Blog: Miniteich mal anders: Die lustigsten und ungewöhnlichsten Gefäße für einen kleinen Teich (8191)
Ein Miniteich muss nicht zwangsläufig in einem klassischen Teichkübel stehen. Wer durch den Garten oder durchs Haus geht, findet erstaunlich viele Gegenstände, die sich in ein kleines Gewässer verwandeln lassen – und gerade die ungewöhnlichen Gefäße können dabei zum echten Hingucker werden.
Das braucht ein Miniteich
Damit aus dem ungewöhnlichen Behälter tatsächlich ein funktionierender Miniteich wird, müssen allerdings einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Das Gefäß muss dauerhaft wasserdicht sein oder entsprechend abgedichtet werden können, darf keine giftigen Stoffe an das Wasser abgeben und sollte ausreichend stabil sein, damit es das Gewicht von Wasser, Pflanzen und gegebenenfalls Steinen problemlos trägt. Auch die Größe spielt eine Rolle. Ein paar Liter Wasser reichen bereits für einen kleinen Wassergarten, größere Gefäße bieten jedoch deutlich mehr Möglichkeiten bei der Auswahl der Pflanzen und reagieren weniger empfindlich auf Hitze und Temperaturschwankungen.
Besonders wichtig ist außerdem die Form. Ein Miniteich muss nicht tief sein, sollte aber genügend Wasser enthalten, damit er nicht bei jedem warmen Sommertag vollständig durchheizt. Sehr flache Gefäße können sich in der Sonne innerhalb kürzester Zeit stark erwärmen. Ein halbschattiger Standort ist deshalb für viele Miniteiche günstiger als ein Platz in der prallen Mittagssonne. Gleichzeitig sollte der Behälter so stehen, dass Regenwasser nicht den Teich nicht wiederholt überschwemmt.
Sind diese Grundlagen erfüllt, darf die Fantasie übernehmen.
Die alte Zinkwanne - vom Waschtag zum Wassergarten
Sie ist inzwischen fast ein Klassiker unter den ungewöhnlichen Miniteichgefäßen, verdient aber ihren Platz ganz oben auf der Liste. Eine alte Zinkwanne erinnert an frühere Waschtage und kann im Garten wunderbar mit ihrem historischen Charakter spielen.
Besonders schön wirkt sie, wenn sie nicht zu perfekt bepflanzt wird. Ein paar Wasserpflanzen, etwas Schwimmendes auf der Oberfläche und vielleicht ein flacher Stein am Rand reichen völlig aus. Zusammen mit alten Holzstühlen, Emaillegeschirr oder einer verwitterten Gartenbank entsteht daraus eine kleine nostalgische Ecke.
Der alte Kochtopf
Warum eigentlich nicht? Ein großer, ausgedienter Kochtopf kann einen herrlich absurden Miniteich abgeben. Besonders witzig wirkt die Idee, wenn der Topf tatsächlich noch so aussieht, als könnte gleich jemand darin Suppe kochen.
Geeignet sind große, stabile Töpfe ohne schädliche Beschichtungen oder unbekannte Innenmaterialien. Ein alter emaillierter Topf kann beispielsweise ausgesprochen charmant wirken. Mit einer kleinen Wasserpflanze und etwas Moos am äußeren Rand wird aus dem Küchenutensil ein überraschend natürlicher Miniteich.
Die Schubkarre
Eine alte Schubkarre muss nicht auf dem Schrottplatz enden. Wird sie wasserdicht ausgekleidet, kann sie zum ungewöhnlichen Miniteich werden. Besonders schön ist die Idee, die Schubkarre leicht schräg in eine Gartenecke zu stellen, sodass es aussieht, als sei sie gerade beim Arbeiten stehen geblieben.
Mit überhängenden Pflanzen am Rand und vielleicht ein paar Steinen im Wasser bekommt die Konstruktion schnell etwas Märchenhaftes. Besonders originell wirkt eine alte, rostige Schubkarre, bei der die Patina erhalten bleibt – vorausgesetzt, die Roststellen gefährden die Stabilität nicht.
Die alte Badewanne
Eine Badewanne als Teich ist natürlich etwas größer als ein klassischer Miniteich, aber gerade deshalb kann sie besonders abwechslungsreich bepflanzt werden. Eine ausrangierte freistehende Wanne lässt sich beispielsweise als kleines Wasserbiotop zwischen Stauden platzieren.
