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Blogartikel 'Wie unser Aquarium durch die Decke rauschte.' von Livia & Marc

Offline (Zuletzt 18.05.2016)BlogBeispiel
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Wie unser Aquarium durch die Decke rauschte.

 


Als ich im zarten Alter von 5 Jahren recht jungfräulich staunend vor den Diskusfischen meines Vaters stand, hatte ich noch keine Ahnung davon das ich irgendwann mal (um genau zu sein, 30 Jahre später) mal neben einer gut aussehenden Blondine sitzen würde und Fragen zur Statik unseres Mehrfamilienhauses beantworten müsste.

Wahrscheinlich liegt es nicht nur daran, dass in den 80ern Smartphones die Abmessungen eines Schuhkartons hatten, das Wählfeld aus einer dekorativen Hartplastikscheibe bestand und das integrierte Telefonbuch aus einem eingesteckten 100% chlorgebleichten 2 x 6 cm Notizzettel bestand.

Es liegt wahrscheinlich daran, das „Internet“ nur in den verrauchtesten Winkeln irgendwelcher Universitäten und Filmschmieden gedacht wurde.

30 Jahre später bringt mich besagtes „Internet“ aber genau in diese missliche Lage.

Es fing eigentlich alles ganz gut an. Mehr durch Zufall stolperten wir in die Aquarienabteilung unseres Hornbachs im wunderschönen Essen. Der Verkäufer weist uns auf eine Veranstaltung zum Thema Aquascaping hin, wo wir auch brav eine Woche später erscheinen.

Nun gut. Mag es an den hypnotischen Kräften Oliver Lindemanns liegen oder an der Tatsache das Livia und ich ohnehin seit Kindestagen mit Aquarien groß geworden sind, der Entschluss war gefasst.

Es sollte ein Edge II- 50 Liter Becken werden.

An dem Tag litten wir beide wohl unter akutem Sauerstoffmangel. Wir überwarfen die Idee alsbald. Zu Wartungsintensiv, zu wenig Erfahrung, zu viel Design, zu wenig Funktionalität.

Wir einigten uns auf ein 80er Style Led. Immer noch klein, aber eher für Anfänger geeignet.

Als wir das Becken dann in der realen Welt betrachteten....nunja...erschien uns das Becken doch zu klein.

200 Liter. Unsere Kragenweite.

Was waren die nächsten Schritte?

Wir verständigten uns auf die Lebensformen die untergebracht werden sollten, kreisten die Pflanzen ein, stellten Überlegungen zur Einfuhrzeit und der Technik, das Hardscape als Solches an....

Irgendwann rechnete ich dann sehr amüsiert zusammen, das wir bei dem Hardscape, dem Becken und der Technik bei einem Gewicht von mehr als 300 Kg landen, welche auf nicht einmal einem Quadratmeter lasten würden.

Die Bemerkung führte bei meiner besseren Hälfte zu einer 15 Minütigen Schweigephase die ich Narr trotz ihres verkrampften Gesichtsausdruck gekonnt ignorierte.

„Schatz, das Becken kracht durch unsere Decke“, führte dann doch zu einer Schweigephase meinerseits und einem ziemlich verdutzten Gesichtsausdruck.

Wenn ihr nicht in der gleichen Situation ward, macht ihr euch keine Vorstellungen darüber, wieviel Hass man gegenüber einem handgroßen Plastikklumpen mit Amoleddisplay entwickeln kann und wie wenig man(n) in solchen Situationen entgegen hält.

Es folgte ein zweiwöchiger Exodus der darin gipfelte das ich mich vergebens um Bauskizzen bei unserer Hausverwaltung bemühte, mir mittlerweile vorkomme wie ein Semiprofi für mögliche Maximalbelastungen und deren ideale Verteilung bei Altbauten und so ziemlich alles versichert bin und mir zumindest nachts keine Sorgen mehr bei dem Gedanken eines abstürzenden Weltraumsatelliten mache.

Summa sumarum habe ich nun ein:

„Ich würds machen“ (lachender Bauingenieur)

„Wir haben ihre Information zur Kenntnis genommen aber Angaben zur Tragfähigkeit können wir nicht machen, weil wir keine Statiker sind“ (genervte Hausverwaltung)

„Irgendeine Versicherung von ihnen zahlt da schon“ (Sehr seriöser Typ von der Provinzial)

„So lange unsere Wohnung nicht überflutet ist“ (bessere Hälfte)

Das hilft natürlich umgemein.

Wir haben nun ein 180er Becken im Visier das auch noch heute gekauft wird.

Dazu gesellt sich ein Aquarienschrank welcher auf einer 2 Meter langen Arbeitsplatte fußen wird um die Last auf das Nötigste zu minimieren.

Warum 180 Liter. Die Antwort ist relativ simpel:

Wir bleiben zumindest was die geltende Rechtsprechung anbelangt im Toleranzbereich.

