Blog: Astern: Farbenprächtige Herbstblüher für Beete, Rabatten und naturnahe Gärten (8236)
Astern bringen vom Spätsommer bis in den Herbst intensive Farben in den Garten und bieten zugleich wertvolle Nahrung für zahlreiche Insekten. Astern gehören zu den klassischen Blütenstauden für den Garten und sind besonders dort unverzichtbar, wo Beete auch nach dem Hochsommer noch lebendig und farbenreich wirken sollen. Je nach Art und Sorte beginnt die Blüte bereits im Frühsommer, während andere Astern erst im September oder Oktober ihren großen Auftritt haben. Durch diese enorme Bandbreite lassen sich Gartenbereiche gestalten, die über viele Monate hinweg Struktur und Blüten bieten. Gleichzeitig sind Astern vergleichsweise unkompliziert, langlebig und vielseitig kombinierbar.
Die Bezeichnung Aster wird im Gartenbau weiterhin für verschiedene eng verwandte Pflanzengruppen verwendet, obwohl zahlreiche bekannte Arten botanisch heute anderen Gattungen zugeordnet werden.
Die wichtigsten Fakten zu Astern
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Pflanzengruppe | Mehrjährige Stauden, teilweise einjährige Arten |
| Familie | Korbblütler |
| Typische Blütezeit | Je nach Art von Frühsommer bis Spätherbst |
| Blütenfarben | Weiß, Rosa, Pink, Rot, Violett, Blau, Lavendel |
| Wuchshöhe | Etwa 20 bis über 150 Zentimeter |
| Standort | Sonnig bis halbschattig, abhängig von Art und Sorte |
| Boden | Durchlässig, humos, mäßig nährstoffreich |
| Verwendung | Beet, Rabatte, Staudenpflanzung, Naturgarten, Kübel |
| Winterhärte | Die meisten mehrjährigen Gartenformen sind gut winterhart |
| Ökologischer Wert | Wichtige späte Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge |
| Vermehrung | Teilung, Stecklinge oder Aussaat |
| Pflegeaufwand | Gering bis mittel |
Herkunft, Gattung und botanische Einordnung
Astern gehören zur Familie der Korbblütler. Ihr charakteristischer Blütenaufbau besteht aus zahlreichen kleinen Einzelblüten, die gemeinsam wie eine große Blüte erscheinen. In der Mitte sitzen meist gelbe Röhrenblüten, während die äußeren Zungenblüten je nach Sorte weiß, rosa, violett, blau oder rötlich gefärbt sein können.
Die ursprünglichen Arten stammen aus verschiedenen Regionen der Nordhalbkugel. Viele klassische Herbstastern haben nordamerikanische Vorfahren, andere Arten kommen ursprünglich aus Europa oder Asien.
Die früher sehr weit gefasste Gattung Aster wurde botanisch neu geordnet. Viele nordamerikanische Arten werden heute der Gattung Symphyotrichum zugerechnet. Die bekannte Glattblatt-Aster trägt beispielsweise den botanischen Namen Symphyotrichum novi-belgii, während die Raublatt-Aster als Symphyotrichum novae-angliae bezeichnet wird. Die europäische Berg-Aster gehört dagegen weiterhin zur Gattung Aster und heißt Aster amellus.
Aussehen und Wuchs
Astern zeichnen sich durch einen meist aufrechten, buschigen bis locker verzweigten Wuchs aus. Je nach Art bleiben sie kompakt und niedrig oder entwickeln kräftige Horste mit mehr als einem Meter Höhe. Niedrige Sorten eignen sich hervorragend für Beetränder, Steingärten oder Kübel, während hohe Herbstastern bevorzugt im mittleren und hinteren Bereich eines Staudenbeetes stehen.
Die Blätter sind überwiegend länglich, lanzettlich oder oval und sitzen wechselständig an den Trieben. Das Laub ist bei manchen Arten glatt, bei anderen deutlich rau behaart. Besonders dekorativ sind jedoch die körbchenförmigen Blütenstände, die häufig in großer Zahl erscheinen und ganze Pflanzen in farbige Blütenwolken verwandeln.
Durch die Kombination früher und später Arten kann sich die Blütensaison von Juni bis weit in den Oktober erstrecken.
Die wichtigsten Asternarten für den Garten
Zu den bekanntesten Gartenformen gehören die Glattblatt-Astern. Sie wachsen kräftig, erreichen häufig Höhen zwischen 80 und 150 Zentimetern und bilden große Mengen an Blüten. Durch ihre Sortenvielfalt sind sie in zahlreichen Farbnuancen erhältlich. An geeigneten Standorten entwickeln sie sich rasch zu stattlichen Horsten.
