Blog: Wer von den alten Hasen traut sich? :-) (1650)
Hallo,
ich wende mich jetzt mal speziell an die alten Hasen in unserem schönen Hobby. Wir kritteln ja gerne am Besatz rum, mäkeln über die Aquariengrö??e, finden Schatztruhen, Taucher etc. nicht besonders schön.
Aber da ja kein Meister vom Himmel gefallen ist, (wir ja auch nicht), wie war das denn eigentlich bei unserem 1. Becken? Naaaa? Kommt da bei dem einen oder anderen ein ungutes Gefühl hoch? Also her mit euren Fischsuppengeständnissen. :-))
Damit ihr nicht denkt, die hat gut reden, mache ich doch mal den (sehr unrühmlichen) Anfang.
Also im zarten Alter von 16 konnte ich mir mein erstes Becken leisten. Natürlich so ein 54l Aquarium Set, allerdings mit vernünftiger Technik: Eheim- Filter (für die Kenner: der alte achteckig aufgebaute) und ein Jäger Heizer.
Da ich mir so keine Bücher leisten konnte und es kein Internet gab, nahm ich die einzige Möglichkeit wahr um mich zu informieren: die Bücherei. Leider wusste ich da noch nicht, dass ich genau die Bücher in die Finger bekam, die das Papier nicht wert waren.
Also Aquarium aufgebaut und nach einer Woche hielten die Fische Einzug, die da waren:
Neons, Guppys, Nannostomus eques, Corydoras paleatus.
Keines der Bücher erzählte was über einen Nitritpeak. Tja und seltsamerweise starb mir nur ein Schrägsteher. Doch natürlich fand ich das Becken immer noch zu leer. Ein paar Wochen später kamen dann noch Schwertträger und ein Feuerschwanz dazu. :-((
Der Bodengrund bestand übrigens aus Aqualit, wer das schon mal gesehen hat, kann sich ja vorstellen, wie geeignet dieses Zeug für Panzerwelse war. Aber trotzdem fand bei keinem Cory in irgendeiner Weise eine Barteleinschmelzunng statt.
Probleme gab es natürlich genug: biogene Entkalkung, ständig eingehende Pflanzen und nach nur einem Jahr war das Becken total hinüber: durchgehend verfaulter Bodengrund, und ein reichlich dezimierter Fischbestand.
Da dies ja nicht der Normalzustand sein konnte, versuchte ich nun, an weitere Literatur zu kommen. Ich wollte einfach wissen, was da im Becken eigentlich vor sich gegangen war.
Die Rettung kam, weil mir ein Buch in die Hand fiel, das den Namen Aquarienbuch wirklich verdient hatte: Das optimale Aquarium von Horst/Kkipper.
Von da an war mein Intersse an diesen ganzen chemischen und biologischen Vorgängen geweckt.
Leider waren die ganzen Dupla Sachen für eine Auszubildene reichlich teuer, bis auf den Dünger konnte ich mir die ganzen Dinge nicht leisten. Allerdings kam damals eine weitere Firma auf dem Markt, die ähnliche Produkte herstellte: Dennerle. (Ja, damals waren die Sachen von denen noch recht gut bezahlbar).
Ich stellte auf CO2-Düngung um, holte mir einen Bodenfluter, achtete auf einen vernünftigen Besatz und erfuhr, wie gut Becken aussehen und funktionieren können.
Das Suchtpotential stieg synchron mit der Beckengrö??e, allerdings war die grö??te Grö??e ein 300l Becken.
Jedenfalls bisher. :-))
lg
Beate





