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Zierkürbisse selbst im Garten anbauen

Lesezeit: ca. 4 Minuten
Zierkürbisse selbst im Garten anbauen
Zierkürbisse selbst im Garten anbauen - Foto 1

Zierkürbisse sind eine wunderbare Bereicherung für jeden Garten. Mit ihrer vielfältigen Farbpalette und den unterschiedlichsten Formen sorgen sie für eine dekorative Atmosphäre im Herbst. Doch nicht nur optisch sind sie ein Highlight – das Anbauen von Zierkürbissen macht auch Spaß und ist gar nicht so schwer! In diesem Artikel erfährst du alles, was du wissen musst, um Zierkürbisse erfolgreich in deinem Garten anzubauen.

Was sind Zierkürbisse?

Zierkürbisse (Cucurbita pepo) sind eng verwandt mit Speisekürbissen, jedoch meist nicht zum Verzehr geeignet. Ihre Schale ist oft hart und das Fruchtfleisch bitter. Sie werden vor allem zu dekorativen Zwecken genutzt, sei es als Herbstdekoration, Tischschmuck oder zur Verzierung von Haustüren.

Zierkürbisse selbst im Garten anbauen
Zierkürbisse selbst im Garten anbauen - Foto 2

Typische Sorten von Zierkürbissen sind:

  • Warzenkürbis – bucklige, schrumpelige Oberfläche
  • Flaschenkürbis – birnenartige Form
  • Krähenfußkürbis – bizarr geformte "Füße"
  • Mini-Kürbisse – kleine, farbenfrohe Varianten

Den perfekten Standort wählen

Zierkürbisse benötigen viel Sonne, wärme und einen nährstoffreichen Boden. Idealerweise pflanzt du sie an einem Standort mit folgenden Bedingungen:

  • Volle Sonne – mindestens 6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung pro Tag
  • Windgeschützt – um die empfindlichen Ranken zu schützen
  • Gute Drainage – Staunässe vermeiden

Tipp: Wenn dein Boden lehmig ist, arbeite etwas Sand oder Kompost ein, um die Durchlässigkeit zu verbessern.

Zierkürbisse selbst im Garten anbauen
Zierkürbisse selbst im Garten anbauen - Foto 3

Die richtige Aussaat

Die Aussaat kann entweder direkt ins Beet oder in Vorkultur erfolgen.

Direktaussaat ins Beet

Beste Zeit: Mitte Mai (nach den Eisheiligen)

Saattiefe: ca. 2–3 cm

Zierkürbisse selbst im Garten anbauen
Zierkürbisse selbst im Garten anbauen - Foto 4

Pflanzabstand: ca. 80–100 cm, da Kürbisse ranken

Gießen: Regelmäßig feucht halten, aber keine Staunässe

Vorkultur (empfohlen für kühlere Regionen)

Zeitpunkt: Ab April im Haus oder Gewächshaus

Pflanztöpfe: Mindestens 10 cm Durchmesser

Keimdauer: 7–14 Tage bei 20–25°C

Auspflanzen: Ab Mitte Mai nach der Abhärtung

Tipp: Zierkürbisse können auch in große Kübel gepflanzt werden, wenn ausreichend Platz vorhanden ist.

Pflege und Wachstum

Damit deine Zierkürbisse gesund wachsen, benötigen sie die richtige Pflege.

Bewässerung

Während der Keim- und Wachstumsphase regelmäßig gießen

Morgens oder abends gießen, um Verdunstung zu vermeiden

Boden mulchen, um Feuchtigkeit zu speichern

Düngung

Startdüngung: Kompost oder gut verrotteter Mist vor der Pflanzung einarbeiten

Nachdüngung: Alle 3 Wochen mit organischem Gemüsedünger oder Brennnesseljauche versorgen

Rankhilfe oder Bodenkultur?

Zierkürbisse können sich entweder auf dem Boden ausbreiten oder an einer Rankhilfe wachsen:

Bodenkultur: Mehr Platz erforderlich, aber natürlicher Wuchs

Rankhilfe: Platzsparend, ideal für kleinere Gärten, schützt Früchte vor Fäulnis

Ernte und Lagerung

Erntezeitpunkt

Reifezeit: 90–120 Tage nach der Aussaat (abhängig von der Sorte)

Anzeichen der Reife:

Harte, unverletzliche Schale

Stiel verholzt und trocknet ein

Richtige Lagerung

An einem trockenen, kühlen Ort (10–15°C)

Gut belüftet, damit keine Schimmelbildung entsteht

Halten sich mehrere Monate

Tipp: Frisch geerntete Kürbisse einige Tage an der Sonne nachtrocknen lassen, um die Haltbarkeit zu verbessern.

6. Häufige Probleme und Schädlinge

Mehltau

Erkennbar an einem weißlichen Belag auf den Blättern

Vorbeugung: Ausreichender Pflanzabstand, lüftiger Standort

Behandlung: Spritzungen mit einer Mischung aus Milch und Wasser (1:9)

Schnecken

Besonders gefährlich für junge Pflanzen

Vorbeugung: Schneckenzaun, Kaffeesatz, Natürliche Fressfeinde wie Igel

Blattläuse

Blätter rollen sich ein und verkümmern

Behandlung: Mit Seifenlösung oder Brennnesselsud besprühen

FAQs – Häufige Fragen zu Zierkürbissen

1. Sind Zierkürbisse essbar?

Nein, die meisten enthalten giftige Bitterstoffe (Cucurbitacine) und sind ungenießbar.

2. Kann ich Zierkürbisse in Kübeln anbauen?

Ja, mit großen Pflanzgefäßen (mind. 30 Liter) und Rankhilfen funktioniert es gut.

3. Wie lange halten sich Zierkürbisse nach der Ernte?

Je nach Sorte und Lagerung mehrere Monate.

4. Warum faulen meine Kürbisse am Boden?

Häufige Ursachen sind zu feuchter Boden oder Staunässe. Abhilfe schaffen Holzunterlagen oder Rankhilfen.

5. Kann ich eigene Samen für das nächste Jahr gewinnen?

Ja, aber Achtung: Viele Zierkürbisse sind Hybriden, d.h. die Nachkommen können andere Eigenschaften haben.

Fazit

Zierkürbisse sind eine fantastische Möglichkeit, den eigenen Garten farbenfroh zu gestalten. Mit der richtigen Standortwahl, Pflege und etwas Geduld kannst du jedes Jahr eine reiche Ernte an dekorativen Kürbissen genießen. Probier es doch einfach aus und erfreue dich an den vielfältigen Formen und Farben dieser besonderen Pflanzen!

Tom

Userbild von TomTom ist Administrator*in von EB und stellt 12 Beispiele vor. In den Bereichen Malawisee, Tanganjikasee, Victoriasee, West- / Zentralafrika, Südamerika, Mittelamerika, Amerikagesellschaftsbecken, Asien/Australien, Gesellschaftsbecken, Wasserchemie, Fragen zu einrichtungsbeispiele.de steht er/sie den Usern bei Fragen kompetent als Anspechpartner zur Seite.

Titel: Zierkürbisse selbst im Garten anbauen (Artikel 6820)

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