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Blogartikel 'Chelate oder die Preisfrage beim Dünger ' von Salmlerfreund

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Ort / Land: 
40599 Düsseldorf / Deutschland

Chelate oder die Preisfrage beim Dünger

Wasserpflanzen sind teilweise sehr heikle Lebewesen. Sie sind oftmals viel schwerer zu pflegen als Fische. Sie kümmern und gehen ein. Zum Gedeihen und gesundem Wachsen brauchen Pflanzen genug Licht, CO2, Makro- und Mikronährstoffe. Und die Versorgung mit den Mikronährstoffen (allen voran das Eisen) gestaltete sich früher recht schwierig. Eisen kommt als wasserlösliches Fe2+ vor oder als Fe3+ (Dies ist im Aquarium der Normalfall, da die Umwandlung von F2+ zu F3+ Sauerstoff- und pH-Wert abhängig ist). Fe3+ ist aber wasserunlöslich und fällt auch noch in Verbindung mit Phosphat aus. Diese Form des Eisens

Fe3+ ist für die Pflanzen also so nicht zu verwerten.

Die Lösung kam mit der Entdeckung von EDTA. Dieser organische Stoff (Chelat) geht mit Eisen (bzw. auch andere Spurenelemente) komplexe Verbindungen ein, so dass das Eisen nicht mehr zu eigenen Reaktionen fähig ist. Wichtig zu wissen: es wird sowohl Eisen 2+ wie auch Eisen3+ an dem Chelat gebunden. Bei Eisen 3+ wird erreicht, dass es wasserlöslich bleibt.

Also die Lösung für alle Probleme bei der Pflanzenernährung mittels Dünger?

Leider nein, denn schon bald wurde eine unangenehme Nebenwirkung bekannt. Eisen-EDTA ist sehr lichtempfindlich, d.h. das Chelat wird unter Lichteinfluss recht schnell abgebaut. Zudem sind Chelate (auch Chelatoren) für Bakterien im Aquarium eine sehr angenehme Nahrungsquelle. Es dauert zwar seine Zeit, aber früher oder später haben die Bakterien gelernt, die Chelate zu „knacken“ und als Nahrung zu nutzen. Zurück bleibt ein ungebundenes Spurenelement, das ausfällt und so für die Pflanzen nicht mehr zur Verfügung steht.

Als Abhilfe werden gute Dünger heutzutage nicht mehr mit einem Chelat hergestellt, sondern beinhalten verschiedene Sorten von Chelaten. Somit wird verhindert, dass die Bakterien im Becken zu schnell lernen, die Chelate zu knacken.

Doch Chelate sind teuer. Was also tun? Dünger kann man quasi strecken, d.h. es werden nicht genügend Chelate eingesetzt um alle Spurenelemente zu binden. Es gibt also quasi ungeschützte Ionen, die dann natürlich im Aquarium nicht lange pflanzenverfügbar sind.

Dünger, die wirklich genügend Chelate beinhalten sind daher eher hochpreisig. Man nennt sie auch voll chelatisierte Dünger. Merkmal dieser Dünger sind die recht moderaten Düngeempfehlungen. Nicht voll chelatisierte Dünger muss man wesentlich höher dosieren.

Blogartikel 'Blog 1806: Chelate oder die Preisfrage beim Dünger ' aus der Kategorie: "Chemie" zuletzt bearbeitet von Salmlerfreund am 07.05.2009 um 20:41 Uhr
Kommentare:
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Geschrieben am 08.05.2009 um 00:00 von Falk
Hallo meine chemikante Reiterin
so ich sagen darf...

Das edta ist sehr flüchtig ,also bei 5000k eine Rate von weniger als eine Stunde für 0.005 gramm....

mehr k dann noch schneller

irgendwo hab ich da was...ich suchs her und sags genauer...ich kann nicht alles im kopf haben,aber versprochen...da gibts son verhältnis ,ab wann es überhaupt entstehen kann....
meld mich!!!!

der Scheich...
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