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Blogartikel 'Besatzplanungstafel - Volumenkalkulation'

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Besatzplanungstafel - Volumenkalkulation

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Die Themen „Besatzplanung“, „Volumenkalkulation“ und „ist bei Literangaben pro Fisch brutto oder netto gemeint“ sind schon häufig diskutiert worden, und dennoch bleiben sie ein Mysterium für sich.

Dieser Beitrag hier soll etwas Licht ins Dunkel bringen und zum besseren Verständnis verhelfen.

Bei der Besatzplanung für ein Aquarium sind neben den Biotop- und Vergesellschaftungsfragen folgende Informationen grundlegend zu klären, auf welche nachfolgend eingegangen wird:

1. Welches Mindest-Beckenvolumen benötigt die bevorzugte Art?

2. Wieviele Individuen kann ich in meinem Becken effektiv halten?

Mindest-Beckenvolumen

Das Beckenvolumen errechnet sich aus Breite x Tiefe x Höhe des Behälters und wird in dm3 (Kubik-Dezimeter) oder Liter angegeben. Dieses Mass wird benutzt, um die Bedürfnisse der entsprechenden Art in Bezug auf freie Schwimmstrecke, Grundfläche und auch Wassertiefe zusammenzufassen. Wenn also bei Labidochromis caeruleus von einem Mindest-Beckenvolumen von 200 Litern gesprochen wird, ist dadurch von einem Behälter mit den Mindestmassen 100 x 40 x 50 die Rede. Je nach Art ist aber auch zu berücksichtigen, ob es sich um ein territoriales Tier handelt, welches einen grossen Radius als Revier beansprucht (mehr Grundfläche), ob es sich um einen sportlichen Schwimmer handelt (mehr Kantenlänge) oder, ob die Art aufgrund ihrer Körperform (z.Bsp. Skalare) eher Wassertiefe (mehr Beckenhöhe) benötigt.

Das Mindest-Beckenvolumen bezieht sich also auf das Bruttovolumen ohne Berücksichtigung von platzfressenden Einrichtungsgegenständen.

Anzahl Liter per Fisch

Im ersten Schritt wurde nun also geklärt, ob die gewünschte Art für unser Becken geeignet ist. Im zweiten Schritt gilt es, in Erfahrung zu bringen, wieviele dieser Fische ins Becken gesetzt werden können.

Wieviele Labidochromis caeruleus bringe ich nun maximal in mein 540-Liter-Becken?

Wird nun pro Fisch einfach 30 Liter Volumen gerechnet und demzufolge die 540 Liter durch die 30 Liter pro Fisch geteilt? Dann würden wir auf eine maximale Besatzstärke von 18 Fische kommen. Oder sind es vielleicht doch eher 15 Liter pro Fisch, was eine max. Besatzstärke von 36 Fischen bedeuten würde?

Und weiter, wie sieht es denn mit der Deko aus? Bringe ich in ein Becken, welches ich als lockere Übergangszone mit nur wenig Steinen dekoriert habe, gleich viele Yellows rein, wie in eines, welches als reine Felszone mit 150 Kilogramm Basaltsteinen verbaut wurde?

Ganz grob kann die benötigte Literanzahl per Fisch in der Tafel 1 (unten) aus der Tabelle entnommen werden. Ein Caeruleus also, welcher ausgewachsen bis 15 cm gross werden kann, benötigt demzufolge 15 Liter Wasser.

Nun denn, das würde bedeuten, dass ich sage und schreibe 36 Yellows in meinen 540er Tank rein setzen kann?! Weit gefehlt! Die Dekoration muss berücksichtigt werden, denn in einem mit rund 150 kg Basalt zugebauten 540er-Becken verbleiben lediglich ca. 380 Liter Wasser, wohingegen das mit lediglich 50 kg als Übergangszone dekorierte Aquarium noch knappe 450 Liter beinhaltet. Es sollte als logisch empfunden werden, dass die beiden genannten Einrichtungsbeispiele nicht mit derselben Anzahl Tiere besetzt werden können.

Kurz, die Angabe zu „Anzahl Liter per Fisch“ ist dementsprechend auf das verbleibende Nettovolumen bezogen.

In der Tafel 2 (unten) sind die beiden Einrichtungsbeispiele dokumentiert und auch grafisch dargestellt.

WICHTIG:

Die Erläuterungen in diesem Beitrag sind nicht abschliessend! Zur Besatzplanung gehört noch viel mehr, als nur das Beckenvolumen und die mögliche Besatzdichte zu errechnen. Sämtliche anderen Werte sind jedoch auf Erfahrungen beruhend und dem gesunden Menschenverstand zu unterstellen.

 
Besatzplanungstafel - Volumenkalkulation
Besatzplanungstafel - Volumenkalkulation
 
Blogartikel 'Blog 3720: Besatzplanungstafel - Volumenkalkulation' aus der Kategorie: "Besatzplanung" zuletzt bearbeitet von Der Schweizer am 27.01.2011 um 19:38 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 18.11.2010 um 08:45 von Falk
Hi Silvan

in soweit haben wir das immer wieder diskutiert....meine persöhnliche Meinung ist , das grundlegend , um überhaupt eine "rechnung" aufstellen zu können , der Satz "mit menschlichem Verstand"und "persöhnlichen Erfahrungen" die Rolle überhaupt spielt. Eine Literangabe wäre nur anzuwenden (egal ob 15, 30 oder mehr Liter), wenn aus der Verhaltensforschung und alles was damit zusammenhängt(also beobachtungen !)die Grundfläche für ein Revier oder vergleichbares bekannt wäre oder ist !!! Hier meine ich ausschliesslich Natur!
im Becken kann man nicht von vornherein Maßstäbe setzen,alle Angaben bisher beziehen sich auf abgeleitetes aus den Biotopen,Ausname vielleicht Schaubecken mit dementsprechenden Arten drin.

Schlußfolgernd ist alles was in dieser "grundfläche " passiert in ein Volumen gesetzt.

In diesem sind abgeleitet die angesprochenen Dekos im Becken abzuziehen... was dann einen raum in der Wassermenge teilbar macht, also unter bezug auf Sauerstoffregeneration usw. allen anderen fakten eineLiter /pro Fisch-Angabe erfolgen kann...

Danke für den Blog !

LG Falk
 
 

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