Raublatt-Astern gelten als besonders robust und standfest. Ihre Triebe und Blätter fühlen sich deutlich rauer an. Viele Sorten wachsen hoch und eignen sich deshalb gut für den Hintergrund größerer Staudenbeete. Auch nach Regen bleiben sie oft stabiler als manche empfindlichere Glattblatt-Sorte.
Kissen-Astern bleiben deutlich niedriger. Sie wachsen kompakt und breit und bilden im Spätsommer sowie Herbst dichte Blütenpolster. Dadurch eignen sie sich hervorragend für den Vordergrund von Beeten, niedrige Rabatten und größere Pflanzgefäße.
Die Berg-Aster ist eine eher klassische europäische Art für sonnige, warme Standorte. Sie bevorzugt durchlässige Böden und wirkt mit ihrem lockeren Wuchs besonders natürlich. Für trockenere Staudenpflanzungen und naturnah gestaltete Gartenbereiche ist sie eine interessante Wahl.
Der ideale Standort
Die meisten Astern entwickeln ihre volle Blütenpracht an einem sonnigen Standort. Mindestens mehrere Stunden direkte Sonne pro Tag fördern einen kompakten Wuchs und eine reiche Knospenbildung. Einige Arten tolerieren auch leichten Halbschatten, allerdings fällt die Blüte dort häufig schwächer aus.
Wichtig ist außerdem eine gute Luftzirkulation. Zu dicht gepflanzte Astern trocknen nach Regen langsamer ab und sind dadurch anfälliger für Blattkrankheiten und Mehltau. Zwischen den Pflanzen sollte daher ausreichend Abstand bleiben.
Der Boden sollte locker, durchlässig und humos sein. Staunässe vertragen viele Astern schlecht. Gleichzeitig benötigen besonders kräftig wachsende Herbstastern während längerer Trockenperioden ausreichend Feuchtigkeit. Ideal ist ein Boden, der Wasser speichern kann, ohne dauerhaft nass zu bleiben.
Experten-Tipp: Werden Astern nicht direkt an Mauern oder in windstillen Ecken gepflanzt, trocknet das Laub nach Regen schneller ab und Pilzkrankheiten treten deutlich seltener auf.
Astern richtig pflanzen
Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr oder frühen Herbst. Frühjahrspflanzungen können bis zum Winter besonders gut einwurzeln; im Herbst sollte der Boden noch ausreichend warm sein.
Vor der Pflanzung wird der Boden tief gelockert. Schwere Lehmböden lassen sich mit mineralischen Bestandteilen oder strukturverbesserndem Material durchlässiger machen. Sehr sandige Böden profitieren von reifem Kompost, der die Wasserhaltefähigkeit verbessert.
Die Pflanze wird etwa so tief eingesetzt wie zuvor im Topf, die Erde angedrückt und anschließend gründlich gewässert.
Bei Gruppenpflanzungen benötigen hohe und kräftig wachsende Formen mehr Abstand als niedrige Sorten.
Pflege und Bewässerung
Eingewachsene Astern sind grundsätzlich pflegeleicht. Trotzdem reagieren sie auf eine gleichmäßige Versorgung mit Wasser und Nährstoffen mit deutlich kräftigerem Wachstum und besserer Blüte.
Während längerer Trockenperioden sollte durchdringend gewässert werden. Häufiges oberflächliches Gießen ist weniger sinnvoll, weil dadurch nur die oberen Bodenschichten feucht bleiben. Günstiger ist es, seltener, dafür gründlich zu wässern. Das Wasser sollte möglichst direkt auf den Boden gelangen und nicht über Blätter und Blüten verteilt werden.
Im Frühjahr genügt meist eine moderate Düngung mit Kompost oder einem organischen Langzeitdünger. Zu hohe Stickstoffgaben fördern weiche, instabile Triebe und können die Blühfreude beeinträchtigen.
Rückschnitt und Förderung der Standfestigkeit
Hohe Asternsorten können bei starkem Regen oder Wind auseinanderfallen. Eine unauffällige Staudenstütze verhindert dieses Problem. Alternativ lassen sich kräftige Sorten im späten Frühjahr leicht einkürzen. Dadurch verzweigen sie sich stärker, bleiben niedriger und entwickeln häufig mehr Blütentriebe.
