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Blogartikel 'Bau einer Hefe-CO2-Anlage' von Domi

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Ort / Land: 
94034 Passau / Deutschland
Aquarianer seit: 
2007


Bau einer Hefe-CO2-Anlage

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Benötigt wird:
1 x PET-Flasche 1, 5 Liter (kleiner Deckel)
1 x PET-Flasche 0, 5 - 1 Liter (größerer Deckel)
2 - 3 Meter langer 4mm starker Schlauch
1 Päckchen Trockenhefe (ca. 2 Teelöffel)
100 Gramm Zucker
Silikon oder Heisklebepistole
CO2-Flipper/-Topper/-Reaktor

Bau:
Zuerst nimmt man von beiden Flaschen die Deckel ab, dann bohrt man in den kleinen Deckel EIN 4mm starkes loch, in den großen Deckel ZWEI 4mm starke Löcher. Als nächstes teilt man den Schlauch in zwei Teile. Dabei sollte einer kurz (ungefähr 40 cm), der andere lang (der Rest des Schlauches) sein. Das kurze Schlauchstück steckt man durch den kleinen Deckel, so dass im Flascheninneren ca. 5 cm Schlauch sind. Das lose Ende des kurzen Schlauchs führt man nun durch eines der beiden Löcher im großen Deckel, so dass sich ca. 10 cm Schlauch im Flascheninneren befinden. Nun nimmt man das lange Schlauchstück und steckt es in das zweite Loch des großen Deckels, so dass sich im inneren der Flasche ca. 5 cm Schlauch befinden. Jetzt werden die Löcher, in denen die Schläuche stecken mit Silikon oder Heißkleber abgedichtet.

Der Hefe-Reaktor:
In die 1, 5 Liter Flasche (mit kleinem Deckel) wird nun ca. 1 Liter Wasser gegeben. Achtung! Das Schlauchende darf NICHT im Wasser sein. Danach gibt man den Zucker hinein und löst ihn durch schwenken der Flasche auf. Zuletzt wird die Trockenhefe hinzu gegeben und dann muss die Flasche mit dem Deckel fest verschlossen werden.

Die Waschflasche:
Nun wird in die andere Flasche (größerer Deckel) so viel Wasser gegeben dass das 15 cm lange Schlauchende ca. 2 cm im Wasser ist. Das kurze Schlauchende (des langen Schlauchs) darf nicht ins Wasser ragen! Auch hier muss der Deckel wieder fest auf die Flasche gedreht werden.

Der lange Schlauch wird nun ins Aquarium gebracht und dort mit einem CO2-Flipper/-Topper/-Reaktor verbunden.

Funktion:
Die Hefe produziert durch Gährung aus dem Zucker Alkohol und CO2. Dabei kommt es zu starker Schaumbildung. Damit dieser Schaum nicht ins Aquarium gelangt gibt es die Waschflasche, in ihr wird der Schaum "ausgewaschen" und es bleibt nur das benötigte CO2 übrig. Durch steigenden Druck wird das CO2 von der Waschflasche ins Aquarium gedrückt, wo es über den CO2-Flipper/-Topper/-Reaktor ins Wasser gelangt.
Nach drei bis vier Wochen muss die Wasser-Hefe-Zucker-Mischung im Reaktor erneuert werden.

Vorteile:
- Billige alternative zu teueren CO2-Anlagen
- Leicht zu Bauen
- Wirkungsvolle CO2-Düngung
- Leicht und Billig in Gang zu setzten
- Kaum Wartungsaufwand

Nachteile:
- CO2-Produktion nicht Regelbar
- Nur für kleinere Becken bis 100 Liter geeignet
 
Bau einer Hefe-CO2-Anlage
Bau einer Hefe-CO2-Anlage
 
Blogartikel 'Blog 754: Bau einer Hefe-CO2-Anlage' aus der Kategorie: "Bauanleitung" zuletzt bearbeitet von Domi am 20.03.2008 um 21:23 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 28.03.2008 um 01:39 von timme
Hey Dominik,

schön beschrieben.
Der zweite Punkt, den Micha genannt hat, sollte auf jeden Fall umgesetzt werden.

Man kann die Schläuche auch ohne zu kleben abdichten. Einfach das Loch keiner bohren als der Schlauch dick ist. Dann den Schlauch schräg abschneiden, so daß er angespitzt ist. Jetzt mit Gewalt den Schlauch durch das Loch zerren. Das hält besser als kleben und sieht viel schöner aus.

Man kann eine BioCO²Anlage durchaus regeln, zwar nicht aktiv, aber das ist ja nicht so schlimm.
Das Zauberwort heißt Paffrathschale. Damit ist ein überdosieren unmöglich und theoretisch kann man so auch sehr große Becken mit CO² versorgen.
Die Größe, der einfach selbst herzustellenden Paffrathschale, kann sehr einfach errechnet werden (Formeln und Bauanleitungen kusieren im Internet).
Die Paffrathschale hat noch einen riesen Vorteil, man muß sie nicht so tief im Becken anbringen (kann man aber auch machen) wie Lindenholzausströmer, Flipper oder ähnlichem. Dadurch sinkt der Druck im System Biogasanlage enorm. Bei mir wird der Druck nur durch die Höhe des Wasserspiegels in der Waschflasche beeinflußt, da die Schale kurz unter der Wasseroberfläche angebracht ist.

Ich bin etwas verwundert, daß Du nur 100g Zucker verwendest. Ich habe zwei ein Liter Flaschen als Reaktor (spart Platz und man kann zeitversetzt die Lösung austauschen) und in die kommen je 250g Zucker, etwa ein dreiviertel Liter lauwarmes Wasser und ein halbes Päckchen Hefe. Dann schäumt auch nichts über. Die Waschflasche ist nur zur Sicherheit und damit der Bakterienfilm, der den Alkohol abbaut nicht im Aquarium ist. Auch verringert diese Flasche ganz erheblich die Geruchsbelästigung.

Viele Grüße, Tim
 
 


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