Noch schöner wird es, wenn die Wanne nicht einfach aufgestellt wird, sondern optisch in den Garten eingebunden wird. Teilweise eingegraben, von Steinen umgeben oder mit rankenden Pflanzen eingerahmt, entsteht ein überraschend ungewöhnliches kleines Gewässer.
Der alte Holzbottich
Holzbottiche, Mostfässer oder ausgediente Wein- und Bierfässer besitzen einen ganz eigenen Charme. Auch ein halbiertes Fass kann zu einem rustikalen Miniteich werden, der besonders gut in naturnah gestaltete Gärten passt.
Allerdings sollte Holz nicht einfach als selbstverständlich wasserdicht betrachtet werden. Ein alter Bottich muss dauerhaft dicht sein oder mit einer geeigneten Teichfolie beziehungsweise einem passenden Einsatz versehen werden. Dann kann er viele Jahre als kleines Wasserbecken dienen.
Die Schale vom Flohmarkt
Ein Miniteich kann auch sehr klein sein. Eine ungewöhnlich geformte Keramikschale, eine alte Waschschüssel oder ein dekoratives Steinbecken können bereits ausreichen, um Wasserpflanzen oder auch einfach nur ein wenig Moos einen Platz zu geben.
Gerade bei kleinen Gefäßen lohnt sich die Kombination mehrerer Exemplare. Drei unterschiedlich große Schalen nebeneinander können wie eine kleine Wasserlandschaft wirken. Das Wasser verbindet die einzelnen Gefäße optisch, während verschiedene Höhen und Bepflanzungen für Struktur sorgen.
Der alte Futtertrog
Ein ausgedienter Futtertrog aus Stein, Beton oder Metall kann zu einem beeindruckenden Miniteich werden. Durch seine längliche Form eignet er sich besonders gut für eine Kombination aus verschiedenen Pflanzzonen.
Ein Ende kann beispielsweise etwas tiefer gestaltet werden, während am anderen Ende flachere Pflanzen stehen. Dadurch entsteht ein kleiner Teich mit unterschiedlichen Wassertiefen, obwohl das gesamte Gefäß nur wenige Quadratmeter Fläche besitzt.
Der Koffer
Ein Koffer kann zu einem ziemlich skurrilen Miniteich werden. Dafür wird der Koffer geöffnet und mit einem wasserdichten Behälter ausgestattet, der die eigentliche Wasserhaltung übernimmt.
Auf einer Terrasse oder in einer ungewöhnlichen Gartenecke könnte daraus ein kleiner „Reiseteich“ entstehen. Ein paar Steine, eine kleine Wasserpflanze und vielleicht ein altes Schild mit einem Fantasie-Reiseziel machen aus dem Koffer eine kleine Geschichte. Wichtig ist hier vor allem, dass der Koffer selbst nicht dauerhaft mit Wasser in Kontakt kommt.
Die Vogeltränke wird zum Miniteich
Eine größere Vogeltränke kann mehr sein als nur eine Trinkstelle. Wenn sie ausreichend Volumen besitzt, lässt sie sich mit kleinen Wasserpflanzen bepflanzen und wird zu einem winzigen Wassergarten. Die Insekten und Vögel kommen trotzdem noch gerne vorbei.
Der riesige Blumentopf, der keiner mehr sein soll
Ein großer Pflanzkübel ohne Abflussloch kann mit wenig Aufwand zum Miniteich werden. Besonders interessant sind alte Stein- oder Terrakottagefäße, die bereits eine schöne Patina besitzen.
Wer einen besonders natürlichen Eindruck erzielen möchte, kann den Kübel teilweise eingraben. Dadurch wirkt er weniger wie ein aufgestelltes Gefäß und mehr wie ein kleiner Teich, der zufällig im Garten entstanden ist.
Kreativität und Mut sind gefragt
Der beste Miniteich ist nicht unbedingt der schönste Behälter aus dem Gartencenter. Oft ist es gerade der Gegenstand, der schon eine Geschichte mitbringt. Ein Gefäß, das eigentlich ausgedient hat, kann mit Wasser und Pflanzen plötzlich wieder einen völlig neuen Zweck bekommen – und nebenbei einen kleinen Lebensraum schaffen, der nicht nur dekorativ ist.