Nach der Blüte können die abgestorbenen Stängel entweder im Spätherbst oder erst im Frühjahr entfernt werden. Ein Rückschnitt im Frühjahr besitzt ökologische Vorteile, weil trockene Stängel und Samenstände während des Winters Insekten und anderen Kleintieren Unterschlupf bieten.
Astern teilen und verjüngen
Viele mehrjährige Astern profitieren davon, alle drei bis fünf Jahre geteilt zu werden. Besonders ältere Horste können in der Mitte verkahlen und zunehmend weniger Blüten bilden. Durch die Teilung werden sie verjüngt und gleichzeitig vermehrt.
Der beste Zeitpunkt ist meist das Frühjahr, sobald sich die neuen Austriebe zeigen. Die Pflanze wird ausgegraben und der Wurzelstock mit einem Spaten oder einem stabilen Messer in mehrere Teilstücke zerlegt. Alte, schwache Mittelstücke werden entfernt. Kräftige äußere Teilstücke lassen sich anschließend neu einpflanzen.
Experten-Tipp: Bei alten Asternhorsten sind die jungen Randstücke meist vitaler als das verholzte Zentrum; für die Neupflanzung sollten deshalb bevorzugt diese kräftigen Bereiche verwendet werden.
Vermehrung
Neben der Teilung können Astern durch Stecklinge oder Aussaat vermehrt werden. Die Teilung ist bei Sorten besonders empfehlenswert, weil die Eigenschaften der Mutterpflanze erhalten bleiben.
Stecklinge werden im Frühjahr aus jungen Triebspitzen gewonnen und in lockeres, gleichmäßig feuchtes Substrat gesetzt.
Eine Aussaat eignet sich vor allem für reine Arten. Bei vielen Zuchtsorten entstehen Sämlinge, die in Blütenfarbe, Wuchshöhe oder Blütezeit von der Mutterpflanze abweichen können. Das kann in naturnahen Gärten durchaus reizvoll sein, ist jedoch weniger geeignet, wenn eine bestimmte Sorte exakt erhalten werden soll.
Krankheiten und Schädlinge
Zu den bekanntesten Problemen bei Astern gehört Echter Mehltau. Er zeigt sich als weißlicher Belag auf den Blättern und tritt besonders bei ungünstigen Standortbedingungen, Trockenstress oder schlechter Luftzirkulation auf. Vorbeugend helfen ausreichende Pflanzabstände, eine gute Wasserversorgung und die Wahl widerstandsfähiger Sorten.
Auch Asternwelke kann auftreten. Betroffene Triebe welken trotz ausreichender Bodenfeuchtigkeit und sterben schließlich ab. Stark geschädigte Pflanzen sollten entfernt werden. Ein dauerhaft vernässter Boden erhöht das Risiko verschiedener Wurzel- und Welkeprobleme.
Schnecken können junge Austriebe schädigen, während Blattläuse bei kräftigen Pflanzen meist nur geringe Probleme verursachen.
Astern als wertvolle Pflanzen für Insekten
Spätblühende Astern besitzen einen besonders hohen Wert für naturnahe Gärten. Im Spätsommer und Herbst nimmt das Angebot an Blütenpflanzen deutlich ab. Astern liefern zu diesem Zeitpunkt weiterhin Nektar und Pollen.
Bienen, Wildbienen, Hummeln, Schwebfliegen und zahlreiche Schmetterlinge besuchen die offenen Blütenstände regelmäßig. Besonders ungefüllte Sorten sind wertvoll, weil ihre Blütenmitte frei zugänglich bleibt. Stark gefüllte Sorten können zwar dekorativ wirken, bieten Insekten jedoch teilweise deutlich weniger Nahrung.
Gestaltung und passende Pflanzpartner
Astern lassen sich vielseitig kombinieren. Hohe Sorten harmonieren hervorragend mit Ziergräsern, deren lockere Halme einen ruhigen Kontrast zu den intensiven Blütenfarben bilden. Auch Sonnenhut, Eisenkraut, Fetthenne und Herbst-Anemonen sind geeignete Partner.
Violette und blaue Astern wirken besonders intensiv neben gelb blühenden Stauden. Weiße Sorten bringen Ruhe in farbenreiche Beete und lassen dunklere Blüten stärker hervortreten. Rosa und purpurfarbene Astern passen gut zu silbrigem Laub und Gräsern.
Neben der Blütenfarbe sollten Wuchshöhe, Blattstruktur, Blütezeit und Standfestigkeit bei der Planung berücksichtigt werden.