Liebe Grüße

Marc
 
Blogartikel aus der Kategorie: "Mein Einrichtungsbeispiel" zuletzt bearbeitet am 15.12.2015 um 00:19 Uhr
 
 
Kommentare:
 
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Geschrieben am 22.12.2015 um 15:02 von Livia & Marc
Hey, Hey. Erst einmal DANKESCHÖN für das liebe Feedback.

Versicherungen, etc. wurden selbstredend alle angepasst.
Kommenden Freitag steht das Becken auch bereits eine Woche ohne das es irgendetwas zu bemängeln gab, wie ihr bereits sagtet :)

Anscheinend alles richtig gemacht.

Wünschen euch schöne Feiertage!!!

Livia & Marc
 
 
Geschrieben am 21.12.2015 um 18:08 von Jörg - Hamburg
Hallo Marc,

wirklich nett geschrieben, aber aufgrund der fehlenden Angaben wie Bauweise und Alter des Hauses, Material und Aufbau der Decke, Standort des Beckens (an einer Wand, wenn ja Innen- oder Außenwand, Wandstärke etc.) wirst du hier kaum eine sinnvolle Antwort erwarten, oder? ;-)
.
Eine "geltende" Rechtsprechung mit einem Toleranzbereich zum Aufstellen von Aquarien kannst Du getrost vergessen. Wie sollte es so etwas auch geben, bei tausenden von verschiedenen Bauweisen und vielen Ursachen, warum es zu einem Schaden kam.
Geht was kaputt und Du und Dein Becken waren die Verursacher, wirst Du sehen, wie schnell sich die verallgemeinerten Informationen aus der Rechtsecke von "Du und Dein Garten" in Wohlgefallen auflösen. ;-)) Oder meintest Du nur die Meldepflicht bei der Versicherung?
.
Die für Dich bedeutsame Größe ist die Nutzlast (auch Verkehrslast) deines Bodens und damit der Decke des Untermieters (-eigentümers). Normale Decken in MFH sollten eine Flächenlast von 1,5 KN/m² aushalten können, dies sind ca. 150 kg/m². Da ein Becken i.d.R. direkt vor einer Wand steht - ein günstiger Lastfall - sind dann auch Lasten über 150 kg/m² kein Problem.
.
Eine mehrseitig eingespannte Decke kann an den Auflagern ein Vielfaches an Last ab. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass die Decke in ihrer Mitte (also an ihrer schwächsten Stelle) eben auch die 1,5 KN/m² bringen muss.
Hinzu kommen als Sicherheit für Dich noch die Zuschläge (Sicherheiten), welche sowieso von Seiten des Gesetzgebers in die Art und Weise der Berechnung eines Standsicherheitsnachweises eingepflegt sind.
Auch können "optische Gründe" im hochwertigen Wohnungsbau zu Überdimensionierung von Bewehrungen etc. führen, da z.B. in der Praxis versucht wird, statisch unbedenkliche Rissbreiten trotzdem zu minimieren, um Diskussionen mit Käufern aus dem Wege zu gehen.
.
All diese Umstände geben Deinem Vorhaben ein ganzes Stück Sicherheit, wenn Dein Haus neueren Datums ist, über eine Stahlbetondecke verfügt und Du das Becken an eine Außen- oder tragende Innenwand stellst.
Dann sollten auch Becken mit einen Gewicht von 600 kg kein Problem darstellen. Hier wird die "schwächste Stelle" dann irgendwann eher der schwimmende Estrich (Fußbodenheizung??) sein.
.
Dir viel Spaß mit Deinem Becken.
PS. Schließe trotzdem eine Versicherung ab bzw. melde das Becken deiner Versicherung bei bestehenden Verträgen.
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Jörg
 
 
Geschrieben am 19.12.2015 um 16:58 von schmitzkatze
Hallo Marc,

Unterhaltsamer Blog, der zum Kommentar motiviert. Ich bin gefühlsmäßig bei "saibot" , vermutlich stammen unsere Bedenken noch aus der Aera der "Patrizier Häuser" mit Holzbohlen Boden auf Balkenlage.
Wenn dann mal ein Fuß eines Schrankes mal nicht genau über einem Balken stand, dann konnte es unangenehm werden, was nicht bedeutete, das ein AQ eine Etage tiefer aufzufinden gewesen wäre.
Weiterhin stellt ein Aquarianer selten sein AQ mitten im Zimmer auf, sondern immer vor irgendeine Wand.
Allerdings gibt es beim aktuellen Trend der Verlegung von Fußboden Heizungen zu bemerken, das dort bei 100 - 200 kg / qm das Limit erreicht sein kann.
Also immer schön die Becken so auswählen, das sie breiter als hoch sind, das gibt eh bessere Gestaltungsmöglichkeiten.
Gruß, Michael
 
 


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