Art-Aquarien betrieben.

Die Einrichtung ist meist von eine üppigen Bepflanzung dominiert. Oft werden zusätzlich zu einer dichten Hintergrundbepflanzung auch noch Schwimmpflanzen eingesetzt, die das Habitat abdunkeln.

Da sie auch in der Natur oft in stark belasteten Gewässern leben, ist eine Haltung oft auch ohne Filter möglich. Dabei sollte dann allerdings auf regelmäßige, ausreichende Wasserwechsel Wert gelegt werden.

FAQ zu Kampffischen (Gattung Betta)

Was sind Kampffische (Betta)?
Kampffische gehören zur Gattung Betta innerhalb der Familie der Labyrinthfische. Sie sind vor allem für ihre auffällige Färbung, ihre langen Flossenformen und ihr ausgeprägtes territoriales Verhalten bekannt. Besonders verbreitet in der Aquaristik ist der Siamesische Kampffisch (Betta splendens), der weltweit in verschiedenen Zuchtformen gehalten wird.

Woher stammen Kampffische ursprünglich?
Kampffische stammen aus Südostasien, wo sie in Ländern wie Thailand, Kambodscha, Vietnam und Laos vorkommen. In der Natur leben sie dort in stehenden oder langsam fließenden Gewässern wie Reisfeldern, Gräben, Sümpfen und kleinen Tümpeln, die oft sehr warm und sauerstoffarm sind.

Warum heißen Kampffische so?
Der Name Kampffisch geht auf das ausgeprägte Aggressionsverhalten der Männchen gegenüber Artgenossen zurück. Besonders männliche Tiere reagieren stark territorial und gehen bei Kontakt mit Rivalen in Drohhaltungen über, die in der Natur auch zu ernsthaften Kämpfen führen können.

Kann man Kampffische im Gesellschaftsaquarium halten?
Kampffische können unter bestimmten Bedingungen in einem Gesellschaftsaquarium gehalten werden, allerdings ist dabei Vorsicht geboten. Viele Männchen reagieren aggressiv auf andere Fische mit langen Flossen oder ähnlichem Erscheinungsbild, weshalb eine sorgfältige Auswahl der Mitbewohner entscheidend ist.

Wie groß sollte ein Aquarium für Kampffische sein?
Für einen einzelnen Kampffisch wird ein Aquarium mit mindestens 20 bis 30 Litern empfohlen, wobei größere Becken deutlich stabilere Wasserwerte bieten. Wichtig ist eine strukturierte Einrichtung mit vielen Pflanzen und Versteckmöglichkeiten, da dies Stress reduziert und das natürliche Verhalten unterstützt.

Benötigen Kampffische einen Filter oder eine starke Strömung?
Kampffische bevorzugen ruhiges Wasser mit geringer Strömung, da sie in der Natur ebenfalls in stehenden Gewässern leben. Ein Filter ist jedoch sinnvoll, sollte aber so eingestellt werden, dass er nur eine sehr sanfte Wasserbewegung erzeugt.

Können Kampffische wirklich Luft atmen?
Kampffische besitzen ein sogenanntes Labyrinthorgan, mit dem sie atmosphärische Luft aufnehmen können. Dadurch sind sie in der Lage, auch in sauerstoffarmen Gewässern zu überleben, müssen aber regelmäßig an die Wasseroberfläche schwimmen, um Luft zu holen.

Was fressen Kampffische?
Kampffische sind Fleischfresser und ernähren sich in der Natur hauptsächlich von Insektenlarven und kleinen Krebstieren. Im Aquarium sollten sie mit hochwertigem Frostfutter, Lebendfutter und speziellem Kampffisch-Granulat gefüttert werden, um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen.

Wie alt werden Kampffische?
Kampffische erreichen in der Aquarienhaltung in der Regel ein Alter von zwei bis vier Jahren. Die Lebenserwartung hängt stark von der Haltung, der Ernährung und der genetischen Qualität der Tiere ab.

Sind Kampffische leicht zu halten?
Kampffische gelten als relativ pflegeleicht, sind aber dennoch anspruchsvoll, wenn es um stabile Wasserwerte und artgerechte Haltung geht. Häufige Fehler wie zu kleine Aquarien oder falsche Vergesellschaftung können schnell zu Stress und Krankheiten führen.

Können Kampffische alleine gehalten werden?
Männliche Kampffische werden üblicherweise einzeln gehalten, da sie andere Männchen nicht tolerieren. Weibchen können unter bestimmten Bedingungen in Gruppen gehalten werden, wobei auch hier ausreichend Platz und Struktur wichtig sind.

Wie vermehren sich Kampffische?
Kampffische bauen während der Fortpflanzung ein Schaumnest an der Wasseroberfläche. Nach der Paarung sammelt das Männchen die Eier ein und bewacht das Nest, bis die Jungfische schlüpfen und frei schwimmen können.

Warum bauen Kampffisch-Männchen Schaumnester?
Das Schaumnest dient als Schutz für die Eier und später für die Jungfische. Es besteht aus Luftblasen, die mit Speichel stabilisiert werden und an der Wasseroberfläche haften.

Welche Wasserwerte brauchen Kampffische?
Kampffische bevorzugen weiches bis mittelhartes Wasser mit einer Temperatur zwischen 24 und 28 Grad Celsius. Der pH-Wert sollte idealerweise im leicht sauren bis neutralen Bereich liegen, um optimale Bedingungen zu gewährleisten.

Sind Kampffische für Anfänger geeignet?
Kampffische können für Anfänger geeignet sein, wenn grundlegende Kenntnisse über Aquaristik vorhanden sind. Entscheidend ist eine artgerechte Haltung, insbesondere in Bezug auf Beckengröße, Temperatur und Vergesellschaftung.

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