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Hilfe, lutschende Channas am Finger

Blog: Hilfe, lutschende Channas am Finger (2278)

Hallo EB Mitglieder,

werde ich mich mal an meinen ersten Blog wagen.

Ich möchte Euch an dieser Stelle Informationen zum Channa pulchra preisgeben. Wobei sich preisgeben etwas gehoben anhört - ganz ehrlich Leute, ich bin absoluter Channa-Anfänger und lerne jeden Tag etwas neues beim beobachten dieser Tiere.

Dieser Blog wird also meinen Erfahrungsschatz dokumentieren und ich hoffe, das ich in einigen Monaten lachend über diese Zeilen sinnieren kann.

21.08.09

Channa pulchra, der schöne Schlangenkopffisch. Lebt subtropisch in flie??enden Gewässern, d.h. ca 8 Wochen im Jahr sollte er überwintern, ohne Futterzugabe bei ca 18 Grad. Den Rest des "Jahres" dürfen es ca. 24 Grad Durchschnitt sein, auf Grund der hohen Temperaturen lebte er jetzt auch mal bei ca. 25-27 Grad. Ich habe mir sagen lassen, dauerhaft nicht, mal ja.

Nach längerer Zeit mit meinen Rotrücken, muss man sich an diesen Anblick erst einmal gewöhnen.

Ich hatte ja im Vorfeld viel über diese Tiere gelesen, viele Fotos angeschaut.

So, nun schwimmen 5 Jung-pulchras bei mir im Becken - aber schön? ;)

Glaubt mir, das kommt, sie sind wirklich wunderschön, die leichte Blauschattierung, ein Traum.

Warum eigentlich Channa?

Ich hatte viele interessante Artikel gelesen. In den meisten Artikel war die Rede von vielen Pflanzen. Viele Pflanzen, und ein Raubfisch der ca. 25+ cm erreicht und dazu auch noch Paarweise in meiner 375L Pfütze schwimmen kann? WOW, die Entscheidung war gefallen.

Da waren sie also, als kleinen Begrü??ungssnack lies ich im Becken nach der Neugestaltung ca. 40 junge-ausgewachsene Ringelhandgarnelen.

Ich dachte die Garnelen werden sich schon über einige Wochen verstecken können, so das die Channas die nächsten Wochen etwas zu tun haben.

Selbstverständlich war das, im nachhinein betrachtet ein Trugschluss. Eine ca. 7 cm Garnele wird mal ebenso im Handumdrehen von einem ca. 12 cm Channa geschluckt.

Ich staunte nicht schlecht, meine Freundin, neben mir sitzend, beobachte voller Abscheu das Festmahl. Im Augenwinkel sah ich, das Ihr eine kleine Träne runterlief - die armen Garnelen.

Ich gebe zu, ich musste mich an diesen Anblick auch gewöhnen. Garnelen gab es schon am zweiten Tag nicht mehr - die Channas waren dick und rund.

Momentan sammle ich im Garten jede menge Kleinstlebewesen, von Spinnen, bis Asseln und Regenwürmern wird alles vertilgt. Die Burschen fressen wirklich alles was in Ihr Maul passt. Ich sollte es demnächst mal mit einem Käsebrot probieren. :))

Gefüttert wird so alle 3-4 Tage, gestern gabs neben Mehrlwürmern mal richtige Tauwürmer.

Nun hat so ein Tauwurm wahrscheinlich den selben Umfang wie mein kleiner Finger. Da die Jungs und Mädels recht schnell zutraulich wurden, füttere ich sie immer mit der Hand, so kann ich schon klarstellen das niemand zu kurz kommt.

Beim letzten Tauwurm passierte es dann, anstelle den Wurm zu nehmen, hing mir ein Channa am Finger. Und wenn ich sage hing, dann meine ich auch hing an dem Finger. Dieser kleine Agro-Schertzbold machte keine Umstände mal loszulassen. Ich weiss nicht was er sich dachte, aber er wollte um alles in dieser Welt meinen Finger schlucken. Nach kurzem Kitzeln am Unterleib und einem Karaoketitel von Robbie Williams konnte ich den Spa??vogel überreden loszulassen.

Zur Strafe bekamm sein Kollege den Wurm und er schaute mich mit Babykulleraugen an. Das arme Würstchen, na gut, noch ein Mehrlwurm;)

Blogartikel 'Blog 2278: Hilfe, lutschende Channas am Finger' aus der Kategorie: "Channa fever" zuletzt bearbeitet am 22.08.2009 um 21:49 Uhr von Mario74

Mario74

Mario74 ist Mitglied von EB und stellt 7 Beispiele vor.

Kommentare:
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Geschrieben am 07.01.2010 um 11:19 von Minzi
Hallo Mario,
echt interessant, ein Fisch am Finger hatte ich noch nicht.
Erfahrung mit "Fressmaschinen" habe ich aber auch. Hatte mal Pfauenaugenbuntbarsche - die nehmen auch alles was sich bewegt oder irgendwie ins Maul paßt. Ich find das ja geil und so macht das Füttern auch Spaß und nicht bloß ein bißchen Trockenfutter ins Becken streuen...
Gruß Stefan

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