Astern im Kübel
Kompakte Astern lassen sich problemlos in größeren Pflanzgefäßen kultivieren. Entscheidend sind ein ausreichend großes Gefäß und eine gute Drainage. Überschüssiges Wasser muss zuverlässig ablaufen können.
Kübelpflanzen trocknen schneller aus als Beetpflanzen und benötigen deshalb regelmäßiger Wasser und Nährstoffe.
Mehrjährige Astern können im Topf überwintert werden. Da der Wurzelballen stärker durchfriert als im Gartenboden, empfiehlt sich an kalten Standorten ein geschützter Platz. Das Gefäß kann zusätzlich isoliert werden. Vollständig austrocknen sollte das Substrat auch im Winter nicht.
Sind Astern giftig?
Die üblichen Gartenastern gelten nicht als typische Giftpflanzen. Dennoch sind sie nicht als Lebensmittel gedacht und sollten nicht ohne sichere Artenkenntnis verzehrt werden. Bei empfindlichen Personen kann der Hautkontakt mit Pflanzen aus der Familie der Korbblütler gelegentlich Reizungen auslösen.
Häufig gestellte Fragen zu Astern
Wann blühen Astern?
Die Blütezeit hängt stark von Art und Sorte ab. Frühe Astern können bereits im Juni blühen, während klassische Herbstastern ihren Höhepunkt zwischen August und Oktober erreichen. Durch eine geschickte Sortenauswahl lässt sich die Saison deutlich verlängern.
Brauchen Astern volle Sonne?
Die meisten Gartenastern blühen an sonnigen Standorten am reichsten. Einige Arten kommen auch mit leichtem Halbschatten zurecht. Je weniger Licht vorhanden ist, desto lockerer kann der Wuchs werden und desto geringer fällt häufig die Blütenmenge aus.
Warum bekommen Astern Mehltau?
Mehltau wird durch ungünstige Wachstumsbedingungen begünstigt. Besonders Trockenstress, dicht stehende Pflanzen und schlechte Luftzirkulation erhöhen das Risiko. Widerstandsfähige Sorten, ausreichender Pflanzabstand und gleichmäßiges Gießen wirken vorbeugend.
Wann sollte man Astern teilen?
Viele Staudenastern sollten ungefähr alle drei bis fünf Jahre geteilt werden. Der günstigste Zeitpunkt liegt meist im Frühjahr. Die Teilung verjüngt ältere Horste und sorgt häufig für kräftigeren Wuchs sowie eine reichere Blüte.
Muss man Astern im Herbst zurückschneiden?
Ein Rückschnitt im Herbst ist nicht zwingend notwendig. Die trockenen Stängel können bis zum Frühjahr stehen bleiben. Sie geben dem Beet im Winter Struktur und bieten kleinen Tieren geschützte Rückzugsräume.
Welche Astern eignen sich für kleine Gärten?
Kompakte Kissen-Astern und niedrig bleibende Sorten eignen sich besonders gut für kleine Flächen. Sie benötigen weniger Platz, lassen sich gut mit anderen Stauden kombinieren und können auch in größeren Gefäßen kultiviert werden.
Sind Astern bienenfreundlich?
Ungefüllte Astern sind ausgesprochen wertvolle Insektenpflanzen. Ihre Blüten liefern vor allem im Spätsommer und Herbst Nektar und Pollen, wenn viele andere Gartenpflanzen bereits verblüht sind.
Fazit
Astern gehören zu den vielseitigsten und wertvollsten Blütenstauden für einen Garten, der auch im Spätsommer und Herbst attraktiv bleiben soll. Die große Auswahl an Arten und Sorten ermöglicht Pflanzungen vom niedrigen Beetrand bis zum hohen Staudenhintergrund. Gleichzeitig reicht das Farbspektrum von Weiß und Rosa über leuchtendes Pink bis zu kräftigen Blau- und Violetttönen.
Wer den Standort passend auswählt, auf durchlässigen Boden, ausreichende Wasserversorgung und gute Luftzirkulation achtet, erhält langlebige Pflanzen mit vergleichsweise geringem Pflegeaufwand. Regelmäßiges Teilen hält ältere Horste vital und ermöglicht eine unkomplizierte Vermehrung.
Besonders wertvoll ist ihr ökologischer Nutzen: Spätblühende Astern liefern zahlreichen Insekten Nahrung, wenn viele Sommerblumen bereits verschwunden sind. Ob Staudenbeet, Naturgarten oder Pflanzgefäß: Mit der passenden Sorte finden Astern fast überall einen geeigneten Platz.






